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News von heute: Kulturstaatsministerin Grütters: Kunstdiebstahl in Dresden "möglicherweise ein Auftragswerk"

Einbruch in Dresdens Schatzkammer Grünes Gewölbe - Schaden noch unklar +++ Ärzte sehen Leben von Wikileaks-Gründer Assange in Gefahr +++ Demokratie-Lager gewinnt Wahlen in Hongkong deutlich +++ Die Nachrichten von heute im stern-Ticker.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU)

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU)

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Grütters: Einbruch in Dresden möglicherweise Auftragswerk (18.33 Uhr)
  • Fall Wendt: Polizei NRW verhängte vor Kurzem Disziplinarmaßnahme (18.11 Uhr)
  • Islamistische Propaganda: BKA lässt Tausende Internetlinks löschen (17.19 Uhr)
  • Ramelow will im Notfall Regierung mit Parteilosen und Experten (16.08 Uhr)
  • FDP-Politiker Jimmy Schulz gestorben (13.51 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker:

+++ 22.06 Uhr: Vater erschießt Frau und drei Söhne - auch vierter Junge stirbt +++

Ein neunjähriger Junge, der in seinem Elternhaus in Kalifornien durch Schüsse lebensgefährlich verletzt worden war, ist gestorben, wie der US-Sender CNN am Montag berichtete. Als einziges Mitglied einer sechsköpfigen Familie hatte der Junge zunächst die Tat vom 16. November in San Diego überlebt. Dabei waren seine 29 Jahre alte Mutter und drei Brüder im Alter von drei bis elf Jahren ums Leben gekommen. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 31 Jahre alte Vater die Schüsse abgab und sich dann selbst das Leben nahm.

Nach Angaben der Polizei befanden sich die Eltern in Trennung. Die Ehefrau habe am Tag vor der Tat bei den Behörden ein Kontaktverbot gegen den Tatverdächtigen erwirkt. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann am frühen Morgen das Haus betrat und nach einem Streit seine Familie tötete, ehe er die Waffe gegen sich selbst richtete.

+++ 19.48 Uhr: Zwei Priester in Argentinien wegen Missbrauchs tauber Kinder verurteilt +++

In Argentinien sind zwei katholische Priester wegen sexuellen Missbrauchs tauber Kinder zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Gegen den 59-jährigen Argentinier Horacio Corbacho verhängte das Gericht in Mendoza eine Haftstrafe von 45 Jahren, gegen den 83-jährigen Italiener Nicola Corradi 42 Jahre. Ihnen wird der Missbrauch von rund 20 Kindern zur Last gelegt, von denen einige noch ganz jung waren.    

Das auf die Betreuung Behinderter spezialisierte Institut Provolo in Mendoza wurde vor drei Jahren geschlossen, nachdem der Skandal aufgedeckt worden war. Der Gärtner des Instituts wurde ebenfalls wegen Vergewaltigung zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt. Bereits im vergangenen Jahr wurde im Zuge des Verfahrens ein früherer Messdiener zu zehn Jahren Haft verurteilt. Zwei weitere Prozesse mit rund 15 Angeklagten stehen noch aus.

+++ 19.19 Uhr: New Yorker Met-Museum "erschüttert" über Dresdner Kunstdiebstahl +++

Nach dem Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden hat sich der Direktor des New Yorker Metropolitan Museums, das derzeit einige Werke aus der berühmten Schatzkammer ausgeliehen hat, betroffen von dem Vorfall gezeigt. "Wir sind erschüttert, von diesem Diebstahl zu hören", sagte Max Hollein in New York laut einer Mitteilung an die Deutsche Presse-Agentur. "Das Met, und sicher die gesamte Museumswelt, hofft darauf, dass diese überaus wichtigen Werke sofort und sicher zurückkommen." Unbekannte haben in der Nacht zum Montag Kunstschätze von kaum messbarem Wert aus dem Grünen Gewölbe gestohlen.

Im Metropolitan Museum eröffnete unterdessen am Montag die Ausstellung "Making Marvels: Science and Splendor at the Courts of Europe", die auch zahlreiche Leihgaben aus dem Grünen Gewölbe zeigt. Spektakulärstes Stück ist der "Grüne Diamant", ein Hut-Schmuckstück mit einem einzigartigen Stein von 41 Karat und natürlicher Färbung. Die Schau soll bis zum 1. März 2020 in dem Museum am Central Park in Manhattan zu sehen sein.

+++ 18.37 Uhr: Bibel aus Gutenberg-Presse für gut eine Million Euro versteigert +++

Eine Bibel aus der Druckerpresse von Johannes Gutenberg ist in Hamburg für 1.050.000 Euro versteigert worden. Ein privater Schweizer Sammler habe den Zuschlag für das zweibändige Werk aus dem Jahr 1462 erhalten, teilte das Auktionshaus Ketterer Kunst mit. Eine Sprecherin sagte, es sei die teuerste Bibel, die jemals in Deutschland ersteigert worden sei. Das Objekt war mit einem Schätzpreis von einer Million Euro zum Aufruf gekommen. "Die Biblia latina von Johannes Fust und Peter Schöffer, den direkten Nachfolgern von Johannes Gutenberg, ist ein absolutes Meisterwerk, das noch zu Lebzeiten des Erfinders des Buchdrucks gedruckt wurde", hieß es.

Johannes Gutenberg (1400-1468) revolutionierte die Methode der Buchproduktion mit beweglichen Metalllettern. Nur sieben Jahre nach der weltberühmten Gutenbergbibel schuf sein Meisterschüler Peter Schöffer mit seinen eigenen, zeitgemäßeren Lettern die wertvolle Fust-Schöffer Bibel. Das äußerst seltene, ganz auf Pergament gedruckte Exemplar sei in seiner Kunstfertigkeit auf direkter Augenhöhe mit der Gutenbergbibel zu sehen.

+++ 18.33 Uhr: Grütters: Einbruch in Dresden möglicherweise Auftragswerk +++

Der Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden ist nach Einschätzung von Kulturstaatsministerin Monika Grütters "ein hochkriminelles und offensichtlich generalstabsmäßig durchgeführtes Verbrechen und möglicherweise ein Auftragswerk". Sie hoffe auf einen schnellen Fahndungserfolg, sagte die CDU-Politikerin Grütters den Sendern RTL/n-tv. "Ein solcher Raub trifft die Kulturnation Deutschland ins Herz. Das sind ja Stücke von hoher nationaler identitätsstiftender Wirkung."

Für Einzelstücke mit dieser Geschichte gebe es keinen Marktwert, "weil es keinen Markt gibt". Es handele sich um "kleinteilige Stücke und die kann man auch verschwinden lassen", sagte Grütters. "Wir hoffen, dass sie Deutschland nicht verlassen." Einige kriminelle Fälle dieser Art seien aufgeklärt worden.

