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News von heute "Und morgen die ganze Welt" ist deutscher Oscar-Beitrag

Julia von Heinz (l), Regisseurin aus Deutschland und Mala Emde, Schauspielerin aus Deutschland
Julia von Heinz (l), Regisseurin aus Deutschland und Mala Emde, Schauspielerin aus Deutschland, kommen zu einem Fotocall für den Film "Und morgen die ganze Welt (And Tomorrow The Entire World)". Der Spielfilm von Julia von Heinz geht für Deutschland ins Oscar-Rennen. 
© Joel C Ryan/Invision/AP / DPA
10.000 Polinnen streiken gegen geplante Verschärfung des Abtreibungsrechts +++ Chemnitz wird Europäische Kulturhauptstadt 2025 +++ Kosten für Verkehrspolizei dürfen bei Lkw-Maut nicht berechnet werden +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

"Und morgen die ganze Welt" ist deutscher Oscar-Beitrag

Der Spielfilm "Und morgen die ganze Welt" von Julia von Heinz geht für Deutschland ins Oscar-Rennen. Der Streifen wurde unter zehn Bewerbern als Kandidat für die Kategorie "International Feature Film" des besten internationalen Spielfilms ausgewählt. Dies teilte German Films, die Auslandsvertretung des deutschen Films, am Mittwoch in München mit.

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Die Nachrichten von heute im stern-Ticker: 

+++ 19.12 Uhr: Michael Müller setzt sich bei SPD-Befragung für Bundestagswahl durch +++

Der Weg für eine Bundestagskandidatur von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) ist frei. Bei einer Mitgliederbefragung im SPD-Kreisverband Charlottenburg-Wilmersdorf setzte sich der 55-Jährige gegen die Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement, Sawsan Chebli (42), durch. Das teilte der SPD-Kreisvorsitzende Christian Gaebler nach Auszählung der Stimmen mit. Rund 2500 Parteimitglieder konnten zwischen dem Regierenden Bürgermeister und seiner Staatssekretärin wählen. Die zwölftägige Befragung lief online oder per Briefwahl bis Dienstag. 

Endgültig aufgestellt wird der SPD-Kandidat erst auf einer Wahlkreiskonferenz im November. Das Ergebnis des Mitgliedervotums gilt aber als Vorentscheidung. Zwar ist es formal nicht bindend, jedoch dürfte der Kandidat gekürt werden, der bei der Befragung vorn liegt. Sicher ist das Direktmandat für den SPD-Kandidaten nicht. Zuletzt gewann in dem Wahlkreis die CDU.

+++ 17.55 Uhr: Tengelmann: Zerstrittene Milliardärsfamilie einigt sich auf Beirat +++

Die zerstrittene Milliardärsfamilie Haub hat sich nach heftigen Auseinandersetzungen auf einen neuen Beirat für die Tengelmann-Gruppe geeinigt. Das bestätigten Sprecher beider Seiten. Ein Unternehmenssprecher betonte, mit diesem Schritt sei die Funktionsfähigkeit der Tengelmann-Gruppe, zu der unter anderem die Baumarktkette Obi und der Textildiscounter Kik gehören, gesichert. In anderen Punkten blieben die Fronten zwischen den Familienstämmen allerdings offenbar verhärtet.

+++ 17.28 Uhr: Tourismusmesse ITB nächstes Jahr nur digital +++

Die Reisemesse ITB soll im kommenden Jahr aufgrund der Corona-Krise nur online durchgeführt werden. "Die ITB Berlin 2021 findet von Dienstag bis Freitag, 9. bis 12. März, ausschließlich für Fachbesucher und rein digital statt", teilten die Organisatoren mit. "Wir haben ein Alternativkonzept entwickelt, mit dem wir als weltweit führende Reisemesse unseren Partnern und Kunden wieder eine verlässliche Plattform für globales Netzwerken, Business und Content bieten", hieß es.

+++ 17.05 Uhr: Kommandant von Kosovo-Miliz beteuert Unschuld vor Sondergericht +++

Ein früherer Kommandant der albanischen Miliz "Kosovo Befreiungs Arme" (KLA) hat vor dem Kosovo-Sondergericht in Den Haag seine Unschuld beteuert. Er sei nicht schuldig, sagte Salih Mustafa (48) dem Gericht in Den Haag. Mustafa, der Ende September in Pristina festgenommen worden war, werden Verbrechen im Kosovo-Krieg 1998-1999 zur Last gelegt, darunter Mord und Folter. Bei der Anhörung waren die Anklagepunkte verlesen worden. Wann der Prozess gegen Mustafa beginnen wird, ist noch nicht bekannt. Bisher hat das Sondergericht noch keinen Prozess offiziell eröffnet.

+++ 16.31 Uhr: Attacken auf Berliner Museumsinsel erfolgten laut "Spiegel" mit Pflanzenöl +++ 

Die Angriffe auf der Berliner Museumsinsel am Tag der Deutschen Einheit sind mit einem natürlichen Pflanzenöl erfolgt. Das geht aus einer Analyse für Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hervor, die dem "Spiegel" laut Bericht vorlag. Es handle sich wahrscheinlich um Olivenöl. 

Unbekannte hatten am Tag der Deutschen Einheit zahlreiche Kunstwerke und Artefakte auf der Museumsinsel sowie Böden, Wände und Vitrinen beschmutzt. Einige Artefakte ließen sich laut Bericht bereits reinigen, doch 50 Werke müssen restauriert werden. Betroffen waren das Neue Museum, das Pergamonmuseum sowie die Alte Nationalgalerie. 

