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News von heute Boris Johnsons Spitzenberater Dominic Cummings legt Amt mit sofortiger Wirkung nieder

Dominic Cummings, Berater des britischen Premierminister Johnson
Großbritannien, London: Dominic Cummings, Berater des britischen Premierminister Johnson, trägt beim Verlassen der 10 Downing Street eine Kiste
© Yui Mok/PA Wire / DPA
Umfrage sieht Söder und Spahn bei Kanzlerfrage vor Kandidaten-Trio +++ Johnsons Spitzenberater Cummings plant laut BBC-Bericht Rücktritt +++ Gewalt in Belarus: Tichanowskaja fordert stärkeren Druck von der EU +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Johnsons Spitzenberater Dominic Cummings gibt sein Amt auf

Dominic Cummings, Regierungsberater und enger Vertrauter von Premierminister Boris Johnson, legt sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder. Das melden unter anderem "Sky News", "The Telegraph" und die BBC. Auf Bildern ist zu sehen, wie Cummings mit einem Karton die Downing Street 10 verlässt. Eine offizielle Bestätigung steht bisher aus. 

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Die Nachrichten von heute im stern-Ticker:

+++ 19.06 Uhr: SpaceX-Rakete startet mit vier Astronauten zur ISS +++

Sechs Monate nach seinem historischen Flug zur Internationalen Raumstation ISS schickt das US-Unternehmen SpaceX von Tesla-Gründer Elon Musk eine bemannte Rakete mit vier Astronauten ins All. Die Kapsel "Crew Dragon" soll am Samstagabend (Ortszeit) für die US-Raumfahrtbehörde Nasa vom Weltraumbahnhof Kennedy Space Center in Richtung ISS starten. An Bord werden drei Nasa-Astronauten und ein Japaner sein.    

Der Start der Mission ist für Samstag um 19.49 Uhr Ortszeit (Sonntag, 01.49 MEZ) vorgesehen. Acht Stunden später soll das Raumschiff sein Ziel erreichen. Die vier Astronauten bleiben dann für sechs Monate auf der ISS. Damit ist SpaceX erstmals an einer sechsmonatigen Routinemission beteiligt. Im Mai waren zum ersten Mal zwei Astronauten mit einer SpaceX-Raumkapsel zur ISS geflogen.

+++ 18.41 Uhr: Boris Johnsons Spitzenberater Dominic Cummings gibt sein Amt mit sofortiger Wirkung auf +++

Dominic Cummings, Regierungsberater und enger Vertrauter von Premierminister Boris Johnson, hat sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Das melden unter anderem "Sky News", "The Telegraph" und die BBC. Auf Bildern ist zu sehen, wie Cummings mit einem Karton die Downing Street 10 verlässt. Eine offizielle Bestätigung steht bisher aus. 

Cummings selbst hatte seinen Rückzug aus der Downing Street am Freitag zunächst nur indirekt bestätigt – und auf einen seiner früheren Blogbeiträge verwiesen. Seine im Januar auf dem Blog erklärte Position habe sich nicht geändert, sagte er der BBC. In dem Beitrag hatte Cummings geschrieben, er hoffe, sich bis Ende 2020 "weitgehend überflüssig" zu machen. 

Hinter den Kulissen der Londoner Regierungszentrale tobte in den vergangenen Tagen ein erbitterter Machtkampf zwischen verschiedenen Lagern. Cummings galt als Strippenzieher im Regierungssitz. Er gehörte zu den mächtigen Brexiteers, die seit geraumer Zeit den Ton in der Downing Street angaben. 

+++ 17.50 Uhr: Tatverdächtiger von Nizza-Anschlag weiter in Lebensgefahr +++

Rund zwei Wochen nach dem Terroranschlag von Nizza mit drei Toten schwebt der Tatverdächtige weiter in Lebensgefahr und kann nicht vernommen werden. Auf seinen Mobiltelefonen sei auch ein Bild des Angreifers gefunden worden, der Mitte Oktober den Lehrer Samuel Paty in einem Pariser Vorort enthauptet haben soll. Das teilte die Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft in Paris mit.