+++ 18.11 Uhr: Dresdner Museumsdirektorin: "Eine ganze Menge Objekte noch da" +++

Der Diebstahl in Dresdens berühmter Schatzkammer Grünes Gewölbe ist möglicherweise glimpflicher abgelaufen als zunächst befürchtet. "Wir wissen erst seit ein paar Minuten, nachdem der Tatort nochmal untersucht und die Spurensuche durchgeführt worden ist, dass zum Glück nicht alles von diesen drei Ensembles mitgenommen worden ist, dass doch eine ganze Menge Objekte noch da sind", sagte die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Marion Ackermann, dem rbb-Sender radioeins. "Wir wussten sofort, dass aus einer Vitrine gestohlen worden ist, und darin befinden sich eben diese drei Diamant-Garnituren."

+++ 18.11 Uhr: Fall Wendt: Polizei NRW verhängte vor Kurzem Disziplinarmaßnahme +++

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat den Polizeigewerkschafter und früheren Polizeibeamten Rainer Wendt wegen dienstrechtlicher Verstöße sanktioniert. Ein entsprechendes Disziplinarverfahren gegen den pensionierten Hauptkommissar wurde am 31. Oktober mit einer Maßnahme abgeschlossen, wie das Düsseldorfer Innenministerium auf Nachfrage mitteilte. Weitere Details nannte das Ministerium unter Verweis auf den Datenschutz und das Persönlichkeitsrecht aber nicht.  Vor wenigen Tagen hatte Sachsen-Anhalts Landesregierung mitgeteilt, dass Wendt neuer Innenstaatssekretär in Sachsen-Anhalt werden soll. Die Personalie war heftig kritisiert worden. Am Sonntag wurde der Wechsel abgeblasen.

+++ 17.43 Uhr: Berichte: Werbespots während Super Bowl bereits ausverkauft +++

Mehr als zwei Monate vor dem Super Bowl hat der US-Sender Fox News laut US-Medien bereits alle Werbepausen für das Spiel verkauft. Für die dreißigsekündigen Werbeplätze während des Endspiels der amerikanischen Football-Liga NFL am 2. Februar habe der Sender bis zu 5,6 Millionen US-Dollar eingenommen, berichteten mehrere Medien übereinstimmend. Der TV-Sender CBS, der das Finalspiel in diesem Jahr übertragen hatte, hatte demnach erst zwei Tage vor dem Spiel den Ausverkauf der Werbeplätze gemeldet und Höchstpreise von etwa 5,3 Millionen Dollar erzielt.  

Der Super Bowl ist in den USA dermaßen beliebt, dass selbst die eigens dafür produzierten Werbespots Kultstatus genießen. Mehrere Firmen haben schon mitgeteilt, einen der begehrten Werbeplätze ergattert zu haben. Mehrere US-Medien berichteten zudem, dass US-Präsident Donald Trump während des Spiels für seine Wiederwahl werben wolle. Eine Bestätigung dafür gab es jedoch zunächst nicht. Die US-Präsidentschaftswahlen sind für den 3. November angesetzt.

+++ 17.19 Uhr: Islamistische Propaganda: BKA lässt Tausende Internetlinks löschen +++

Innerhalb von dreizehn Monaten hat das Bundeskriminalamt die Löschung von mehr als 12.000 Internetlinks mit islamistischer Propaganda beantragt. In rund 60 Prozent der Fälle (7665 Links) seien die Internetdienstanbieter diesen Forderungen nachgekommen, teilte das Bundeskriminalamt in Wiesbaden mit. Die Zahl bezieht sich auf den Zeitraum vom 1. Oktober 2018 bis zum 31. Oktober 2019.

Anlässlich eines internationalen Aktionstages am heutigen Montag übermittelten Experten des BKA in den vergangenen Wochen zudem mehr als 1300 Löschanregungen für Messenger-Accounts an Europol. Unter der Federführung der europäischen Ermittler hatten sich Polizeibehörden aus 30 Ländern an dem Aktionstag beteiligt.

+++ 17.08 Uhr: Immer weniger Bambini - Geburtentief in Italien +++

In Italien kommen immer weniger Kinder zur Welt. Im vorigen Jahr sank die Zahl der Neugeborenen nach Angaben des Instituts für Statistik (Istat) auf 439.747. Dies ist der tiefste Stand seit der staatlichen Vereinigung Italiens 1861. Im Zehn-Jahres-Vergleich ergibt sich ein Rückgang um 24 Prozent. Die Bevölkerung werde älter, mit weniger Frauen im gebärfähigen Alter, und die nationale Fertilitätsrate (Fortpflanzungsfähigkeit) sei gesunken, schrieb das Institut.

Die Zahl der Kinder pro Frau in Italien sank nach Angaben der Statistiker auf 1,29. Im Jahr 2010 waren es noch 1,46. Fast ein Drittel der Kinder (32,3 Prozent) kam nichtehelich zur Welt, 2008 waren das noch 19,6 Prozent. Beliebtester männlicher Vorname war erstmals seit 2001 nicht "Francesco", sondern "Leonardo". Bei den Mädchen hielt sich "Sofia" an erster Stelle.

+++ 16.48 Uhr: Alexander von Sachsen hofft auf Rückkehr der Dresdner Schätze +++

Alexander Prinz von Sachsen hat sich nach dem Kunstdiebstahl im Dresdner Grünen Gewölbe bestürzt gezeigt.  "Wir waren immer davon ausgegangen, dass das gesamte Grüne Gewölbe zu den sichersten Räumen auf der Welt gehören würde", sagte der Präsident der Freunde des Grünen Gewölbes. Er hoffe, dass es der Polizei gelinge, "diese einzigartigen Schätze unserer sächsischen Geschichte und Identität aufzufinden und sicher in die Sammlungen zurückzubringen". Alexander Prinz von Sachsen ist der Chef des früheren sächsischen Herrscherhauses Wettin.

+++ 16.08 Uhr: Ramelow will im Notfall Regierung mit Parteilosen und Experten +++

Sollte eine Fortsetzung von Rot-Rot-Grün als Minderheitsregierung in Thüringen doch scheitern, kann sich Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) eine "technische Regierung" vorstellen. Das Kabinett würde sich dann auf die Linke stützen und mit Parteilosen gebildet oder "mit Leuten, die auf die Stellen passen", sagte Ramelow dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Ramelows Sprecher sagte auf Anfrage, "das ist eine Notfalllösung". 

