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News von heute: Moderator Walter Freiwald ist tot

Walter Freiwald ist tot +++ Türkei nimmt Anwalt der deutschen Botschaft fest +++ Woidke erneut Brandenburgs Ministerpräsident +++ Die News von Mittwoch im stern-Ticker.

In den sozialen Netzwerken trauern Fans und Kollegen um den Entertainer Walter Freiwald.

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Moderator: Walter Freiwald ist tot ( 22.56 Uhr)
  • Epstein-Skandal: Prinz Andrew nimmt keine offiziellen Termine mehr wahr (19.09 Uhr)
  • Bericht: Türkei nimmt Anwalt der deutschen Botschaft fest (17.49 Uhr)
  • Teile der Union fordern deutsche Flagge vor Schulen (15.26 Uhr)
  • Brandenburg: Ministerpräsident Woidke wiedergewählt (10.26 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker: 

+++ 22.56 Uhr: Walter Freiwald ist tot +++

Der Fernseh-Moderator Walter Freiwald ist tot. Freiwald, der vor allem mit der Sendung "Der Preis ist heiß" bekannt geworden war, starb am Samstag im Alter von 65 Jahren, wie seine Witwe der Deutschen Presse-Agentur am Mittwochabend bestätigte. "Am 16.11.2019 hat er den Kampf gegen den Krebs verloren. Sein Lebenswerk als Moderator und Entertainer, wie auch als liebender Ehemann und Familienvater bleibt unvergessen", hieß es zudem in einer Stellungnahme auf den Social-Media-Kanälen Freiwalds. Zuerst hatte RTL darüber berichtet. 

Walter Freiwald bei einem Auftritt in Köln

Walter Freiwald bei einem Auftritt in Köln

Erst Anfang November hatte Freiwald öffentlich gemacht, dass er unheilbar an Krebs erkrankt ist. Er werde "diese Krankheit nicht überleben", teilte der 65-Jährige vor zwei Wochen über Twitter und Facebook mit. "Der Krebs ist ein Arschloch und wird mich töten", schrieb er weiter. "Ich liebe meine Frau und meine Kinder." Wenige Tage später bedankte er sich noch für Zuspruch und Trost. "Danke für eure Reaktionen und euer Mitgefühl. Ihr tut mir gut. Vergesst mich nicht!", schrieb er.

+++ 20.56 Uhr: Greta Thunberg mit Kinderfriedenspreis ausgezeichnet +++

Die schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg ist mit dem Internationalen Kinderfriedenspreis ausgezeichnet worden. Die deutsche Fridays-for-Future Aktivistin Luisa Neubauer nahm den Preis der Organisation "Kidsrights" am Mittwochabend im niederländischen Den Haag stellvertretend entgegen. Sie betonte, die Bewegung sei nie für Galas und Preise auf die Straße gegangen. "Wir gingen auf die Straße, damit etwas passiert." Es sei aber weiterhin so, dass jedem Kind bevorstehe, auf einem kaputten Planeten alt zu werden. 

+++ 19.57 Uhr: Pompeo zeigt sich offen für Nato-Debatte +++

US-Außenminister Mike Pompeo hat sich grundsätzlich offen für Vorschläge zu Expertengruppen zur Zukunft der Nato gezeigt. "Jede Institution und jede Struktur, die geschaffen wurde, sollte ständig dahingehend bewertet werden, ob sie richtig dafür aufgestellt ist, um ihre Ziele zu erreichen", sagte Pompeo nach einem Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel. Das gelte mit Sicherheit auch für die Nato. "Ich weiß nicht, ob es genau der richtige Moment oder das richtige Format ist. Darüber werden wir nachdenken", so Pompeo. Aber es sei "außerordentlich vernünftig" sicherzustellen, dass die Nato richtig strukturiert sei. 

+++ 19.26 Uhr: Brandenburg: Landtag wählt drittes AfD-Präsidiumsmitglied +++

Im dritten Anlauf und nach mehreren Stunden Wahlmarathon ist der AfD im Brandenburger Landtag die Besetzung des dritten ihr zustehenden Postens im Parlamentspräsidium gelungen. Für den Abgeordneten Rolf-Peter Hooge stimmten am Mittwoch 34 Parlamentarier, gegen ihn 29. 16 Abgeordnete enthielten sich. Hooge war bei der Landtagswahl am 1. September als Direktkandidat seines Wahlkreises in Fürstenwalde/Spree in das Parlament gewählt worden.

In dem elfköpfigen Landtagspräsidium stehen der als zweitstärkste Kraft aus der Landtagswahl hervorgegangenen AfD drei Plätze zu. Bei der konstituierenden Sitzung im September wurden zwei Abgeordnete der AfD ins Präsidium gewählt, die Kandidaten für den dritten Posten waren seither jedoch durchgefallen.

+++ 19.16 Uhr: Gantz ist mit Regierungsbildung in Israel gescheitert +++

Benny Gantz vom oppositionellen Mitte-Bündnis Blau-Weiß gibt das Mandat zur Regierungsbildung in Israel an Präsident Reuven Rivlin zurück. Gantz habe Rivlin darüber informiert, dass er keine Regierung bilden könne, teilte Blau-Weiß mit. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit für eine dritte Parlamentswahl innerhalb eines Jahres. Vor Gantz war bereits der rechtskonservative Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, dem Anklagen in drei Korruptionsfällen drohen, bei dem Versuch der Regierungsbildung gescheitert. Nach Gantz' Rückgabe des Mandates kann nun jeder Abgeordnete versuchen, eine Mehrheit von 61 der insgesamt 120 Parlamentarier für eine Regierungskoalition zu suchen. Scheitert auch dies innerhalb der nächsten 21 Tage, droht Israel eine dritte Parlamentswahl innerhalb eines Jahres. Dann würde das Parlament automatisch aufgelöst werden. Innerhalb von 90 Tagen müsste dann regulär eine Neuwahl angesetzt werden. Sie könnte nach Medienberichten in der ersten Märzhälfte stattfinden.

