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News von heute: Fünf-Sterne-Bewegung stimmt für neue Koalitionsregierung in Italien

Italien: Fünf Sterne stimmt für neue Regierung +++ Brexit: Johnson verliert Mehrheit im Unterhaus +++ Banksy-Werk vor Pariser Centre Pompidou gestohlen +++ Drei Tote durch Gondelabsturz an Sendemast +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Fünf-Sterne-Chef Luigi Di Maio

Luigi Di Maio, Chef der Fünf-Sterne-Bewegung, hat verkündet, dass die Mitglieder seiner Partei für eine neue Koalition mit den Sozialdemokraten gestimmt haben

AFP

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Italien: Fünf-Sterne-Bewegung stimmt für Regierung mit Sozialdemokraten (19.29 Uhr)
  • Fraktionswechsel: Boris Johnson ohne Mehrheit im Parlament (16.48 Uhr)
  • Regierungsflieger muss ausgemustert werden (14.58 Uhr)
  • Explosion in Antwerpen - mehrere Menschen unter Trümmern (14.23 Uhr) 
  • Banksy-Werk vor Centre Pompidou gestohlen (14.26 Uhr)
  • Wartungsgondel abgestürzt - Drei Arbeiter tot (10.03 Uhr)
  • China: Acht Kinder an ihrem ersten Schultag getötet (8.22 Uhr)
  • Umweltbundesamt kritisiert E-Scooter (5.03 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker:  

+++ 19.29 Uhr: Neue Koalitionsregierung in Italien rückt näher +++

Bei der Bildung einer neuen Regierung in Italien ist eine entscheidende Hürde genommen. Die Mitglieder der Fünf-Sterne-Bewegung stimmten in einer Online-Abstimmung mit 79,3 Prozent für eine Koalition mit den Sozialdemokraten. Das teilte Sterne-Parteichef Luigi Di Maio am Abend mit. Regierungschef soll der bisherige Premier Giuseppe Conte werden. Damit scheinen die Pläne des rechtspopulisitschen Lega-Chefs und Innenministers Matteo Salvini, über einen Koalitionsbruch und aussichtsreiche Neuwahlen an die Regierung zu gelangen, vorerst gestoppt.

+++ 17.44 Uhr: Gericht weist Klage gegen Wahlverfahren für neue SPD-Spitze zurück +++

Unmittelbar vor dem Start der Regionalkonferenzen mit den Bewerbern für den künftigen SPD-Vorsitz hat die Kandidatenkür eine juristische Hürde genommen. Der Antrag auf einstweilige Verfügung gegen das Verfahren sei abgewiesen, sagte eine Sprecherin des Berliner Landgerichts in Berlin. Geklagt hatte der Wilhelmshavener Sozialdemokrat Stephan Frey. Zugleich hatte er seine eigene Kandidatur angemeldet. 

+++ 17.36 Uhr: Hurrikan "Dorian" in Kategorie 2 herabgestuft, aber weiter sehr gefährlich +++

Nachdem "Dorian" auf den Bahamas schwere Schäden angerichtet hat, hat sich der Sturm inzwischen zu einem Hurrikan der Kategorie zwei abgeschwächt. Das Nationale Hurrikan-Zentrum teilte am Dienstag mit, der Wirbelsturm entwickele derzeit Windböen mit einer Geschwindigkeit von 175 Kilometern pro Stunde. Das liegt ganz knapp unterhalb der Schwelle zu einem Hurrikan der Kategorie drei. Insgesamt gibt es fünf solcher Stufen. Die Experten mahnten jedoch, der Sturm sei weiterhin extrem gefährlich. Zuletzt bewegte er sich sehr langsam - mit einem Tempo von nur vier Kilometern pro Stunde - Richtung Norden weiter. Er soll der Küste Floridas sowie danach den Küsten der nördlicher gelegenen  Bundesstaaten Georgia, South Carolina und North Carolina gefährlich nahe kommen.

+++ 17.18 Uhr: Oppositionsführer Corbyn: Johnsons Regierung ist "ohne Mandat, ohne Moral und seit heute ohne Mehrheit"

Der britische Oppositionsführer Jeremy Corbyn betonte in der äußerst lebehaften ersten Unterhaus-Debatte, dass es die letzte Chance des Parlaments ist, "diese Regierung daran zu hindern, die verfassungsmäßigen und demokratischen Rechte in diesem Land zu missachten." Johnson führe das Land ohne Abkommen mit der EU zum Absturz, und dies ohne eine demokratisches Mandat [Johnson wurde durch eine interne Abstimmung der Torys Nachfolger von Theresa May, Anm. d. Red.] und "gegen die Mehrheit der öffentlichen Meinung". Johnson gewinne in Europa keine Freunde und verliere gleichzeitig Freunde zu Hause, betonte Corbyn.