Angestrebt würde die Fortsetzung der Koalition von Linke, SPD und Grünen. Dieses Bündnis hat bei der Landtagswahl Ende Oktober allerdings seine Mehrheit verloren. Rot-Rot-Grün wäre als Minderheitsregierung auf mindesten vier Stimmen von den Oppositionsfraktionen CDU oder FDP angewiesen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD haben alle Parteien abgelehnt. Ramelow bekräftigte Angaben seiner Partei, dass er sich im Februar der Ministerpräsidentenwahl im Landtag stellen werde. Anfang 2020 wollen vor allem die Grünen, aber auch die SPD ihre Positionen zu einer Minderheitsregierung intern klären. 

+++ 15.40 Uhr: Im BER-Terminal stehen schon Reisekoffer +++

Knapp ein Jahr vor der geplanten Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens testen die Betreiber die Abläufe beim Check-in. Mehrere hundert leere Koffer wurden in die Haupthalle des BER gebracht, um die Gepäckförderanlage zu prüfen, wie ein Unternehmenssprecher im Terminal erklärte. Er bekräftigte, dass an diesem Freitag ein Inbetriebnahmetermin verkündet werden soll. Geplant ist, den drittgrößten deutschen Flughafen im Oktober 2020 zu eröffnen - mit dann neun Jahren Verspätung.

Follow Me: Die Ruine lebt: Ein Rundgang auf dem Geister-Airport BER

Das Projekt BER hatte immer wieder durch Baumängel und Fehlplanung Aufsehen erregt. Ein Beispiel dafür wurde in den vergangenen Wochen beseitigt: Zwei zu kurze Rolltreppen sind durch passende ersetzt. Wer künftig vom unterirdischen Bahnhof auf den Vorplatz fährt, muss nicht noch für das letzte Stück Treppenstufen steigen. Beendet werden nach Unternehmensangaben die Besuchertouren über eine der bekanntesten deutschen Baustellen. Wenige Tage vor Weihnachten wird die letzte zahlende Gruppe über das Gelände geführt.

+++ 15.28 Uhr: Medien: Iranischer Oppositioneller in Istanbul erschossen +++

Ein iranischer Oppositioneller ist laut türkischen Medienberichten in Istanbul auf offener Straße erschossen worden. Ein Unbekannter habe am Abend des 14. November auf einer Straße des Istanbuler Stadtteils Sisli mehrere Schüsse auf den iranischen Regierungskritiker Massud Molawi abgegeben, berichtete die Nachrichtenagentur DHA. Er sei später an seinen Verletzungen gestorben. Die türkische Polizei teilte mit, sie ermittele "in alle Richtungen".

+++ 15.04 Uhr: Spahn strebt mehr Planbarkeit bei Pflegekosten an +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) strebt für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen mehr Verlässlichkeit bei den Kosten für die Versorgung in Heimen an. Die Aufwendungen müssten "für die Familien wieder planbarer werden", erklärte Spahn in Berlin. Er reagierte damit auf eine Studie, derzufolge die Eigenanteile für die Kosten der Pflege in einigen Bundesländern zum Teil drastisch gestiegen sind.     

Spahn verwies aber auch darauf, dass es mehr Pflegekräfte gebe, die auch insgesamt besser bezahlt würden. "Also werden auch die Kosten steigen", fügte der Minister hinzu. "Damit das die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen nicht überfordert, braucht es einen fairen Ausgleich. Wir müssen die Balance zwischen der familiären Verantwortung und der Gesellschaft neu justieren." Diese Debatte wolle er im kommenden Jahr zu einer Entscheidung führen. 

+++ 14.33 Uhr: Spanische Polizei spürt vor Galiciens Küste Drogen-U-Boot auf +++

Der spanischen Polizei ist nach Medienberichten die erste Entdeckung eines großen Drogen-U-Bootes in Europa gelungen. Das gut 20 Meter lange Schiff sei am Sonntag vor der Küste der Region Galicien im Nordwesten des Landes abgefangen worden, bestätigte ein Sprecher der Regionalpolizei. Nach der Entdeckung habe die Besatzung das U-Boot absichtlich auf Grund gesetzt. Erst nach der Bergung gebe es weitere Informationen.

Spanische Medien berichteten am Montag unter Berufung auf die Behörden, zwei Mitglieder der Besatzung seien festgenommen worden. Die Männer aus Ecuador hätten sich schwimmend ans Ufer gerettet. Einem dritten Mann sei die Flucht gelungen. Das U-Boot stamme vermutlich aus Kolumbien und habe nach ersten Schätzungen etwa drei Tonnen Kokain im Wert von 100 Millionen Euro an Bord, berichtete die Regionalzeitung "La Voz de Galicia".

+++ 14.25 Uhr: Interpol gibt Fahndung nach Frauenmördern heraus +++

Interpol hat einen Aufruf zur Fahndung nach mehreren Frauenmördern veröffentlicht. Zu den Gesuchten gehören mutmaßliche Gewaltverbrecher aus Dänemark, Norwegen, den USA und Russland, wie die internationale Polizeiorganisation mitteilte. Gewalt gegen Frauen und Mädchen sei einer der "am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverstöße", erklärte Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock. Vier der insgesamt acht Täter sollen ihre Frau oder ihre Ex-Partnerin ermordet haben, drei weitere andere Frauen. Ein achter Mann wird wegen sexueller Gewalt gesucht, wie Interpol anlässlich des internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen mitteilte.     

+++ 14.00 Uhr: Belgische Ermittler und Europol greifen IS-Sprachrohr Amak an +++

Die belgische Staatsanwaltschaft hat mit Unterstützung der Polizeibehörde Europol Server des Sprachrohrs der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angegriffen. Die Cyberattacke gegen Amak Ende vergangener Woche sei ein Erfolg gewesen, sagte der Sprecher belgischen Staatsanwaltschaft, Eric Van Der Sypt. Es sei unter anderem gelungen, einige Webseiten zu deaktivieren, sagte Van Der Sypt. Schon im vergangenen Jahr habe es einen Angriff gegeben. 

Grünes Gewölbe: Kunstraub ist "Anschlag auf die kulturelle Identität aller Sachsen"

+++ 13.51 Uhr: FDP-Politiker Jimmy Schulz gestorben +++

Der FDP-Politiker und Bundestagsabgeordnete Jimmy Schulz ist tot. Nach langer schwerer Krankheit sei Schulz am Montag gestorben, teilte FDP-Chef Christian Lindner mit. Schulz wurde 51 Jahre alt. "Die Nachricht erfüllt uns mit großer Traurigkeit", erklärte Lindner. Er bezeichnete Schulz, der Vorsitzender des Ausschusses Digitale Agenda des Bundestags war, als "Netzpolitiker der ersten Stunde". Entschlossen habe er für Bürgerrechte gestritten und für die digitale Selbstbestimmung gekämpft: etwa gegen die Vorratsdatenspeicherung, die Online-Durchsuchung und das Netzwerkdurchsetzungsgesetz, so Lindner. "Unsere Gedanken sind jetzt bei seiner Frau, seinen Kindern und seinen Freunden. Jimmy Schulz wird uns sehr fehlen."