+++ 16:30 Uhr: Verdächtiger will Deal nach tödlicher Kollision auf A66 +++

Nach der tödlichen Kollision auf der A66 bei Hofheim am Taunus ist ein Verdächtiger weiter flüchtig. Er habe der Frankfurter Staatsanwaltschaft einen Deal angeboten, auf den die Behörde aber nicht eingegangen sei, sagte deren Sprecherin Nadja Niesen. Der verdächtige Fahrer eines Sportwagens habe sich stellen wollen unter der Bedingung, dass der Haftbefehl gegen ihn aufgehoben werde. Die Voraussetzungen dafür bestünden aber weiter, sagte Niesen. Zuvor hatte hessenschau.de darüber berichtet. Die Ermittler hatten zunächst angenommen, dass drei Beteiligte an einem illegalen Autorennen einen Unfall verursachten, bei denen eine 70-Jährige starb. Inzwischen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass ein weiterer Autofahrer kurz vor dem Unfall am 10. Oktober ausscherte, worauf einer der Sportwagenfahrer bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und gegen den Wagen prallte, dessen Fahrerin starb.

+++ 15.53 Uhr: Erdogan droht mit neuem Militäreinsatz in Syrien +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat mit einem weiteren Militäreinsatz im Bürgerkriegsland Syrien gedroht, wo türkische Truppen bereits Grenzgebiete im Norden beherrschen. Wenn "Terroristen" sich nicht wie versprochen aus der Grenzregion zurückzögen, habe die Türkei "legitime Gründe", um "jeden Moment" zur Tat zu schreiten, sagte Erdogan in Ankara. Die Türkei ist bereits mehrmals in Syrien einmarschiert. Zuletzt war sie im Oktober 2019 mit verbündeten syrischen Milizen gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien vorgegangen und hält Grenzgebiete besetzt. Mit Russland als Verbündetem der syrischen Regierung und den USA hatte Ankara in Abkommen den Rückzug von YPG-Kämpfern aus einem Gebiet zwischen den Grenzstädten Tall Abjad und Ras al-Ain vereinbart. Ankara wirft Russland und den USA immer wieder vor, die Abkommen nicht einzuhalten.

+++ 15.34 Uhr: Polnische Präsidententochter kritisiert verschärftes Abtreibungsrecht +++

Im Streit um eine Verschärfung des polnischen Abtreibungsrecht hat die Tochter und Beraterin von Präsident Andrzej Duda gefordert, Frauen bei schweren Fehlbildungen des Kindes weiterhin einen Schwangerschaftsabbruch zu ermöglichen. Sie selbst würde sich zwar aufgrund ihrer Überzeugungen nie zu einem Abbruch entscheiden, schrieb die 24-jährige Kinga Duda auf Twitter. "Aber in einer Sache, die so unglaublich schwer ist, wie die Vorstellung von der Geburt eines Kindes, das Minuten oder Stunden nach der Geburt sterben kann, sollte die Entscheidung über Fortführung oder Abbruch der Schwangerschaft bei der Frau liegen".

+++ 15.22 Uhr: Kampfhahn tötet Polizisten auf den Philippinen +++

Tödlicher Vorfall bei einem illegalen Hahnenkampf auf den Philippinen: Ein Polizeibeamter ist im Einsatz von einer an den Hahnenkrallen befestigten Klinge getroffen und getötet worden. Der Mann, der Behördenangaben zufolge der Polizeichef des Ortes San Jose 480 Kilometer südlich von Manila war, habe eines der Tiere vom Boden aufgehoben. Dabei habe der messerscharfe Sporn am Fuß des Hahns ihn in den Oberschenkel geschnitten und dort eine Arterie durchtrennt, teilte der Polizeidirektor der Provinz Northern Samar, Arnel Apud, mit.

+++ 15.18 Uhr: Polinnen streiken aus Protest gegen geplante Verschärfung des Abtreibungsrechts +++

 In Polen haben am Mittwoch landesweit zehntausende Männer und Frauen ihre Arbeit niedergelegt, um gegen das vor einer Woche ergangene Urteil des Verfassungsgerichts zur weiteren Verschärfung des Abtreibungsrechts zu protestieren. "Nichts kann eine wütende Frau stoppen" und "Genug ist genug", stand laut örtlichen Medien auf Plakaten, die Demonstranten unter anderem in Warschau, Danzig, Lodz und Breslau in die Höhe hielten. Ein männlicher Demonstrant protestierte in Lodz mit einem Plakat mit der Aufschrift: "Lasst die Hände von meiner Tochter". Vielerorts riefen Demonstranten gegen die nationalkonservative Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) gerichtete Parolen. Die von der katholischen Kirche unterstützte PiS von Vize-Regierungschef Jaroslaw Kaczynski will erreichen, dass Abtreibungen künftig auch bei einer schwere Fehlbildung des Fötus verboten sind. Für einen entsprechenden, höchst umstrittenen Gesetzentwurf hatte das oberste Gericht vor einer Woche grünes Licht gegeben.

+++ 14.56 Uhr: Mindestlohn steigt zum 1. Januar auf 9,50 Euro +++

Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar auf 9,50 Euro. Zum 1. Juli 2021 wird er auf brutto 9,60 Euro pro Stunde, zum 1. Januar 2022 auf 9,82 und zum 1. Juli 2022 auf 10,45 Euro angehoben. Das beschloss das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin mit einer Verordnung von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Derzeit liegt die Lohnuntergrenze bei 9,35 Euro brutto. Heil will einen Mindestlohn von 12 Euro erreichen. "Fünf Jahre nach der Einführung entspricht der Mindestlohn immer noch 46 Prozent des Durchschnittseinkommens", sagte er. "Ich halte 12 Euro dann für ein erreichbares Etappenziel." Damit würde die Schere zu den Durchschnittslöhnen, die in Deutschland gerade bei 19,76 Euro lägen, deutlich verkleinert. Er setze darauf, dass 2022 die Pandemie und die Wirtschaftskrise so weit überwunden seien, dass so ein Schritt dann richtig sei.