+++ 17.16 Uhr: Tory-Abtrünninger Lee: Regierung nutze absichtlich "politische Manipulation, Mobbing und Lügen" +++

In der ausführlichen Begründung für seinen Fraktionswechsel hat der neue Liberaldemokrat Phillip Lee schwere Vorwürfe gegen die von Premier Johnson geführte britische Tory-Regierung erhoben. "Die konservative Regierung strebt auf aggressive Weise einen schädlichen Brexit an. Sie bringt Leben in Gefahr und bedroht auf unentschuldbare Weise die Integrität des Vereinten Königreiches", hieß es in einer in London veröffentlichten Erklärung von Lee. Die Regierung nutze absichtlich "politische Manipulation, Mobbing und Lügen".

Boris Johnson

+++ 16.48 Uhr: Boris Johnson verliert Parlamentsmehrheit durch Fraktionswechsel +++

Der britische Premierminister Boris Johnson kann sich nicht mehr auf seine hauchdünne absolute Mehrheit im britischen Unterhaus stützen. Der Grund: Der konservative Abgeordnete Phillip Lee ist während der Rede Johnsons im Parlament am Nachmittag zu den Liberaldemokraten übergelaufen. Die Chefin der Liberalen, Jo Swinson, bestätigte den Wechsel in einem Tweet. Lees Wechsel erfolgte unmittelbar vor dem entscheidenden Machtkampf im Parlament zu den höchst umstrittenen Brexit-Plänen des Regierungschefs. Ob sich der Fraktionswechsel auf das Abstimmungsergebnis für ein sogenannten No-No-Deal-Brexit-Gesetz auswirkt, ist unklar, da bei den Oppositionsparteien auch Abgeordnete sitzen, die Johnsons Kurs unterstützen.

Phillip Lee begründete seinen Fraktionswechsel in einem Tweet damit, dass "der Brexit-Prozess dazu geführt hat, diese einst so große Partei [die Torys, Anm. d. Red.] in etwas wie eine engere Fraktion verwandelt hat, in der der Konservatismus einer Person daran gemessen wird, wie rücksichtslos man die Europäische Union verlassen will."

+++ 16.31 Uhr: Polizei druchsucht Waldgebiet nach der verschwundenen Rebecca +++

Mehr als sechs Monate nach dem Verschwinden der 15-jährigen Rebecca aus Berlin hat die Polizei eine neue Suchaktion in Ost-Brandenburg begonnen. Mit rund 100 Polizisten und Suchhunden wurde ein Waldgebiet durchkämmt. Dabei seien auch Mitglieder der zuständigen Mordkommission, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Suche soll sich nahe dem Ort Storkow abspielen. Dort war die Polizei schon im März aktiv gewesen. Den genauen Ort wollte die Polizei nicht nennen.

+++ 15.15 Uhr: Aufstand gegen Brandenburger CDU-Landes- und Fraktionschef Senftleben vorerst gescheitert +++

Vor der ersten Gesprächsrunde der SPD mit der CDU auf dem Weg zu einer möglichen Koalition in Brandenburg ist ein Aufstand gegen CDU-Fraktionschef Ingo Senftleben vorerst gescheitert. Nach der Niederlage der Christdemokraten bei der Landtagswahl wollte der Landtagsabgeordnete Frank Bommert Senftleben als Fraktionsvorsitzenden ablösen. Ein Antrag auf Neuwahl des Fraktionsvorstands wurde mit 9 zu 6 Stimmen abgelehnt. "Ich stand bereit, dass ich als Fraktionsvorsitzender antrete", sagte Bommert nach der ersten Fraktionssitzung. "Jetzt werden wir das wohl in zwei oder drei Wochen haben und dann werden wir sehen, wie das Ergebnis ist."

+++ 14.57 Uhr: Regierungsflieger muss nach Notlandung ausgemustert werden +++

Nach der dramatischen Notlandung eines Regierungsjets der Bundeswehr im April muss die Unglücksmaschine ausgemustert werden. Der Hersteller des Jets vom Typ Global 5000 habe der Bundeswehr mitgeteilt, dass wegen der Schäden bei der Bruchlandung ein wirtschaftlicher Totalschaden vorliege und sich eine Reparatur des Jets nicht mehr lohne, berichtete der "Spiegel". Für den Ausfall des Flugzeugs müsse vermutlich der Hersteller aufkommen, berichtete das Magazin weiter. Bombardier habe intern eingestanden, dass seine Techniker auf dem Flughafen in Berlin-Schönefeld ein entscheidendes Bauteil im Cockpit falsch eingebaut haben. Das Bauteil sei zentral für die Steuerung.

+++ 14.26 Uhr: Banksy-Werk vor Centre Pompidou in Paris gestohlen +++

Vor dem Pariser Kunstmuseum Centre Pompidou ist ein Werk des britischen Graffiti-Künstlers Banksy gestohlen worden. Die Diebe nutzten offenbar eine Säge, um das Sprühbild an der Rückseite eines Parkschildes herauszuschneiden, teilte das Centre Pompidou mit. "Wir sind nicht die Besitzer des Werks", sagte ein Museumssprecher. Dennoch sei der Diebstahl der Polizei gemeldet worden. Bei dem Bild handelt es sich um eine mit einer Schablone aufgesprühte Ratte. Sie trägt ein Tuch um die Schnauze und hat ein Cutter-Messer in der Pfote - das Werkzeug, mit dem Banksy seine Schablonen schneidet. Das Graffito sei vor rund einem Jahr aufgetaucht, teilte das Centre Pompidou mit. Zum Schutz wurde eine Plexiglas-Scheibe angebracht. Im vergangenen Juli hätten Sicherheitskräfte des Museums bereits einen Diebstahl-Versuch verhindert, hieß es. Banksy ist der prominenteste Graffiti-Künstler der Welt, seine Identität ist aber nur einer Handvoll Vertrauter bekannt. Zuletzt wurde im Januar ein Banksy zugeschriebenes Werk auf einer Tür der Pariser Konzerthalle Bataclan gestohlen.