+++ 13.43 Uhr: Fahrer des Londoner Todeslastwagens legt Teilgeständnis ab +++

Der Fahrer des Londoner Todeslastwagens hat ein Teilgeständnis abgelegt: Der 25-jährige Nordire Maurice Robinson bekannte sich bei einem gerichtlichen Verhör im Belmarsh-Gefängnis der Verschwörung zur illegalen Einwanderung und der Bereicherung durch kriminelles Verhalten schuldig. Er soll sich auch wegen fahrlässiger Tötung in 39 Fällen verantworten.

In der Nacht zum 23. Oktober waren in einem Industriegebiet östlich von London in einem Kühlcontainer die Leichen von 31 Männern und acht Frauen aus Vietnam gefunden worden. Das Verhör Robinsons wurde per Video vom Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in das Londoner Old-Bailey-Gericht übertragen. Zu den übrigen Anklagepunkten, zu denen auch Geldwäscherei zählt, äußerte Robinson sich zunächst nicht. Das Gericht verfügte eine Verlängerung der Haft bis zum nächsten Termin am 13. Dezember.

+++ 13.36 Uhr: Ermittlungen gegen Partei "Die Rechte" wegen Volksverhetzung +++

Die Generalstaatsanwaltschaft Celle hat gegen die rechtsextreme Partei "Die Rechte" aufgrund eines bundesweit kritisierten Wahlplakats Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung eingeleitet. Sie werte die bei der Europawahl verwendete Formulierung "Israel ist unser Unglück" als eine bloße Abwandlung der in der NS-Zeit propagierten Hassparole "Juden sind unser Unglück", teilte die Anklagebehörde in Celle mit. 

Der Begriff "Israel" werde dabei als Deckmantel für das Verbreiten von Antisemitismus und Judenhass benutzt. Das Plakat richte sich gegen die jüdische Bevölkerung. Dies sei durch die Meinungsfreiheit nicht gedeckt. Mit dieser Argumentation habe bereits das Oberverwaltungsgericht in Nordrhein-Westfalen das Verbot des Plakats bestätigt, betonte die Generalstaatsanwaltschaft. Das Plakat sei geeignet gewesen, den Eindruck einer Bedrohung durch die insbesondere in Deutschland lebende jüdische Bevölkerung zu erwecken.

+++ 13.34 Uhr: Museumsdirektorin: Wert des Diebesguts nicht zu beziffern +++

Nach Meinung der Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Marion Ackermann, lässt sich der Wert des Diebesguts aus dem Grünen Gewölbe nicht beziffern. Das mit dem Wert sei so eine Sache, sagte sie bei einer Pressekonferenz. Sie könnten das nicht "in einem Wert" auflösen. Betroffen sei eine Vitrine mit drei Juwelengarnituren, sagte Ackermann. Die besondere Bedeutung liege weniger im Materialwert als in der Vollständigkeit des Ensembles. Sie hofften, dass das Diebesgut aufgrund der "internationalen Bekanntheit" dem Kunstmarkt entzogen sei.

+++ 13.26 Uhr: Polizei: Vitrine gezielt zertrümmert - zwei Tatverdächtige +++

Die Polizei geht nach dem Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden von zwei Tatverdächtigen aus. Auf der Kamera im Juwelenzimmer seien zwei Einbrecher zu sehen gewesen, sagte der Leiter der Kriminalpolizei, Volker Lange. Es sei nicht ausgeschlossen, dass weitere Tatverdächtige beteiligt gewesen sein. Die Täter seien durch ein Fenster eingedrungen, hätten ein Gitter durchtrennt und das Fenster eingeschlagen. Sie seien zielsicher auf eine Vitrine zugegangen und hätten diese zertrümmert. 

+++ 13.21 Uhr: Drei Juwelengarnituren bei Dresdner Kunstdiebstahl entwendet +++

Bei dem Einbruch in das Historische Grüne Gewölbe in Dresden sind drei Juwelengarnituren entwendet worden. Es seien eine Brillantengarnitur und zwei Diamantengarnituren gezielt aus einer Vitrine gestohlen worden, sagte die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Marion Ackermann, vor Journalisten. Der Materialwert der Schmuckstücke sei nicht so hoch zu bewerten, das besondere sei aber, dass vollständige Ensembles gestohlen worden seien.

+++ 13.21 Uhr: Polizeidirektion: Täter über Fenster eingestiegen +++

Beim Einbruch in die berühmte Schatzkammer Grünes Gewölbe in Dresdens sind die Täter über ein Fenster eingestiegen. Das sagten Ermittler der Dresdner Polizeidirektion. Zwei Tatverdächtige seien auf Aufnahmen zu sehen. Weitere Täter könnten außerhalb beteiligt gewesen sein.

+++ 13.16 Uhr: Polizei: Einbruch in Grünes Gewölbe gegen 05.00 Uhr gemeldet +++

Der Einbruch in das historische Grüne Gewölbe in Dresden ist am frühen Montagmorgen gemeldet worden. Um 04.59 Uhr hätten sie vom Sicherheitsdienst die Information bekommen, dass es zu einer Einbruchshandlung komme, sagte der Dresdner Polizeipräsident Jörg Kubiessa bei einer Pressekonferenz. Kurz darauf sei der erste Streifenwagen beauftragt worden. Einen Fahndungserfolg gebe es noch nicht.

+++ 13.11 Uhr: Immer noch Vermisster nach Unwettern mit vier Toten in Frankreich +++

Nach schweren Unwettern mit mindestens vier Toten in Südfrankreich wird ein 77-Jähriger immer noch vermisst. Die Behörden suchten unter anderem mit Tauchern und Drohnen nach dem Mann, der in der Gemeinde Saint-Antonin-du-Var am Wochenende zuletzt gesehen worden war. Er gilt als geistig verwirrt.    

In den französischen Départements Var und Alpes-Maritimes waren seit Freitag sintflutartige Regenfälle niedergegangen. Straßen verwandelten sich in Flüsse, hunderte Bewohner mussten ihre Häuser verlassen. Vier Menschen kamen ums Leben, darunter drei in ihren Autos. In einigen Gemeinden des Var fiel in 48 Stunden so viel Regen wie sonst in drei Monaten.

+++ 13 Uhr: SPD will zwei Millionen Kinder aus Hartz IV holen +++

Die SPD will in der kommenden Legislaturperiode zwei Millionen Kinder aus Hartz IV holen. Ein entsprechendes Konzept für eine Kindergrundsicherung sei im Parteivorstand einstimmig beschlossen worden, sagte die kommissarische Parteichefin Malu Dreyer in Berlin. Die Pläne, die bereits vergangene Woche bekannt geworden waren, sehen vor, Hartz IV für Kinder, Kindergeld und andere Leistungen zu einem neuen Kindergeld zusammenzuführen, das mindestens 250 Euro pro Monat betragen soll. Profitieren solle auch die Mittelschicht, sagte Dreyer.

