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News von heute Zoll meldet größten Kokainfund Europas in Hamburger Hafen

News von heute: Zoll meldet größten Kokainfund Europas in Hamburger Hafen
Sehen Sie im Video: Europas größter Kokainfund – so lief der spektakuläre Coup der Hamburger Zollfahnder.




Dem deutschen Zoll ist in Hamburg ein beeindruckender Drogenfund gelungen. Die Beamten stellten bereits Mitte Februar insgesamt 16 Tonnen Kokain in fünf Containern aus Paraguay sicher. Nun wurde der Fahndungserfolg der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ware war in zahlreichen Blechdosen versteckt. René Matschke, Leiter des Zollfandungsamts Hamburg am Mittwoch mit weiteren Details: "Wir kamen auf die Container aufgrund A eines Hinweises aus Holland, aber B, einer eigenen Risikoanalyse. Indem wir festgestellt haben, dass es fünf verdächtige Container gibt, die auf dem Terminal stehen. Und diese fünf haben wir der Containerprüfanlage, einer Röntgenanlage, zugeführt. Da hat sich bereits herausgestellt, auf dem Röntgenbild, dass die erste Lage wohl sauber ist, also ohne weitere Ware. Aber, auf den weiteren Lagen wohl, in den Büchsen mit Spachtelmasse andere Ware eingebracht wurde." Es handelt sich bei dem Drogenfund nach Angaben des Zolls um die größte jemals in Europa sichergestellte Kokainmenge.Das Kokain hätte, den Fahndern zufolge, ungestreckt einen Straßenverkaufswert von rund 1,2 Milliarden Euro. Und die Ermittlungen der Behörde führten zu einer weiteren Sicherstellung von über sieben Tonnen Kokain im Hafen von Antwerpen. Und in den Niederlanden wurde in dem Zusammenhang ein 28-jähriger Mann festgenommen. Weitere Ermittlungen laufen auf Hochtouren.
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Deutsche Wirtschaft wächst Ende 2020 stärker als angenommen +++ Woods erleidet bei Autounfall offene Trümmerbrüche am rechten Bein +++ Münchner Unternehmer und Milliardär Thiele gestorben +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Zoll meldet größten Kokainfund Europas in Hamburger Hafen

Der Zoll hat im Hamburger Hafen die größte Menge an Kokain gefunden, die jemals in Europa beschlagnahmt wurde. Insgesamt seien in fünf Containern aus Paraguay mehr als 16 Tonnen Kokain entdeckt worden, teilte das Zollfahndungsamt mit. In der Folge der deutschen Ermittlungen seien in Belgien noch weitere sieben Tonnen Kokain beschlagnahmt worden, der Gesamtwert des Rauschgifts betrage mehrere Milliarden Euro.

+++ Die aktuellen Meldungen zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier. +++

Die News von heute im stern-Ticker: 

+++ 17.57 Uhr: Linken-Finanzexperte de Masi kandidiert nicht mehr für den Bundestag +++

Der Hamburger Linken-Bundestagsabgeordnete Fabio de Masi verlässt im Herbst aus persönlichen Gründen das Parlament. "Ich werde 2021 nicht erneut für den Deutschen Bundestag kandidieren", teilte der Finanzexperte mit. Er habe in den vergangenen sieben Jahren immer an der maximalen Belastungsgrenze gearbeitet. "Insbesondere mein Sohn musste daher zu häufig zurückstehen", begründete de Masi seine Entscheidung. De Masi gehört dem Bundestag seit 2017 an. Davor war der 40-Jährige ab 2014 Abgeordneter im Europäischen Parlament. Seine Zukunftspläne seien noch offen. "Ich vertraue darauf, auch außerhalb des Parlaments einer spannenden beruflichen Tätigkeit nachzugehen", erklärte de Masi.

+++ 17.32 Uhr: Homosexuelle in Tschetschenien wegen Unterstützung einer illegalen Gruppe angeklagt +++

In der russischen Teilrepublik Tschetschenien sind zwei homosexuelle Männer wegen Unterstützung einer illegalen bewaffneten Gruppierung angeklagt worden. Es lägen keine "objektiven Beweise" gegen die 17 und 21 Jahre alten Männer vor, teilte die Nichtregierungsorganisation LGBT Set, die sich für verfolgte sexuelle Minderheiten in Tschetschenien einsetzt, am Mittwoch mit. Die Inhaftierten hätten nach Angaben ihres Anwalts unter Zwang Aussagen unterschreiben müssen, mit denen sie sich selbst belasteten. Ihnen drohen bis zu 15 Jahre Haft.

