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+++ Ticker +++

News von heute: Commerzbank schließt jede 5. Filiale und streicht Tausende Stellen

Zahl der Autodiebstähle deutlich zurückgegangen +++ Verdi fordert massive Anhebung des Rentenbeitrags +++ Hagel und Überschwemmungen in Griechenland +++ Mutmaßlicher Serienmörder in Nigeria gefasst +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Commerzbank streicht Stellen

Mehr als 2000 Stellen werden künftig bei der Commerzbank wegfallen.

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Commerzbank streicht Stellen und schließt Filialen (15.07 Uhr)
  • Sassnitz: SPD stoppt AfD-Kooperation bei Anträgen (14.32 Uhr)
  • Rentnerehepaar lockt falsche Polizisten in die Falle (11.53 Uhr)
  • Zahl der Autodiebstähle deutlich zurückgegangen (11.05 Uhr)
  • Verdi fordert massive Anhebung des Rentenbeitrags (7.23 Uhr)
  • Mutmaßlicher Serienmörder in Nigeria gefasst (2.08 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker:   

+++ Über den heutigen weltweiten Klimastreik halten wir Sie hier in unserem Liveblog auf dem Laufenden +++ 

+++ 23.29 Uhr: Walmart verkauft nach Fällen von Lungenerkrankungen keine E-Zigaretten mehr +++

Der US-Einzelhandelsgigant Walmart stellt den Verkauf von E-Zigaretten ein. Angesichts zunehmender gesetzlicher Bestimmungen und der Ungewissheit über die Risiken dieser Produkte werde der Verkauf nun beendet, teilte der Konzern mit. Die vorhandenen Bestände würden noch veräußert, danach werde das Geschäft mit den E-Zigaretten nicht fortgeführt. Am Donnerstag hatte die US-Gesundheitsbehörde CDC neue Zahlen zu Erkrankungen veröffentlicht, die mit dem Genuss von E-Zigaretten offenbar in Zusammenhang stehen. Demnach wurden 530 Fälle von Lungenerkrankungen registriert, sieben Patienten starben. Mehr als die Hälfte der Betroffenen ist jünger als 25, drei Viertel der Erkrankten sind Männer. 16 Prozent der Betroffenen sind minderjährig.

+++ 23.15 Uhr: Mindestens elf Tote bei Bombenanschlag auf Bus im Irak +++

Bei der Explosion einer in einem Bus versteckten Bombe sind im Irak mindestens elf Menschen getötet worden. Zwei weitere Menschen seien bei dem Anschlag in der zentralen Provinz Karbala verletzt worden, berichtete der TV-Sender al-Sumaria unter Berufung auf Angaben aus dem Innenministeriums. In Karbala leben überwiegend Schiiten. Niemand bekannte sich zunächst zu der Tat. Die Terrormiliz Islamischer Staat hat jedoch wiederholt Anschläge im ganzen Land verübt, seit Regierungstruppen mit US-Unterstützung große Teile des seit 2014 vom IS kontrollierten Landes zurückerobert hatten.

+++ 23.13 Uhr: Britische Ryanair-Piloten sagen Streik ab +++

Die britischen Piloten der irischen Billigairline Ryanair haben einen angekündigten fünftägigen Streik abgesagt. Wie die Pilotengewerkschaft Balpa am mitteilte, soll damit eine Schlichtung in dem seit längerem anhaltenden Streit ermöglicht werden. Gestreikt werden sollte am Samstag und an vier weiteren Tagen der kommenden Woche. Balpa hatte erstmals Anfang August im Streit über Renten, Bezahlung und andere Themen zu dem mehrtägigen Streik aufgerufen.

+++ 23.09 Uhr: Vier Tote und Verletzte bei Busunglück im US-Bundesstaat Utah +++

Bei einem Busunglück im US-Bundesstaat Utah sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen und mehrere Personen schwer verletzt worden. Es seien mehrere Rettungshubschrauber und Rettungswägen im Einsatz, erklärte die Polizei über Twitter. Der Unglücksort liegt demnach in der Nähe des bei Urlaubern beliebten Nationalparks Bryce Canyon im Süden Utahs. Örtliche Medienberichte sprachen von bis zu 30 Verletzten. Demnach soll es sich um einen Bus mit Ausflüglern gehandelt haben.

+++ 23.03 Uhr: Auto-Abgase: US-Bundesstaaten reichen Klage gegen Trump-Regierung ein +++

Im Dauerkonflikt um Abgasvorschriften für Autos haben Kalifornien und 23 weitere US-Bundesstaaten Klage gegen die Bundesregierung von US-Präsident Donald Trump eingereicht. Das Bündnis will auf dem Rechtsweg die Aberkennung eines Sonderrechts verhindern, durch das Kalifornien bislang strengere Regeln als auf Bundesebene gegen Luftverschmutzung durchsetzen kann. Die Klage markiert den Auftakt eines zähen Rechtsstreits, der bis zum Obersten Gerichtshof gehen könnte und der sowohl für die Autobranche als auch für die Selbstständigkeit von US-Staaten große Bedeutung hat.

Trump hatte am Mittwoch angekündigt, Kalifornien das Privileg auf strengere Umweltvorschriften abzuziehen. Der Schritt werde zu "weitaus weniger teuren" und "wesentlich sichereren" Autos führen, behauptete er. Der Streit zwischen Kalifornien, das als Vorreiter beim Klimaschutz gilt, und Washington tobt schon seit Beginn der Präsidentschaft Trumps. 

Große Koalition in der Kritik: Merkel: "Politik ist das, was möglich ist" – Aktivisten unzufrieden mit Klima-Paket

+++ 23.00 Uhr: Saudischer Blogger Raif Badawi tritt in Haft in Hungerstreik +++

Der saudische Blogger Raif Badawi ist im Gefängnis erneut in einen Hungerstreik getreten. Er protestiere damit gegen die schlechte Behandlung, teilte dessen Frau Ensaf Haidar auf Twitter mit. Die Gefängnisverwaltung habe bislang nicht auf die Forderungen ihres Mannes reagiert, sagte sie der Deutschen Welle. Ihr Mann leide an Nierenschmerzen.

Raif Badawi gehört zu den bekanntesten politischen Häftlingen in Saudi-Arabien. Er wurde 2014 wegen angeblicher Beleidigung des Islams von der saudischen Justiz zu 10 Jahren Gefängnis und 1000 Stockhieben verurteilt. Badawi hatte sich in seinem Blog für Gleichbehandlung aller Menschen unabhängig von Religion und Weltanschauung eingesetzt.

+++ 20.04 Uhr: Junge stürzt beim Spielen von Tisch und stirbt +++

Ein Siebenjähriger ist im nordrhein-westfälischen Iserlohn beim Spielen von einem Tisch gestürzt und gestorben. Der Junge habe während einer Familienfeier am Freitagnachmittag allein in einem separaten Raum gespielt und sei dabei gestürzt, sagte ein Polizeisprecher. Alarmierte Rettungskräfte brachten das Kind in ein Krankenhaus, wo es am frühen Abend an seinen Kopfverletzungen gestorben sei. Die Familie hatte demnach in dem Gebäude einer ehemaligen Grundschule gefeiert, das man anmieten kann.