Der 21-jährige Tunesier tötete laut Ermittlern Ende Oktober in einer Kirche in Nizza drei Menschen brutal mit einem Messer. Der Angreifer wurde von Sicherheitskräften angeschossen und kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Er wurde positiv auf das Coronavirus getestet und kam Anfang des Monats in eine Klinik im Pariser Großraum. Die Ermittler suchen weiterhin nach möglichen Komplizen des Mannes, der über Italien nach Südfrankreich gekommen sein soll. Auf den Telefonen wurden laut Staatsanwaltschaft auch Fotos mit Bezug zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gefunden. In einer Audiodatei bezeichne der Verdächtige Frankreich als ein "Land der Ungläubigen".

+++ 17:10 Uhr: Aktualisierung: Missbrauchsverdacht in Pflegeheim -Ermittler werten Datenträger aus +++

Nach dem Verdacht des sexuellen Missbrauchs von Pflegebedürftigen in einem Heim in Thüringen prüfen Ermittler die sichergestellten Datenträger. Dabei suchen sie auch nach gelöschten Daten, wie eine Polizeisprecherin sagte. Am Donnerstag hatte die Polizei mit rund 40 Beamten das Heim in Neuhaus/Rennweg und die Wohnungen von fünf Mitarbeiterinnen des Heims durchsucht. Die Mitarbeiterinnen wurden fristlos entlassen. Das Landesverwaltungsamt als zuständige Heimaufsichtsbehörde verhängte zudem ein Beschäftigungsverbot für die betreffenden Pflegerinnen.

+++ 16:56 Uhr: Ungarns Justizministerin verteidigt Beschneidung von LGBT-Rechten +++

Ungarn hält trotz aller Kritik an seinen Plänen zur Beschneidung von Rechten von Homosexuellen und Transgendern fest. "Ungarn erkennt die eingetragene Partnerschaft von gleichgeschlechtlichen Paaren an, und die Verfassungsänderung ändert daran nichts", sagte Justizministerin Judit Varga im Gespräch mit der Tageszeitung "Die Welt" (Samstag). Allerdings stelle das von Budapest geplante Gesetz klar, dass Elternschaft durch "bestimmte biologische Tatsachen" bestimmt werde. Die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orbán will in die Verfassung Ungarns schreiben lassen, dass "die Mutter eine Frau ist und der Vater ein Mann".

+++ 15.54 Uhr: Bundesregierung kritisiert russische Sanktionen scharf +++

Die Bundesregierung hat die geplanten russischen Sanktionen gegen Deutschland und Frankreich im Fall Nawalny scharf kritisiert. "Ein solcher Schritt ist aus Sicht der Bundesregierung selbstverständlich ungerechtfertigt und unangemessen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. "Er missachtet das internationale Interesse an der Aufklärung dieses Falles und er trägt ein russisches Problem in die bilateralen Beziehungen zu Deutschland und zu Frankreich."

+++ 15.36 Uhr: Familienministerin Giffey verzichtet auf Doktortitel +++

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) verzichtet auf das Führen ihres Doktortitels. Das teilte die stellvertretende Vorsitzende des Berliner Landesverbands, Iris Spranger, am Freitag auf Anfrage mit. Zuvor hatte die "Berliner Morgenpost" darüber berichtet. "Ich habe große Hochachtung vor Franziska Giffey, weil sie Schaden von ihrer Familie und ihrer Partei abwenden möchte", sagte Spranger.

Am Freitag der vergangenen Woche hatte das Präsidium der Freien Universität Berlin mitgeteilt, die Rüge im Zusammenhang mit dem Prüfverfahren zu Giffeys Doktorarbeit nach einem neuen Gutachten aufzuheben. Daraus ergebe sich, dass eine Rüge nur in einem minderschweren Fall zulässig sei. Das aber sei im Schlussbericht des Prüfungsgremiums 2019 zu Plagiatsvorwürfen in Giffeys Dissertation aus dem Jahr 2010 nicht dargelegt worden. Deshalb müsse noch einmal geprüft werden.

Giffey will trotz des Ärgers weiterhin für den Berliner SPD-Vorsitz kandidieren. "Ich kandidiere beim digitalen Parteitag am 27. November für den Landesvorsitz der Berliner SPD und freue mich darauf, im nächsten Jahr gemeinsam mit den Berliner Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten einen engagierten Wahlkampf zu führen", teilte Giffey am Freitag mit.