Kritiker werfen Tschetschenien immer wieder schwere Rechtsverstöße gegenüber Homosexuellen, politischen Gegnern und Frauen vor. Tschetscheniens autoritärer Präsident Ramsan Kadyrow hat in der Vergangenheit erklärt, die Bevölkerung der Region sei ausschließlich heterosexuell.

+++ 16.43 Uhr: Venezuela weist EU-Botschafterin aus +++

Venezuela hat die EU-Botschafterin ausgewiesen. Außenminister Jorge Arreaza teilte in Caracas mit, die Botschafterin Isabel Brilhante sei zur unerwünschten Person erklärt worden. Sie habe nun 72 Stunden Zeit, Venezuela zu verlassen. Die EU hatte am Montag weitere Sanktionen gegen die Regierung von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro verhängt. Als Gründe für die Sanktionen gegen 19 Militärangehörige, Richter, Beamte und Maduro-treue Abgeordnete nannte die EU schwere Menschenrechtsverletzungen, die Einschränkung von Oppositionsrechten bei der jüngsten Parlamentswahl und die Untergrabung der demokratischen Arbeitsmöglichkeiten des Parlaments.

+++ 16.43 Uhr: Putin wirft Westen Politik der Eindämmung vor +++

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Inlandsgeheimdienst FSB aufgerufen, die vermeintliche Bedrohung durch den Westen in den Mittelpunkt seiner Arbeit zu stellen. Der Westen "versucht, uns mit wirtschaftlichen und anderen Sanktionen an die Kette zu legen", sagte Putin in seiner jährlichen Ansprache an den FSB in Moskau. "Wir sehen uns der sogenannten Politik der Eindämmung Russlands gegenüber."

Mit dem Begriff der Eindämmung bezog sich der russische Präsident auf die Eindämmungsstrategie der USA gegenüber der Sowjetunion während des Kalten Krieges. Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen sind so schlecht wie seit damals nicht mehr. Wegen der Festnahme und Verurteilung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny haben die EU und die USA neue Sanktionen gegen Moskau auf den Weg gebracht.

+++ 16.35 Uhr: 111 Delfine in Mosambik tot an Land gefunden +++

In Mosambik sind den Behörden zufolge 111 Delfine tot an Land gefunden worden. 86 Tiere seien am Dienstag am Strand einer Insel, die zu einem Naturschutzgebiet gehört, im Süden des Landes entdeckt worden, hieß es in einer Mitteilung der nationalen Behörde für Naturschutz ANAC. Bereits am Sonntag seien 25 Delfine im selben Marinepark des Bazaruto-Archipels gefunden worden.

Woran die Delfine gestorben sind, war zunächst unklar. Die Tiere zeigten demnach keine Verletzungen und es gab keine offensichtliche Todesursache. Proben seien für weitere Untersuchungen in ein Labor gebracht worden, hieß es. Zudem sollten Experten am Mittwoch in das Gebiet reisen, um die Vorfälle zu untersuchen.

+++ 16.21 Uhr: Journalisten-Verband kritisiert Vorgehen Spahns bei Recherchen zu Immobilien +++

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) wendet sich gegen die angeblichen Bemühungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Informationen über recherchierende Journalisten zu seinen privaten Grundstücksgeschäften zu erlangen. Als Mitglied der Bundesregierung, das wie kein anderer Ressortchef wegen der Corona-Pandemie im Fokus der Öffentlichkeit stehe, müsse Spahn sich Recherchen von Medien gefallen lassen, erklärte DJV-Chef Frank Überall.

Der DJV reagierte damit auf einen Bericht des Berliner "Tagesspiegel". Demzufolge hatten Spahns Anwälte im Dezember vergangenen Jahres beim Amtsgericht Schöneberg Informationen über Journalisten angefordert, die zu Spahns Immobilienbesitz recherchiert hatten. Dem Amtsgericht ist das Grundbuchamt zugeordnet, das die Akten zum privaten Immobilienbesitz des Ministers verwaltet - einschließlich der Kaufverträge.

+++ 16.15 Uhr: Finanzaufsicht Bafin im Visier der Frankfurter Staatsanwaltschaft +++

Die Finanzaufsicht Bafin ist im Zuge des Wirecard-Skandals ins Visier der Frankfurter Staatsanwaltschaft geraten. Es handele sich um eine Vorprüfung, von der Finanzaufsicht seien Informationen eingefordert worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Es gehe um die Frage, ob die Bafin ihren Aufsichtspflichten nachgekommen sei. Hintergrund sind Anzeigen von Wirecard-Aktionären. Außerdem verlangt die Staatsanwaltschaft Auskünfte von einer weiteren Bundesbehörde sowie einer Privatbank. Details nannte der Sprecher nicht. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet. Eine Bafin-Sprecherin sagte, es habe keine Durchsuchung durch die Staatsanwaltschaft gegeben, der Behörde sei lediglich ein Auskunftsersuchen überreicht worden.