+++ 19.34 Uhr: Indische Polizei nimmt Ex-Staatssekretär nach Vergewaltigungsvorwürfen fest +++

Nach Vergewaltigungsvorwürfen hat die indische Polizei einen führenden Politiker der hinduistisch-nationalistischen Regierungspartei BJP von Premierminister Narendra Modi festgenommen. Gegen den Ex-Staatssekretär Swami Chinmayanand sei eine zweiwöchige Untersuchungshaft angeordnet worden, teilte der Polizeichef des Bundesstaats Uttar Pradesh mit. Das mutmaßliche Opfer, eine 23-jährige Frau, hatte den Politiker schon Anfang September angezeigt. Weil die Ermittlungen nicht vorankamen, hatte sie am Donnerstag mit Selbstverbrennung gedroht. Laut dem Polizeichef legte Chinmayanand ein Teilgeständnis ab, nachdem er mit einer Aufzeichnung kompromittierender Telefongespräche konfrontiert wurde. Der Nachrichtenagentur PTI zufolge wurden ihm allerdings nur Stalking, Einschüchterung sowie widerrechtliches Einsperren zur Last gelegt.

+++ 19.01 Uhr: 1500 Menschen vor fremdenfeindlicher Gewalt in Südafrika geflohen +++

Die fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Afrika haben nach Angaben der Vereinten Nationen mindestens 1500 Ausländer in die Flucht getrieben. Wie das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) in Genf mitteilte, sind vor allem Wirtschaftsmigranten betroffen, aber auch Flüchtlinge und Asylsuchende. Ein UNHCR-Sprecher sagte, viele Betroffene wollten nun in ihre Heimat zurückkehren, weil sie "sich in Südafrika nicht mehr sicher fühlen". Bei ausländerfeindlichen Gewalttaten in und um Johannesburg waren seit Anfang September mindestens zwölf Menschen getötet worden, die meisten von ihnen waren Südafrikaner. Die Ausschreitungen richteten sich gegen ausländische Unternehmen und von Migranten bewohnte Gebäude. In Südafrika leben viele Einwanderer aus anderen afrikanischen Ländern. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder ausländerfeindliche Gewalt. Einige Südafrikaner geben den Ausländern die Schuld an der hohen Arbeitslosigkeit im Land. 

+++ 18.49 Uhr: Trump droht mit Freilassung gefangener IS-Kämpfer an Europas Grenzen +++

US-Präsident Donald Trump hat Herkunftsländern ausländischer Kämpfer der Terrormiliz IS mit Konsequenzen gedroht, sollten sie ihre Syrien gefangen genommenen Staatsbürger nicht zurückzunehmen. "Irgendwann werde ich sagen müssen, es tut mir leid, aber entweder nehmt Ihr sie zurück, oder wir werden sie an Euren Grenzen freilassen", sagte Trump am Rande eines Treffens mit Australiens Premierminister Scott Morrison im Weißen Haus. Der US-Präsident kritisierte, bislang verweigerten europäische Staaten die Rücknahme. Ausdrücklich erwähnte er Deutschland und Frankreich. 

Die in Syrien gefassten Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat werden von den kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) gefangen gehalten, die von den USA unterstützt werden. "Wir haben Europa einen riesigen Gefallen getan", sagte Trump. Die Vereinigten Staaten würden nicht Abertausende Gefangene "für die nächsten 50 Jahre" im US-Gefangenenlager Guantanamo Bay oder an einem anderen Ort internieren und dafür Milliarden Dollar ausgeben. 

+++ 18.31 Uhr: Sechs Menschen im Zentrum von Mexiko getötet +++

Im Zentrum von Mexiko sind sechs Menschen getötet worden. Die Leichen der Opfer seien in einem Haus in der Stadt Cuernavaca im Bundesstaat Morelos entdeckt worden, teilten die Sicherheitsbehörden. Sie habe Schüsse gehört und sich mit ihren Kindern in einem Zimmer eingeschlossen, sagte eine Zeugin der Zeitung "La Unión". Fünf der Opfer starben noch am Tatort, eine weitere Person im Krankenhaus. 

Im rund 90 Kilometern südlich von Mexiko-Stadt gelegenen Cuernavaca war es zuletzt zu einer Reihe schwerer Gewalttaten gekommen. Am Dienstag wurden auf einer Straße zwei Leichen mit Folterspuren entdeckt. Vor zwei Wochen wurden fünf Menschen in einem Busbahnhof getötet. Hinter den Taten dürften kriminelle Organisationen stecken. Im vergangenen Jahr wurden in Mexiko rund 36 000 Menschen getötet. Das war die höchste Zahl seit Beginn der systematischen Erhebung 1997. Die meisten Gewalttaten werden nie aufgeklärt.

+++ 17.26 Uhr: Millionenbetrug mit "Bierkarussell" - Fünf Jahre Haft für Komplizen +++

Weil er bei einem millionenschweren Steuerbetrug mit Hilfe eines sogenannten "Bierkarussells" mitgeholfen hat, ist ein Würzburger am Freitag zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Würzburg ordnete für den schwer drogenabhängigen 42-Jährigen zudem eine sofortige Therapie an. "Das ist Ihre letzte Chance", sagte der Vorsitzende Richter. Er sprach von einem "harten aber notwendigen Urteil". Eine international agierende Bande hatte den Import von französischem Bier nach Deutschland vorgetäuscht, um die in der Bundesrepublik niedrigeren Biersteuern auszunutzen. Der Angeklagte soll dabei etwa 700.000 Euro als "Provision" eingestrichen haben.

+++ 17.18 Uhr: USA verschärfen Sanktionen gegen iranische Zentralbank +++

Die US-Regierung hat die iranische Zentralbank mit Sanktionen belegt. Es seien die schärfsten jemals gegen ein Land verhängten Sanktionen, erklärte US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. "Wir haben jetzt alle Einkommensquellen des Irans abgeschnitten", sagte Finanzminister Steven Mnuchin. Auch Irans Staatsfonds sei nun mit Sanktionen belegt. Die US-Regierung hatte die Zentralbank bereits zuvor zum Ziel gemacht. Einzelheiten zu den neuen Sanktionen waren zunächst nicht bekannt, sie dürften allerdings Irans Zugang zum internationalen Finanzsystem weiter einschränken.

+++ 17.16 Uhr: Nach heftigem Protest: Moskauer Schauspieler kommt auf freien Fuß +++

Nach massivem Protest gegen Justizwillkür in Russland hat ein Gericht in Moskau den zu dreieinhalb Jahren Straflager verurteilten Schauspieler Pawel Ustinow aus der Haft entlassen. Der 23-Jährige kommt sieben Wochen nach seiner Festnahme unter Auflagen frei, wie die Agentur Interfax aus dem Gerichtssaal meldete. Er dürfe aber die Stadt nicht verlassen. Ustinow war per Video aus der Untersuchungshaftanstalt zugeschaltet. Sein Anwalt Anatoli Kutscherena und Menschenrechtler sprachen von einer "gerechten Entscheidung" des Gerichts.

+++ 17.11 Uhr: Länder fordern Änderungen bei Impfpflicht für Masern +++

Die Bundesländer fordern bei der geplanten Masern-Impfpflicht noch Änderungen. Im Bundesrat bemängelten sie in einer beschlossenen Stellungnahme unter anderem, dass Personen, die keine Impfung nachweisen können, künftig die Aufnahme in Gemeinschaftseinrichtungen verwehrt werden kann. Hierdurch würde der Zugang zu Bildungseinrichtungen und die damit einhergehende Förderung von Chancengleichheit konterkariert, hieß es. Der Bundesrat lehnt es außerdem ab, dass Kita-Leitungen mit Bußgeldern belegt werden können, wenn ihre Einrichtung trotz Impfpflicht ungeimpfte Kinder aufnimmt.