+++ 14.25 Uhr: Waffenkauf bei Rechtsextremisten? Fragen an MV-Innenminister Caffier +++

Mehrere Parteien fordern von Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) Aufklärung über einen angeblichen Waffenkauf. Er soll Auskunft geben, ob er privat als Jäger eine Waffe bei oder über ein ehemaliges Mitglied einer rechtsextremistischen Gruppierung gekauft hat. Zuvor hatte er auf eine entsprechende Frage ausweichend geantwortet. "Wenn es um Verbindungen zu einer mutmaßlich rechtsterroristischen Gruppe geht und sogar um einen Waffenerwerb, kann der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern das nicht einfach zur Privatsache erklären", sagte die innenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). Der Minister müsse alles haarklein offen legen, um zur Aufklärung beizutragen.

+++ 14.16 Uhr: Bruchlandung in Sibirien – Pilot rettet Crew das Leben +++ 

Mit einer Notlandung des supergroßen russischen Transportflugzeugs vom Typ Antonow An-124 hat ein Pilot in Nowosibirsk der gesamten Besatzung das Leben gerettet. Keiner der 14 Menschen an Bord sei verletzt worden, als das Flugzeug mit einem wohl defekten Triebwerk kurz nach dem Start zum Flughafen zurückkehrte, teilten die Behörden in Sibirien mit. Nach dem Aufsetzen schoss die Maschine rund 300 Meter über die Landebahn hinaus – Tragflächen und Fahrgestell wurden dabei schwer beschädigt, hieß es. Die Frachtmaschine sollte von Nowosibirsk nach Wien fliegen, als das rechte Triebwerk und die Funkverbindung an Bord ausfielen.

Augenzeugen berichteten von Qualm, der aus dem Triebwerk ausgetreten sei. Das Flugzeug habe noch in der Luft Teile verloren, die auf eine Baustelle fielen, wie Arbeiter örtlichen Medien zufolge berichteten. Unklar war, ob das Flugzeug bereits beladen war - oder leer und Fracht von Wien abholen sollte. Die Behörden nahmen Ermittlungen zur Unglücksursache an der Maschine auf, die noch aus Sowjetzeiten stammt also mindestens 30 Jahre alt ist. Wegen Wartungsmängeln und Verstößen gegen Sicherheitsvorschriften kommt es in Russland immer wieder zu Zwischenfällen im Luftverkehr.

+++ 13.57 Uhr: Missbrauchskomplex Münster: Weiterer Verdächtiger verhaftet +++ 

Einen Tag nach dem Prozessauftakt im Misssbrauchskomplex Münster ist ein weiterer Verdächtiger verhaftet worden. Dem Mann (35) aus Heiligenhaus bei Düsseldorf wird vorgeworfen, zwischen September und November 2019 einen heute elf Jahre alten Jungen in drei Fällen schwer sexuell missbraucht zu haben. Bei dem Opfer handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um den Sohn der Lebensgefährtin des Hauptverdächtigen (27) in dem Missbrauchsfall.

Der jetzt Verhaftete war nach Angaben der Ermittler bereits im Juni in den Fokus der Sonderkommission geraten. Zunächst habe aber kein dringender Tatverdacht bestanden. Handy-Chats mit dem Hauptverdächtigen hätten dann neue Erkenntnisse gebracht. Der Mann aus Heiligenhaus sei am Freitagvormittag in seiner Wohnung festgenommen worden und sitze in Untersuchungshaft. Vor dem Haftrichter habe der 35-Jährige nichts zu den Vorwürfen gesagt.

Die Taten sollen laut Staatsanwaltschaft sowohl in Münster, als auch in der Wohnung des Mannes in Heiligenhaus verübt worden sein. Laut Anklage sollen der 27 Jahre alte Hauptverdächtige sowie seine drei Mittäter, die seit Donnerstag vor Gericht stehen, zwei Jungen – darunter den heute 11-Jährigen – über mehrere Tage in einer Gartenlaube in Münster schwer sexuell missbraucht haben. Auch sollen die Opfer zuvor mit K.O.-Tropfen betäubt worden sein.