+++ 14.38 Uhr: Sowjetisches Passagierflugzeug Tupolew Tu-154 absolviert letzten Linienflug +++

Das legendäre Passagierflugzeug Tupolew Tu-154, entwickelt in den 60er Jahren für die sowjetische Zivilluftfahrt, hat am Mittwoch seinen letzten Linienflug absolviert. Die russische Airline Alrosa teilte in Moskau mit, auf diesem Flug von Mirny im fernen Osten Russlands nach Nowosibirsk in Sibirien seien 140 Passagiere an Bord gewesen. "Wir geben betrübt das Ende des Einsatzes der letzten Tu-154 bekannt, die noch für die russische Luftfahrt im Einsatz war", erklärte Alrosa. "Danke Tu-154." Die Airline Alrosa ist im Besitz der gleichnamigen Bergbaufirma.

+++ 14.33 Uhr: Pariser Regierungssprecher: Frankreich lässt sich nicht einschüchtern +++

Nach scharfer Kritik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am französischen Satiremagazin "Charlie Hebdo" hat Paris den Schutz der Meinungsfreiheit bekräftigt. "Trotz Einschüchterungen wird Frankreich niemals auf seine Prinzipien und Werte verzichten", sagte Regierungssprecher Gabriel Attal in Paris nach einer Kabinettssitzung. Erdogan hatte vorher gesagt, er habe von der Titelseite von "Charlie Hebdo" mit der Karikatur, die ihn abbilden soll, gehört, sie aber nicht gesehen. Es sei unter seiner Würde, solche "obszönen Publikationen" auch nur zu beachten.

+++ 14.31 Uhr: Robert-Koch-Institut war Ziel von Cyberattacke +++

Das Robert-Koch-Institut (RKI) ist offensichtlich zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage Opfer einer Cyberattacke gewesen. Wie ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, gab es am Morgen einen sogenannten Überlastungsangriff. Dieser habe zu einer vollständigen Auslastung der RKI-Server geführt, wodurch dessen Webseite zeitweise nicht verfügbar gewesen sei. Die Bekanntgabe der aktuellen Daten zu Corona-Neuinfektionen durch das RKI im Internet hatte sich am Morgen erheblich verzögert. Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet, die Übermittlungsprobleme bei Corona-Daten an das RKI vom vergangenen Donnerstag seien auf eine weitere Cyberattacke zurückzuführen gewesen.

+++ 14.29 Uhr: Tichanowskaja zieht nach Streik in Belarus positive Bilanz +++

Trotz der begrenzten Teilnehmerzahl bei einem Generalstreik in Belarus hat die Oppositionspolitikerin Swetlana Tichanowskaja eine positive Bilanz der Protestaktion gezogen. Zwar sei es Ziel der Opposition, dass sich "das ganze Land" dem Protest gegen den autoritär regierenden Präsidenten Alexander Lukaschenko anschließe, sagte Tichanowskaja bei einer Video-Pressekonferenz mit der norwegischen Außenministerin Ine Eriksen Söreide. Sie sei aber jedem dankbar, der sich an dem Streik am Montag beteiligt habe. Die Streik-Teilnehmer bezeichnete die im litauischen Exil lebende Tichanowskaja als "Helden".

+++ 14.27 Uhr: Frankreich verbittet sich "Einschüchterungsversuche" aus der Türkei +++

Im Karikaturen-Streit hat sich Frankreich jede Kritik aus der Türkei verbeten. Regierungssprecher Gabriel Attal sagte nach einer Kabinettssitzung unter Leitung von Präsident Emmanuel Macron, Frankreich werde trotz verschiedener "Versuche der Destabilisierung und Einschüchterung" seine "Prinzipien und Werte niemals aufgeben". Dies gelte insbesondere für die Meinungs- und Pressefreiheit. Der Sprecher reagierte damit auf Äußerungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, der die französische Satirezeitung "Charlie Hebdo" wegen ihrer Karikaturen scharf attackiert hatte. Der französische Regierungssprecher nahm die Journalisten von "Charlie Hebdo" ausdrücklich in Schutz.

+++ 14.13 Uhr: Carolin Reiber und die Liebe zu Dampfnudeln +++

Die prominente Volksmusik-Moderatorin Carolin Reiber sieht ihrem 80. Geburtstag am 2. November gelassen entgegen. Sie werde mit viel Freude "die zweimal 40" feiern, sagte sie der Nachrichtenagentur DPA. Nur auf eine Geburtstagstradition von früher muss sie verzichten, seit ihr Ehemann 2014 gestorben ist. "Mein Mann hat immer Dampfnudeln gemacht", erzählte sie. Keiner in der Familie könne die so gut wie er. "Das müssen wir noch lernen, das Rezept liegt vor."  Auf eine große Fernsehgala hat Reiber bewusst verzichtet. Sie will an ihrem Ehrentag nicht im Rampenlicht stehen.

+++ 13.57 Uhr: Sturmmonitor: Ist das Sturm oder schon Klimawandel? +++

Mit dem Klimawandel wird Experten zufolge die Zahl extremer Wetterereignisse zunehmen - beispielsweise auch von Stürmen in Küstenregionen. Viele Menschen fragen sich bei einem schweren Sturm, ob dieser auf den Klimawandel zurückzuführen ist. Eine Antwort darauf will die Website "Sturmmonitor" des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) bieten, die jetzt online gegangen ist: sturm-monitor.de. Der Sturmmonitor vergleicht die aktuelle Sturmsituation mit Winddaten aus den vergangenen sieben Jahrzehnten, wie das Zentrum mitteilt. Die Website richte sich gleichermaßen an die interessierte Öffentlichkeit, die Medien und Behörden.