Stripperin

+++ 14.23 Uhr: Explosion in Antwerpen - mehrere Menschen unter Trümmern +++

Bei einer Explosion im belgischen Antwerpen sind mehrere Menschen verletzt worden. Noch immer seien Menschen unter den Trümmern begraben, teilte die Polizei mit. Hund suchten nach Vermissten. Zwei Menschen sei bereits lebend gerettet worden. Von der Explosion seien drei Gebäude betroffen. Die Rettungskräfte seien mit einem Großaufgebot vor Ort. Zur Ursache der Explosion machte die Polizei zunächst keine Angaben. Der Vorfall habe sich gegen 12.20 Uhr ereignet. Nach Medienberichten handelt es sich um ein Wohngebiet im Süden der Stadt. Drei Gebäude seien eingestürzt. Ein Video der Polizei zeigt eine Häuserreihe, in der ein großes Loch klafft. Bereits in der Nacht zum Montag hatte es in Antwerpen eine Explosion gegeben, bei der mehrere Autos und Gebäude beschädigt wurden. Ersten Informationen zufolge habe es sich um eine Granate gehandelt, berichtete die Nachrichtenagentur Belga.

+++ 14.19 Uhr: Slowakischer Rechtsextremist verliert Parlamentssitz wegen Rassismus +++

Die slowakische Justiz hat erstmals einem Abgeordneten wegen rassistischer Hetze seinen Parlamentssitz entzogen. Mit der endgültigen Verurteilung des Rechtsextremisten Milan Mazurek beendete das Oberste Gericht in Bratislava ein schon seit 2017 laufendes Gerichtsverfahren. Der seit 2016 für die rechtsextreme Volkspartei Unsere Slowakei LSNS im Parlament sitzende Mazurek muss außerdem eine Geldstrafe von 10.000 Euro bezahlen, weil er Angehörige der Roma-Minderheit pauschal herabgewürdigt hatte. In einer Radiosendung hatte Mazurek 2016 einen angeblichen "Zigeuner-Terror gegen anständige Leute" angeprangert und Angehörige der Roma-Minderheit als Schmarotzer bezeichnet.

+++ 13.52 Uhr: Rebellen wollen No-No-Deal-Brexit-Gesetz ab 22. 30 Uhr durchpeitschen +++

Wenige Stunden vor der Rückkehr des Unterhauses aus der Sommerpause haben in London 18 Abgeordnete wie erwartet eine Dringlichkeitsdebatte über den Austritt Großbritanniens aus der EU beantragt. Sie wollen am Mittwoch mit einem Gesetzgebungsverfahren beginnen, um einen ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der EU - No-Deal-Brexit genannt - am 31. Oktober zu verhindern. Über den Antrag sollte am Montagabend abgestimmt werden, womöglich nicht vor 22.30 Uhr MESZ. Parlamentspräsident John Bercow muss die Debatte erst zulassen, aber das gilt als wahrscheinlich. Das Ergebnis war völlig offen.

News im Video: Amokschütze aus Texas hatte kriminellen Hintergrund

+++ 13.49 Uhr: Mietendeckel-Entwurf erlaubt Mieterhöhungen von 1,3 Prozent in Berlin +++

Die Mieten in Berlin dürfen nach Senatsplänen ab 2021 um bis zu 1,3 Prozent im Jahr steigen, sofern sie die geplanten Obergrenzen nicht überschreiten. Das sieht der Referentenentwurf für den Mietendeckel hervor, der nun online einsehbar ist. Wird er Gesetz, gilt der sogenannte Mietenstopp rückwirkend zum 18. Juni. Betroffen sind auch Staffelmieten. Die Mietobergrenzen liegen je nach Baualter zwischen 3,92 Euro und 9,80 Euro nettokalt je Quadratmeter, hinzu können Modernisierungsumlagen von höchstens 1,40 Euro je Quadratmeter kommen. Wer mehr als 30 Prozent seines Haushaltsnettoeinkommens für die Miete ausgeben muss, kann eine Senkung bis zur Obergrenze beantragen.

+++ 13.44 Uhr: Bericht: 2018 wurden Hunderte Millionen Euro EU-Geld missbraucht +++

EU-Ermittler haben im vergangenen Jahr den Missbrauch oder die Zweckentfremdung von 371 Millionen Euro angeprangert. Dies geht aus dem Jahresbericht hervor, den die EU-Antibetrugsbehörde Olaf vorlegte. Olaf ist dafür zuständig, Missbrauch von EU-Geld aufzudecken und schaltet gegebenenfalls die Staatsanwaltschaft ein. "Das Geld wird schrittweise von den maßgeblichen Behörden der EU und der Mitgliedstaaten erstattet, so dass es Projekten zugute kommen kann, die das Leben aller Europäer verbessern", sagte Olaf-Generaldirektor Ville Itälä. 2017 hatte die Summe mit mehr als drei Milliarden Euro fast zehn mal so hoch gelegen. Dies lag aber vor allem an einem Sonderverfahren zu Zollbetrug.