+++ 13.37 Uhr: "Charlie Hebdo": Prozess wird fortgesetzt +++ 

Der wegen mehrerer Corona-Infektionen unterbrochene Prozess um den islamistischen Terroranschlag auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" soll an diesem Montag in Paris fortgesetzt werden. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Freitag unter Berufung auf den Vorsitzenden Richter Régis de Jorna. Das Gericht war zunächst nicht für eine Bestätigung erreichbar.

Der Prozess ist seit Anfang des Monats unterbrochen; zuletzt waren drei Angeklagte positiv auf das Coronavirus getestet worden.

+++ 13.22 Uhr: Seehofer will im Kampf gegen Terror Zugriff auf verschlüsselte Nachrichten +++ 

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will im Kampf gegen den Terrorismus den Sicherheitsbehörden Zugriff auf verschlüsselte Kommunikation von Gefährdern geben. "Ich persönlich bin dafür, dass wir alle nachrichtendienstlichen Möglichkeiten nutzen", sagte Seehofer am Freitag vor Beratungen mit seinen EU-Kollegen. Er antwortete dabei auf die Frage, ob er technische Hintertüren für Ermittler bei verschlüsselten Messenger-Diensten befürworte. 

+++ 13.00 Uhr: Gewalt in Belarus: Tichanowskaja fordert stärkeren Druck von der EU +++

Die Europäische Union muss aus Sicht der Bürgerrechtlerin Swetlana Tichanowskaja den Druck auf Machthaber Alexander Lukaschenko in Belarus (Weißrussland) weiter erhöhen. Der Machtapparat gehe mit brutaler Gewalt gegen Andersdenkende vor, sagte die 38-Jährige in der lettischen Hauptstadt Riga am Freitag. Sie warf dem "Regime" vor, einen 31-Jährigen ermordet zu haben. Der Mann soll am Mittwoch überfallen worden sein und so schwere Verletzungen erlitten haben, dass er am Donnerstag daran starb. Die Behörden teilten am Freitag mit, dass der Fall untersucht werde. In der Hauptstadt Minsk trauerten Tausende um den Mann.

+++ 12.58 Uhr: Umfrage: Söder und Spahn bei Kanzlerfrage vor Kandidaten-Trio +++

Könnten alle Deutschen über den Kanzlerkandidaten der Union abstimmen, hätten nach einer Umfrage wohl zwei Männer die Nase vorn, die gar keinen Anspruch darauf angemeldet haben: 58 Prozent der Befragten halten den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) für geeignet, 37 Prozent Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), wie aus dem am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" hervorgeht. Die Bewerber um den CDU-Vorsitz - und damit potenziellen Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl im Herbst 2021 - liegen dahinter: Friedrich Merz halten 30 Prozent für geeignet, Armin Laschet 27 Prozent und Norbert Röttgen 25 Prozent. Befragt wurden 1347 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte.

+++ 12.12 Uhr: Münchner Musikprofessor bestreitet Vergewaltigungsvorwürfe vor Gericht +++

Im Prozess wegen der mehrfachen Vergewaltigung einer jungen Frau hat der ehemalige Münchner Musikprofessor Hans-Jürgen von Bose die Vorwürfe der Anklage bestritten. Jedweder Geschlechtsverkehr zwischen ihm und dem mutmaßlichen Opfer sei einvernehmlich gewesen, ließ er am Freitag dem Landgericht München I über seinen Verteidiger mitteilen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, die Schwester eines seiner Studenten, mit der er eine Beziehung führte, dreimal vergewaltigt zu haben. Die mutmaßlichen Fälle gehen zurück in die Jahre 2006 und 2007. Der heute 66-Jährige machte die rund 30 Jahre jüngere Frau laut Staatsanwaltschaft unter anderem mit der Drohung sexuell gefügig, er könne ihren Bruder beruflich ruinieren. Die Anklage lautet auf Vergewaltigung in drei Fällen und Drogenbesitz.

+++ 12.03 Uhr: Bachelet: Konflikt in Äthiopien könnte "außer Kontrolle" geraten +++

Der Konflikt in der Region Tigray in Äthiopien könnte nach Angaben der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, "total außer Kontrolle" geraten. Obwohl Kommunikationswege in Tigray gekappt wurden, gebe es Berichte über zunehmende Luftangriffe der Regierungskräfte und schwere Kämpfe am Boden, teilte Bachelet am Freitag mit. Sollten die beiden Seiten den Konflikt fortsetzen, könnte dies zu großen Opferzahlen und Zerstörung sowie zu einer Massenflucht innerhalb Äthiopiens und in Nachbarländer führen. 