+++ 15.41 Uhr: Iranischer Ajatollah droht bei US-Angriff Vernichtung Israels an +++

Ein einflussreicher iranischer Ajatollah hat mit der Vernichtung Israels gedroht, falls die USA wegen der Angriffe auf die saudischen Ölanlagen einen Militärschlag gegen den Iran ausführen sollten. "Falls Ihr (USA) uns angreift, bleibt von Israel binnen zwölf Stunden nur noch Staub übrig", sagte Sejed-Ahmad Alamolhoda beim Freitagsgebet in der Stadt Maschad in Nordostiran. Alamolhoda gehört zum Lager der Hardliner und ist einer ihrer Chefideologen. Weder der Ajatollah noch die Hardliner haben derzeit allerdings die Macht, solche Angriffe auf Israel anzuordnen. Alamolhoda zählt auch zu den größten Kritikern von Präsident Hassan Ruhani. Die Hardliner rechnen sich im Falle eines Scheiterns von Ruhani Chancen auf ein Comeback aus. Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hatte am Donnerstag im Fall eines Militärschlages der USA und Saudi-Arabiens mit einem "umfassenden Krieg" gedroht.

+++ 15.40 Uhr: Serie von Angriffen auf Kinder in Düsseldorf aufgeklärt +++

Sein Interesse für kleine Mädchen hatte die Düsseldorfer Polizei wochenlang in Alarmbereitschaft versetzt: Nach einer Serie von Angriffen auf Kinder in Düsseldorf ist der mutmaßliche Täter gefasst. Ein Richter habe den Verdächtigen in Untersuchungshaft geschickt, teilte die Polizei mit. Der 25-jährige Deutsche soll für vier Übergriffe verantwortlich sein, bei denen Kinder in der Innenstadt in sexueller Absicht bedrängt und in Hausflure gedrückt wurden. In einem Fall soll er sogar ein neunjähriges Mädchen in der Wohnung überfallen und gewürgt haben. Weil die Kinder sich vehement wehrten oder Erwachsene rechtzeitig eingreifen konnten, sei das Schlimmste in allen Fällen verhindert worden. So auch in der vergangenen Woche, als die Polizei zudem rechtzeitig alarmiert wurde, so dass der 25-Jährige festgenommen werden konnte.

+++ 15.07 Uhr: Commerzbank streicht 2300 Stellen und schließt 200 Filialen +++

Die Commerzbank will sich mit dem Abbau weiterer Stellen und Filialschließungen gegen die Ertragsschwäche stemmen. Außerdem erwägt der Vorstand den Verkauf der polnischen Tochter mBank, um Geld für die Umsetzung der künftigen Strategie freizusetzen. "Vorstand und Aufsichtsrat haben noch zu keinem Punkt des Strategieprogramms eine Entscheidung getroffen", betonte das Frankfurter Geldhaus in einer Pflichtmitteilung für die Börse; dies soll kommende Woche geschehen. "Ein weiterer konzernweiter Stellenabbau ist leider unvermeidbar", heißt es in der Mitteilung. Voraussichtlich fallen rund 4300 Vollzeitstellen weg. Weil gleichzeitig an anderer Stelle rund 2000 Vollzeitstellen geschaffen werden, verbleibt unter dem Strich ein Abbau von rund 2300 Jobs. Ziel sei, den geplanten Stellenabbau "möglichst sozialverträglich" zu gestalten. Die Zahl der Filialen will die Commerzbank voraussichtlich um rund 200 auf etwa 800 verringern. Welche Standorte betroffen sein könnten, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar.

+++ 14.32 Uhr: SPD in Sassnitz beendet Zusammenarbeit bei Anträgen mit AfD +++

Die SPD in Sassnitz auf Rügen hat nach der massiven Kritik an ihrer Zusammenarbeit mit der AfD in der Stadtvertretung Konsequenzen gezogen. Wie SPD-Stadtpräsident Norbert Benedict sagte, verzichte seine Fraktion auf die sieben gemeinsamen Anträgen mit der AfD, zwei Wählergruppen und einem fraktionslosen Abgeordneten. Dies habe sie auch den anderen Fraktionen empfohlen, um die Stadtvertretung vor Schaden zu bewahren. "Wir sind an Sacharbeit interessiert. Dass dies so hohe Wellen schlägt, war nicht unsere Absicht", begründete Benedict die gemeinsamen Anträge für die Stadtvertretersitzung am kommenden Dienstag.

+++ 14.20 Uhr: New Yorks Bürgermeister De Blasio gibt Präsidentschaftsbewerbung auf +++

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio hat seine Bewerbung für die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten aufgegeben. Er stelle seine Kampagne ein, erklärte er im Nachrichtensender MSNBC. "Es ist klar nicht meine Zeit", räumte er mit Blick auf mangelnde Unterstützung für seine Kandidatur ein. Im Wahlkampf gegen Präsident Donald Trump werde er nun den Kandidaten seiner Partei unterstützen, der sich die Nominierung sichern könne, versprach er.

Die Favoriten im Rennen um die Kandidatur für die Demokraten sind momentan der frühere Vizepräsident Joe Biden sowie die Senatoren Elizabeth Warren und Bernie Sanders. Insgesamt bemühen sich immer noch rund 20 Demokraten um die Nominierung der Demokraten.

+++ 14.08 Uhr: Notstand in Texas wegen schwerer Überschwemmungen +++

Ein Tropensturm hat in Teilen des US-Bundesstaats Texas zu heftigem Regen und schweren Überschwemmungen geführt. Gouverneur Greg Abbott verhängte wegen des Sturms "Imelda" in mehreren küstennahen Bezirken des Bundesstaats den Notstand. Viele Bewohner flohen aus ihren Häusern und kamen in Notunterkünften unter, zahlreiche Straßen waren überflutet. Betroffen waren vor allem Gebiete rund um die Großstadt Houston. Örtliche Medien berichteten, drei Menschen seien infolge der Überflutungen ums Leben gekommen. Bilder zeigten Autos, die fast bis zum Dach unter Wasser standen. Retter nutzen demnach mancherorts Boote, um Menschen in Sicherheit zu bringen. "Ich fordere alle Menschen im Pfad des Sturms auf, die nötigen Vorbereitungen zu treffen und den Warnungen örtlicher Behörden Folge zu leisten", erklärte Gouverneur Abbott.

+++ 14.01 Uhr: Telekom sichert sich offenbar TV-Rechte für Fußball-EM 2024 +++

Nach übereinstimmenden Medienberichten hat sich die Telekom die Medienrechte für die Fußball-Europameisterschaft 2024 gesichert. Das Unternehmen erwarb die Live-Rechte an allen Spielen des Turniers in Deutschland, schreiben "Frankfurter Allgemeine" und "Bild". Damit würden ARD und ZDF leer ausgehen.

+++ 13.43 Uhr: Unbekannter parkt Rettungswagen während Einsatz um +++

In Böblingen in Baden-Württemberg hat ein Unbekannter einen Rettungswagen umgeparkt, der auf der Straße stand. Die Einsatzkräfte fanden den Wagen etwa 70 Meter außer Sichtweite vom Einsatzort entfernt, wie die Polizei in Ludwigsburg mitteilte. Demnach hatte der Wagen gestern Nachmittag mit laufendem Motor, eingeschaltetem Blaulicht und Warnblinker auf der Straße geparkt, damit eine unverzügliche medinzinische Versorgung einer Frau gewährleistet werden konnte. Dadurch wurde die Straße blockiert. Wegen eines technischen Defekts musste der Fahrer den Schlüssel stecken lassen. Als die Rettungskräfte die Frau zum Fahrzeug bringen wollten, war es verschwunden. Die Polizei ermittelt nun wegen der Behinderung von hilfeleistenden Personen und sucht nach Zeugen. Nach ersten Erkenntnissen soll der Unbekannte der Fahrer eines Kleinwagens gewesen sein.