+++ 13.24 Uhr: Mann ersticht in Hamburg eigenen Bruder und verletzt Mutter lebensgefährlich +++

Ein 45-jähriger Mann hat in Hamburg seinen Bruder erstochen und seine Mutter mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Die Tat ereignete sich nach Angaben der Polizei am späten Montagnachmittag in der Wohnung der 68-jährigen Mutter in einem Mehrfamilienhaus. Die Hintergründe der Tat waren unklar, eine Mordkommission ermittelt. Nach den Angriffen auf seinen 44-jährigen Bruder und seine Mutter verließ der Verdächtige die Wohnung. Vor dem Haus lief er den ersten am Tatort eintreffenden Polizisten in die Arme. Dabei hatte er das Tatmesser noch in der Hand, wie die Ermittler mitteilten. Er verhielt sich demnach aggressiv und wurde mit Pfefferspray überwältigt. Für den Bruder kam jede Hilfe zu spät. Er starb trotz sofortiger Wiederbelebungsmaßnahmen. Die Mutter wurde von Rettungskräften mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

+++ 13.11 Uhr: Regierung einigt sich auf Paket für mehr Tier- und Umweltschutz +++

Nach langem Streit hat sich die Bundesregierung auf ein umfassendes Paket für mehr Tier- und Umweltschutz in der Landwirtschaft geeinigt. An diesem Mittwoch werde das Kabinett in Berlin dazu drei Beschlüsse fassen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen: das Tierwohlkennzeichen von Agrarministerin Julia Klöckner (CDU), das Insektenschutz-Programm von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD), in dem es auch um den Ausstieg aus dem Unkrautgift Glyphosat geht, sowie eine Umschichtung der EU-Agrarsubventionen, so dass mehr Geld für die Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft zur Verfügung steht.

+++ 12.48 Uhr: Spahn will auch in Mexiko um Pflegekräfte werben +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will auch in Mexiko Pflegekräfte anwerben, um den Personalmangel einzudämmen. Der Minister wird noch im September in das lateinamerikanische Land reisen, um eine Absichtserklärung zur Anwerbung von Fachkräften abzuschließen, wie sein Sprecher Hanno Kautz der Nachrichtenagentur AFP sagte. Angestrebt wird die Kooperation mit Ausbildern aus den sechs großen Pflegeschulen des Landes. In Mexiko gelten die junge Bevölkerungsstruktur, die Kooperationsbereitschaft der Regierung und die kulturelle Nähe des katholische geprägten Landes als gute Voraussetzung für eine Fachkräfteanwerbung.

+++ 12.28 Uhr: Furcht vor "bösen Geistern": US-Schule verbannt Harry-Potter-Bücher aus Bibliothek +++

Eine katholische Schule im US-Bundesstaat Tennessee hat Medienberichten zufolge die Bücher der Harry-Potter-Reihe aus ihrer Bibliothek entfernt. Der Schulleiter der St. Edward Catholic School habe die Entscheidung in Absprache mit Exorzisten in den USA und in Rom getroffen, berichtete "The Tennessean" am Samstag (Ortszeit). Die Zeitung berief sich dabei auf eine E-Mail der Schule. Darin soll es heißen, die Zaubersprüche und Flüche in den Büchern könnten beim Lesen tatsächlich "böse Geister" beschwören.

+++ 11.40 Uhr: Krebs löst Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Haupttodesursache ab +++

Bei den 35- bis 70-Jährigen in reichen Ländern hat Krebs inzwischen die Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Haupttodesursache abgelöst. Dieses Ergebnis zweier Studien wurde beim Europäischen Kardiologie-Kongress (ESC) in Paris vorgestellt. Die Welt erlebe einen entscheidenden Wandel bei den Nichtübertragbaren Krankheiten: Da Herz-Kreislauferkrankungen in vielen Ländern weiter zurückgehen, dürfte Krebs in einigen Jahrzehnten weltweit die häufigste Todesursache werden, hieß es zu den im Fachmagazin "Lancet" veröffentlichten Daten.

+++ 11.37 Uhr: Fast jedes fünfte Schulkind trinkt regelmäßig Energiedrinks - Folgen für Gesundheit +++

Fast jedes fünfte Schulkind trinkt der Krankenkasse DAK zufolge regelmäßig Energydrinks. Bei den 10- bis 17-Jährigen, die solche Getränke konsumieren, seien Übergewicht, Schlafstörungen und Hyperaktivität häufige Folgen, wie die Kasse in Hamburg berichtete. Für die Untersuchung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung wurden rund 14.000 Mädchen und Jungen in 13 Bundesländern befragt. 19 Prozent der Schüler in den Jahrgangsstufen fünf bis zehn trinken demnach mindestens einmal pro Monat Energydrinks. Sechs Prozent trinken diese wöchentlich und drei Prozent sogar täglich. Jungen greifen häufiger dazu als Mädchen. Zwei Drittel der täglichen Konsumenten sind männlich.

