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News von heute: AfD-Abgeordnete reisen nach Syrien und fordern Aufnahme von wirtschaftlichen Beziehungen

Bremer Landgericht lehnt Beschwerde von Clanchef Miri ab +++ Drei Tote durch Hornissen +++ Greenpeace bringt der CDU ein C zurück +++ Flammen aus Triebwerk zwingen Passagierjet nach Los Angeles zurück +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Frank Pasemann sieht in Syriens Diktator Bashar al-Assad einen Wirtschaftspartner

Der rechtsradikale AfD-Bundestagsabgeordnete Frank Pasemann sieht in Syriens Diktator Bashar al-Assad einen Wirtschaftspartner

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Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • AfD-Abgeordnete reisen nach Syrien (16.19 Uhr) 
  • Bremer Landgericht lehnt Beschwerde von Clanchef Miri gegen Abschiebehaft ab (14.40 Uhr)
  • Greenpeace bringt der CDU ein C zurück (10.16 Uhr)
  • Flammen aus Triebwerk zwingen Passagierjet nach Los Angeles zurück (7.20 Uhr)
  • Monsanto setzte verbotenes Pestizid in Hawaii ein (6.18 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker:

+++ 18.33 Uhr: Menschrechtsorganisation bestürzt über Urteile im Iran +++

Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung hat die Verurteilung von sechs Umweltschützern im Iran zu langen Haftstrafen scharf kritisiert. "Ich bin bestürzt", erklärte Bärbel Kofler. "Sie haben sich friedlich und mit großem Engagement für den Tierschutz und Artenschutz im Iran eingesetzt." Sie fordere ihre sofortige Freilassung und appelliere an die iranische Regierung, die von ihr eingegangenen menschen- und bürgerrechtlichen Verpflichtungen einzuhalten. Die iranische Justiz hat nach Angaben vom Donnerstag Haftstrafen von vier bis zehn Jahren gegen die Umweltaktivisten und Tierschützer verhängt. Den sechs Beschuldigten der Organisation Persian Wildlife Heritage Foundation wird Kontakt mit Geheimdiensten der USA und damit Spionage vorgeworfen. 

+++ 18.28 Uhr: Russische Polizei beschlagnahmt Designerdrogen im Wert vo 100 Millionen Euro +++

Die russische Polizei hat bei einer Razzia Designerdrogen im Wert von insgesamt rund sieben Milliarden Rubel (100 Millionen Euro) beschlagnahmt. Wie das Innenministerium am Freitag mitteilte, stießen die Ermittler in einem Geheimlabor in der Region Tosno östlich von St. Petersburg auf mehr als zwei Tonnen der Droge Alpha-PVP. Zudem seien 5,8 Tonnen der gefährlichen Droge im halbfertigen Zustand sichergestellt worden.

+++ 17.40 Uhr: Assad-Familie soll in Spanien wegen Geldwäsche auf die Anklagebank +++

Zahlreiche Angehörige des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad sollen in Spanien wegen Geldwäsche in Höhe von mehr als 600 Millionen Euro auf die Anklagebank. Ein Richter am Nationalen Staatsgerichtshof in Madrid schlug zum Abschluss seiner Ermittlungen vor, ein Strafverfahren einzuleiten - gegen den früheren Verteidigungsminister und Vizepräsidenten von Syrien, Rifaat al-Assad, der ein Onkel von Baschar al-Assad ist, sowie gegen 13 weitere Personen. Die Staatsanwaltschaft hat nun zehn Tage Zeit, um die Eröffnung des Prozesses zu beantragen.

+++ 17.15 Uhr: Berlusconi nach Sturz im Krankenhaus +++

Italiens früherer Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist nach Medienberichten nach einem Sturz ins Krankenhaus gebracht worden. Der 83-Jährige sei am Ende eines Treffens der Europäischen Volkspartei (EVP) in Zagreb am Donnerstag hingefallen, berichtete die Zeitung "Corriere della Sera". Er müsse jetzt mehrere Tage in einer Klinik in Mailand bleiben. Berlusconi war zwischen 1994 und 2011 insgesamt viermal italienischer Regierungschef und machte mit zahlreichen Skandalen Schlagzeilen. Derzeit ist der Politiker der konservativen Forza Italia (FI) Abgeordneter im EU-Parlament.