+++ 12.35 Uhr: Migrantenzahl in Griechenland 50 Prozent höher als 2018 +++

In Griechenland sind seit Beginn des Jahres fast 50 Prozent mehr Migranten angekommen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die UN-Organisation für Migration (IOM) registrierte bis 18. September 32.767 Ankömmlinge, verglichen mit 22.261 bis zum gleichen Zeitpunkt vergangenen Jahres, wie sie in Genf berichtete. In Italien kamen mit 6570 ein Drittel so viele Migranten an wie im vergangenen Jahr. In Spanien waren es mit fast 17.000 deutlich mehr, aber nur halb so viele wie im selben Zeitraum 2018.

Insgesamt kamen in den europäischen Mittelmeerländern in diesem Jahr bislang etwa 20 Prozent weniger Migranten als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Die Zahl der Todesopfer ist deutlich zurückgegangen: von mehr als 1800 auf 953 bis zum 18. September dieses Jahres.

+++ 12.20 Uhr: Union und SPD erzielen Durchbruch bei Klima-Verhandlungen +++

Die Koalitionsspitzen von Union und SPD haben nach mehr als 16 Stunden Beratungen einen Durchbruch bei ihren Verhandlungen über mehr Klimaschutz erzielt. Das Paket enthalte "sehr viele Maßnahmen" einschließlich eines Mechanismus' zur jährlichen Überprüfung der Umsetzung der Klimaziele, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Koalitionskreisen.

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+++ 12.19 Uhr: Mann bei Polizeieinsatz in Lyon festgenommen +++

Bei einem großen Polizeieinsatz in der südostfranzösischen Großstadt Lyon ist ein Verdächtiger festgenommen worden, der auf Passanten geschossen haben soll. Die Polizei bestätigte am Mittag, dass der Einsatz im östlichen Teil der Innenstadt abgeschlossen sei, machte aber zum Hergang keine detaillierten Angaben. Nach ergänzenden Informationen sollen mindestens zwei Menschen verletzt worden sein. Wie der Nachrichtensender BFMTV berichtete, wird derzeit nicht von einem terroristischen Hintergrund ausgegangen.

+++ 12.13 Uhr: U-Boot mit Kokain im Millionenwert vor Kolumbien entdeckt +++

Kolumbiens Marine hat Medienberichten zufolge ein U-Boot mit acht Tonnen Kokain beschlagnahmt. Das Tauchboot der Drogenschmuggler konnte vor der Hafenstadt Tumaco im Südwesten des Landes abgefangen werden, wie der Radiosender Caracol meldet. Das gefundene Kokain habe einen Verkaufswert von mindestens 264 Millionen Dollar (rund 238 Millionen Euro). Das Rauschgift sei für Mittelamerika bestimmt gewesen. An Kolumbiens Küsten werden immer wieder U-Boote mit Drogenlieferungen beschlagnahmt. In diesem Jahr seien es nunmehr bereits 20 gewesen, schrieb der Sender. Kolumbien gilt als größter Kokain-Produzent der Welt.

+++ 11.57 Uhr: 79-Jährige in Güstrow getötet - Verdächtiger festgenommen +++

Nach dem gewaltsamen Tod einer 79-jährigen Rentnerin in Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern hat die Polizei einen 43Jahre alten Mann festgenommen. Er stehe im Verdacht, die Frau gestern Abend in ihrem Haus "mit stumpfer Gewalt" so schwer verletzt zu haben, dass sie kurz darauf starb, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Rostock. Der Ehemann hatte das Opfer mit einer schweren blutenden Kopfverletzung gefunden und den Rettungsdienst und die Polizei alarmiert. Nach Angaben der Ermittler kannte der taubstumme mutmaßliche Täter die Frau. Ob sie den 43-jährigen in ihr Haus ließ oder ob er eindrang, ist unklar. Die Staatsanwaltschaft kündigte an, einen Haftbefehl gegen den Verdächtigen zu beantragen.

+++ 11.53 Uhr: Kölner Rentnerehepaar lockt falsche Polizisten in die Falle +++

Ein cleveres Rentnerehepaar hat in Köln zwei Trickbetrüger überführt. Die Täter gaben sich nach Ermittlerangaben am Telefon als Polizisten aus, um die Ersparnisse der Senioren abzuholen. Das Ehepaar durchschaute den Betrugsversuch aber sofort: Während die 78-jährige Ehefrau zum Schein auf die Forderungen des Anrufers einging, alarmierte ihr 80-jähriger Mann vom Telefon einer Nachbarin aus die Polizei. "Umgehend unterstützten nun echte Polizisten die beiden Rentner", hieß es im Polizeibericht. Der 80-Jährige machte sich zweimal auf den Weg zur Bank, um scheinbar Bargeld abzuheben. Währenddessen führte seine Ehefrau weitere Telefonate mit den falschen Polizisten. Bei der schließlich vereinbarten Geldübergabe griff die echte Polizei dann zu: Die Beamten nahmen den 40-jährigen Geldabholer und seinen im Fluchtwagen wartenden Komplizen fest.

+++ 11.30 Uhr: Migrant in Libyen vor Augen von UN-Helfern erschossen +++

Vor den Augen von UN-Helfern ist in Libyen ein Migrant aus dem Sudan erschossen worden. Die UN-Organisation für Migration (IOM) und das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) verurteilten den Vorfall in Genf scharf. Es sei ein neuer Beweis dafür, dass das Bürgerkriegsland Libyen kein sicheres Land sei und Migranten unter keinen Umständen dorthin zurückgebracht werden dürften, sagte UNHCR-Sprecher Charlie Yaxley in Genf. Eine solche Tragödie sei nur eine Frage der Zeit gewesen, sagte IOM-Sprecher Leonard Doyle. 

Der Mann sei in einer Gruppe von 103 Menschen gewesen, die die Küstenwache bei der versuchten Flucht Richtung Europa abgefangen und nach Libyen zurückgebracht hatte, berichtete eine IOM-Sprecherin. Die Menschen, überwiegend Frauen und Kinder, hätten sich gewehrt, weil sie in ein Internierungslager gebracht werden sollten. IOM-Helfer waren vor Ort. Wer bei dem Vorfall auf dem Militärgelände Abusitta geschossen habe, sei unklar, sagte die Sprecherin.

+++ 11.05 Uhr: Zahl der Autodiebstähle deutlich zurückgegangen +++

Im Jahr 2018 wurden rund 16.600 Wagen gestohlen und damit 12,7 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Bundeskriminalamt (BKA) mitteilte. Bei der Zahl der entwendeten Lastwagen gab es einen Rückgang um 22,6 Prozent auf rund 920. Besonders beliebt bei den Dieben sind nach wie vor die Fahrzeuge der deutschen Autobauer VW, BMW, Audi und Mercedes. Sie machten mit 56,4 Prozent mehr als die Hälfte aller zur Fahndung ausgeschriebenen Wagen aus. Die Versicherer profitieren nicht vom Rückgang der Diebstähle: Wegen der gestiegenen Fahrzeugwerte steigen die Schadensaufwendungen der Unternehmen laut BKA weiter an. Die Täter stehlen demnach zudem zunehmend neue und teure Modelle.

+++ 11.03 Uhr: Iran plant am Sonntag große Militärparade am Persischen Golf +++

Der Iran plant am Sonntag eine große Militärparade am Persischen Golf, an der Einheiten der Armee und der Revolutionsgarden (IRGC) teilnehmen werden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtet, werden dabei die Luftwaffe und die Marine ihre Kampflugzeuge, Hubschrauber sowie Kriegsschiffe und Schnellboote zur Schau stellen. Anlass ist der 39. Jahrestag des Golfkrieges zwischen dem Iran und dem Irak (1980-1988), der im Iran jedes Jahr am 22. September als "Tag der heiligen Verteidigung" gefeiert wird. Auch in diesem Jahr finden landesweit Militärparaden statt. Die größte ist in der Hauptstadt Teheran vorgesehen - mit Präsident Hassan Ruhani.