+++ 10.49 Uhr: Mit Parole beschmiertes Schwein vor Fußballderby ausgesetzt – Verdächtiger ermittelt +++

Im Fall eines vor dem Fußballderby zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern mit einer Parole beschmierten und ausgesetzten Hausschweins hat die Polizei einen ersten Tatverdächtigen ermittelt. Der Mann aus dem Landkreis Kaiserslautern stehe im Verdacht, an der Aktion beteiligt gewesen zu sein, teilte die Polizei in Mannheim und Kaiserslautern mit.

+++ 10.35 Uhr: Alle drei Insassen einer Wartungsgondel tot +++

Beim Absturz einer Wartungsgondel an einem Sendeturm des Hessischen Rundfunks sind nach Angaben der Polizei alle drei Insassen ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen stürzte die Gondel an der Sendeanlage auf dem Hohen Meißner in Nordhessen aus rund 50 Metern hinab. Die Ursache war zunächst unklar. Das Amt für Arbeitsschutz und Sicherungstechnik des Regierungspräsidiums Kassel habe die Ermittlungen übernommen, teilte die Polizei weiter mit. Die Unglücksstelle sei abgesperrt worden. Die Wartungsarbeiten einer Fremdfirma sollten bis Ende September laufen. HR-Intendant Manfred Krupp sprach den Angehörigen sein Beileid aus und sicherte eine umfassende Aufklärung des "tragischen Unfalls" zu.

+++ 10.03 Uhr: Wartungsgondel an Sendeturm aus 50 Metern abgestürzt +++

An einem Sendeturm in Nordhessen ist nach Angaben der Polizei eine Wartungsgondel aus rund 50 Metern abgestürzt. Dabei seien drei Menschen ums Leben gekommen, teilte die Polizei in Eschwege mit. Mehr dazu gleich hier.

+++ 9.26 Uhr AKP will offenbar Ex-Ministerpräsident Davutoglu rauswerfen +++

Die AKP des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan soll einen Parteiausschluss des früheren türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu anstreben. Dies sei nach knapp fünfstündigen Diskussionen im Parteivorstand unter der Leitung Erdogans beschlossen worden, berichtet die Zeitung "Hürriyet". Davotuglu hatte sich zuletzt kritisch über die AKP geäußert und ihr vorgeworfen, sich immer weiter von ihren Kernprinzipien zu entfernen. So kritisierte er unter anderem die Entscheidung Erdogans, eine Annullierung der Bürgermeisterwahl in Istanbul im März herbeizuführen. Die AKP hatte die Wahl verloren. Bei der erzwungenen Wiederholung der Wahl im Juni unterlag ihr Kandidat erneut dem Oppositionskandidaten Ekrem Imamoglu. Auch die Absetzung mehrerer prokurdischer Bürgermeister im Osten der Türkei hatte Davutoglu kritisiert.

Im Streit mit Erdogan haben schon andere einst hochrangige Parteimitglieder die AKP verlassen, darunter Ex-Präsident Abdullah Gül und der ehemalige Vize-Ministerpräsident Ali Babacan. Beide waren Gründungsmitglieder der AKP.

+++ 9.03 Uhr: Schüler soll Rektor geschlagen und verletzt haben +++

An einer Hauptschule im Ruhrgebiet soll ein 14-Jähriger den Schulleiter geschlagen und verletzt haben. Es liege eine Anzeige vor, sagte eine Polizeisprecherin. Ermittelt werde wegen einfacher vorsätzlicher Körperverletzung. Der Vorfall in Duisburg habe sich bereits am Donnerstag ereignet, sagte sie. Laut "Rheinischer Post" wurde der Schulleiter in einem Krankenhaus behandelt, konnte später aber wieder unterrichten.

+++ 8.51 Uhr: Amok-Schütze in Texas kurz vor der Tat vom Arbeitgeber entlassen +++

Der Amok-Schütze von Texas ist nach Angaben der Polizei kurz vor der Tat von seinem Arbeitgeber entlassen worden. Der 36-Jährige sei am Samstag bei dem Unternehmen Journey Oilfield Services zur Arbeit erschienen, "nicht sehr lange geblieben und entlassen worden", sagte Polizeichef Michael Gerke bei einer Pressekonferenz. Nach der Entlassung riefen demnach sowohl der spätere Amok-Schütze als auch der Arbeitgeber bei der Polizei an, weil es "Meinungsverschiedenheiten" über die Entlassung gab. Laut FBI war die Entlassung aber nicht die Ursache des Amoklaufs. Vielmehr sei der 36-Jährige bereits in einem "sehr aufgewühlten" Zustand bei der Arbeit erschienen.     Insgesamt sieben Menschen im Alter zwischen 15 und 57 Jahren wurden bei dem Amoklauf getötet, 22 weitere verletzt.