+++ 15.26 Uhr: AfD gewinnt vor Gericht: Schlappe für NRW-Innenminister Reul +++

Der nordrhein-westfälische Landesverband der AfD durfte nicht öffentlich als Prüffall des Verfassungsschutzes bezeichnet werden. Das hat das Düsseldorfer Verwaltungsgericht entschieden (Az.: 20 K 5100/19) und der klagenden AfD Recht gegeben. Entsprechende Äußerungen von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) und NRW-Verfassungsschutzchef Burkhard Freier im Jahr 2019 seien rechtswidrig gewesen.

Die Äußerungen Reuls und Freiers seien geeignet gewesen, die Chancengleichheit im Parteien-Wettbewerb zu Lasten der AfD zu beeinflussen, so das Gericht. Das Verfassungsschutzgesetz NRW erlaube nicht, bereits über das Stadium des Prüffalls zu informieren. Anders sehe es unter bestimmten Umständen aus, wenn die Prüfung zur Einstufung als Verdachtsfall führe.

+++ 14.45 Uhr: Gericht – Millionen-Bußgeld gegen Deutsche Wohnen unwirksam +++

Das Unternehmen Deutsche Wohnen muss vorerst kein Millionen-Bußgeld wegen jahrelang gespeicherter Daten von Mieterinnen und Mietern bezahlen. Das Landgericht Berlin befand den Bescheid der Berliner Datenschutzbeauftragten für unwirksam, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Die Strafkammer habe das Verfahren gegen den Dax-Konzern eingestellt.

Die Berliner Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk hatte im Herbst 2019 einen Bußgeldbescheid über 14,5 Millionen Euro gegen den größten privaten Vermieter Berlins erlassen – das bis dahin höchste Bußgeld in Deutschland auf Grundlage der Datenschutzgrundverordnung. Sie kritisierte, teils Jahre alte persönliche Daten von Mietern und Mieterinnen wie Sozial- und Krankenversicherungsdaten, Arbeitsverträge oder Informationen über ihre finanziellen Verhältnissen hätten im Archiv des Unternehmen noch immer eingesehen und verarbeitet werden können. Das Gericht stellte nun fest, dieser könne aufgrund gravierender Mängel nicht Grundlage des Verfahrens sein. 

+++ 14.17 Uhr: Munitionsaffäre im KSK hat vorerst keine personellen Folgen +++

Die Affäre um die Rückgabe gehorteter oder womöglich gestohlener Munition im Kommando Spezialkräfte (KSK) hat vorerst keine personellen Konsequenzen. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) räumte vor dem Verteidigungsausschuss des Bundestages aber Fehler ihres Hauses im Umgang mit den Vorfällen in der Eliteeinheit ein. Generalinspekteur Eberhard Zorn habe den Abgeordneten erklärt, dass er Details aus einem Bericht des Deutschen Heeres zu der Sammelaktion beim KSK gestrichen habe, sagte sie. Kramp-Karrenbauer machte auch klar, dass sie keine Entscheidung zu einer Ablösung des KSK-Kommandeurs Markus Kreitmayr getroffen habe und weiter mit Zorn arbeiten wolle. Kreitmayr wird angelastet, dass seine Soldaten von März bis Mai vergangenen Jahres zurückgehaltene Munition in Kisten werfen konnten, ohne dass dies weitere Konsequenzen hatte.

+++ 13.43 Uhr: Lufthansa verteidigt Kündigung der Kooperation mit Condor  +++

Der Lufthansa-Konzern wirbt um Verständnis für seinen harten Kurs gegen den Konkurrenten Condor. Die Wettbewerbsbeschwerde des Ferienfliegers beim Bundeskartellamt habe "keine Berechtigung", erklärte Vorstandsmitglied Michael Niggemann in dem am Mittwoch in Berlin erschienenen "Lufthansa-Politikbrief". Man könne der Lufthansa nicht den Vorwurf machen, dass sie in Konkurrenz zu Condor-Strecken trete, da es im Wettbewerb keine Streckenmonopole gebe. Lufthansa will selbst stärker in das Touristikgeschäft einsteigen, dem nach der Corona-Krise eine schnellere Erholung zugetraut wird als den Geschäftsreisen. Es gehe darum, eigene Arbeitsplätze zu sichern. Niggemann verteidigte zudem die Kündigung des langjährigen Kooperationsvertrags über Zubringerflüge für die einstige Tochtergesellschaft zum 1. Juni. "Es gilt Vertragsfreiheit", erklärte der für Personal und Recht zuständige Vorstand. Condor habe keinen Anspruch auf "Sonderkonditionen" bei Zubringerflügen und könne diese nun zu gleichen Bedingungen bei Lufthansa buchen wie viele andere Wettbewerber auch. Niggemann empfahl der deutlich kleineren Airline: "Condor kann alternativ eigene Zubringerflüge organisieren oder zu dem für sie zentralen Flughafen Frankfurt die Bahn als Zubringer nutzen."