+++ 10.52 Uhr: Bundesrat will europäische Symbole besser schützen +++

Der Bundesrat will die europäischen Symbole wie Flagge und Hymne besser vor Verunglimpfung schützen. In einem heute beschlossenen Gesetzentwurf schlägt die Länderkammer einen neuen Straftatbestand vor, der für das Verächtlichmachen der europäischen Flagge oder Hymne bis zu drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe vorsieht. Das Strafgesetzbuch schützt bislang nur Symbole ausländischer Staaten und der Bundesrepublik Deutschland vor Verunglimpfung. Nach dem Gesetzentwurf müssen auch diejenigen mit einer Strafe rechnen, die eine öffentlich angebrachte europäische Flagge entfernt, zerstört, beschädigt oder unkenntlich gemacht haben. Der Entwurf wird nun über die Bundesregierung dem Bundestag zugeleitet. Dieser entscheidet, ob er den Vorschlag der Länderkammer aufgreifen will.

+++ 10.44 Uhr: Großer Polizeieinsatz in französischer Metropole Lyon +++

Im südostfranzösischen Lyon gibt es einen großen Polizeisatz. Wie die zuständige Präfektur mitteilte, soll der Bereich im östlichen Teil der Innenstadt gemieden werden, es gebe Verkehrsbehinderungen. Informationen aus sozialen Medien, wonach sich ein Mann in einer Wohnung verschanzt und Schüsse abgegeben haben soll, wurden von der Polizei auf Anfrage nicht bestätigt.

+++ 10.25 Uhr: Amtsgericht entscheidet tierischen Sorgerechtsstreit +++

Das Amtsgericht München hat in einem ungewöhnlichen Sorgerechtsstreit ein Urteil gefällt: Nach einer Scheidung ging es nicht um die gemeinsamen Kinder - sondern um zwei Bobtailmischlinge. Und die bleiben laut dem Beschluss nun beim Herrchen, wie das Gericht mitteilte. Dort lebten sie auch bisher seit der Trennung Ende 2017. Die Klage des Frauchens auf Herausgabe mindestens eines der beiden Hunde wurde abgewiesen. Sie hatte angegeben, sich in der Ehe hauptsächlich um die beiden Tiere gekümmert zu haben. 

Ein Hund sei "im Rahmen von Trennung und Scheidung zwar grundsätzlich als "Hausrat" einzuordnen", sagte die zuständige Richterin. "Berücksichtigt werden muss aber, dass es sich um ein Lebewesen handelt." Es sei darum aus Gründen des Tierschutzes maßgeblich, zu wem das Tier eine Beziehung aufgebaut habe und wer seine Hauptbezugsperson sei. Im konkreten Fall urteilte sie: "Es sind keine Anhaltspunkte dafür vorhanden, dass die Hunde beim Antragsgegner nicht gut versorgt würden." Darum müsse man ihnen keinen "erneuten Umgebungswechsel zumuten".

+++ 10.07 Uhr. Autofahrerin gerät auf Gehweg - Kleinkind schwer verletzt +++

In Bocholt im Münsterland ist eine 81 Jahre alte Autofahrerin aus ungeklärter Ursache von der Straße abgekommen und mit ihrem Wagen auf den Gehweg geraten. Das Auto erfasste eine Frau (61) und ihre Enkelin (2). Das Mädchen wurde lebensgefährlich, seine Großmutter leicht verletzt. Die Autofahrerin erlitt einen Schock. Die Eltern des zweijährigen Mädchens wurden von Notfallseelsorgern betreut. Die Staatsanwaltschaft beauftragte einen Sachverständigen, um die Unfallursache zu untersuchen.

+++ 9.57 Uhr: Nachbarn müssen Laub und Pollen von Bäumen laut BGH dulden +++

Nachbarn müssen Laub, Pollen und andere Einwirkungen von Bäumen auf ihrem Grundstück hinnehmen, wenn die landesrechtlichen Abstandsgrenzen eingehalten werden. Das entschied der Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Anlass war ein Fall aus dem baden-württembergischen Heimsheim, in dem ein Grundstücksbesitzer verlangt hatte, drei gesunde Birken auf dem Nachbargrundstück fällen zu lassen. Ein Beseitigungsanspruch bestünde nach dem Urteil aber nur, wenn der Eigentümer der Bäume sein Grundstück nicht ordnungsgemäß bewirtschaften würde und etwa den vom Landesgesetz vorgesehenen Mindestabstand der Bepflanzung nicht einhalten würde. Hier stehen die Bäume mindestens zwei Meter von der Grundstücksgrenze entfernt.

+++ 9.14 Uhr: Knapp die Hälfte des Stroms aus erneuerbaren Energien +++

Mehr Strom aus Sonne, Wind und Co.: Der Anteil erneuerbarer Energien an der eingespeisten Strommenge ist im zweiten Quartal 2019 auf 46 Prozent gestiegen (Vorjahreszeitraum 41 Prozent). Insgesamt wurden 56 Milliarden Kilowattstunden Ökostrom erzeugt und in das Netz eingespeist. Das waren 6,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Zahlen mitteilte. Die Entwicklung sei durch den gesetzlichen Einspeisevorrang für Strom aus erneuerbaren Energien begünstigt, erläuterte die Wiesbadener Behörde. 

Trotz eines deutlichen Rückgangs war Kohle mit einem Anteil von 29 Prozent nach wie vor der wichtigste Energieträger für die Stromerzeugung, gefolgt von Windkraft (20 Prozent), Photovoltaik (13 Prozent) und Kernenergie (12 Prozent). Im Vorjahreszeitraum hatte der klimaschädliche Kohle-Anteil allerdings noch bei knapp 37 Prozent gelegen.

+++ 9.04 Uhr: Pistorius will Steuererklärung per SMS +++

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius, einer der Kandidaten für den SPD-Bundesvorsitz, will die Steuererklärung stark vereinfachen. "Die Idee: Arbeitnehmer, die neben dem Lohneinkommen keine weiteren Einkommen haben, sollten vom Finanzamt die elektronische Steuererklärung vorausgefüllt bekommen. Der Steuerzahler muss dann nur per SMS die Daten bestätigen, das war's", sagte Pistorius der "Rheinischen Post". Er sprach sich außerdem für eine "verfassungskonforme, einfache Vermögensteuer" aus.

+++ 8.58 Uhr: Pilot stirbt bei Absturz von Segelflugzeug in Hamburg +++

Beim Absturz eines Motorsegelflugzeugs ist in Hamburg der Pilot ums Leben gekommen. Das Flugzeug stürzte gestern Nachmittag nahe einem Segelflugplatz ab und zerbrach in drei Teile, wie die Feuerwehr in der Hansestadt heute mitteilte. Die Unglücksursache ist noch unklar. Die Einsatzkräfte mussten mit Steckleiterteilen einen etwa drei Meter breiten Graben überqueren, um zum Absturzort zu gelangen. Das Landeskriminalamt und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ermitteln nun, wie es zu dem Unglück kam.