Gewalttat in den USA: Tote und Verletzte bei Amoklauf in Texas: Polizei erschießt Täter

+++ 8.26 Uhr: Ruhani schließt "bilaterale Gespräche" mit USA aus +++

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat die Idee "bilateraler Gespräche" mit den USA ausgeschlossen. Sein Land lehne derartige Verhandlungen grundsätzlich ab, sagte Ruhani in einer Rede vor dem Parlament in Teheran. Der Iran könne zudem "in den kommenden Tagen" von weiteren Verpflichtungen aus dem Atomabkommen von 2015 abrücken, wenn die Verhandlungen mit den europäischen Vertragspartnern "bis Donnerstag" keine Ergebnisse brächten.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte sich beim G7-Gipfel Ende August um Bewegung im Atomkonflikt bemüht und Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif empfangen. US-Präsident Donald Trump sah danach eine "wirklich gute Chance" für ein Treffen mit Ruhani. Dieser erklärte seine grundsätzliche Bereitschaft dazu, forderte aber, vorher sollten die USA die Sanktionen gegen den Iran aufheben.

+++ 8.22 Uhr: Acht Kinder in China an ihrem ersten Schultag getötet +++

Bei einem Angriff auf eine Grundschule in China sind acht Schulkinder getötet worden. Die Gewalttat ereignete sich am Einschulungstag der Kinder, wie staatliche Medien berichteten. Zwei weitere Kinder wurden bei der Attacke gestern in der Stadt Enshi in der Provinz Hubei verletzt, wie die Zeitung "Global Times" berichtet. Die Polizei nahm demnach einen 40 Jahre alten Verdächtigen fest. Medieninformationen zufolge wurde der Mann erst im vergangenen Jahr aus dem Gefängnis entlassen, wo er acht Jahre lang wegen versuchten Mordes eingesessen hatte. Details zu dem Angriff gaben die örtlichen Behörden nicht bekannt. Den Familien der Opfer lasse man psychologische Unterstützung zukommen, hieß es.

Bei vergleichbaren Angriffen auf Schulkinder in China kamen in der Vergangenheit Messer oder selbstgebaute Sprengsätze zum Einsatz. Schusswaffen unterliegen in China strengen Kontrollen.

+++ 7.19 Uhr: Zentralrat der Muslime: AfD-Wähler unterstützen Rechtsextremisten +++

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland warnt davor, die AfD-Wähler in Ostdeutschland als besorgte Bürger zu bezeichnen. "Wir müssen uns nicht weiter etwas vormachen, dass diese Wähler Protestwähler oder einfach nur naiv sind", sagte der Vorsitzende des Zentralrats, Aiman Mazyek, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Ich glaube, sie wissen, dass sie mit ihrer Stimme Rechtsextremisten zu Sitzen in den Parlamenten verhelfen."

Positionen der AfD wie etwa die der Landespartei in Sachsen bezeichnete Mazyek als grundgesetzfeindlich: "Nicht die Muslime in Deutschland, sondern die AfD muss sich zur Demokratie bekennen." Wenn die Partei Hassfantasien habe und behaupte, der Islam sei eine Ideologie und keine Religion, widerspreche das dem Grundgesetz. "Das ist nicht nur eine religionsfeindliche, sondern eine grundgesetzfeindliche Position", kritisierte Mazyek. Er empfinde das als Aberkennung seiner Selbstbestimmung.

Collage: Alexander Gauland, Aktivistin mit einem Schild in der Hand

+++ 6.27 Uhr: Nach Anschlag in Kabul steigt Opferzahl auf mindestens 16 +++

Nach dem Autobombenanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul in der Nähe des "Green Village" für Ausländer ist die Zahl der getöteten Menschen Behördenangaben zufolge auf mindestens 16 gestiegen. Mindestens 119 weitere Menschen seien verletzt worden. Wohnhäuser in der Gegend seien schwer beschädigt worden. Die Polizei habe zudem 400 ausländische Staatsbürger aus dem "Green Village" an einen sicheren Ort gebracht. Auf dem stark gesicherten Wohngelände mit Büros für Ausländer sind unter anderem mehrere internationale Nichtregierungsorganisationen untergebracht, darunter auch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit.

Der Anschlag war der 18. größere Angriff in der Hauptstadt Kabul seit Januar. Bei den vorherigen 17 wurden nach Behördenangaben fast 200 Menschen getötet und fast 900 verletzt. Zu den Angriffen hatten sich zum Teil die Taliban, zum Teil die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannt.

+++ 5.28 Uhr: Japaner sind laut Umfrage Super-Touris +++

Japanische Urlauber sind in Europa Everybody's Darling. Ob in Großbritannien, Frankreich, Finnland oder Spanien - die Gäste aus dem Land der aufgehenden Sonne sind dort gern gesehen. Das ist das Ergebnis einer globalen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov, für die 29.004 Erwachsene aus 26 Ländern befragt wurden. Auf die Frage, welche Urlauber am positivsten im eigenen Land wahrgenommen werden, nannten 26 Prozent der Finnen und 18 Prozent der Franzosen die Japaner. Auch in Deutschland und Spanien erreichten sie mit jeweils 12 Prozent die vergleichsweise höchsten Werte. 