Condor hat auch beim Gericht der Europäischen Union Klage eingereicht, um die Auflagen zur staatlichen Lufthansa-Beihilfe von neun Milliarden Euro überprüfen zu lassen. Niggemann wies darauf hin, dass Condor selbst vom Staat gerettet worden ist und sich über einen Langfrist-Kredit der KfW-Bank finanziert. Er erklärte: "Die Frage der staatlichen Unterstützung darf auf kommerzielle Entscheidungen der Unternehmen keinen Einfluss haben. Das gilt für uns und für Condor gleichermaßen. Auch Condor sollte sich schlicht dem Wettbewerb stellen und damit den Beweis für die eigene Zukunftsfähigkeit antreten."

+++ 13.13 Uhr: Schießerei zwischen Polizei und Drogendealern auf den Philippinen +++

Eine Schießerei zwischen Polizisten und mutmaßlichen Drogenhändlern in der Nähe eines großen Einkaufszentrums hat am Mittwoch auf den Philippinen für Panik gesorgt. Berichte über Opfer und Verletzte gab es zunächst nicht. Der Zusammenstoß ereignete sich bei der Ever Commonwealth Mall in Quezon City. Auf einem Video war zu sehen, wie Menschen sich in Sicherheit brachten, während laute Schüsse zu hören waren. Die Betreiber des Einkaufszentrums bestätigten den Vorfall. "Wir haben alle Zugänge gesichert, so dass die Einkäufer drinnen sicher sind", hieß es in einer Mitteilung.

+++ 13.12 Uhr: Heftiges Erdbeben auf Island +++

Ein Reihe von Erdbeben hat erneut den Südwesten der Nordatlantik-Insel Island heimgesucht. Das stärkste davon hatte vorläufigen Messungen zufolge eine Stärke von 5,7, wie die isländische Wetterbehörde Vedurstofa am Mittwoch mitteilte. Es trat demnach gegen 10.00 Uhr unterhalb der Reykjanes-Halbinsel südwestlich von Reykjavik auf. Vielerorts in der Hauptstadtregion war es ebenso wie Dutzende weitere Beben mit Stärken von mehr als 3,0 deutlich zu spüren gewesen. "Die Erde wackelt immer noch", berichtete am späten Vormittag ein dpa-Reporter in Reykjavik. Berichte über Verletzte oder größere Schäden an Häusern gab es zunächst nicht.

+++ 12.46 Uhr: Australischer Senat verabschiedet umstrittenes Mediengesetz +++

Der Senat in Australien hat ein neues Mediengesetz verabschiedet, das zuletzt zu einem heftigen Disput mit Facebook geführt hatte. Im Unterhaus war der so genannte "News Media and Digital Platforms Mandatory Bargaining Code" bereits in der vergangenen Woche angenommen worden, jedoch muss die Abstimmung dort wiederholt werden, wie der Sender ABC berichtete. Grund: Im Streit mit Facebook über den Entwurf hatte die Regierung in Canberra am Dienstag Änderungen des Gesetzes zugestimmt. Der Internetgigant hatte daraufhin eingelenkt.

Mit dem Gesetz werden Google und Facebook künftig dazu gezwungen, örtliche Medienunternehmen zu bezahlen, wenn sie deren Inhalte verbreiten. Australien will damit erreichen, dass Werbeeinnahmen gerechter verteilt werden. Der Streit war zuletzt eskaliert.

+++ 12.39 Uhr: Bahn-Konkurrenten und Opposition kritisieren Winterstrategie +++

Gesperrte Strecken, ausgefallene Züge: Nach den tagelangen Einschränkungen während des harten Wintereinbruchs Anfang Februar steht die Deutsche Bahn in der Kritik. Die Güterbahn-Konkurrenten warfen der Netzsparte der Bahn Versagen vor. Die Räumung vieler Strecken habe sich tagelang hingezogen, weil dafür zu wenig Personal und Gerät bereitgestanden habe. Die FDP warf der Bahn eine Kapitulation vor dem Winter vor, die Grünen sprachen von einem Desaster. Nach Angaben des Bahnbeauftragten der Bundesregierung, Enak Ferlemann, prüft das Eisenbahn-Bundesamt die Schneestrategie der Bahn. Anlass seien Beschwerden von Konkurrenten. Ferlemann verteidigte allerdings das Vorgehen des Staatskonzerns. Der Staatssekretär verwies auf die lange Vorbereitung und auf den Kauf neuer Räumfahrzeuge. 