+++ 8.48 Uhr: Mehr Kaufkraft: Reallöhne in Deutschland gestiegen +++

Arbeitnehmer in Deutschland haben im zweiten Quartal 2019 unter dem Strich mehr Geld in der Tasche gehabt als ein Jahr zuvor. Bereinigt um den Anstieg der Verbraucherpreise waren die Reallöhne um 1,3 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Nominal erhöhten sich die Verdienste um rund 3,0 Prozent. Die Teuerungsrate betrug gut 1,6 Prozent. Bei den Reallöhnen setzte sich damit ein seit Anfang 2014 anhaltender positiver Trend fort. Haben die Beschäftigten mehr Geld zur Verfügung, stärkt das ihre Kaufkraft. Das kann den Konsum als wichtige Stütze der heimischen Konjunktur ankurbeln.

+++ 8.40 Uhr: LKA Niedersachsen warnt vor Radikalisierung von Klimaschützern +++

Das niedersächsische Landeskriminalamt (LKA) hat vor einer Radikalisierung der Klimaschutzszene gewarnt. Es sei nicht überraschend, "dass gewaltbereite Linksextremisten an das Klimathema andocken", sagte LKA-Präsident Friedo de Vries der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Eine solche Entwicklung würde demselben Muster folgen, wie es bei den gewalttätigen Anti-Castor- und -Atomprotesten, beim G-20-Gipfel in Hamburg und auch in der militanten Tierschutzszene zu beobachten sei.

"Es gibt immer wieder auch Gewalt im Dienste solcher vermeintlich nachvollziehbaren Ziele", sagte de Vries. Sie sei "gesellschaftlich akzeptierter als rechte Gewalt, weil viele denken, na ja, es stimmt ja, da ist auch etwas nicht gerecht, und es sollte etwas passieren". "Aber es ist und bleibt politische Gewalt", die als Mittel nicht hinzunehmen sei, so der LKA-Chef.

+++ 8.39 Uhr: Mordkommission ermittelt nach Brand mit zwei Toten in Krefeld +++

Gut eine Woche nach einem Brand in einem Wohnhaus in Krefeld mit zwei Toten und drei Verletzten gehen Polizei und Staatsanwaltschaft davon aus, dass das Feuer vorsätzlich oder fahrlässig verursacht wurde. Eine Mordkommission wurde eingerichtet, wie die Behörden mitteilten. Die Ermittler suchen nach Zeugen und lobten eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro für Hinweise aus. Das Feuer war in der Nacht zum Donnerstag vergangener Woche im Erdgeschoss des Hauses ausgebrochen. Innerhalb kürzester Zeit dehnten sich die Flammen über das hölzerne Treppenhaus bis ins Dachgeschoss aus. Ein Ehepaar starb, ein Gutachten wurde erstellt.

+++ 8.26 Uhr: 79-Jährige in Güstrow getötet +++

In Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern ist gestern Abend eine 79-jährige Rentnerin von ihrem Ehemann im gemeinsamen Einfamilienhaus mit schweren Kopfverletzungen aufgefunden worden und kurz danach gestorben. Die Staatsanwaltschaft gehe von einem Tötungsdelikt aus, sagte ein Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft am Morgen. Die Ermittler gingen einem konkreten Hinweis auf einen mutmaßlichen Täter nach. Die Festnahme eines Verdächtigen wollte der Sprecher zunächst jedoch nicht bestätigen.

+++ 8.23 Uhr: Ölpreise steigen - Iran warnt vor Krieg +++

Die Ölpreise sind im frühen Handel gestiegen. Händler nannten die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Saudi-Arabien auf der einen Seite und dem Iran auf der anderen Seite als Grund. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 64,73 US-Dollar. Das waren 33 Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) erhöhte sich um 52 Cent auf 58,65 Dollar.

Die politischen Spannungen nach dem Drohnenangriff auf Saudi-Arabien bleiben hoch. Gestern hatte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif für den Fall eines Militärschlags der USA und Saudi-Arabiens auf sein Land mit einem "umfassenden Krieg" gedroht. Die USA und Saudi-Arabien machen Iran für den Angriff auf saudische Ölanlagen vom vergangenen Wochenende verantwortlich. Der Angriff hatte einen erheblichen Teil der saudischen Ölproduktion beschädigt und am Rohölmarkt für einen zeitweise starken Preisanstieg gesorgt.

+++ 8.05 Uhr: Schüsse in der Nähe des Weißen Hauses +++

Video: Schüsse in der Nähe des Weißen Hauses

+++ 7.55 Uhr: Koalition verschiebt Sitzung des Klimakabinetts um zwei Stunden +++

Angesichts der Dauerverhandlungen über ein weitreichendes Klimapaket hat die Koalition die für den späten Vormittag geplante entscheidende Sitzung des Klimakabinetts verschoben. Anstatt wie geplant um 11 Uhr werde das Klimakabinett für 13 Uhr zusammengerufen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen der Koalitionsrunde. Am frühen Morgen wurde demnach vor allem noch über den Preis für den Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid gerungen. Am frühen Nachmittag wollte die Koalition ihre Klimastrategie der Öffentlichkeit präsentieren.

+++ 7.23 Uhr: Verdi fordert massive Anhebung des Rentenbeitrags +++

Der scheidende Verdi-Chef Frank Bsirske hält eine massive Anhebung des Rentenbeitrags für unerlässlich, um Altersarmut wirksam zu bekämpfen. Beitragsanhebungen auf etwa 26 Prozent dürften "kein Tabu sein, wenn sie paritätisch finanziert werden", sagte Bsirske der "Saarbrücker Zeitung". Er will dafür vor allem die Arbeitgeber heranziehen. Vom jetzt geltenden Beitragssatz in Höhe von 18,6 Prozent des Bruttolohns zahlten die Arbeitnehmer gut neun Prozent, und "obendrein sollen sie noch riestern", sagte Bsirske. Das seien zusammengerechnet schon mehr als 13 Prozent. "Bei einer paritätischen Finanzierung müsste der Arbeitgeber das Gleiche drauflegen. Da sind wir bei etwa 26 Prozent." Dies würde auch ein Ende der Teilprivatisierung der Altersvorsorge bedeuten, durch die die Arbeitgeber entlastet würden und von der die Versicherungswirtschaft profitiere - "und das um den Preis einer millionenfachen Altersarmut", kritisierte der Gewerkschafter.

+++ 6.25 Uhr: Saudische Angriffe gegen Ziele im Jemen +++

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hat im Jemen rund um die umkämpfte Hafenstadt mehrere Ziele der Huthi- Rebellen angegriffen. Dabei seien in Morgengrauen vor allem Produktionsstätten von Sprengstoffbooten und Seeminen angegriffen worden, berichtete die saudische Agentur SPA. Zuvor sei ein ferngelenktes Sprengstoffboot zerstört worden, hieß es weiter ohne Ortsangabe. Die Boote und Minen stellten eine Bedrohung für die internationale Schifffahrt im südlichen Teil des Roten Meeres dar.

+++ 6.06 Uhr: Hagel und Überschwemmungen in Griechenland +++

Ein Herbststurm mit Hagel und starken Regenfällen hat in der Nacht weite Teile Nordgriechenlands heimgesucht. Polizei und Feuerwehr mussten mehrfach ausrücken, um in Autos eingeschlossene Personen zu befreien und umgestürzte Bäume zu beseitigen. Zahlreiche Straßen in der Hafenstadt Thessaloniki mussten wegen Überschwemmung gesperrt werden. Hagel fiel in Mittelgriechenland und richtete Schäden bei landwirtschaftlichen Betrieben, berichtete der staatliche Rundfunk (ERT) sowie mehrere örtliche Nachrichtenportale. Menschen kamen nach vorläufigen Angaben der Polizei nicht zu Schaden. Das Unwetter kam nach einer mehrmonatigen Dürre. In fast allen Landesteilen Griechenlands hatte es seit Mai nicht mehr geregnet.