Die deutschen Urlauber hingegen können sich von den Japanern offensichtlich noch etwas abschauen. In Deutschlands Sonnen-Reiseziel Spanien nehmen nur sechs Prozent der Befragten die Deutschen als tadellose Touristen wahr. Doppelt so viele geben den Japanern den Vorzug. Eher unbeliebt sind Touristen aus Russland und Großbritannien.

+++ 5.15 Uhr: Klingbeil fordert radikalen Umbau der SPD +++

Nach Ansicht von SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil muss sich seine Partei umfassend reformieren. "Die SPD braucht einen radikalen Umbruch an vielen Stellen", sagte Klingbeil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der Generalsekretär forderte unter anderem eine Verkleinerung der Führungsgremien - und mehr Beteiligungsangebote für Parteimitglieder. "Wir wollen die Mitglieder stärker einbinden, die Gremien handlungsfähiger machen und die Partei als Ganzes kampagnenfähiger", sagte Klingbeil dem RND. Dies sei Konsens in der "Organisationspolitischen Kommission", die im Zuge des Erneuerungsprozesses der SPD nach der verlorenen Bundestagswahl 2017 eingesetzt worden war und der Klingbeil vorsitzt.

Gestern stellte die Kommission dem Parteivorstand ihren Zwischenbericht mit Reformvorschlägen vor. Gefordert wird darin unter anderem eine Verkleinerung der Führungs- und Entscheidungsgremien der SPD. Die Gremien sollten "agiler und effizienter" werden, sagte Klingbeil. 

+++ 5.03 Uhr: E-Scooter deutlich umweltschädlicher als Fahrräder +++

Elektroroller tragen dem Umweltbundesamt zufolge kaum zu einer umweltfreundlicheren Mobilität in Innenstädten bei. "Die gefahrenen Strecken sind meist sehr kurz und können regelmäßig auch zu Fuß, mit Bus, Bahn oder Fahrrad bewältigt werden", sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger der Deutschen Presse-Agentur. Im vergleich zum Fahrrad seien sie die "deutlich umweltschädlichere" Variante. Hilfreicher wäre es, wenn Verleih-Anbieter die Fahrzeuge in Außenbezirken aufstellen würden. "Hier kann es durchaus sinnvoll sein, die zu lange Strecke zu Bus oder Bahn schnell mit dem E-Scooter anstatt mit dem Auto zu überbrücken", sagte Krautzberger.

Allerdings sei das privat genutzte Auto in Städten das "deutlich größere Umweltproblem", betonte Krautzberger, "sowohl was die Schadstoffe als auch was den Lärm angeht." Städte müssten etwa die Zahl der Stellplätze für Autos deutlich reduzieren, auch um mehr Platz für Rad- und Fußwege zu schaffen.

Video: E-Scooter-Kontrollen in Berlin

+++ 4.20 Uhr: Unionsfraktion will schärfer gegen Clan-Kriminalität vorgehen +++

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion will den Kampf gegen die Kriminalität von Clans wesentlich entschlossener führen. Speziell dafür solle das Bundeskriminalamt (BKA) mehr Personal bekommen. Dies geht aus einem Zwölf-Punkte-Papier der Innen- und Rechtspolitiker der Fraktion hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Kriminelle Clanfamilien arbeiten hoch konspirativ", heißt es darin. Klassische Ermittlungsmethoden aus dem Bereich der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität wie der Einsatz von verdeckten Ermittlern seien daher in aller Regel nicht zielführend.

Das neue Lagebild der nordrhein-westfälischen Regierung habe die ganze Dimension der Clankriminalität im bevölkerungsreichsten Bundesland aufgezeigt, heißt es in dem Papier, das Mitte der Woche bei der Klausur der Unionsfraktion in Potsdam vorgestellt werden soll. Nach diesem Lagebild sind dort von 2016 bis 2018 im Bereich der Clankriminalität von 6449 Tatverdächtigen 14 225 Straftaten verübt worden.

+++ 3.35 Uhr: Erneut deutlicher Anstieg bei Kleinen Waffenscheinen +++

Rund 640.000 Bürger in Deutschland und damit knapp 30.000 mehr als Anfang des Jahres dürfen eine Schreckschusswaffe tragen. Das berichtete die "Rheinische Post" unter Berufung auf eine selbst durchgeführte Umfrage zur Zahl der Kleinen Waffenscheine bei den Innenministerien aller 16 Bundesländer. Wer diesen Schein besitzt, darf etwa Schreckschusspistolen oder Pfefferspray tragen. Um ihn zu bekommen, muss man volljährig sein sowie persönlich geeignet und zuverlässig erscheinen. Im nationalen Waffenregister waren Ende des vergangenen Jahres 610.937 Scheine registriert.  

Im Verhältnis zur Bevölkerung ist die Quote dieser Waffenscheinbesitzer dem Bericht zufolge in Schleswig-Holstein (9,6 Scheine auf 1000 Einwohner) und im Saarland (9,2) am höchsten. Insgesamt gibt es in Deutschland derzeit rund 5,4 Millionen Waffen verschiedener Kategorien in Privatbesitz. Das sind rund 66 Waffen je 1000 Einwohner.