Grundrente-Kompromiss: Markus Söder, Annegret Kramp-Karrenbauer und Malu Dreyer sind zufrieden

Familienministerin Franziska Giffey sprach von einem "Riesensystemwechsel". Entsprechender Vorlauf sei nötig. "Das ist etwas für die nächste Legislatur." Mit Mehrkosten von rund elf Milliarden Euro jährlich sei zu rechnen. Dreyer sagte, der SPD gehe es nicht nur darum, gut zu regieren, sondern auch um programmatische Erneuerung. Umgesetzt werden solle die Kindergrundsicherung in anderen Konstellationen als der großen Koalition, sagte sie wohl mit Blick auf ein mögliches Bündnis mit Grünen und Linken.

+++ 12.29 Uhr: Sicherheitsbehörden schweigen zu Maßnahmen gegen IS-Rückkehrerin +++

Nach der Rückkehr einer Frau mit ihren Kindern aus dem Herrschaftsgebiet der Terrormiliz IS nach Deutschland schweigen die Sicherheitsbehörden zum weiteren Vorgehen. Gegen die aus Mittelhessen stammende IS-Rückkehrerin wird nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt wegen der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung und wegen Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht ermittelt.

Aus ermittlungstaktischen Gründen könnten keine Auskünfte zu den nun folgenden Schritten gegen die IS-Rückkehrerin gegeben werden, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur. Auch das hessische Landeskriminalamt (LKA) wollte keine Auskunft über mögliche Präventionsmaßnahmen geben. Ein Haftbefehl gegen die 30-Jährige besteht nicht.

+++ 12.26 Uhr: Sachsens Ministerpräsident: Einbruch zügig aufklären +++

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat nach eigenen Angaben mit einem Einbruch in das Dresdner Grüne Gewölbe "beim besten Willen nicht gerechnet". Auch für ihn seien die Sicherheitsmaßnahmen der Staatlichen Kunstsammlung am Residenzschloss ausgezeichnet und umfassend gewesen. "Wir sehen, dass das nicht der Fall ist", sagte Kretschmer am Residenschloss. Zuvor war in Dresdens berühmte Schatzkammer Grünes Gewölbe eingebrochen worden. Details etwa zum Diebesgut und zur Schadenshöhe waren zunächst unklar. Für den Mittag (13.00 Uhr) war eine Pressekonferenz der Polizei und des Museums geplant.

+++ 11.42 Uhr: Dutzende Schüler nach Leck in russischem Gasverteiler vergiftet +++

Mehr als 40 Schüler sind südlich der russischen Großstadt Nischni Nowgorod mit Gasvergiftungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Einige seien mittelschwer verletzt, teilten die Behörden der russischen Agentur Tass zufolge mit. Niemand der Betroffenen, darunter mindestens ein Erwachsener, schwebe bislang in Lebensgefahr. Nach bisherigen Erkenntnissen sei bei einer Verteilerstation rund zwei Kilometer von der Schule entfernt Gas ausgetreten. Möglicherweise habe es einen technischen Fehler gegeben. Nähere Informationen gab es zunächst nicht. Der Vorfall ereignete sich rund 100 Kilometer von Nischni Nowgorod an der Wolga entfernt.

+++ 11.30 Uhr: Franzose und Mexikaner in Nationalpark in Mexiko entführt +++

Bewaffnete haben in einem Nationalpark in Mexiko einen Franzosen und einen Mexikaner entführt. Wie mexikanische Medien berichteten, stoppten die Entführer am Sonntag die Geländewagen der beiden Männer, die in einem Nationalpark im zentralmexikanischen Bundesstaat México unterwegs waren. Demnach wurden zunächst noch mindestens zwei weitere Menschen verschleppt, die später aber wieder freigelassen wurden und die Polizei alarmierten. Die französische Botschaft in Mexiko bestätigte die Entführung. Sie steht nach eigenen Angaben mit den mexikanischen Behörden in Kontakt, die eine Suchaktion starteten, um die beiden Entführten wiederzufinden. 

+++ 11.21 Uhr: Robbenbaby verirrt sich auf Parkdeck - und macht ein Nickerchen +++

Die Feuerwehr in Kalifornien hat ein Robbenbaby auf einem Parkdeck eingefangen. Nach den Strapazen der missglückten Fluchtversuche legte das fünf Monate alte Jungtier dann ein Nickerchen ein, wie ein am Sonntag (Ortszeit) von der Feuerwehr in Redwood City veröffentlichtes Video zeigte. Wie die Robbe auf das Parkdeck gelangte, ist unklar.

Meet Santos, our little friend who needed some assistance this morning. He found his way into a local parking structure...

Gepostet von Redwood City Fire Department am Sonntag, 24. November 2019

Das Robbenbaby hatte sich offenbar auf dem Parkdeck verirrt. In der Feuerwache döste das Robbenbaby schließlich weg, nachdem es für einige Fotos posiert hatte. Mitarbeiter des Marine Mammal Center (Meeressäugerzentrum) brachten die kleine Robbe später in das zum Zentrum zugehörige Krankenhaus im nahegelegenen Sausalito. Dort sollte das Tier zunächst untersucht werden. Santos, wie das Robbenbaby auch genannt wird, wirke munter, zitierte der Sender CNN einen Sprecher des Zentrums, Giancarlo Rulli. 

+++ 11.01 Uhr: Tod einer weiteren Sängerin erschüttert Südkoreas Popszene +++

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen hat der Tod einer jungen südkoreanischen Sängerin die K-Pop-Szene erschüttert. Nach dem Tod der Sängerin Sulli im Oktober wurde am Sonntag die 28-jährige Goo Hara, die durch ihre Mitgliedschaft bei der Girlband Kara bekannt worden war, am Sonntag tot in ihrer Wohnung in Seoul aufgefunden, wie südkoreanische Zeitungen am Montag berichteten. Die Polizei schloss demnach Suizid nicht aus. Ob die Leiche obduziert werde, sei noch nicht entschieden, sagte ein Ermittler der Polizei laut "The Korea Times" bei einer Pressekonferenz am Montag. Die Untersuchungen würden zwar fortgesetzt, doch schließe die Polizei ein Fremdverschulden praktisch aus.