+++ 5.40 Uhr: Koalitionäre auch nach zwölf Stunden ohne Klima-Durchbruch +++

Die Spitzen der schwarz-roten Koalition ringen auch am frühen Morgen weiter in teils unterschiedlicher Zusammensetzung um das geplante Klimaschutz-Paket. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur beraten Union und SPD nach zwölfstündigen Verhandlungen erneut in getrennten Runden. Unklar ist, ob dies auf eine bevorstehende Einigung hindeuten könnte. 

Im Vorfeld war bereits mit harten Verhandlungen über Kernpunkte wie einen Preis für den Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) gerechnet worden. Benzin und Diesel, Erdgas, Heizöl und Kohle könnten über einen nationalen Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten teurer werden. Am Freitagnachmittag sollte die Klimastrategie nach einer weiteren Sitzung des Klimakabinetts der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Collage: Der Förster Peter Wohlleben im Wald und eine Drohnenaufnahme des Waldes

+++ 5.11 Uhr: Pestizide mögliche Ursache für kranke Diplomaten in Kuba +++

Mysteriöse gesundheitliche Beschwerden von kanadischen und US-Diplomaten in Kuba gehen möglicherweise auf Pestizide zurück, die zur Insektenbekämpfung eingesetzt wurden. Das geht aus einer Studie der Dalhousie University für das kanadische Außenministerium hervor, die der Sender Radio-Canada veröffentlichte. Dutzende in der Hauptstadt Havanna lebende Diplomaten und ihre Angehörige hatten ab 2016 über rätselhafte Kopfschmerzen, Hörverlust, Schwindel und Übelkeit geklagt. Experten hatten zunächst mögliche "Akustik-Attacken" dahinter vermutet. Die Regierungen Kanadas und der USA hatten daraufhin ihr Botschaftspersonal in Kuba reduziert. Havanna reagierte mit Unverständnis.

Nun vermuten die Wissenschaftler, dass Neurotoxine für die Symptome verantwortlich sein könnten. Solche Nervengifte seien etwa in Pestiziden enthalten, die in Kuba zur Insektenvernichtung eingesetzt würden. Ab 2016 sei das Land rigoros gegen Moskitos vorgegangen, die den Zika-Virus transportieren. Unter anderem seien Büros der Diplomaten mit den Mitteln behandelt worden. Die Forscher wollen nun mit den Behörden in Kuba zusammen herausfinden, ob es auch in der einheimischen Bevölkerung ähnliche Krankheitsfälle gab.

+++ 5.05 Uhr: Aldi zieht aus Essener Stammhaus aus +++

Nach 100 Jahren ist das Aldi-Stammhaus in Essen für das wachsende Sortiment des Lebensmittelhändlers endgültig zu klein geworden. Das Unternehmen Aldi Nord will noch in diesem Jahr mit dem Bau einer mehr als doppelt so großen Filiale in unmittelbarer Nähe des Gebäudes beginnen, in dem die Aldi-Gründer Karl und Theo Albrecht geboren und aufgewachsen sind. Der neue Markt mit knapp 1300 Quadratmetern Verkaufsfläche soll nach Unternehmensangaben Ende 2020 fertig sein. Der Bebauungsplan ist nach Angaben der Stadt Ende August 2019 in Kraft getreten.

Der erste Laden der Unternehmerfamilie Albrecht war zunächst ein Backwarenhandel, den die späteren Eltern von Karl und Theo 1913 im heutigen Essener Stadtteil Schonnebeck eröffneten. Er befand sich in der heutigen Huestraße 87, in Anna Albrechts Elternhaus. Im Frühjahr 1919 verlegten die Albrechts ihr Geschäft in das benachbarte Wohn- und Geschäftshaus Nummer 89, das das Ehepaar gekauft hatte. Den neuen deutlich größeren Laden nannten sie "Kaufhaus für Lebensmittel Karl Albrecht", wie aus einer Unternehmensdarstellung hervorgeht. Das 1909 errichtete Gebäude wird von Aldi selbst als Stammhaus bezeichnet.

+++ 3.53 Uhr: Trump empfängt Zuckerberg im Weißen Haus +++

US-Präsident Donald Trump hat Facebook-Gründer Mark Zuckerberg zu einem Gespräch im Weißen Haus empfangen. Das Treffen mit dem Chef des Onlinenetzwerks im Oval Office beschrieb Trump anschließend auf Twitter als "nett". Facebook wiederum teilte mit, das Gespräch sei "gut und konstruktiv" verlaufen. Zuvor war Zuckerberg in Washington mit mehreren US-Senatoren zusammengekommen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Fragen rund um Sicherheit und Inhalte von Onlinenetzwerken.

Facebook wird immer wieder von verschiedenen Seiten für das Löschen von Inhalten kritisiert. Deshalb soll zur Lösung solcher Konflikte eine unabhängige Instanz geschaffen werden. Facebook kann sich als Mitglieder dieses Gremiums unter anderem Juristen, Verleger oder Journalisten vorstellen.

+++ 3.34 Uhr: Staatsrechtler fordern in offenem Brief Verkleinerung des Bundestags +++

In einem Offenen Brief an den Bundestag appellieren mehr als Hundert Staatsrechtler aus Deutschland, das Bundeswahlgesetz zu reformieren und damit die Zahl der Abgeordneten wieder deutlich zu reduzieren. Die gewaltige Größe des Bundestags mit 709 Mitgliedern beeinträchtige seine Funktion und bewirke unnötige Zusatzkosten, geht aus dem Schreiben hervor. Die zahlreichen Überhang- und Ausgleichsmandate bewirkten, dass derzeit 111 Abgeordnete mehr im Parlament säßen, als das Bundeswahlgesetz normalerweise vorsehe. Werde das Wahlrecht nicht rechtzeitig angepasst, könnten es nach der nächsten Wahl insgesamt sogar über 800 Abgeordnete werden. 

+++ 3.09 Uhr: Huthi-Rebellen planten angeblich Angriff mit Sprengstoff-Boot +++

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hat nach eigenen Angaben einen geplanten Angriff der jemenitischen Huthi-Rebellen mit einem ferngelenkten Sprengstoff-Boot vereitelt. Das Boot sei gestern im Süden des Roten Meers entdeckt und zerstört worden, meldete die saudiarabische Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf die Militärkoalition. Es sei von der Region Hodeida im Westen des Jemens aus gelenkt worden. Das Ziel des geplanten Angriffs war demnach unbekannt.

Die Huthi-Rebellen, die im Bürgerkrieg im Jemen vom Iran unterstützt werden, hatten sich zu den Angriffen auf  Ölanlagen des saudiarabischen Staatskonzerns Aramco in Abkaik und Churais am vergangenen Wochenende bekannt. Die US-Regierung macht dagegen den Iran verantwortlich. Auch Saudi-Arabien sieht hinter den Angriffen "unzweifelhaft" den Iran. Die Führung in Teheran bestreitet jede Verwicklung.

+++ 2.53 Uhr: Kinderrechte ins Grundgesetz - SPD macht Druck +++

Zum heutigen Weltkindertag dringt die SPD-Vize-Fraktionschefin und Familienpolitikerin Katja Mast auf eine zügige Umsetzung des Vorhabens, die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern. Union und SPD hatten das im Koalitionsvertrag vereinbart. Eine Arbeitsgruppe aus Bund und Ländern war eingesetzt worden, um Vorschläge für die Grundgesetzänderung zu erarbeiten. Bisher liegen öffentlich keine Ergebnisse der Arbeitsgruppe vor. Für eine Grundgesetzänderung sind Zwei-Drittel-Mehrheiten in Bundestag und Bundesrat notwendig. "Kinderrechte gehören ins Grundgesetz. Denn nur wenn Kinder ein eigenes Grundrecht in der Verfassung haben, kann sich in der Verwaltungspraxis vor Ort etwas ändern", sagte Mast der Deutschen Presse-Agentur.