+++ 2.37 Uhr: Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Hannover entschärft +++

Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist in Hannover erfolgreich entschärft worden. Die rund 15.200 zuvor in Sicherheit gebrachten Menschen konnten am frühen Morgen in ihre Wohnungen zurückkehren, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Evakuierung begann gestern Abend gegen 19 Uhr. Im Zooviertel war zuvor die fünf Zentner schwere Fliegerbombe entdeckt worden.

Auch in Köln wurde am Abend eine Weltkriegsbombe entschärft. Dort missachteten Fußgänger nach Angaben der Stadt an mehreren Stellen die Absperrung und verzögerten damit die Evakuierung. Außerdem sei ein Polizist tätlich angegriffen worden, teilte die Stadt mit. Ein Unbekannter habe zudem eine Drohne über der Baustelle, auf der der Blindgänger gefunden worden war, fliegen lassen. Die Drohne sei dann zwei Blocks weiter runtergegangen. Der Besitzer, nach dem gesucht wird, sei zunächst nicht entdeckt worden. Rund 4800 Menschen mussten bei der Evakuierung in Köln ihre Wohnungen verlassen.

+++ 2.30 Uhr: Bolsonaro sagt Teilnahme an Amazonas-Gipfel ab +++

Brasiliens ultrarechter Präsident Jair Bolsonaro hat seine geplante Teilnahme an einem Amazonas-Gipfel zu den verheerenden Waldbränden in der Region abgesagt. Bolsonaro müsse sich auf einen für nächste Woche anberaumten medizinischen Eingriff vorbereiten, sagte ein Regierungssprecher. Die Regierung in Brasília erwägt demnach, einen Stellvertreter zu dem Gipfel nach Kolumbien zu schicken oder um eine Verschiebung des Treffens zu bitten.     Bolsonaro müsse sich ab dem kommenden Freitag einer Flüssig-Diät unterziehen, sagte der Sprecher. Zum vierten Mal, seit er während seines Wahlkampfes vor einem Jahr niedergestochen wurde, muss Bolsonaro operiert werden.

Am Freitag beginnt auch der Amazonas-Gipfel im kolumbianischen Leticia. Bei dem regionalen Gipfeltreffen sollte es um die schweren Waldbrände gehen, die derzeit im Amazonasgebiet wüten.

+++ 2.12 Uhr: Politikerin und fünf weitere Menschen in Kolumbien in Auto getötet +++

In Kolumbien sind sechs Menschen auf einer Landstraße in ihrem Auto erschossen worden, unter ihnen eine für die anstehenden Kommunalwahlen kandidierende Politikerin der Liberalen Partei. Die Leichen wurden am Montagmorgen (Ortszeit) im westlichen Departement Cauca in dem verbrannten Fahrzeug aufgefunden. Die getötete Politikerin Karina García (32) hatte für das Bürgermeisteramt von Suárez kandidiert, eine knapp 20.000 Einwohner zählende Kleinstadt. 

García hatte vor wenigen Wochen gesagt, sie werde mit dem Tod bedroht. Der kolumbianische Friedensbeauftragte Miguel Ceballos und Verteidigungsminister Guillermo Botero machten Dissidenten der Farc-Guerilla, die das Friedensabkommen von 2016 nicht angenommen hatten, für die Morde verantwortlich. In Kolumbien sind am 27. Oktober Regional- und Kommunalwahlen angesetzt.

+++ 1.41 Uhr: Mindestens acht Tote bei Bootsfeuer in Kalifornien +++

Bei einem Feuer auf einem Ausflugsschiff vor der Küste Kaliforniens sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. 26 Passagiere würden noch vermisst, teilte US-Sheriff Bill Brown am Montag (Ortszeit) mit. Fünf Menschen konnten sich retten.

+++ 0.17 Uhr: Hurrikan "Dorian" fordert mindestens fünf Todesopfer auf Bahamas +++

Mindestens fünf Menschen sind beim Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas ums Leben gekommen. Das sagte der Premierminister der karibischen Inselgruppe, Hubert Minnis, unter Berufung auf die Polizei. 21 Verletzte seien von den bereits am Sonntag getroffenen Abaco-Inseln in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Nassau geflogen worden, bei fünf von ihnen sei der Zustand ernst. Minnis wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern, wie hoch die Zahl der Todesopfer noch steigen könne, sagte aber: "Wir erleben eine historische Tragödie."

13.000 Häuser zerstört: Bahamas: Mindestens fünf Tote durch Hurrikan "Dorian"

Das Zentrum des Wirbelsturms befand sich am Montagnachmittag (Ortszeit) über der Insel Grand Bahama im Norden des Landes und bewegte sich nur sehr langsam. Die Insel werde noch bis Dienstag von zerstörerischen Winden und Sturmfluten betroffen sein, teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA in Miami mit. Viele Menschen auf Grand Bahama seien in großer Not, sagte Minnis. Ihnen werde geholfen, sobald die Wetterbehörde die Bedingungen für sicher erkläre. Auf den Abaco-Inseln liefen die Rettungsarbeiten mittlerweile an.

mad / DPA / AFP