+++ 16.56 Uhr: Türkei will Kopfgeld auf Ex-Fatah-Führer Dahlan aussetzen +++

Die Türkei will ein Kopfgeld von mehr als 600.000 Euro für Hinweise zur Festnahme des früheren Fatah-Führers Mohammed Dahlan aussetzen. Innenminister Süleyman Soylu sagte der Zeitung "Hürriyet", die Türkei werde den Palästinenser auf ihre rote Liste der "meistgesuchten Terroristen" setzen. Für Informationen, die zu seiner Festnahme führen, werde eine Belohnung von vier Millionen Lira (630.000 Euro) ausgesetzt. 

+++ 16.40 Uhr: Erstmals syrische Flüchtlinge aus der Türkei zurück in Nordsyrien +++

Erstmals seit der türkischen Offensive gegen die kurdischen Truppen in Nordsyrien sind dutzende syrische Flüchtlinge aus der Türkei in das bei dem Einsatz eroberte Gebiet gekommen. Rund 70 Syrer, die meisten von ihnen Frauen und Kinder, überquerten vom türkischen Ceylanpinar aus die Grenze in die nordsyrische Grenzstadt Ras al-Ain, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Einer der Flüchtlinge zeigte sich glücklich, nach sieben Jahren nach Syrien zurückkehren zu können.

+++ 16.21 Uhr: Queen zeigt sich bei Ausritt in Windsor mit Prinz Andrew +++

Die britische Königin Elizabeth II. hat sich erneut mit dem schwer in die Kritik geratenen Prinz Andrew gezeigt. Wie auf Fotos in der britischen Presse zu sehen war, ließ sich die 93 Jahre alte Monarchin von ihrem zweitältesten Sohn (59) beim Austritt auf dem weitläufigen Schlossgelände in Windsor nahe London begleiten. Die Queen gilt als Pferdeliebhaberin, die noch immer mehrmals in der Woche in den Sattel steigt. Der gemeinsame Ausritt dürfte als Solidaritätsbekundung gedeutet werden. Der Buckingham-Palast wollte sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur jedoch nicht dazu äußern. Im Sommer hatte sich die Queen demonstrativ mit Andrew auf dem Weg zur Kirche im schottischen Balmoral gezeigt. 

+++ 16.20 Uhr: Clan-Chef betrügt reiches Ehepaar und bekommt acht Jahre Haft +++

Weil er ein reiches Ehepaar wiederholt betrogen hat, ist das Oberhaupt einer kriminellen Leverkusener Großfamilie zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Das Kölner Landgericht sprach den 42-Jährigen am Freitag in mehr als 20 Fällen wegen Betrugs schuldig, außerdem habe er eine falsche eidesstattliche Erklärung abgelegt. Seine Leverkusener Familie falle seit langem damit auf, "immer wieder Betrügereien im großen Stil zu begehen", sagte der Richter. Zwei weitere Komplizen bekamen wegen Beihilfe zur Geldwäsche Haftstrafen von etwas mehr als einem Jahr, eine davon auf Bewährung. Der vierte Angeklagte muss 100 Sozialstunden leisten.

Das 42-jährige Oberhaupt der Familie hatte sich laut Urteil das Vertrauen eines reichen Ehepaars erschlichen und dieses um mehr als 900.000 Euro betrogen. Dafür gab er sich als Spross einer wohlhabenden amerikanisch-jüdischen Familie mit gut gehendem Baugewerbe aus und lud die Eheleute immer wieder auf teure Reisen ein. 

+++ 16.19 Uhr: AfD-Abgeordnete treffen erneut Regierungsvertreter in Syrien +++

Mitglieder der AfD-Bundestagsfraktion haben in Syrien erneut Vertreter der Regierung von Präsident Baschar al-Assad getroffen. Dabei forderten sie die Bundesregierung unter anderem auf, wirtschaftliche Beziehungen zu dem Land aufzunehmen. Das geht aus einer Mitteilung der Partei hervor. Geleitet wurde die Delegation von Frank Pasemann, will ausloten, wie weit Syrien befriedet und was zu tun sei, damit syrische Flüchtlinge wohlbehalten zurückkehren könnten. Schon 2018 hatten AfD-Mitglieder Vertreter der Regierung von Machthaber Baschar al-Assad in Syrien besucht. Das Auswärtige Amt stuft das Bürgerkriegsland weiter als gefährlich ein. "Alle Deutschen, die das Land noch nicht verlassen haben, werden zur Ausreise aus Syrien aufgefordert", heißt es auf der Webseite. Es gebe täglich Meldungen von toten und verletzten Menschen im Land. Die deutsche Botschaft in Syrien bleibe bis auf weiteres geschlossen. Die AfD-Mitglieder besuchten bei der jetzigen Reise unter anderem den Tourismus-Minister der Assad-Regierung. 