Goo Hara gab 2008 ihr Debüt bei der auch in anderen asiatischen Ländern außer Südkorea populären Gruppe Kara. Die Band löste sich 2016 auf. Goo Hara arbeitete auch als Solosängerin und trat in Filmen und Fernsehshows auf. Den Berichten zufolge war Goo Hara mit Sulli von der Girlband f(x) befreundet. Sullis Leiche wurde Mitte Oktober in ihrer Wohnung gefunden. Auch in diesem Fall ging die Polizei von Suizid aus.

+++ 10.29 Uhr: Deutschland: Ifo-Geschäftsklima steigt leicht +++

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im November etwas aufgehellt. Wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte, stieg das von ihm erhobene Geschäftsklima um 0,3 Punkte auf 95,0 Zähler. Analysten hatten mit einem Zuwachs in dieser Größenordnung gerechnet. Die Verbesserung erfolgt jedoch von niedrigem Niveau aus. Sowohl die Geschäftslage als auch die Aussichten für das kommende halbe Jahr wurden besser beurteilt. Für das vierte Quartal sei mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaft um 0,2 Prozent zu rechnen, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. 

Video: Nach Gallagher-Streit: Chef der Spezialeinheit Navy-Seals muss gehen

+++ 9.53 Uhr: Schiff mit 14.600 Schafen an Bord vor Küste Rumäniens gekentert +++

Vor der Küste Rumäniens ist ein Frachter mit 14.600 Schafen an Bord verunglückt. Der Viehfrachter "Queen Hind" kenterte am Sonntag aus zunächst ungeklärter Ursache kurz nach der Abfahrt vom Hafen Midia an der Schwarzmeerküste Rumäniens, wie die Rettungskräfte mitteilten. Die Besatzung und 32 Schafe konnten gerettet werden. Die Rettungskräfte versuchten, auch die anderen Schafe zu retten. "Wir hoffen, dass die Schafe im Laderaum des Schiffes noch am Leben sind", sagte eine Sprecherin. Die Rettungskräfte versuchten demnach mit Hilfe von Soldaten, Polizisten und Tauchern, das gekenterte Schiff aufzurichten und in den Hafen zu schleppen. Die "Queen Hind", die unter der Flagge des Inselstaats Palau im Pazifischen Ozean fährt, war auf dem Weg nach Saudi-Arabien.

+++ 9.34 Uhr: Einbruch in Dresdens Schatzkammer Grünes Gewölbe +++

In Dresdens Schatzkammer Grünes Gewölbe ist am frühen Montagmorgen eingebrochen worden. Der Einbruch betrifft den historischen Teil der wertvollen Sammlung. Die Schadenshöhe war zunächst unklar. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung wurde antiker Schmuck im Millionenwert gestohlen. Die Räume des Museums sind eigentlich streng gesichert. Über Details will die Polizei im Tagesverlauf informieren. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zeigt sich bestürzt über den Einbruch in das Dresdner Grüne Gewölbe. "Nicht nur die Staatlichen Kunstsammlungen wurden bestohlen, sondern wir Sachsen!"

Sachsens Kurfürst August der Starke (1670-1733) ließ die Schatzkammer zwischen 1723 und 1730 anlegen. Heute wird sie in zwei Abteilungen präsentiert. Der historische Teil befindet sich im Erdgeschoss des Residenzschlosses in den authentisch wiederhergestellten Räume der Sammlung. Eine Etage weiter oben zeigt das Neue Grüne Gewölbe besondere Einzelstücke. 

Eines der wertvollsten Stücke des Grünen Gewölbes wird derzeit im Metropolitan Museum of Art in New York ausstellt - der Grüne Diamant. Das Hut-Schmuckstück mit dem einzigartigen Stein von 41 Karat und natürlicher Färbung gilt als spektakulärste Leihgabe der Ausstellung "Making Marvels: Science and Splendor at the Courts of Europe" des Metropolitan Museum of Art.

Video: Hongkong: Demokratische Bewegung trägt Sieg bei Bezirksratswahl davon

+++ 9.08 Uhr: Thüringens CDU-Chef Mohring stellt sich nicht als Ministerpräsident zu Wahl +++

Thüringens CDU-Landeschef Mike Mohring wird im Landtag nicht für das Amt des Ministerpräsidenten seines Bundeslandes kandidieren. Das stellte Mohring in der "Thüringer Allgemeinen" vom Montag klar. "Wir beantragen keine Ministerpräsidentenwahl und stellen also auch keinen Kandidaten auf." Das bedeute zugleich, dass er eine eigene "Kampfkandidatur" gegen den derzeit amtierenden Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) ausschließe. 

+++ 8.51 Uhr: Italien weist spanischen Rettungsschiffen Häfen zu +++

Die spanischen Rettungsschiffe "Open Arms" und "Aita Mari", die seit Tagen auf dem Mittelmeer unterwegs sind, dürfen italienische Häfen anlaufen. Der "Open Arms" wurde Tarent (Taranto) in Apulien zugewiesen und der "Aita Mari" Pozzallo auf Sizilien, wie das italienische Innenministerium mitteilte. Wie im Fall der "Ocean Viking" am Wochenende sollen die Migranten an Bord auf europäischer Ebene verteilt werden. Italien, Deutschland, Frankreich und Malta hätten dies gemeinsam beantragt, teilte das Ministerium mit.

Die "Open Arms" hatte am Donnerstag 73 Migranten an Bord genommen. Insgesamt elf Kinder, Kranke und Verletzte durften schon am Sonntag von Bord. Sie seien mit Booten in die sizilianische Küstenstadt Augusta gebracht worden, hatte die Hilfsorganisation "Open Arms" auf Twitter mitgeteilt. Die "Aita Mari" hatte in der vergangenen Woche 78 Menschen gerettet.

+++ 8.48 Uhr: Kleinkind auf Luxemburger Weihnachtsmarkt von Eisskulptur erschlagen +++

In Luxemburg ist ein Kleinkind auf einem Weihnachtsmarkt tödlich verunglückt. Das Kind sei am Sonntagabend von einer Eisskulptur erschlagen worden, teilte die Polizei mit. Nach ersten Erkenntnissen sei die Skulptur auf dem Markt in der Hauptstadt des Großherzogtums zusammengebrochen. Dabei habe ein Eisblock das Kind getroffen. Wie örtliche Medien unter Berufung auf Zeugen berichteten, waren die Rettungskräfte schnell vor Ort und versuchten das Kind zu reanimieren. Die Verletzungen des Kindes waren nach Polizeiangaben jedoch so schwer, dass es im Rettungswagen auf dem Weg ins Krankenhaus starb. Es wurde eine Untersuchung des Unfallhergangs eingeleitet. Die Polizei startete zudem einen Zeugenaufruf.