+++ 12.10 Uhr: Zoll meldet größten Kokainfund Europas in Hamburger Hafen +++

Der Zoll hat im Hamburger Hafen die größte Menge an Kokain gefunden, die jemals in Europa beschlagnahmt wurde. Insgesamt seien in fünf Containern aus Paraguay mehr als 16 Tonnen Kokain entdeckt worden, teilte das Zollfahndungsamt mit. In der Folge der deutschen Ermittlungen seien in Belgien noch weitere sieben Tonnen Kokain beschlagnahmt worden, der Gesamtwert des Rauschgifts betrage mehrere Milliarden Euro.

+++ 11.42 Uhr: Weidel unterschreibt Unterlassungserklärung nach Falschbehauptung +++

Um einen Rechtsstreit mit der Stadt Überlingen um Falschbehauptungen gegen das dortige Ordnungsamt zu beenden, hat AfD-Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel eine Unterlassungserklärung unterschrieben. Die Erklärung sei am Montag unterzeichnet worden, teilte ein Sprecher der Politikerin mit. Zuvor hatte sich Weidel bereits telefonisch und später auch öffentlich über ihren Twitter-Kanal bei der zuständigen Behörde entschuldigt. Die Kommune am Bodensee hatte dennoch auf eine Unterlassungserklärung gepocht. Zuvor hatte der "Südkurier" darüber berichtet.

Weidel hatte nach Angaben der Stadt Ende Januar bei einer Rede in Schwäbisch Gmünd das Ordnungsamt bezichtigt, verdeckt zu ermitteln und Corona-Verstöße zu provozieren, um diese anschließend mit einem hohen Bußgeld zu sanktionieren. Allerdings erwiesen sich die Behauptungen als falsch. 

+++ 10.42 Uhr: Dutzende tote Delfine vor Küste Mozambiks gefunden +++

Auf einer Insel vor der Küste Mozambiks sind 86 tote Delfine entdeckt worden. Die Todesursache sei unklar, teilte das Umweltministerium des südostafrikanischen Landes am Dienstag mit. Experten fanden demnach keine Spuren von Verletzungen an den Tieren und auch keine verdächtigen Substanzen in ihrem Verdauungssystem. Bereits am Sonntag waren im gleichen Gebiet auf der Insel Bazaruto mehrere Delfine tot aufgefunden worden. Das Ministerium leitete eine Untersuchung ein.

+++ 10.38 Uhr: Mutmaßlicher IS-Deutschland-Chef wegen Terrorunterstützung verurteilt +++

Das Oberlandesgericht Celle hat den mutmaßlichen Deutschland-Chef der Terrormiliz Islamischer Staat zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Gericht erklärte den 37-jährigen Iraker Abu Walaa wegen Unterstützung und Mitgliedschaft in der Terrororganisation für schuldig.

+++ 10.20 Uhr: Regierung erreicht Ziel von einer Million Elektroautos offenbar in diesem Jahr +++

Die Bundesregierung wird ihr Ziel von einer Million Elektroautos auf deutschen Straßen offenbar in diesem Jahr erreichen – zwei Jahre später als geplant. "So wie es jetzt aussieht", werde diese Marke "dieses Jahr" erreicht, sagte der Vorsitzende der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) und Berater der Bundesregierung, Henning Kagermann, dem "Handelsblatt". Das Ziel war ursprünglich 2010 für 2020 ausgegeben worden.

Demnach nahm die Nachfrage angesichts der höheren Kaufförderung "deutlich Fahrt auf". Ein Grund dafür sei die deutlich erhöhte Kaufprämie. "Bei reinen E-Fahrzeugen gab es im vergangenen Jahr eine Verdopplung, bei Plug-in Hybriden gar eine Verdreifachung der Zulassungszahlen", sagte Kagermann.

+++ 9.57 Uhr: Helfer schieben 28 gestrandete Grindwale an Neuseelands Küste zurück ins Meer +++

In Neuseeland haben 28 gestrandete Grindwale mithilfe von Tierschützern den Weg zurück ins Meer gefunden. "Die Wale sind über Nacht nicht wieder gestrandet, also sieht es im Moment nach einem Erfolg aus", erklärten die Helfer vom Tierschutzverein Project Jonah. Die Tiere gehörten zu einer Gruppe von rund 50 Grindwalen, die am Montag auf der Landzunge Farewell Spit gestrandet waren. Helfer schoben am Montagabend rund 40 von ihnen wieder ins Meer. Am Dienstagmorgen stranden die Grindwale jedoch erneut. Die Kadaver der Tiere, die nicht überlebt haben, sollen nun vom örtlichen Maori-Stamm bei einer Zeremonie gesegnet werden.