+++ 15.51: Richterin verhängt U-Haft gegen drei Verdächtige in Ibiza-Affäre +++

In der Ibiza-Affäre um Österreichs Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) ist am Freitag Untersuchungshaft gegen drei Verdächtige verhängt worden. Einen entsprechenden Beschluss einer Richterin teilte das Landgericht am Freitag mit. Da es sich um ein laufendes Ermittlungsverfahren handele, würden keine Angaben zum konkreten Vorwurf, zu den Äußerungen der Beschuldigten und weiteren Ermittlungsschritten gemacht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sind zwei Männer und eine Frau im Visier der Behörden. Sie waren am Dienstag nach Hausdurchsuchungen festgenommen worden. Die Verdächtigen stammen nach Medienberichten aus dem Umfeld eines Privatdetektivs, der eine Schlüsselrolle beim Ibiza-Video gespielt haben soll.

+++ 15.26 Uhr: Monsanto setzt verbotenes Pestizid in Forschungsanlage in Hawaii ab +++

Die Bayer-Tochter Monsanto hat eingeräumt, in einer Forschungsanlage im US-Bundesstaat Hawaii ein verbotenes und hochgiftiges Pestizid eingesetzt zu haben. Das Unternehmen willigte laut Gerichtsunterlagen sowie nach Angaben des Mutterkonzerns Bayer ein, eine Geldstrafe in Höhe von 10,2 Millionen Dollar (gut 9,2 Millionen Euro) zu zahlen und ein Schuldbekenntnis abzugeben. Monsanto ließ 2014 in der Anlage auf der Insel Maui Mais-Saatgut und andere Pflanzen mit dem verbotenen Pestizid Penncap-M besprühen. 

+++ 15.19 Uhr: 1500 Schlösser in Frankreich zu verkaufen +++

In Frankreich sind nach Recherchen der Tageszeitung "Le Figaro" rund 1500 private Schlösser zu verkaufen. Die Zahl sei stark gestiegen, vor acht Jahren seien es noch 800 gewesen, berichtete das Blatt unter Berufung auf mehrere spezialisierte Immobilienagenturen im Land. Schlösser sind Wahrzeichen Frankreichs - das Land blickt auf eine lange Geschichte zurück, die vielfach von Königen geprägt wurde. Das Barockschloss Versailles des "Sonnenkönigs" Ludwig XIV. vor den Toren von Paris ist ein Touristenmagnet. Auch die Schlösser an der Loire wie Chambord ziehen Menschen aus aller Welt an. 

15.18 Uhr: Drei Tote bei regierungskritischen Protesten in Kolumbien +++

Bei Ausschreitungen am Rande regierungskritischer Proteste sind im Westen Kolumbiens drei Menschen getötet worden. Zwei Menschen seien bei der gewaltsamen Eskalation einer Demonstration in Buenaventura getötet worden, ein weiterer in Candelaria, sagte Verteidigungsminister Carlos Holmes Trujillo auf einer Pressekonferenz am Freitagvormittag (Ortszeit). 

+++ 14.40 Uhr: Bremer Landgericht lehnt Beschwerde von Clanchef Miri gegen Abschiebehaft ab +++

Der unerlaubt nach Deutschland eingereiste libanesische Clanchef Ibrahim Miri bleibt weiter in Abschiebehaft. Das entschied das Bremer Landgericht in einem von Miri angestrengten Beschwerdeverfahren. Dabei ging es allein um die Frage der Haft. Ob sein von den deutschen Behörden abgelehnter neuer Asylbescheid rechtens ist und ob es zu einer Abschiebung kommt, wird derzeit in einem separaten Verfahren am Bremer Verwaltungsgericht geklärt.    

Miri ist nach Angaben der deutschen Sicherheitsbehörden das Oberhaupt eines kriminellen Familienclans. Er wurde im Juli abgeschoben, reiste Ende Oktober mit Hilfe von Schleppern aber illegal wieder nach Deutschland ein. Er wurde in Bremen festgenommen und sitzt in Abschiebehaft. Miri stellte einen neuen Asylantrag, den das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge allerdings als unbegründet ablehnte. Dagegen klagt er vor dem Verwaltungsgericht. Parallel reichte er eine Haftbeschwerde beim Amtsgericht ein. Dieses lehnte diese ab, die Entscheidung ging danach automatisch zur endgültigen Prüfung an das Landgericht.