+++ 7.57 Uhr: Zwei Tote bei Herbststurm in Griechenland - Autobahn gesperrt +++

Bei einem Herbststurm sind in Griechenland zwei Menschen getötet worden. Bei den Opfern handelt es sich nach Berichten um zwei Segler, deren Boot im kleinen Hafen von Antirio nahe der Hafenstadt Patras im Sturm kenterte. Weil nach zahlreichen Erdrutschen Geröll auf den Fahrbahnen lag, blieb die wichtige Ost-West-Autobahn Athen - Patras am Montagmorgen gesperrt. Die Aufräumarbeiten könnten mehrere Stunden dauern, sagte ein Sprecher der Polizei im Staatsfernsehen ERT. 

Auch einige Fährverbindungen wurden wegen starker Winde geschlossen, wie die Küstenwache mitteilte. Die Feuerwehr musste mehrmals ausrücken, um Menschen aus überschwemmten Häusern und aus steckengebliebenen Autos entlang der Küste von Kineta östlich von Athen zu befreien, wie der Zivilschutz mitteilte.

+++ 7.37 Uhr: CDU-Politiker fordern Ende der Personaldebatten +++

 Nach dem CDU-Parteitag haben führende Unionspolitiker ein Ende der Personaldebatten gefordert. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Thomas Strobl kritisierte in der "Heilbronner Stimme" den Vorstoß des CSU-Bundestagsabgeordneten Peter Ramsauer zu einer möglichen Kanzlerkandidatur des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU).  Auch Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus mahnte seine Partei, die Personaldiskussionen zu stoppen und mehr Sacharbeit zu leisten. "Wir haben in der Fraktion in den letzten Monaten sehr viel umgesetzt. Das wurde leider oft von den anhaltenden Personaldiskussionen auf Parteiebene überlagert", sagte der CDU-Politiker der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Video: Klaus Johannis bleibt rumänischer Präsident

+++ 5.48 Uhr: Ärzte sehen Leben von Wikileaks-Gründer Assange in Gefahr +++

Mehr als 60 Ärzte sehen das Leben des in Großbritannien inhaftierten Wikileaks-Gründers Julian Assange in Gefahr. In einem am Montag veröffentlichten Brief an die britische Innenministerin Priti Patel warnten sie, Assange benötige dringend physische und psychologische Hilfe. Dafür müsse er aus einem Hochsicherheitsgefängnis in eine Universitätsklinik verlegt werden. Andernfalls bestünden "wirkliche Sorgen", dass Assange "im Gefängnis sterben könnte". Bei ihrer Einschätzung stützten sie sich nach eigenen Angaben auf Augenzeugenberichte von Assanges Gerichtstermin am 21. Oktober sowie auf einen Bericht von UN-Berichterstatter Nils Melzer.

Seit April sitzt Assange in Großbritannien eine fast einjährige Haftstrafe wegen Verstoßes gegen Kautionsauflagen ab. Zuvor hatte er sich sieben Jahre lang in der ecuadorianischen Botschaft in London versteckt, um einer Auslieferung nach Schweden wegen der Vergewaltigungsvorwürfe zu entgehen.

+++ 5.45 Uhr: Taylor Swift räumt bei American Music Awards ab +++

US-Sängerin Taylor Swift (29) hat bei den American Music Awards abgeräumt. Swift wurde bei der Gala in der Nacht zum Montag in Los Angeles unter anderem als Künstlerin des Jahres ausgezeichnet und "Lover" als das beliebteste Album des Jahres. Mit den beiden Preisen überholte die Musikerin den 2009 gestorbenen "King of Pop" Michael Jackson, der mit 24 American Music Awards bislang der Rekordhalter gewesen war.

Zudem wurde Swift, wie bereits zuvor angekündigt, als "Künstlerin des Jahrzehnts" geehrt. Neben Swift konnten noch Stars wie Billie Eilish, Shawn Mendes, Camila Cabello, Halsey und Post Malone Auszeichnungen mit nach Hause nehmen. Moderiert wurde die Gala von der Sängerin Ciara.

+++ 4.38 Uhr: Hisbollah-Anhänger greifen Demonstranten in Beirut an +++

Anhänger der schiitischen Hisbollah-Miliz und der verbündeten Amal-Bewegung haben in der libanesischen Hauptstadt Beirut regierungskritische Demonstranten angegriffen. Sie beschimpften demnach die Demonstranten und riefen Parolen für die Anführer von Hisbollah und Amal-Bewegung. Anschließend griffen sie die Protestierenden an. Die Demonstranten forderten die Angreifer in Sprechchören auf, friedlich zu bleiben. Sicherheitskräfte und Soldaten stellten sich schließlich zwischen die beiden Lager. Unweit der Straßenblockade zerstörten schiitische Gegendemonstranten überdies ein Zeltlager der Protestbewegung, wie ein libanesischer Fernsehsender berichtete. Den Tag über war es in Beirut und weiteren Städten des Landes erneut zu friedlichen Demonstrationen gekommen. Im Libanon gibt es seit Wochen Proteste gegen die politische Klasse. Unter dem Druck der Proteste trat Regierungschef Saad Hariri im Oktober zurück.

+++ 4.17 Uhr: Hängepartie um Ergebnis der Präsidentenwahl in Uruguay +++

Der Sieger der Stichwahl ums Präsidentenamt in Uruguay wird wegen des sehr knappen Ergebnisses mit Verspätung verkündet. Der Gewinner dürfte erst zwischen Dienstag und Freitag ermittelt sein, teilte die Wahlbehörde Medienberichten zufolge am späten Sonntagabend (Ortszeit) mit. Nach Auszählung der Stimmen in rund 99 Prozent der Wahllokale führte der Konservative Luis Lacalle Pou laut Zahlen der Wahlbehörde mit rund 48 Prozent der Stimmen vor Daniel Martínez vom linken Regierungsbündnis Frente Amplio, der auf etwa 46,8 Prozent kam. Die beiden Kandidaten trennten aber nur rund 30 000 der 2,4 Millionen abgegebenen Stimmen - und damit weniger als die Zahl der Stimmen, über deren Gültigkeit noch entschieden werden muss.

+++ 3.41 Uhr: Schlägereien und Verletzte: Tanzabend läuft völlig aus dem Ruder +++

Ein in Chaos ausgearteter Paartanzabend mit Schlägereien und mehreren Verletzten hat in Mecklenburg-Vorpommern einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Mit 18 Streifenwagen angerückte Beamte brachten mithilfe eines Polizeihunds mehr als eine Stunde damit zu, die aufeinander losgehenden Gruppen zu trennen und zu beruhigen. "Die Gemüter waren sehr erhitzt", sagte ein Polizeisprecher nach dem Einsatz in der Nacht zum Sonntag in Anklam. Nachdem sich zunächst ein 23-Jähriger und ein 33-Jähriger in der dortigen Mehrzweckhalle geprügelt hatten, verlagerte sich das Geschehen anschließend nach draußen. Warum die Stimmung sich am Ende so aufheizte und knapp 200 Menschen sich anschrien und körperlich angriffen, blieb zunächst unklar. Die Polizei sprach mehrere Platzverweise aus. Die beiden Streithähne wurden jeweils mit Gesichtsverletzungen ins Krankenhaus gebracht.