+++ 13.54 Uhr: Sturm "Zeta" bewegt sich als Hurrikan auf US-Küste zu +++

Der Sturm "Zeta" bewegt sich auf die US-Golfküste zu und gewinnt dabei wieder an Kraft. In der vergangenen Nacht erreichte er nach Angaben des US-Hurrikanzentrums (NHC) wieder Hurrikan-Stärke mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern und stärkeren Böen. Die Meteorologen erwarteten, dass "Zeta" als Hurrikan der Kategorie zwei von fünf später Tag im Südosten des Bundesstaates Louisiana auf Land trifft und sich dann wieder abschwächt. Entlang der Golfküste zwischen dem Südosten Louisianas bis in den Westen Floridas wurde unter anderem vor gefährlichen Sturmfluten gewarnt.

+++ 13.45 Uhr: Kriselnder US-Flugzeugbauer Boeing streicht Tausende weitere Stellen +++

Der US-Luftfahrtriese Boeing plant nach einem erneuten Quartal mit roten Zahlen und starken Geschäftseinbußen den Abbau zahlreicher weiterer Jobs. Vorstandschef Dave Calhoun teilte in einem Memo an die Belegschaft mit, dass die Mitarbeiterzahl bis Ende 2021 auf rund 130 000 reduziert werden dürfte. Anfang 2020 hatte Boeing noch ungefähr 160.000 Beschäftigte. Der stark unter der Corona-Krise und dem Debakel um den Unglücksjet 737 Max leidende Konzern hatte in den Vorquartalen bereits drastische Stellenstreichungen angekündigt. Zunächst war die Rede von 10 Prozent der Belegschaft, vor drei Monaten hieß es dann, dass bis zum Jahresende rund 19 000 Mitarbeiter den Konzern verlassen würden.

+++ 13.37 Uhr: AfD in Niedersachsen plant Ausschluss von abtrünnigen Abgeordneten +++

Die AfD in Niedersachsen plant, die drei für das Platzen der Landtagsfraktion verantwortlichen Abgeordneten aus der Partei auszuschließen. "Ich werde diese Woche noch ein Ausschlussverfahren gegen die Drei im Landesvorstand beantragen", sagte der zweite stellvertretende Landesvorsitzende Stephan Bothe. Vorangegangen war ein weiterer gescheiterter Einigungsversuch mit der bisherigen Fraktionschefin Dana Guth sowie den Abgeordneten Stefan Wirtz und Jens Ahrends. Diese waren der Einladung zu einer "bedingungslosen Neugründung" einer Fraktion am Mittwoch im Landtag nicht nachgekommen und nicht erschienen. Nach einem Führungsstreit hatten die drei die neunköpfige Fraktion verlassen.

+++ 13.33 Uhr: Chemnitz wird Europäische Kulturhauptstadt 2025 +++

Chemnitz soll Deutschland als Europäische Kulturhauptstadt 2025 vertreten. Eine entsprechende Empfehlung für die sächsische Stadt verkündete die europäische Auswahljury in Berlin. Damit haben die weiteren Bewerber Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg das Nachsehen.

+++ 13.12 Uhr: Erdogan greift Verantwortliche von "Charlie Hebdo" scharf an +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die französische Satirezeitung "Charlie Hebdo" wegen einer Karikatur von ihm scharf attackiert. Er bezeichnete die Verantwortlichen des Blattes am Mittwoch in Ankara als "Schurken" und sprach von einem "widerwärtigen Angriff". Er habe sich die Zeichnung gar nicht angesehen, da er "solchen unmoralischen Veröffentlichungen keine Ehre erweisen" wolle. "Ich habe diesen Schurken, die meinen geliebten Propheten in einem solchen Ausmaß beleidigen, nichts zu sagen", sagte Erdogan vor Abgeordneten seiner Partei im Parlament. Er sei "traurig und frustriert", nicht wegen des Angriffs auf ihn, sondern wegen der Beleidigungen des Propheten Mohammed. 

+++ 13.05 Uhr: Atommülltransport auf dem Weg von England nach Deutschland +++

Sechs hochradioaktive Castor-Behälter aus der britischen Wiederaufbereitungsanlage Sellafield sind mit einem Spezialschiff auf dem Weg nach Deutschland. Die "Pacific Grebe" hat am späten Dienstagabend (24 Uhr MEZ) den Hafen Barrow-in-Furness in der Nähe von Sellafield verlassen, wie das Unternehmen International Nuclear Services (INS) am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das Schiff werde nun einen deutschen Hafen ansteuern, von wo die Fracht per Bahn ins hessische Zwischenlager Biblis gebracht werde. 

+++ 12.32 Uhr: Aufruf zum Protest französischer Produkte in Pakistan +++

In Pakistan hat der Vorsitzende der neuen Oppositionsbewegung PDM Händler zum Boykott französischer Produkte aufgerufen. Maulana Fazalur Rehman, der auch Präsident der konservativen Partei Jamiat Ulema-e Islam ist, zudem einen Stopp von Importen aus Frankreich. Islamische Parteien kündigten Proteste gegen Frankreichs Position zu Meinungsfreiheit und Karikaturen des Propheten Mohammed an.

+++ 12.59 Uhr: Viele Tote und Verletzte im Konflikt um Berg-Karabach +++

Im blutigen Konflikt um die Südkaukasusregion Berg-Karabach sollen bei armenischen Angriffen auf die aserbaidschanische Stadt Badra mindestens 14 Menschen getötet worden sein. 40 weitere Menschen wurden verletzt, wie die Generalstaatsanwaltschaft in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku am Mittwoch mitteilte.