+++ 14.27 Uhr: Massengrab mit 31 Leichen in Mexiko entdeckt +++

In einem Massengrab in Mexiko haben Ermittler die Leichen von 31 Menschen entdeckt. Bei den Opfern auf einem Grundstück in einem Vorort der zweitgrößten mexikanischen Stadt Guadalajara handele es sich um 25 Männer und sechs Frauen, teilte die Staatsanwaltschaft des Bundesstaats Jalisco mit. Mit der Bergung der Leichen auf dem 320 Quadratmeter großen Grundstück hatten Forensiker bereits Anfang November begonnen. Für die Suche setzten sie unter anderem Spürhunde und Radartechnik ein. Laut der Staatsanwaltschaft konnten zehn der geborgenen Leichen identifiziert werden, neun von ihnen ließen sich Vermisstenanzeigen zuordnen. Untersucht werden nun noch zwei weitere Grundstücke in der Umgebung, wo die Ermittler weitere Leichen vermuten. 

+++ 14.07 Uhr: Neue Festnahme in Großbritannien nach Leichenfund in Kühllaster +++

Im Zusammenhang mit dem Fund von 39 Leichen in einem Kühllastwagen ist in Großbritannien ein weiterer Verdächtiger festgenommen worden. Der 23-Jährige aus Nordirland sei am Freitagmorgen auf einer Schnellstraße gefasst worden, teilte die Polizei der Grafschaft Essex mit. Gegen ihn gebe es den Verdacht auf Verschwörung zum Menschenhandel und auf Beihilfe zu rechtswidriger Einwanderung. Die Leichen von 31 Männern und acht Frauen aus Vietnam waren in der Nacht zum 23. Oktober in einem Industriegebiet östlich von London in einem Lkw-Kühlcontainer entdeckt worden. Dieser war kurz zuvor per Fähre über den Ärmelkanal nach Großbritannien gekommen. Der aus Nordirland stammende Lkw-Fahrer befindet sich in Untersuchungshaft. Dem 25-Jährigen werden Totschlag, Verschwörung zum Menschenhandel und Geldwäsche zur Last gelegt. 

+++ 13.34 Uhr: Polizei in Thüringen vollstreckt 475 offene Haftbefehle +++

Die Polizei in Thüringen hat in einer großangelegten Aktion binnen drei Tagen 475 offene Haftbefehle gegen 365 Gesuchte vollstreckt, darunter 17 von zuvor 21 offenen Haftbefehlen gegen rechtsextreme Straftäter. An der Polizeiaktion von Dienstag bis Donnerstag waren 1422 Beamte beteiligt, wie die Landespolizei mitteilte. Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) wertete den Einsatzverlauf als "hervorragendes Ergebnis entschlossenen polizeilichen Handelns".

+++ 13:05 Uhr: Bürgermeisterin von Arnstorf beantragt Ruhestand +++

Nach monatelanger Hetze hat die Bürgermeisterin der sächsischen Gemeinde Arnsdorf, Martina Angermann (SPD), ihre vorzeitige Versetzung in den Ruhestand beantragt. Angermann habe am Donnerstagabend in einer Gemeinderatssitzung die Versetzung beantragt, sagte eine Verwaltungsmitarbeiterin der Gemeinde nördlich von Dresden am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten die "Sächsische Zeitung" und der MDR berichtet. Bis der Antrag bewilligt sei, bleibe Angermann noch Bürgermeisterin. Angermann sei seit Februar krankgeschrieben. Arnsdorf war 2016 in die Schlagzeilen geraten: Vier Männer hatten damals einen psychisch kranken Flüchtling aus dem Irak mit Kabelbindern an einen Baum gefesselt. Die Politikerin hatte die Tat der vier Männer wiederholt verurteilt und war daraufhin selbst zum Feindbild geworden.