An der Landzunge Farewell Spit, die rund 90 Kilometer nordwestlich der Touristenstadt Nelson liegt, hat es in den vergangenen 15 Jahren mindestens zehn Massenstrandungen gegeben. Zuletzt strandeten dort im Februar 2017 fast 700 Wale, von denen 250 starben. Wissenschaftler rätseln, warum es an der Landzunge immer wieder zu solch tödlichen Zwischenfällen kommt. Einer Theorie zufolge könnte es daran liegen, dass das Wasser an dieser Stelle besonders seicht ist, wodurch das Bionsonar der Tiere gestört wird.

+++ 9.45 Uhr: Durchsuchung bei Berliner Staatsanwalt – Geldwäsche-Verdacht +++

Bei einem Berliner Staatsanwalt werden aktuell das Dienstzimmer und die Wohnung durchsucht. Der Mann werde verdächtigt, interne Informationen an Dritte weitergegeben zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Gegen den Beamten aus den eigenen Reihen werde wegen des Verdachts der Geldwäsche, der Verletzung von Dienstgeheimnissen und verschiedener Steuerstraftaten ermittelt. Die mutmaßlichen Taten sollen sich laut Mitteilung nicht auf dienstliche Tätigkeiten beziehen, sondern auf den privaten Bereich. Dem Staatsanwalt wurde vorläufig der weitere Dienst verboten.

+++ 9.32 Uhr: Viereinhalb Jahre Haft für Mitangeklagten in Koblenzer Syrien-Prozess +++

Im weltweit ersten Prozess um Mord und Folter durch den syrischen Staat hat das Oberlandesgericht Koblenz sein erstes Urteil gesprochen. Das Gericht verurteilte den Mitangeklagten Eyad A. wegen Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Form von Folter und schwerwiegender Freiheitsberaubung zu viereinhalb Jahren Haft. Gegen den Hauptangeklagten Anwar R. wird voraussichtlich bis zum Herbst weiter verhandelt.

+++ 8.55 Uhr: Kind stirbt bei Container-Brand in griechischem Flüchtlingslager +++

Beim Brand einer Containerwohnung in einem griechischen Flüchtlingslager ist in der Nacht zum Mittwoch ein sieben Jahre altes Kind ums Leben gekommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur ANA unter Berufung auf die Feuerwehr berichtete, sind die Ursachen des Brandes im Lager nahe der mittelgriechischen Kleinstadt Theben noch unklar. Die Behörden vermuteten jedoch, dass eine Kochstelle den Brand verursacht haben könnte. Im Container habe eine elfköpfige Familie gewohnt, hieß es. Die Feuerwehr teilte mit, Flüchtlinge hätten zunächst die Löscharbeiten behindert, indem sie Steine auf die Feuerwehrleute geworfen und die Zufahrtsstraße versperrt hätten. Sie seien aufgebracht gewesen, weil die Feuerwehr ihrer Ansicht nach zu spät angerückt war. Nach einem Polizeieinsatz konnte der Brand schließlich gelöscht werden. Im Lager von Theben mit einer Aufnahmekapazität von rund 900 Menschen leben den Berichten zufolge derzeit etwa 800 Flüchtlinge.

+++ 8.17 Uhr: Hillary Clinton veröffentlicht ersten politischen Thriller +++

Die ehemalige US-Außenministerin und Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton geht unter die Thriller-Autoren: Die 73-Jährige wird im Oktober zusammen mit der kanadischen Autorin Louise Penny einen politischen Thriller veröffentlichen, wie die Verlage Simon & Schuster und St. Martin's Press am Dienstag mitteilten. Das Buch mit dem Titel "State of Terror" soll im Oktober erscheinen. Die Geschichte handle von einer unerfahrenen Außenministerin, die in der Regierung ihres politischen Rivalen dient, während eine "Serie von Terroranschlägen" die Welt erschüttert. Obwohl der Klappentext des Buches nicht explizit auf Ex-Präsident Donald Trump eingeht, spielt die Geschichte "nach vier Jahren einer US-amerikanischen Führung, die sich von der Weltbühne zurückgezogen hat". 

+++ 8.06 Uhr: Deutsche Wirtschaft im Schlussquartal 2020 um 0,3 Prozent gewachsen +++

Die deutsche Wirtschaft ist trotz der Einführung erneuter Corona-Beschränkungen zum Jahresende 2020 stärker gewachsen, als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. In einer ersten Berechnung war die Wiesbadener Behörde von einem Wachstum von 0,1 Prozent ausgegangen.

Der deutsche Staat hat allerdings im Corona-Krisenjahr 2020 deutlich mehr Geld ausgegeben als eingenommen. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung wiesen ein Defizit von 139,6 Milliarden Euro aus. Erste Berechnungen der Behörde hatten ein Minus von 158,2 Milliarden Euro ergeben. 