Sie warf Armenien den Einsatz von international geächteter Streumunition vor. Die Sprecherin des armenischen Verteidigungsministeriums, Schuschan Stepanjan, wies das als "Lüge" zurück. Armenien und Aserbaidschan gaben sich gegenseitig die Schuld am Bruch der Waffenruhe.

+++ 12.21 Uhr: Elefanten in Ungarn mutmaßlich infolge von Transport gestorben +++

In Ungarn sind die beliebten Zirkuselefanten Mambo und Betty gestorben - nach amtlichen Angaben mutmaßlich infolge eines Transports. Der Vorfall habe sich Mitte August ereignet, erklärte das ungarische Landwirtschaftsministerium auf seiner Facebook-Seite. Mambo und Betty gehörten zum Zirkus Casselly, der auch in Deutschland unterwegs ist. Das Unternehmen äußerte sich bislang auf Nachfrage nicht zur Erklärung der ungarischen Behörden. In der vergangenen Woche hatte die Tierschutzorganisation Pro Wildlife von einem mutmaßlichen Erstickungstod der beiden Elefanten in einem Transporter gesprochen. René Casselly jr., der in der Zirkusfamilie für die Elefanten verantwortlich ist, hatte noch vor der Erklärung des Landwirtschaftsministeriums die Berichte der Tierschützer zurückgewiesen: Die Tiere seien nach dem Transport in ihrem Gehege nahe der westungarischen Stadt Györ an einer "unbekannten Krankheit" gestorben, sagte er mehreren Medien. 

+++ 11.21 Uhr: Umweltbundesamt: EU-Klimaziel von 60 Prozent machbar +++

Das Umweltbundesamt dringt auf eine schnelle Reform des CO2-Preises in der EU und mehr Klimaschutz im Verkehrs- und Gebäudebereich. Dann wäre es möglich, den Treibhausgas-Ausstoß der EU bis 2030 um mindestens 60 Prozent gegenüber 1990 zu senken, teilte die Behörde mit. Das wären nochmal fünf Prozentpunkte mehr, als die EU-Kommission bisher vorgeschlagen hat. Bis Ende des Jahres wollen sich die Mitgliedstaaten auf ein neues 2030-Ziel einigen, bisher gilt ein CO2-Minderungsziel von 40 Prozent. Was das neue Ziel ganz konkret für die Verpflichtungen der einzelnen Staaten bedeutet und wie es erreicht werden soll, ist noch offen.

+++ 11.52 Uhr: Viele Frauen in der Verwaltung streiken gegen das Abtreibungsgesetz in Polen +++

Aus Protest gegen eine Verschärfung des Abtreibungsverbots in Polen sind Arbeitnehmerinnen in vielen Städten des Landes dem Aufruf der Frauenbewegung zum Streik gefolgt. Besonders in Stadtverwaltungen blieben Frauen der Arbeit fern, wie polnische Medien am Mittwoch berichteten. Oft taten die Angestellten dies mit ausdrücklicher Billigung ihrer Vorgesetzten. Die Bürgermeisterin von Polens zweitgrößter Stadt Lodz, Hanna Zdanowska, postete ein Foto von ihrem leeren Schreibtischstuhl mit dem Kommentar "Bin außerhalb des Büros." 

+++ 11.17 Uhr: Sieben neue Missbrauchsvorwürfe im Bistum Würzburg +++

Binnen eines Jahres sind die Missbrauchsbeauftragten der Diözese Würzburg in Bayern sieben neuen Missbrauchsvorwürfen nachgegangen. Vier Priester des Bistums werden des sexuellen Missbrauchs von Kindern beschuldigt, wie die Diözese am Mittwoch mitteilte. Zwei der Verdächtigen seien bereits tot, die anderen beiden ihrer Arbeit entbunden.

+++ 11.05 Uhr: 55 Festnahmen nach Bombenanschlag auf Koranschule in Pakistan +++

Einen Tag nach dem Bombenanschlag in Pakistan mit acht Toten und Dutzenden Verletzten hat die Polizei mindestens 55 Verdächtige festgenommen. Die Beweisaufnahme am Anschlagsort der Koranschule in der nordwestlichen Stadt Peshawar sei abgeschlossen, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Etwa 90 der insgesamt rund 120 Verletzten wurden inzwischen wieder aus den Krankenhäusern entlassen, wie ein Kliniksprecher sagte. Sechs Männer sollen mit schweren Verbrennungen immer noch in einem kritischen Zustand sein.

+++ 10.56 Uhr: USA lassen umstrittenen Unkrautvernichter von Bayer und BASF zu +++

Grünes Licht für Bayer und BASF: Die US-Umweltbehörde EPA hat den Unkrautvernichter Dicamba trotz starker Kritik für fünf Jahre genehmigt. "Mit der Entscheidung haben Landwirte die nötige Planungssicherheit für ihre Anbausaison 2021", sagte EPA-Leiter Andrew Wheeler. Die Zulassungen betreffen die Produkte XtendiMax von Bayer und Engenia von BASF sowie Tavium Plus der Schweizer Syngenta. Die Entscheidung der EPA ist allerdings umstritten.

+++ 10.33 Uhr: Bundesregierung – Religionsfreiheit weltweit vermehrt eingeschränkt +++

Das Menschenrecht auf Religionsfreiheit ist einem neuen Bericht der Bundesregierung zufolge in vielen Ländern unter Druck geraten. "Christen sind als Angehörige der zahlenmäßig größten Glaubensgemeinschaft weltweit von der Verletzung der Religionsfreiheit besonders betroffen", heißt es dazu in dem in Berlin veröffentlichten 2. Regierungsbericht zur weltweiten Lage der Religionsfreiheit. Aber auch Angehörige anderer Religionen und Weltanschauungen litten demnach unter Diskriminierung und Verfolgung aufgrund ihres Glaubens, oder weil sie selbst keinem Glauben anhingen. Die Bundesregierung hatte 2018 das Amt eines Beauftragten für weltweite Religionsfreiheit geschaffen und dem Bundestagsabgeordneten Markus Grübel (CDU) die Aufgabe übertragen.