+++ 12.59 Uhr: Deutsche Erben geben Ecuador jahrtausende alte Kulturgüter zurück +++

Deutsche Erben haben Ecuador mehr als 500 jahrtausendealte archäologische Fundstücke zurückgegeben. Die ecuadorianische Kommission zum Kampf gegen den illegalen Handel mit Kulturgütern stellte die Sammlung von "immensem kulturellen Wert" in der Hauptstadt Quito vor. Die in den vergangenen vier Jahren zurückgegebenen Fundstücke stammten aus "vorhispanischen ecuadorianischen Kulturen, die bis zu 3.500 Jahre vor Christus zurückreichen", erklärte Kulturerbe-Direktor Joaquín Novillo. Die bis zu 45 Zentimeter großen Objekte sollen nun in ecuadorianischen Museen ausgestellt werden. Darunter sind Statuen, Tonkrüge, Ketten, Spiegel und Äxte  - aus Stein, Keramik und Gold. Die Objekte waren den Angaben zufolge im Besitz des Deutschen Josef Rettinger, der zwischen 1975 und 2005 in Ecuador lebte.

+++ 12.29 Uhr: Drei Menschen in Indonesien von Hornissen getötet +++

Aggressive Hornissen haben in Indonesien drei Menschen getötet. In den vergangenen zwei Wochen seien auf der Insel Java ein 11-jähriger Junge und zwei ältere Menschen den Attacken zum Opfer gefallen, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag mit. In den vergangenen Jahren zählten die Behörden des südostasiatischen Inselstaates hunderte solcher Attacken mit vielen Opfern.     

Der 11-jährige Schüler wurde den Angaben zufolge am Mittwoch in West-Java von den Hornissen angegriffen, nachdem er zuvor mit anderen Schülern versucht hatte, deren Nest zu zerstören. In dem Nest befanden sich Hornissen der wegen besonders aggressiven Verhaltens berüchtigten Gattung Vespa affinis, deren Stich lebensbedrohliche allergische Reaktionen hervorrufen kann. Die bis zu drei Zentimeter lange Hornissen-Gattung ist erst seit einigen Jahren in der Region heimisch geworden.

+++ 12.13 Uhr: Dübel-Problem im BER könnte gelöst werden +++

Das Problem nicht normgerechter Dübel im künftigen Hauptstadtflughafen BER könnte nach Angaben des Bauamts gelöst werden. Der zuständige Prüfingenieur des Landkreises Dahme-Spreewald, Hartmut Zimmermann, sagte gefragt nach der Dübel-Problematik: "Sie ist auf einem gutem Wege." Vor Jahren verbaute Metalldübel an Tragsystemen für Kabel unter anderem für Brandschutz und Sicherheitsstromversorung im Hauptterminal entsprechen nicht mehr der Norm. Der Flughafen will aber nachträglich eine Zulassung beantragen.

+++ 11.19 Uhr: 49-Jähriger soll als Trainer in Dresdner Kampfsportclub Kinder missbraucht haben +++

Als Trainer in einem Dresdner Kampfsportverein soll ein 49-Jähriger in den vergangenen Jahren mehrfach Kinder und Jugendliche missbraucht haben. Gegen den Mann wird wegen Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern ermittelt, wie die Polizei in der sächsischen Landeshauptstadt mitteilte. Der 49-Jährige sitzt seit Ende Oktober in Untersuchungshaft. Bei den Opfern soll es sich nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler ausschließlich um Jungen handeln. Die Polizeidirektion Dresden setzte in dem Fall eine Ermittlungskommission mit fünf erfahrenen Kriminalisten ein, die ausschließlich an der Aufklärung der Vorgänge arbeiten.

+++ 10.55 Uhr: Australien und die Niederlande decken riesigen Drogenschmuggel auf +++

In einer gemeinsamen Aktion haben Australien und die Niederlande einen großangelegten Drogenschmuggel aufgedeckt und die Lieferung von Millionen von Ecstasy-Pillen nach Australien verhindert. Im Zuge der Ermittlungen sei in den Niederlanden und Belgien der Ecstasy-Wirkstoff MDMA im Wert von 200 Millionen Dollar beschlagnahmt worden, teilten die australischen Behörden am Freitag mit. Elf Verdächtige wurden demnach bereits angeklagt. Vorausgegangen waren monatelange Ermittlungen. Im August waren nach Angaben der australischen Polizei bereits 700 Gramm MDMA in Rotterdam beschlagnahmt worden. Anfang November gab es dann mehrere Razzien in den Niederlanden und Belgien, bei denen zwei heimliche Labors entdeckt und weiteres MDMA sowie chemische Ausgangsstoffe gefunden wurden.