+++ 2.37 Uhr: Vogel-Population in Nordamerika binnen 50 Jahren um ein Viertel zurückgegangen +++

Die Zahl der Vögel in den USA und Kanada ist laut einer wissenschaftlichen Studie seit 1970 um 29 Prozent zurückgegangen, wie aus einer im Wissenschaftsmagazin "Science" veröffentlichten Untersuchung hervorgeht. Die Forscher sprachen von einer ökologischen Krise. Am schwersten betroffen seien in Feld- und Wiesenlandschaften lebende Vogelarten. Grund für ihren Rückgang sei das Verschwinden von Prärielandschaften und der Vormarsch der Landwirtschaft sowie der Einsatz von Pestiziden. Aber auch Waldvögel oder Arten, die in verschiedenen Lebensräumen vorkommen, seien betroffen.

+++ 2.13 Uhr: Australien beginnt mit Protesten für globalen Klimaschutz +++

Mit Demonstrationen in Australien hat der geplante globale Streik für mehr Klimaschutz begonnen. Mehrere Zehntausend Schüler blieben aus Protest gegen unzureichende Maßnahmen der Politik gegen den Klimawandel dem Unterricht fern. In Großstädten wie Sydney und Melbourne sind große Kundgebungen geplant. In der Stadt Alice Springs im Zentrum Australiens legten sich Hunderte Menschen demonstrativ auf den Boden und stellten sich tot. In einem Aufruf der australischen Veranstalter heißt es: "Wir bestreiken die Schule, damit unsere Politikern klar wird, dass sie unsere Zukunft ernst nehmen müssen." Der Klimawandel müsse endlich als Krise verstanden werden.

Weltweit erwartet die Jugendbewegung Fridays for Future mehrere Hunderttausend Teilnehmer. Allein in Deutschland sind in Dutzenden Städten mehr als 500 Aktionen und Demonstrationen angemeldet. Für die internationale Streikwoche, die heute beginnt, haben Aktivisten Proteste in mehr als 2600 Städten in fast 160 Staaten angekündigt.

+++ 2.08 Uhr: Mutmaßlicher Serienmörder in Nigeria gefasst +++

Die Polizei in Nigeria hat einen Verdächtigen festgenommen, der mindestens acht Frauen in Hotels gelockt und getötet haben soll. Der Mann habe ein Geständnis abgelegt, teilte die Polizei mit. Fünf der acht Morde in der Stadt Port Harcourt wurden allein innerhalb des vergangenen Monats verübt. In der Stadt hatte es daraufhin Demonstrationen für einen besseren Schutz von Frauen durch die Polizei gegeben. Laut Polizei soll der Verdächtige einer Sekte angehören. Die Ermittler hatten bereits am Dienstag erklärt, die Morde hätten offenbar einen rituellen Hintergrund. In allen Fällen sei den Opfern weißer Stoff um den Hals oder die Taille gewickelt worden. Der Täter habe die Frauen betäubt und dann erwürgt.

+++ 0.48 Uhr: Klima-Gespräche im Koalitionsausschuss dauern an +++

Nach knapp siebenstündigen Beratungen des Koalitionsausschusses ist bei den Gesprächen über die Strategie der Bundesregierung für mehr Klimaschutz kein Ende abzusehen. Im Kanzleramt hatte sich am frühen Abend Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Spitzen von Union und SPD getroffen. Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) stieß gegen 22 Uhr zu der Runde dazu. Zuvor war bereits mit harten Verhandlungen über Kernpunkte wie einen Preis für den Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) gerechnet worden. Am Freitag soll die Klimastrategie nach einer Sitzung des Klimakabinetts der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

+++ 0.38 Uhr: Kuba führt wegen Spritmangels wieder Ochsen auf den Feldern ein +++

Wegen eines Mangels an Kraftstoff sollen in Kuba wieder Zugtiere in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen. Es sei der Gebrauch von rund 4000 Ochsengespannen beim Anbau von Zuckerrohr und anderen Lebensmitteln beschlossen worden, zitierten Staatsmedien den Präsidenten der Zuckerbehörde Azcuba, Julio García Pérez. Außerdem soll weniger Dünger importiert und stattdessen Nebenprodukte der Zuckerherstellung benutzt werden. Der Staatschef der sozialistischen Karibikinsel, Miguel Díaz-Canel, hatte eine Woche zuvor Kraftstoffengpässe, vor allem beim Diesel, angekündigt und verschärfte Sanktionen der USA dafür verantwortlich gemacht. 

Kuba erhält aus Venezuela Öl im Austausch für die Dienste entsandter Ärzte und verkauft dieses, um sich Devisen zu beschaffen. Die schwere Krise in dem südamerikanischen Land hat aber auch die Karibikinsel getroffen - die Öllieferungen sind stark zurückgegangen..

+++ 0.33 Uhr: Union und Grüne bleiben im "Deutschlandtrend" klar vorn +++

Union und Grüne liegen im ARD-"Deutschlandtrend" weiter klar an der Spitze. Für die CDU/CSU wurden in der Befragung durch das Institut Infratest dimap für das ARD-"Morgenmagazin" unverändert 27 Prozent der Stimmen vorhergesagt. Die Grünen bleiben ebenfalls unverändert bei 23 Prozent. Die SPD verharrt bei 14 Prozent. Sie liegt damit nun gleichauf mit der AfD, die einen Prozentpunkt auf 14 Prozent verliert. Linkspartei und FDP legen jeweils einen Prozentpunkt zu auf acht Prozent. Die einzige Zweierkoalition, die über eine Mehrheit im Bundestag verfügen würde, wäre demnach ein Bündnis aus CDU/CSU und Grünen. Die derzeitige Koalition aus Union und SPD hätte keine Mehrheit.

Für die Erhebung befragte Infratest dimap am Dienstag und Mittwoch 1067 Wahlberechtigte. Die Fehlertoleranz wurde je nach Stimmenanteil mit 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten angegeben.

+++ 0.30 Uhr: Mehr als 500 Fälle von Lungenerkrankung nach Gebrauch von E-Zigaretten in den USA +++

Die Welle von Lungenerkrankungen nach dem Konsum von E-Zigaretten in den USA setzt sich fort: Mittlerweile stieg die Zahl der Fälle auf 530, wie die US-Gesundheitsbehörde CDC mitteilte. Sieben Patienten starben. Mehr als die Hälfte der Betroffenen ist jünger als 25, drei Viertel sind Männer, 16 Prozent unter 18 Jahre alt. Die Aufsichtsbehöre FDA sammelte nach eigenen Angaben bislang mehr als 150 verdächtige Proben. Es sei bislang jedoch weiter unklar, welche Substanzen für die Lungenerkrankungen verantwortlich sind. Viele der Betroffenen hatten jedoch auf dem Schwarzmarkt gekaufte Produkte inhaliert, die den Cannabis-Inhaltsstoff THC enthielten. Die Ermittlungen seien "komplex", mit einem raschen Ergebnis sei nicht zu rechnen, sagte Anne Schuchat von der Gesundheitsbehörde CDC.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation bergen die batteriebetriebenen Geräte, bei denen mit Nikotin versehene Flüssigkeiten verdampft werden, aber ebenfalls Gesundheitsrisiken für die Konsumenten. Sie fordert deshalb deren Regulierung. Kritiker befürchten vor allem, dass sie Jugendliche nikotinabhängig machen.

mad / wue / rw / DPA / AFP