Golf-Star Tiger Woods

+++ 7.23 Uhr: Woods erleidet bei Autounfall offene Trümmerbrüche am rechten Bein +++

Golf-Superstar Tiger Woods hat bei seinem schweren Autounfall mehrere offene Brüche erlitten. Das gab sein Management am Dienstagabend (Ortszeit) in einer Stellungnahme bekannt. "Offene Trümmerbrüche, die den oberen und unteren Teil des Schien- und Wadenbeins betroffen haben, wurden durch einen Stab im Schienbein stabilisiert", sagte demnach der Arzt Anish Mahajan. Weitere Knochenverletzungen im Fuß und Knöchel seien mit einer Kombination aus Schrauben und Pins stabilisiert worden. Bei dem langen operativen Eingriff am rechten Bein sei zudem Druck vom Muskel genommen worden.

Der 45-Jährige sei wach, ansprechbar und erhole sich nun in seinem Zimmer, hieß es weiter. Weitergehende Angaben werde es vorerst nicht geben. Ob Woods bei dem Unfall nur am rechten Bein oder, wie von den Behörden zuvor angegeben, doch an beiden Beinen verletzt wurde, ging aus der Stellungnahme nicht hervor. Woods hatte am Morgen im Südosten von Los Angeles die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und sich mehrfach überschlagen. 

+++ 7.21 Uhr: Nach Triebwerksausfall bei Boeing verlangt Behörde besondere Tests +++

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat für bestimmte Triebwerke von Pratt & Whitney besondere Tests angeordnet. Dabei sollen bei den Triebwerkstypen, deren Teile am Samstag im Flug von einer Boeing 777 abgefallen waren, die Turbinenschaufeln mit einem Wärmebild-Verfahren untersucht werden, wie die US-Behörde am Dienstagabend (Ortszeit) in Washington mitteilte. Am Samstag waren nach einem Triebwerkausfall große Flugzeugteile einer Boeing 777 von United Airlines (UA) in der Nähe von Denver als Trümmer in Wohngebiete gestürzt. Nach FAA-Angaben war das rechte Triebwerk kurz nach dem Start ausgefallen. Die Maschine landete mit 241 Menschen an Bord dennoch sicher am Flughafen in Denver. Es gab keine Berichte über Verletzte – weder an Bord noch am Boden. 

Nach dem Triebwerksausfall an der Boeing 777 nahe Denver droht nun zahlreichen Großraumjets dieses Typs ein Flugverbot. In Japan und Großbritannien dürfen die Maschinen mit diesem Antrieb von Pratt & Whitney vorerst nicht mehr verkehren. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte am Wochenende bereits eine entsprechende Notfall-Richtlinie angekündigt. 

+++ 3.47 Uhr: Chinas Mars-Sonde erreicht Parkposition in Umlaufbahn +++

Nach mehreren Bremsmanövern hat Chinas Mars-Sonde "Tianwen 1" ihre finale Parkposition in der Umlaufbahn des Roten Planeten erreicht. Wie Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, soll die Sonde von dort "in etwa drei Monaten" einen Landeversuch auf dem Mars unternehmen. Bis dahin sollen aus der Umlaufbahn wissenschaftliche Untersuchungen erfolgen. Mit Kameras sollen etwa die Topographie und andere Gegebenheiten des Landegebiets genauer untersucht werden. "Tianwen 1" war am 23. Juli von der Erde aufgebrochen. 

Chinas Mission ist eine von drei Flügen zum Mars, die im vergangenen Sommer von der Erde gestartet waren. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate und die USA hatten damals Raketen Richtung Mars geschickt. Der US-Rover "Perseverance" war bereits vergangene Woche erfolgreich auf der Oberfläche des Roten Planeten  gelandet.

+++ 3.37 Uhr: Münchner Unternehmer und Milliardär Thiele gestorben +++ 

Der deutsche Unternehmer, Investor und Milliardär Heinz Hermann Thiele ist tot. Der Patriarch des Knorr-Bremse-Konzerns und Lufthansa-Großaktionär verstarb am Dienstag im Alter von 79 Jahren im Kreise seiner Familie in München, wie Knorr-Bremse mitteilte. Thiele war bei diesem Unternehmen, das Bremssysteme unter anderem für Schienenfahrzeuge, Lkw und Busse herstellt, Mehrheitsgesellschafter und Ehrenvorsitzer der des Aufsichtsrats. 

Thiele war einer der reichsten Menschen Deutschlands. Er hatte Knorr-Bremse im Jahr 1985 übernommen und wandelte das Unternehmen im Laufe der Jahre von einem mittelständischen Betrieb zu einem weltweit erfolgreichen Konzern mit fast 30.000 Mitarbeitern um. 