+++ 10.16 Uhr: Greenpeace bringt der CDU ein C zurück +++

Das am Vortag in Berlin geklaute C der CDU ist wieder da - zumindest als Kopie: Es erschien auf zwei Beinen zu Beginn des Parteitags auf dem Leipziger Messegelände und begehrte Einlass. Es handelte sich offensichtlich um eine Kunststoffnachbildung des Original-Buchstabens. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hatte das C aus dem Logo an der Berliner Parteizentrale am Donnerstag entfernt. Über Nacht blieb es verschwunden. Am Freitagmorgen erschien dann ein als überdimensionales rotes C verkleideter Aktivist vor den Türen zum Congress Center und bat um Akkreditierung für das Delegiertentreffen - allerdings vergeblich.

Zugleich rollte Greenpeace über dem Eingang ein riesiges Transparent aus mit der Aufschrift: "CDU sollst das Klima schützen". Dann ließen die Aktivisten das C fallen, so dass der Schriftzug "DU sollst das Klima schützen" entstand.

Konrad-Adenauer-Haus: Greenpeace-Aktivisten entwenden "C" aus CDU-Parteizentrale

+++ 10.08 Uhr: Neuseeländer wegen Mordes an junger Britin schuldig gesprochen +++

Elf Monate nach dem Tod einer britischen Rucksacktouristin in Neuseeland hat ein Gericht einen Mann wegen Mordes schuldig gesprochen. Die Geschworenen in Auckland kamen zu dem Schluss, dass der 27-jährige Neuseeländer die 21-jährige Britin Grace Millane im Dezember 2018 vorsätzlich tötete. Der Angeklagte selbst hatte im Prozess angegeben, die junge Frau beim Sex versehentlich erwürgt zu haben.    

Millane war am Abend vor ihrem 22. Geburtstag in Auckland verschwunden. Sie war erst wenige Tage zuvor in Neuseeland eingetroffen - die junge Frau wollte nach ihrem Studienabschluss ein Jahr um die Welt reisen. Ihr Leiche wurde nach einer Woche in einem Außenbezirk von Auckland gefunden. Der 27-jährige Angeklagte plädierte im Prozess auf nicht schuldig. Er räumte zwar ein, dass die junge Britin in seiner Wohnung gestorben sei. Seine Anwälte erklärten aber, dass Millane den Mann bei einvernehmlichem Sex gebeten habe, sie zu würgen. Nach ihrem Tod sei der Neuseeländer dann in Panik geraten und habe ihre Leiche entsorgt.

+++ 9.47 Uhr: Ex-Nissan-Chef Ghosn darf erstmals seit acht Monaten mit seiner Ehefrau sprechen +++

Erstmals seit acht Monaten darf der ehemalige Chef des japanischen Autobauers Nissan, Carlos Ghosn, nach Angaben seiner Familie mit seiner Ehefrau Carole sprechen - allerdings nur für eine Stunde und per Videokonferenz. Ein Gericht in Tokio hob die Kontaktsperre unter diesen Auflagen auf, wie ein Sprecher der Familie Ghosn mitteilte. Der Manager war vor rund einem Jahr in Japan festgenommen worden, er steht unter Hausarrest. "Nach acht Monaten ohne den geringsten Kontakt und sieben Anträgen, dieses absolute Verbot aufzuheben", sei nun "nur eine einzige Videokonferenz" gestattet worden, heißt es in der Erklärung der Familie Ghosn, die Donnerstagabend veröffentlicht wurde. Die Eheleute dürften sich demnach nur über vom Gericht zugelassene Themen unterhalten, Anwälte seien bei dem Gespräch dabei. Die Aufzeichnung des Gesprächs werde der Staatsanwaltschaft und dem Gericht übergeben.

+++ 8.53 Uhr: Rechtsextreme NPD klagt gegen Verbot von Demonstration in Hannover +++

Die rechtsextreme NPD hat eine Klage gegen das von der Polizei verhängte Verbot für einen Aufmarsch am Samstag in Hannover eingereicht. Parallel sei ein entsprechender Eilantrag eingegangen, teilte das Verwaltungsgericht in der niedersächsischen Hauptstadt mit. Über diesen wolle die zuständige Kammer im Laufe des Freitags entscheiden. Anhänger der NPD wollen am Samstagnachmittag in der Innenstadt demonstrieren. Im Fokus soll dabei der Protest gegen Journalisten stehen, die schwerpunktmäßig über das rechtsextreme Milieu in Deutschland schreiben. Im Demonstrationsaufruf auf ihrer Internetseite führt die NPD Niedersachsen dazu zehn Journalisten namentlich auf.