+++ 10.28 Uhr: Italiens Kartellbehörde eröffnet Ermittlungen gegen Google +++

Italiens Wettbewerbshüter ermitteln gegen den Internetriesen Google wegen des Verdachts auf Missbrauch der Marktmacht im Zusammenhang mit Onlinewerbung. Wie die Wettbewerbsbehörde in Rom mitteilte, wurden entsprechende Untersuchungen gegen das Unternehmen eröffnet, das zur US-Mutter Alphabet gehört. Zusammen mit der Finanzpolizei seien am Vortag Inspektionen in den Büros von Google in dem Mittelmeerland vorgenommen worden. Den Angaben der Kartellbehörde zufolge geht es um den Verdacht, dass Google mit seinen Praktiken beim Sammeln von Daten in Italien gegen die EU-Vorschriften über den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung (Artikel 102 AEUV) verstoßen könnte.

+++ 10.12 Uhr: EuGH: Kosten für Verkehrspolizei müssen bei Lkw-Maut draußen bleiben +++

Die Kosten für die Verkehrspolizei dürfen bei der Erhebung der Lkw-Maut in Deutschland nicht berechnet werden. Dies entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg und gab damit einer polnischen Spedition recht. Diese hatte in Deutschland Klage auf Rückzahlung der Mautgebühren erhoben. Das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen hatte den Europäischen Gerichtshof um Klärung gebeten. (Rechtssache C-321/19)

Laut EuGH sind bei der Festsetzung der Mautgebühren ausschließlich die Infrastrukturkosten, also für Bau sowie Betrieb, Instandhaltung und Ausbau des betreffenden Verkehrswegenetzes, zu berücksichtigen. "Polizeiliche Tätigkeiten fallen aber in die Verantwortung des Staates, der dabei hoheitliche Befugnisse ausübt und nicht lediglich als Betreiber der Straßeninfrastruktur handelt", urteilten die höchsten europäischen Richter. Die Kosten der Verkehrspolizei könnten daher nicht als Kosten für den Betrieb im Sinne der Richtlinie über die Erhebung von Gebühren angesehen werden.

+++ 9.13 Uhr: USA sind wichtigstes Abnehmerland für deutsche Exporte +++

Die USA sind trotz der Abschottungspolitik der Regierung von US-Präsident Donald Trump auch in den vergangenen Jahren das wichtigste Abnehmerland für deutsche Exporte geblieben. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes nahmen die Ausfuhren von Waren "Made in Germany" in die Vereinigten Staaten seit 2017 um sechs Prozent zu. Im vergangenen Jahr wurden Güter im Wert von 118,7 Milliarden Euro in die USA exportiert, wie die Wiesbadener Behörde mitteilte. Damit lag der Wert noch einmal höher als in den beiden Vorjahren. Die gesamten deutschen Exporte nahmen von 2017 auf 2019 um 3,8 Prozent zu.

+++ 8.58 Uhr: Mindestens zwei Tote durch Taifun "Molave" in Vietnam +++

Durch den Taifun "Molave" sind in Vietnam mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. 26 weitere galten als vermisst, wie die Behörden mitteilten. Der Taifun war südlich von Danang im Zentrum des Landes mit Sturmböen von bis zu 145 Stundenkilometern auf Land getroffen. Er richtete in Teilen des Landes die schlimmsten Verwüstungen seit Jahren an.    

Im Vorfeld waren rund 375.000 Menschen in Schutzunterkünften untergebracht und hunderte Flüge gestrichen worden. Schulen und Strände wurden geschlossen. Zwei Menschen kamen in der Provinz Quang Ngai beim Versuch, ihre Häuser abzusichern, ums Leben, wie staatliche Medien berichteten. Die Behörden starteten zudem eine Suchaktion nach 26 vermissten Seeleuten auf zwei Schiffen. Infolge des Taifuns türmten sich die Wellen bis zu sechs Meter hoch auf. 

+++ 8.38 Uhr: Reul rügt Vorwürfe von Merz – "Unnötig und unverständlich" +++

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) kritisiert den Kandidaten für den Parteivorsitz, Friedrich Merz, für dessen Vorwürfe nach der Verschiebung des Bundesparteitages. "Ich finde die Aussage schade, unnötig und unverständlich", sagte Reul dem "Spiegel". Obwohl er Merz schätze, könne er seine Reaktion nicht nachvollziehen. "Ich kenne ihn lange genug, er ist ein kluger Mensch. Ich verstehe nicht, warum er das gesagt hat."

Die CDU hatte den für den 4. Dezember geplanten Bundesparteitag und damit die Wahl des neuen Parteivorstands am Montag mit Verweis auf die steigenden Corona-Infektionszahlen abgesagt. Merz hatte in Interviews und bei Twitter die Entscheidung als Schachzug gegen ihn gedeutet.

+++ 8.15 Uhr: Finanzaffäre – Erzbistum Freiburg muss 10,8 Millionen Euro nachzahlen +++

Das Erzbistum Freiburg muss im Zuge seiner Finanzaffäre wegen nicht korrekt abgeführter Sozialversicherungsbeiträge 10,8 Millionen Euro an die Deutsche Rentenversicherung nachzahlen. Die Summe setzt sich nach Angaben der katholischen Erzdiözese aus regulären Nachzahlungen in Höhe von rund 6 Millionen Euro sowie weiteren 4,8 Millionen Euro an Säumniszuschlägen zusammen.