Äthiopiens Regierung hatte nach Monaten der Spannungen zwischen Addis Abeba und der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) jüngst eine Offensive gegen die Rebellengruppe und die Regierungspartei von Tigray begonnen. Über die Lage vor Ort ist wenig bekannt, da Internet, Telefonverbindungen und Strom gekappt und Straßen blockiert sind. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International sprach aber von Berichten, denen zufolge bei einem Massaker in einem Ort im Westen von Tigray Hunderte Menschen getötet worden sein sollen. 

+++ 11.48 Uhr: Bikinimuseum ersteigert Liz Taylors Badekleid statt Bond-Bikini +++

Nach der spektakulären Auktion des berühmten Bikinis aus dem James-Bond-Film "007 jagt Dr. No" hat der Inhaber des BikiniArtMuseums im baden-württembergischen Bad Rappenau gesagt, warum er auf ein Gebot verzichtet hat. "Wir hatten uns gesagt: Niemals als Erstbieter!", sagte der Regensburger Unternehmer Ruscheinsky nach der Versteigerung, bei der der weiße Zweiteiler keinen Käufer fand. Es hatte auch kein anderer Bieter das Stückchen Stoff zum Preis von mindestens 300.000 Dollar haben wollen.

Der Geschäftsmann hatte sich online an der Auktion in Los Angeles beteiligt und im Vorfeld angekündigt, um den teueren Bikini mitsteigern zu wollen. Es sei gut vorstellbar, dass der begehrte Zweiteiler nun bei anderer Gelegenheit zu einem günstigeren Preis unter den Hammer komme. Für das BikiniArtMuseum ersteigerte Ruscheinsky nun aber für 4000 Dollar ein Badekleid, das Liz Taylor im Jahr 1957 trug.

+++ 11.03 Uhr: Berliner Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen mutmaßlichen Serienvergewaltiger +++

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen mutmaßlichen Serienvergewaltiger erhoben, dessen Taten im Sommer bundesweit für Aufsehen sorgten. Dem 30-jährigen Sinisa K., der im Sommer in und um Berlin mehrere Frauen vergewaltigt haben soll, werden sechs Vergewaltigungen, eine versuchte Vergewaltigung, räuberische Erpressung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, wie die Anklagebehörde mitteilte.

+++ 10.42 Uhr: 90 Prozent der Deutschen vertrauen auf Biden +++

Eine große Mehrheit der Deutschen vertraut auf den künftigen US-Präsidenten Joe Biden. 90 Prozent äußerten in dem ZDF-"Politbarometer" die Erwartung, dass Biden seine Sache eher gut machen werde. Nur vier Prozent glauben dies nicht.

Zudem gehen 85 Prozent der Befragten davon aus, dass sich nach dem Amtsantritt des neu gewählte US-Präsidenten im Januar die deutsch-amerikanischen Beziehungen verbessern werden. 13 Prozent rechnen mit keiner großen Änderung, eine Verschlechterung erwartet keiner der Befragten.

+++ 10.17 Uhr: Frankreichs Armee tötet international gesuchten Dschihadisten in Mali +++

Die französische Armee hat nach Regierungsangaben in Mali einen international gesuchten Dschihadisten mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida getötet. Frankreichs Verteidigungsministerin Florence Parly erklärte, Soldaten hätten Bah Ag Moussa "neutralisiert". Er habe zu den "historischen Anführern der dschihadistischen Bewegung in der Sahelzone" gehört. Ag Moussa war demnach einer der Gründer der dschihadistischen Gruppe Ansar Dine, die die Scharia in Mali einführen will. Der abtrünnige Armeeoffizier wird von den USA wie der UNO als "Terrorist" eingestuft. Er war ab den 1990er Jahren an den Aufständen des Berbervolkes Tuareg gegen die malische Regierung beteiligt und wandte sich ab 2012 dem Dschihadismus zu.