+++ 7.25 Uhr: Streit ums Geld? - Motorradfahrer holen totes Baby aus Klinik +++

Aus Protest gegen den Umgang mit einem gestorbenen Baby hat eine Gruppe von Motorradtaxi-Fahrern in Indonesien ein Krankenhaus gestürmt. Mehrere Dutzend Männer holten den Leichnam des sechs Monate alten Kinds nach Berichten lokaler Medien aus der Klinik. 

Das Krankenhaus hatte sich geweigert, den Leichnam des kleinen Jungen namens Alif freizugeben - angeblich, weil eine Rechnung in Höhe von umgerechnet etwa 1600 Euro noch nicht bezahlt war. In Indonesien - dem weltweit bevölkerungsreichsten islamischen Land - ist es üblich, dass Tote so bald wie möglich verbrannt werden. Die Beisetzung fand dann auch sofort statt. 

+++ 7.20 Uhr: Flammen aus Triebwerk zwingen Passagierjet nach Los Angeles zurück +++

Schreckmomente für 347 Passagiere und die 18-köpfige Besatzung eines Jets nach dem Start in Los Angeles: Kurz nach dem Abheben am Donnerstag (Ortszeit) schlugen Flammen aus dem rechten Triebwerk der Boeing 777 der Philippine Airlines. Wie örtliche Sender berichteten, kehrte das Flugzeug, das ursprünglich nach Manila unterwegs war, nach kurzer Zeit zum Los Angeles International Airport zurück und landete ohne Zwischenfälle. Passagiere berichteten von Geräuschen, die an Fehlzündungen erinnerten. Vertreter der Fluggesellschaft sprachen von "technischen Problemen".

+++ 7.03 Uhr: Weiterhin massive Internetstörungen im Iran +++

Im Iran gibt es weiterhin massive Internetstörungen trotz der Aufhebung der vom Staat verhängten Sperre im Zusammenhang mit den Unruhen. Nach Angaben eines privaten IT-Unternehmens sowie mehrerer Nutzer in der Hauptstadt Teheran funktionieren einige ADSL-Anschlüsse wieder, und zumindest sei der Zugang zu Mails und Kurznachrichtendiensten sowie zu Google-Suchen wieder möglich. Aber viele andere Webseiten seien weiterhin blockiert, so das IT-Unternehmen.

+++ 6.18 Uhr: Monsanto setzte verbotenes Pestizid in Forschungsanlage in Hawaii ein +++

Der US-Chemiekonzern Monsanto hat eingeräumt, in einer Forschungsanlage im US-Bundesstaat Hawaii ein verbotenes und hochgiftiges Pestizid eingesetzt zu haben. Die Bayer-Tochter bekannte sich am Donnerstag vor einem Gericht in Honolulu schuldig. Demnach ließ der Konzern 2014 in der Anlage auf der Insel Maui Mais-Saatgut und andere Pflanzen mit dem Pestizid Penncap-M besprühen, obwohl das Mittel ein Jahr zuvor verboten worden war. Aus den bei Gericht eingereichten Unterlagen geht zudem hervor, dass Mitarbeiter des Konzerns eine Woche nach dem Besprühen angewiesen wurden, auf die Felder zu gehen, obwohl eine Frist von 31 Tagen hätte eingehalten werden müssen. Monsanto hat sich bereit erklärt, eine Geldstrafe in Höhe von zehn Millionen Dollar (neun Millionen Euro) zu zahlen.

+++ 5.43 Uhr: Trump unterzeichnet einmonatigen Überbrückungshaushalt +++

US-Präsident Donald Trump hat einen einmonatigen Überbrückungshaushalt unterzeichnet, mit dem eine erneute Haushaltssperre vermieden wird. Zuvor hatte der Senat mit einer Mehrheit von 74 zu 20 Stimmen für die Maßnahme gestimmt, die eine Finanzierung der Bundesbehörden bis zum 20. Dezember sicherstellt. Trumps Republikaner und die oppositionellen Demokraten hatten sich in den vergangenen Monaten nicht auf ein längerfristiges Haushaltsgesetz einigen können. Grund dafür war unter anderem der Streit über die Finanzierung der Sicherung der Grenze zu Mexiko. 