Damit endet die vor rund drei Jahren öffentlich gewordene Affäre halbwegs glimpflich für das Erzbistum, das aus Angst vor einer deutlich deftigeren Nachzahlung zwischenzeitlich einen dreistelligen Millionenbetrag zurückgestellt hatte.

+++ 7.41 Uhr: 30 Tote durch gepanschten Alkohol in Costa Rica +++

In Costa Rica sind 30 Menschen an einer Methanolvergiftung durch gepanschten Alkohol gestorben. Insgesamt vergifteten sich 65 Menschen, 30 von ihnen starben – 27 Männer und drei Frauen, wie aus einem vorgelegten Bericht des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Seit Anfang Oktober in der Hauptstadt San José die ersten Todesfälle durch Methanolvergiftung gemeldet wurden, sind die Gesundheitsbehörden und die Polizei in Alarmbereitschaft. 

+++ 7.23 Uhr: Deutsche Bank mit Gewinn im dritten Quartal +++

Die Deutsche Bank hat das dritte Quartal trotz des Gegenwinds der Coronakrise mit Gewinn abgeschlossen. Vor Steuern stand ein Plus von 482 Millionen Euro in den Büchern, wie Deutschlands größtes Geldhaus in Frankfurt mitteilte. Auf die Deutsche-Bank-Aktionäre entfiel unter dem Strich ein Gewinn von 182 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte der im Juli 2019 eingeleitete Konzernumbau für tiefrote Zahlen bei dem Dax-Unternehmen gesorgt.

+++ 6.03 Uhr: Deutsche Bahn schaltet eigene Rechenzentren ab +++

Zwei Jahre früher als geplant hat die Deutsche Bahn ihre eigenen Rechenzentren abgeschaltet. Die komplette Informationstechnik (IT) wurde in die Cloud verlagert, also in ein externes Netz von Rechnern, wie das Unternehmen in Berlin mitteilte. Die Konzernführung hatte das große IT-Projekt im Jahr 2016 beschlossen, um flexibler und kostengünstiger die rund 450 IT-Anwendungen der Bahn zu betreiben. Nutznießer der Vereinbarung sind auch die US-Konzerne Amazon und Microsoft, die ihre Clouddienste für die Bahn über das Internet zur Verfügung stellen.

+++ 5.18 Uhr: Merz hält Absage des Dezember-Parteitags noch nicht für endgültig +++

Der CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz rechnet sich Chancen aus, dass der vom Bundesvorstand verschobene Parteitag doch noch in diesem Jahr stattfinden könnte. Er bemühe sich darum, dass die CDU im Interesse ihrer Handlungs- und Führungsfähigkeit in dieser Frage zu einer Entscheidung komme, sagte Merz am Dienstagabend beim Jahresempfang des Wirtschaftsrats der CDU Hessen im Kloster Eberbach im Rheingau. "Mein Eindruck ist, das wird auch in den nächsten Tagen sich so verdichten". Im Interview des Nachrichtenportals "t-online" gab sich Merz kämpferisch. "Ich bin nicht wütend. Aber ich bin bereit, zu kämpfen. So leicht werde ich nicht aufgeben", sagte er mit Blick auf den abgesagten Parteitag.

+++ 5.04 Uhr: Nur jeder zehnte Deutsche würde Trump wählen +++

Wenn die Deutschen bei der Präsidentenwahl in den USA mitentscheiden dürften, wäre ihr Votum eindeutig: Nur zehn Prozent würden Amtsinhaber Donald Trump wählen, eine klare Mehrheit von 56 Prozent seinen Herausforderer Joe Biden. 26 Prozent würden keinem von beiden ihre Stimme geben. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor.

Danach sind die Anhänger aller im Bundestag vertreten Parteien eindeutig für Biden - mit einer Ausnahme: Bei den Wählern der AfD liegt Trump mit 36 zu 35 Prozent knapp vorne. Am eindeutigsten für Biden sind die SPD-Anhänger (75 zu 3 Prozent) vor den Wählern der Grünen (72 zu 3), der CDU/CSU (71 zu 7) der Linken (67 zu 5) und der FDP (59 zu 14).

+++ 5.04 Uhr: Röttgen mahnt CDU zur Geschlossenheit +++

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat die Partei nach den Kontroversen um die Verschiebung des Parteitages zum Zusammenhalt aufgerufen. "Einigkeit ist jetzt das höchste Gut", sagte Röttgen, der sich neben NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz um den CDU-Vorsitz bewirbt, der "Passauer Neuen Presse". Er habe sich am Sonntag dafür ausgesprochen, dass es bei dem Parteitag am 4. Dezember bleibe, respektiere aber die Entscheidung des Parteivorstandes und stelle seine persönliche Meinung und Interessen zurück. Laschet hatte sich für die Verschiebung ausgesprochen, Merz war dagegen und machte nach der Vorstandsentscheidung seinen Unmut in zahlreichen Interviews deutlich.

+++ 4.40 Uhr: Streit über Abtreibungsrecht erreicht polnisches Parlament +++

Die Proteste gegen die drastische Verschärfung des Abtreibungsrechts haben in Polen nun auch das Parlament erreicht. Am Dienstag kam es laut polnischer Nachrichtenagentur PAP zu emotionalen Szenen, nachdem der stellvertretende Parlamentsvorsitzende Ryszard Terlecki von der nationalkonservativen Regierungspartei PiS die Symbole auf den Masken der Oppositionsabgeordneten mit denen von Nazis verglichen hatte. Abgeordnete der Opposition liefen daraufhin zum Rednerpodium. 

Nach der Entscheidung des Verfassungsgerichts, wonach auch Schwangerschaftsabbrüche aufgrund schwerer Fehlbildungen des ungeborenen Kindes verfassungswidrig seien, gibt es in Polen seit Tagen Proteste.