+++ 3.31 Uhr: Israelische Stiftung bekommt versteigerten Hut von Adolf Hitler +++

Der in München versteigerte Hut von Adolf Hitler kommt in die Hände einer israelischen Stiftung. Der in der Schweiz lebende libanesische Geschäftsmann Abdallah Tschatila sagte der Zeitung "Le Matin Dimanche", er habe den Hut und weitere mit Hitler verbundene Objekte erworben, damit sie nicht für "Neonazi-Propaganda" missbraucht würden. Er habe Kontakt mit der Stiftung Keren Hajessod aufgenommen und entschieden, dieser die Gegenstände zukommen zu lassen. Sie sollen künftig in einem Museum ausgestellt werden. Tschatila erwarb für 545.000 Euro insgesamt zehn Gegenstände. Neben dem Hut des NS-Diktators befinden sich darunter auch Hitlers Zigarrenkiste und Schreibmaschine sowie eine Luxusausgabe von "Mein Kampf", die der NS-Größe Hermann Goering gehört hatte. 

+++ 3.06 Uhr: Papst fordert mehr Hilfe für Fukushima-Opfer - Sorge über Atomenergie +++

Papst Franziskus hat mehr Hilfe für die Opfer der von einem Erdbeben und Tsunami ausgelösten Atomkatastrophe von Fukushima angemahnt und sich besorgt über Kernenergie-Nutzung geäußert. Opfer hätten erzählt, dass einige Bewohner der verheerten Region im Nordosten Japans sich vergessen fühlten, obwohl sie weiter mit verseuchten Böden und Wäldern sowie den langfristigen Auswirkungen der Strahlungen leben müssten, sagte der Pontifex in Tokio. "Möge dieses Treffen dazu dienen, dass wir alle gemeinsam einen Appell an die Menschen guten Willens richten, damit die Opfer dieser Tragödien weiter die Hilfe erhalten, die sie so sehr brauchen", sagte der Papst.

+++ 2.53 Uhr: Kolumbiens Präsident Duque startet "nationalen Dialog" 

Vor dem Hintergrund anhaltender Proteste hat Kolumbiens Präsident Iván Duque den angekündigten "nationalen Dialog" begonnen. Der rechtskonservative Staatschef traf sich zum Auftakt mit den 24 großer Städte des Landes, wie das Präsidialamt mitteilte. Daran schlossen sich demnach Gespräche mit den neu gewählten Gouverneuren der 32 Bezirke des südamerikanischen Staates an. Bei den Gesprächen ging es den Angaben zufolge um die Themen Bildung, Gesundheit, Infrastruktur, Umwelt und inneren Frieden. Auch der Kampf gegen Korruption und Drogenhandel sei thematisiert worden.

Duque hatte den "nationalen Dialog" am Freitag angekündigt und damit auf Massenproteste am Vortag reagiert. Dabei waren landesweit hunderttausende Menschen gegen seine Regierung auf die Straße gegangen. Bei gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei starben drei Menschen, fast 300 weitere wurden verletzt.

+++ 1.00 Uhr: Demokratie-Lager gewinnt Wahlen in Hongkong deutlich +++

Das pro-demokratische Lager hat bei den Bezirkswahlen in Hongkong breite Rückendeckung der Bevölkerung erhalten und einen klaren Sieg errungen. Wie die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" berichtete, entfielen schon während der noch laufenden Auszählung am Montagmorgen deutlich mehr als die Hälfte der 452 Bezirksratsposten auf demokratische Kandidaten.

+++ 0.19 Uhr: Kontroverse um Elite-Soldat: Chef der US-Marine muss gehen +++

Die Kontroverse um einen von US-Präsident Donald Trump unterstützten Elite-Soldaten kostet den zivilen Leiter der US-Marine seinen Job. Verteidigungsminister Mark Esper habe Richard Spencer um dessen Rücktritt gebeten, teilte das Pentagon am Sonntagabend (Ortszeit) mit. Esper habe das Vertrauen in Spencer verloren, nachdem dieser am Minister vorbei mit dem Weißen Haus über den Fall des Elite-Soldaten Eddie Gallagher gesprochen habe. Trump hatte vor wenigen Tagen die Rücknahme der Degradierung des Navy-Seal-Soldaten verfügt, die ein Militärgericht im Juli in einem Verfahren wegen Vorwürfen über Kriegsverbrechen angeordnet hatte.

Ermittler hatten Gallagher beschuldigt, 2017 im Irak einen verletzten Kämpfer der Terrormiliz IS erstochen und später neben dessen Leiche posiert zu haben. Ihm wurde zudem vorgeworfen, mit Schüssen auf einen unbewaffneten Mann und ein Mädchen Mordversuche begangen zu haben. Gallagher wurde lediglich für schuldig befunden, mit der Leiche des Gefangenen für ein Foto posiert zu haben. Er wurde deswegen in seinem Dienstgrad zurückgestuft. In allen anderen Anklagepunkten wurde er freigesprochen.

+++ 0.02 Uhr: Rumäniens Präsident Iohannis mit großer Mehrheit im Amt bestätigt +++

Die Rumänen haben sich mit breiter Mehrheit für einen Verbleib von Präsident Klaus Iohannis im Amt ausgesprochen. Der 60-Jährige ging nach Auszählung von 95 Prozent der Stimmen am Sonntag mit rund 63 Prozent als Sieger aus der Stichwahl gegen die ehemalige sozialdemokratische Regierungschefin Viorica Dancila hervor. Iohannis, der der deutschen Minderheit in Rumänien angehört, versprach, "Präsident aller Rumänen" zu sein. Der ehemalige Physikprofessor und Mitte-Rechts-Politiker hatte bereits die erste Wahlrunde vor zwei Wochen mit knapp 38 Prozent gewonnen und galt schon im Vorfeld der Stichwahl als klarer Favorit. Dancila hatte in der ersten Runde nur 22 Prozent erreicht. Am Sonntag kam die 55-Jährige der Hochrechnung zufolge auf rund 37 Prozent. Ihre Regierung war im Oktober durch ein Misstrauensvotum gestürzt worden. Vorangegangen waren ein Korruptionsskandal um ihre sozialdemokratische Partei PSD und eine Schlappe bei der Europawahl.

Der 60-jährige Iohannis gilt in Osteuropa als Gegengewicht zu dem antieuropäischen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban und der rechtsnationalistischen polnischen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS).

rw / fs / DPA / AFP