+++ 4.17 Uhr: Erster Marvel-Comic für Rekordsumme von 1,26 Millionen Dollar versteigert +++

Der allererste Comic des berühmten US-Verlags Marvel ist für die Rekordsumme von 1,26 Millionen Dollar (1,14 Millionen Euro) versteigert worden. Es handelt sich um die erste Ausgabe der 1939 ins Leben gerufenen Comicreihe von Timely Comics, das bald darauf in Marvel umbenannt wurde. Das Heft sei der "Großvater aller Marvel-Comics", sagte Ed Jaster vom Auktionshaus Heritage Auctions. Der Comic ist in sehr gutem Zustand und kostete bei seinem Erscheinen 1939 gerade einmal zehn Cent. Es ist der bislang teuerste versteigerte Marvel-Comic. "Amazing Fantasy", die Ausgabe, in der erstmals Spiderman auftauchte, erzielte bei einer Auktion 2011 den Preis von 1,1 Millionen Dollar. Der teuerste jemals versteigerte Comic ist die erste Ausgabe der "Action Comics" von 1938. Das Heft, in dem Superman seinen ersten Auftritt hat, wurde 2014 für 3,2 Millionen Dollar verkauft.

+++ 3.03 Uhr: Brasiliens Präsident Bolsonaro gründet neue Rechtspartei +++

Brasiliens rechter Präsident Jair Bolsonaro hat eine neue Partei gegründet. Die Aliança pelo Brasil (Allianz für Brasilien) trete gegen "Kommunismus, Globalismus und jede Ideologie ein, die sich gegen die natürliche Ordnung richtet", sagte der Staatschef nach einem Bericht der Zeitschrift "Exame" bei der Gründungsfeier. Die Partei soll künftig von dem Präsidenten und seinem Sohn Flávio Bolsonaro geführt werden. Bolsonaro war zuletzt aus seiner bisherigen Partei PSL ausgetreten. 

+++ 2.19 Uhr: Zahl der Toten durch E-Zigaretten in den USA steigt weiter +++

Die Zahl der Toten nach dem Gebrauch von E-Zigaretten in den USA steigt weiter an. 47 Menschen seien bislang gestorben, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC mit. Die Opfer stammten aus 25 US-Bundesstaaten und seien zwischen 17 und 75 Jahren alt gewesen. Die Zahl der Erkrankten nahm auf nun 2290 bestätigte Fälle zu. Vor einer Woche hatte die CDC noch von 42 Toten und 2172 Kranken berichtet.

Die Ursache für die Lungenschäden ist laut CDC noch immer nicht geklärt. Als eine mögliche Ursache war zuletzt ein aus Vitamin E gewonnenes Öl ausgemacht worden.

+++ 1.33 Uhr: Merz will in Leipzig Debatte über schlechte CDU-Wahlergebnisse anstoßen +++

Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) will einem Medienbericht zufolge auf dem CDU-Parteitag in Leipzig eine Debatte über mögliche Lehren aus den schlechten Wahlergebnissen für die CDU der vergangenen Monate anstoßen. Es gehe ihm "zum einen um die Sachthemen, die uns als Union in den nächsten Jahren beschäftigen sollten, und zum anderen um die Frage, wie die CDU mit Blick auf die schlechten Wahlergebnisse der letzten Zeit wieder ihr volles Potenzial ausschöpfen kann", sagte Merz der "Bild"-Zeitung (Freitagsausgabe).      Grundsätzlich wolle er sich lediglich "wie viele andere Delegierte auch" an der Aussprache zum Bericht von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer beteiligen, fügte Merz hinzu. 

+++ 0.52 Uhr: Zehn mutmaßliche Migranten in Lastwagen nahe London entdeckt +++

Die britische Polizei hat am Donnerstagabend zehn mutmaßliche Migranten in einem Lastwagen in Waltham Abbey der Nähe von London entdeckt. Einer der Männer sei mit akuten Beschwerden zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht worden, berichtete die Agentur PA. Die Polizei sei von Zeugen über die in dem Laderaum des Lastwagens versteckten Migranten informiert worden. Die Männer seien unter dem Verdacht der illegalen Einreise festgesetzt worden. "Der Fahrer wurde festgenommen, die Ermittlungen dauern an", wurde eine Sprecherin der Polizei in der Grafschaft Essex zitiert.

vit / DPA / AFP