+++ 4.10 Uhr: Trauerfeier für verstorbenen SPD-Politiker Oppermann im Bundestag +++

Der Bundestag wird seines am Sonntag plötzlich verstorbenen Vizepräsidenten Thomas Oppermann (SPD) gedenken. Bei der halbstündigen Trauerfeier ab 12.00 Uhr werden Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) und SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich Gedenkreden halten.

Oppermann war am Sonntagabend im Krankenhaus gestorben, nachdem er kurz vor einem Auftritt in einer ZDF-Sendung zusammengebrochen war. 

+++ 4.01 Uhr: US-Wahl – Schon jetzt halb so viele Wähler wie 2016 +++

Eine Woche vor der Präsidentenwahl in den USA haben bereits mehr als 69 Millionen Amerikaner ihre Stimme abgegeben. Das entspricht mehr als der Hälfte aller Stimmen, die bei der Wahl vor vier Jahren insgesamt abgegeben wurden, wie aus Daten des "U.S. Elections Project" des Politikwissenschaftlers Michael McDonald von der Universität Florida hervorging. 2016 nahmen der Wahlkommission FEC zufolge rund 137 Millionen Amerikaner an der Bundeswahl teil.

 

+++ 3.55 Uhr: Polizei – Beverly Hills sperrt am Wahltag Shoppingmeile Rodeo Drive +++

Die Luxus-Shoppingmeile Rodeo Drive im kalifornischen Beverly Hills wird am Tag der US-Wahl und am Folgetag vorsichtshalber gesperrt. Dies teilte der Polizeichef des Nobelortes, Dominick Rivetti, eine Woche vor dem Wahltag (am 3. November), in einer Videobotschaft mit.

Seine Behörde werde in "voller Alarmbereitschaft" sein, sagte Rivetti mit Blick auf mögliche Proteste und Ausschreitungen. Beverly Hills setze auf "proaktives Handeln", um die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten. Rande von Protesten gegen Polizeigewalt, Brutalität und Ungerechtigkeit gegen Schwarze war es in den letzten Monaten in US-Städten, darunter auch in Beverly Hills, zu Ausschreitungen gekommen.

+++ 3.16 Uhr: Erneut Ausschreitungen in Philadelphia nach Tod von Afroamerikaner +++

Nach dem Tod eines Afroamerikaners im US-Bundesstaat Pennsylvania ist es in der zweiten Nacht in Folge zu Ausschreitungen in der Großstadt Philadelphia gekommen. "Eine große Gruppe mit etwa 1000 Menschen plündert Unternehmen in der Gegend von Castor und Aramingo", teilte die örtliche Polizei mit. TV-Bilder des Senders Fox zeigten einige maskierte Menschen, die offenbar in einem Geschäft ein- und ausgingen. 

Zu den Gewalttaten kam es, nachdem ein 27-jähriger Schwarzen von Polizisten getötet worden war. Der Mann sei mit einem Messer bewaffnet gewesen und habe dieses trotz mehrfacher Aufforderungen nicht fallen lassen, hatte ein Polizeisprecher einem örtlichen Fernsehsender gesagt. Der Verdächtige habe sich auf die Polizisten zubewegt, woraufhin zwei Beamte mehrfach auf ihn gefeuert hätten. Nach dem Vorfall vom Montagnachmittag war es bereits in der Nacht zum Dienstag zu Ausschreitungen gekommen. Dabei wurden Medienberichten zufolge mehrere Polizisten verletzt, es gab auch Festnahmen.  

+++ 0.55 Uhr: Moderator Jochen Schropp wird bei "Masked Singer" als Hummer enttarnt +++

Der Hummer ist geknackt: Moderator und Schauspieler Jochen Schropp ist aus der ProSieben-Show "The Masked Singer" ausgeschieden. Der 41-Jährige erhielt zu wenige Stimmen der Zuschauer - und musste daher das Kostüm ablegen, in dem er unerkannt an der Musikrätsel-Sendung teilgenommen hatte.

+++ 0.45 Uhr: Seite der Wahlkampagne von US-Präsident Trump gehackt +++

Die Webseite der Wahlkampagne von US-Präsident Donald Trump ist kurzzeitig gehackt worden. Beim Klicken der Kategorie "Events" erschien die Aussage: "Diese Seite wurde beschlagnahmt. Die Welt hat genug von den Fake-News, die täglich von Präsident Donald J. Trump verbreitet werden." Danach folgten unbelegte Anschuldigungen gegen die amerikanische Regierung sowie gegen Donald Trump persönlich. Oben auf der Seite prangten die Logos der Amerikanischen Bundespolizei FBI sowie des US-Justizministeriums. Nach wenigen Minuten waren die Aussagen und Anschuldigungen jedoch wieder verschwunden, die Seite funktionierte wieder normal. Die Hintergründe des Vorfalls waren zunächst unklar.

+++ 0.05 Uhr: Biden – Trump hat "weiße Flagge" vor Coronavirus geschwenkt +++

Eine Woche vor der US-Wahl hat der Präsidentschaftskandidat der Demokraten Amtsinhaber Donald Trump Kapitulation vor dem Coronavirus vorgeworfen. "Donald Trump hat die weiße Flagge geschwenkt, unsere Familien im Stich gelassen und sich dem Virus ergeben", sagte Biden bei einer Wahlkampfveranstaltung in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia. "Aber das amerikanische Volk gibt nicht auf."

Biden kündigte für den Fall seines Sieges an: "Ich werde einen Plan zur verantwortungsvollen Bekämpfung dieser Pandemie aufstellen, der dieses Land zusammenführen wird." Er warf Trump vor, nicht auf die Wissenschaft zu hören. Die Pandemie hat in den USA nach Daten der Johns-Hopkins-Universität bislang mehr als 226.000 Menschen das Leben gekostet.

fs / les / rw DPA AFP

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