+++ 9.36 Uhr: Rund 30 Hinweise nach Millionen-Diebstahl in Zollamt +++

Nach dem spektakulären Millionen-Coup in einem Zollamt in Emmerich am Niederrhein sind bei der Polizei bisher rund 30 Hinweise eingegangen. "Auch vielversprechende sind dabei", sagte eine Sprecherin der Polizei Krefeld am Freitag. In das Zollamt waren am 1. November drei Männer mit schwerem Gerät eingebrochen und hatten rund 6,5 Millionen Euro gestohlen. Die Ermittler hatten am Mittwoch einen Fahndungsaufruf mit einer Belohnungssumme von 100.000 Euro veröffentlicht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gab es Hinweise aus dem ganzen Bundesgebiet. Teilweise gebe es dadurch neue Ermittlungsansätze.

+++ 8.08 Uhr: Pompeo will israelische Siedler besuchen +++

Als erster US-Außenminister der Geschichte wird Mike Pompeo Medienberichten zufolge während eines offiziellen Nahost-Aufenthalts auch eine israelische Siedlung im besetzten Westjordanland besuchen. Wie die Zeitung "Haaretz" und die Nachrichten-Website "Axios" am Donnerstag berichteten, plant Pompeo für kommende Woche einen Besuch des israelischen Weinguts Psagot im Westjordanland. Auch die Golanhöhen, deren Annexion durch Israel US-Präsident Donald Trump in einem international kritisierten Schritt anerkannt hatte, will Pompeo demnach besuchen. 

+++ 7.36 Uhr: FDP-Chef Lindner fordert neue Corona-Strategie +++

FDP-Chef Christian Lindner hat die Corona-Strategie der Bundesregierung kritisiert. "Ich glaube, wir müssen über eine Modifikation der Strategie nachdenken", sagte Lindner am Freitag im ARD-"Morgenmagazin". Mit Blick auf die Gefährdung vor allem älterer Menschen durch das neuartige Coronavirus sprach er sich für eine Differenzierung der Maßnahmen für verschiedene Bevölkerungsgruppen aus. "Klar ist, wir müssen Kontakte beschränken, daran kann es gar keinen Zweifel geben", sagte Lindner. Er sei jedoch dagegen, Bereiche wie die Gastronomie zu schließen, in denen "auf Hygiene und Abstand geachtet" werden könne und die "keinen größeren Effekt auf die Pandemie" hätten "im Verhältnis zu dem Schaden, der entsteht".

+++ 7.07 Uhr: Teilnehmerfeld für Fußball-EM 2021 komplett +++

Nordmazedonien, die Slowakei, Schottland und Ungarn haben sich die letzten vier der 24 Tickets für die Fußball-Europameisterschaft gesichert. Ungarn ist neben Portugal und Frankreich Gegner der deutschen Nationalmannschaft. Das Turnier in zwölf Ländern war wegen der Corona-Pandemie vom vergangenen Sommer in das nächste Jahr verschoben worden. Das Eröffnungsspiel bestreiten am 11. Juni 2021 die Türkei und Italien in Rom. Das Endspiel in London ist für den 11. Juli terminiert.

+++ 6.45 Uhr: Amnesty fürchtet Hunderte Tote nach Massaker in Äthiopien +++

Im Konflikt in der äthiopischen Region Tigray sollen nach Angaben von Amnesty International zahlreiche Zivilisten beim Überfall auf eine Stadt getötet worden sein. Die Menschenrechtsorganisation teilte am Donnerstag unter Berufung auf von ihr geprüfte Augenzeugenberichte, Fotos und Videos mit, dass "dutzende" und "wahrscheinlich hunderte" Menschen in der Stadt Mai-Kadra im Südwesten von Tigray einem "Massaker" zum Opfer gefallen seien. Die Leichen trügen klaffende Wunden, die offenbar von scharfen Waffen wie Messen und Macheten stammten, erklärte Amnesty. Wer für den Angriff verantwortlich war, konnte die Organisation nach eigenen Angaben zunächst nicht herausfinden.

+++ 6.15 Uhr: Biden will offenbar Ex-Pentagonchef Mattis anheuern +++

Das Übergangsteam des gewählten US-Präsidenten Joe Biden hat einem Medienbericht zufolge erste Gespräche mit früheren Mitarbeitern von Ex-Verteidigungsminister James Mattis geführt. Es sei dabei sowohl um die Unterstützung bei der Vorbereitung der Amtsgeschäfte als auch um eine mögliche Mitarbeit in der neuen Regierung gegangen, berichtete "Politico" unter Berufung auf drei nicht genannte frühere Regierungsmitarbeiter. Biden ziele darauf ab, ein überparteiliches Team zur Führung des Verteidigungsministeriums aufzustellen.