Einer breiten Öffentlichkeit wurde Thiele im vergangenen Jahr durch den Streit um das Rettungspaket für die Lufthansa in der Corona-Krise bekannt. Der Lufthansa-Großaktionär wehrte sich zeitweise gegen den Einstieg der Bundesregierung bei der Airline. Erst als Thiele seinen Widerstand aufgab, konnte das Rettungspaket unter Dach und Fach gebracht werden.

+++ 3.16 Uhr: Mehr als 70 Tote bei Kämpfen in mehreren Gefängnissen in Ecuador +++

Blutiger Machtkampf hinter Gittern: Bei einer Reihe gewalttätiger Auseinandersetzungen in mehreren Gefängnissen sind in Ecuador mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 75 Häftlinge seien bei den Kämpfen in den Strafanstalten in Guayaquil, Cuenca und Latacunga getötet worden, teilten die Regierung des südamerikanischen Landes am Dienstag mit. Auslöser der Auseinandersetzung war offenbar ein internen Machtkampf innerhalb der Bande Los Choneros. Nach Angaben der Gefängnisverwaltung hatte ein Justizvollzugsbeamter zuletzt Schusswaffen in das Gefängnis von Guayaquil geschmuggelt. Innenminister Patricio Pazmiño sprach von einer konzertierten Aktion krimineller Organisationen. Präsident Lenín Moreno kündigte den Einsatz des Militärs an. 

Soldaten mit Helmen und Gewehren marschieren in Ecuador auf ein Gefängnis zu, in dem es einen Aufstand gibt

+++ 2.22 Uhr: Designierte Linken-Parteichefin will mehr Einfluss auf Fraktion +++

Die designierte Linken-Vorsitzende Susanne Hennig-Wellsow will als Konsequenz aus jahrelangen Grabenkämpfen den Einfluss der Parteispitze auf die Bundestagsfraktion stärken. "Die Menschen wählen die Partei. Und die Partei steht bei den Menschen im Wort", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Mittwoch). "Daher ist es auch die Partei, die die Richtung unserer Politik im Bundestag bestimmt." Dabei gehe es aber "nicht ums Diktieren". In der Vergangenheit hatte es häufiger Reibereien zwischen den Linke-Parteichefs Katja Kipping und Bernd Riexinger und den Fraktionsvorsitzenden gegeben. Am Samstag will die Linke bei einem Online-Parteitag eine neue Führung wählen. Kipping und Riexinger treten nicht mehr an. Neben der thüringischen Landesvorsitzenden Hennig-Wellsow kandidiert die bisherige Parteivizevorsitzende Janine Wissler.

+++ 0.02 Uhr: Keine Anklage nach tödlichem Polizei-Einsatz in Rochester +++

Nach einem brutalen Polizeieinsatz im US-Bundesstaat New York, bei dem vor rund einem Jahr ein schwarzer Amerikaner ums Leben gekommen war, werden die beteiligten Polizisten nicht angeklagt. Zu dieser Entscheidung sei ein zuständiges Gerichtsorgan gekommen, teilten die Behörden am Dienstag mit. Bei dem Vorfall hatten mehrere Polizisten versucht, den 41 Jahre alten Mann festzunehmen, der nackt und sichtlich unter Drogeneinfluss auf einer Straße in der Stadt Rochester unterwegs war. Sie zogen ihm eine Art Kapuze über, die sie davor schützen soll, angespuckt zu werden, und drücken seinen Kopf auf den Asphalt. Eine Woche später starb der Mann im Krankenhaus. 

+++ 0.01 Uhr: Gamestop-Finanzchef tritt zurück – Unternehmen sucht Nachfolger +++

Der Videospielhändler Gamestop, der im Januar durch extreme Kurskapriolen am Finanzmarkt für Aufsehen sorgte, muss sich einen neuen Finanzvorstand suchen. Amtsinhaber Jim Bell werde den Posten am 26. März räumen, teilte das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Gamestop habe mit der Suche nach einem fähigen Nachfolger begonnen, sollte sich nicht rechtzeitig einer finden, so werde zunächst Chefbuchhalterin Diana Jajeh die Aufgaben übernehmen. Einen Grund für Bells Rücktritt nannte das Unternehmen nicht. Gamestop steckt schon länger in der Krise, doch angetrieben von im Internet organisierten Hobby-Anlegern hatten die Aktien der Firma im vergangenen Monat eine atemberaubende Rally hingelegt. Das wiederum brockte einigen Hedgefonds, die auf einen Kursverfall gewettet hatten, milliardenschwere Verluste ein.

rw / ivi / fs DPA AFP

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