+++ 5.33 Uhr: Patientenschützer kritisieren Gesundheitsminister Spahn +++

Unmittelbar vor der Präsentation aktueller Regierungspläne gegen den Pflegenotstand hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit Äußerungen zum Einsatz Corona-infizierter Pfleger Kritik auf sich gezogen. "Corona-Infizierte weiterarbeiten zu lassen, ist der politische Offenbarungseid. Der Geist der Konzertierten Aktion wäre tot", sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Spahn, Familienministerin Franziska Giffey und Arbeitsminister Hubertus Heil (beide SPD) wollen den Zwischenbericht zur Konzertierten Aktion Pflege an diesem Freitag in Berlin präsentieren.

+++ 4.55 Uhr: AOK warnt vor Verdopplung des Zusatzbeitrags +++

Der AOK-Bundesverband warnt vor einer möglichen Verdoppelung des Zusatzbeitrags zur gesetzlichen Krankenversicherung, sollte die Bundesregierung bei den Corona-Hilfen für die Kassen nicht deutlich nachlegen. "Ohne Gegensteuern" drohe nach der Bundestagswahl des kommenden Jahres ein Anstieg des durchschnittlichen Zusatzbeitrags von derzeit 1,3 Prozent auf 2,5 Prozent, sagte Verbandschef Martin Litsch der "Augsburger Allgemeinen" (Freitagsausgabe). Der von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zugesagte höhere Bundeszuschuss von einmalig fünf Milliarden Euro reiche bei weitem nicht aus, um die für 2021 vorhergesagte Finanzlücke von mehr als 16 Milliarden Euro in der gesetzlichen Krankenversicherung zu decken, betonte Litsch.

+++ 2.30 Uhr: Berühmter Bond-Bikini findet keinen Käufer +++

Der berühmte Bikini, den Ursula Andress als Bond-Girl in dem Film "007 jagt Dr. No" (1962) trug, hat bei einer Versteigerung in den USA am Donnerstag keinen Käufer gefunden. Der weiße Zweiteiler, der die Schweizer Schauspielerin damals zum Sexsymbol machte, war vorab als besonders gefragtes Stück bei der Auktion von Hollywood-Memorabilien eingestuft worden. Das Startgebot für den Bikini lag zwar bei satten 300.000 Dollar (rund 254.000 Euro). Marktexperten hatten aber geschätzt, dass er für eine halbe Million Dollar den Besitzer wechseln könnte.

Sean Connery in „Jagd auf Roter Oktober“ und „Der Name der Rose“

+++ 1.30 Uhr: Stasi-Akten jetzt auch im Westen einsehbar +++

Die Akten der früheren DDR-Staatssicherheit werden künftig auch an verschiedenen Orten in Westdeutschland einsehbar sein. Die "schwierige Operation" der Eingliederung des Stasiunterlagen-Archivs ins Bundesarchiv komme nun zum erfolgreichen Abschluss, sagte der Bundesbeauftragte für diese Akten, Roland Jahn, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Freitagausgaben). Damit werde die Akten-Einsicht an allen Orten des Bundesarchivs möglich, also nicht nur in Ostdeutschland, sondern auch in Koblenz, Freiburg, Bayreuth und Ludwigsburg. "Das ist ein Ausdruck für gesamtdeutsches Denken", betonte Jahn. Die Stasiunterlagen gehörten zum "kulturellen Gedächtnis der Nation".

+++ 1.09 Uhr: Hubschrauber von Friedenstruppe abgestürzt +++

Beim Absturz eines Hubschraubers auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind acht Angehörige einer internationalen Friedenstruppe ums Leben gekommen. Sechs Opfer stammen aus den USA sowie jeweils eines aus Frankreich und Tschechien, wie die "Multinational Force & Observers" (MFO) am Donnerstag mitteilten. Zu dem Unglück sei es während eines Routineeinsatzes in der Nähe des Badeortes Scharm el Scheich am Roten Meer gekommen.

js / tis / fs DPA AFP

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