+++ 19.09 Uhr: Epstein-Skandal: Prinz Andrew nimmt vorerst keine offiziellen Termine mehr wahr +++

Der britische Prinz Andrew nimmt wegen seiner Verwicklung in den Epstein-Skandal vorerst keine offiziellen Aufgaben für die britische Königsfamilie mehr wahr. Das teilte der zweitälteste Sohn von Königin Elizabeth II. am Abend mit.

Unglückliches BBC-Interview: Missbrauchsskandal: Prinz Andrew redet sich um Kopf und Kragen

+++ 19.07 Uhr: Israel: Auch Gantz scheitert mit Regierungsbildung +++

Benny Gantz vom oppositionellen Mitte-Bündnis Blau-Weiß gibt das Mandat zur Regierungsbildung an Israels Präsident Reuven Rivlin zurück, wie Blau-Weiß mitteilte. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit für eine dritte Parlamentswahl innerhalb eines Jahres. Zuvor war schon Premierminister Benjamin Netanjahu mit einer Regierungsbildung gescheitert.

+++ 18.42 Uhr: Trump sieht sich durch Botschafter-Aussage entlastet +++

US-Präsident Donald Trump sieht sich durch die Aussage des US-Botschafters bei der EU, Gordon Sondland, in den Impeachment-Ermittlungen entlastet. Trump zitierte in Washington aus der laufenden Aussage Gondlands im Kongress, als dieser von einem Telefonat mit Trump Anfang September berichtete. Sondland sagte, er habe den Präsidenten in jenem Gespräch gefragt, was dieser von der Ukraine wolle. "Ich will nichts", antwortete Trump demnach. "Ich will kein Quid pro quo. Sagen Sie Selenskyj einfach, dass er das Richtige tun soll." Trump sagte dazu, genau dies habe er in jenem Telefonat mit Sondland gesagt. Die Angelegenheit sei damit erledigt.

+++ 18.11 Uhr: Merkel stellt Türkei frisches Geld für syrische Flüchtlinge in Aussicht +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel stellt der Türkei frisches Geld für die Versorgung syrischer Flüchtlinge in Aussicht. Die CDU-Politikerin sagte nach einem Treffen mit dem kroatischen Ministerpräsidenten Andrej Plenkovic in Zagreb, gegebenenfalls müsse man der Türkei für die vielen Aufgaben bei der Beherbung der 3,5 Millionen Menschen weitere Hilfen geben. "Dazu wäre ich zum Beispiel bereit."

In einem Abkommen mit der Europäischen Union hatte die Türkei 2016 versprochen, die Überfahrten von Migranten und Flüchtlingen auf die griechischen Inseln zu unterbinden und abgelehnte Asylbewerber zurückzunehmen. Im Gegenzug sagte die EU sechs Milliarden Euro Hilfen zu, die inzwischen fast aufgebraucht sind. Nach EU-Angaben sind davon bereits 5,6 Milliarden Euro zugewiesen.

+++ 18.06 Uhr: Kasachstan: Arzt soll illegal Nieren transplantiert haben +++

In Kasachstan in Zentralasien hat die Polizei einen Arzt verhaftet, der gegen Geld illegal Nieren von Patienten entnommen haben soll. Die Organe hätten vor allem reiche Israelis erhalten, teilten die Behörden kasachischen Medienberichten zufolge am Mittwoch mit. Der Chefarzt eines Krankenhauses in Schymkent im Süden der Ex-Sowjetrepublik soll zwischen 2017 und 2018 Geld damit verdient haben. Organhändler hätten die Kontakte vermittelt.

Die Ermittler werfen ihm vor, vor allem Menschen aus Usbekistan, Kirgisistan und der Ukraine Organe entnommen zu haben. Sie hätten wegen "finanzieller Probleme" ihre Niere verkauft, hieß es. Um wie viele Patienten es sich handelt, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

+++ 18.03 Uhr: Großbritannien: Liberaldemokraten ziehen mit Brexit-Ablehnung in den Wahlkampf ++++

Die britischen Liberaldemokraten ziehen mit einer klaren Ablehnung des Brexit in den Wahlkampf vor der vorgezogenen Parlamentswahl am 12. Dezember. Der EU-Austritt Großbritanniens müsse aufgehalten werden, das dadurch eingesparte Kapital solle für öffentliche Ausgaben und den Kampf gegen Ungleichheiten zur Verfügung gestellt werden, fordern die Liberaldemokraten in einem am Mittwoch veröffentlichten Manifest. Unter den größeren Parteien sind die britischen Liberaldemokraten die einzigen, die den Brexit rundheraus ablehnen. Sie versprechen sich davon Wählerzuwanderungen aus den Reihen der regierenden Konservativen und der Labour-Partei.

"Unser Land hat etwas Besseres verdient, als das, was die beiden alten müden Parteien anbieten", erklärte die Parteichefin der Liberaldemokraten, Jo Swinson. Ihre Partei habe eine "positive Vision für eine glücklichere Zukunft" des Landes. 

+++ 17.50 Uhr: Rund 100 Migranten vor Zypern aufgegriffen +++

Die zyprischen Sicherheitsbehörden haben ein Boot mit rund 100 Migranten an Bord vor der Mittelmeerinsel aufgegriffen. Wie der staatliche Rundfunk (RIK) berichtete, schleppe ein Polizeiboot das Boot mit den Migranten in einen kleinen Hafen nahe der Gemeinde Paralimni im Südosten der Insel. Woher die Migranten stammen, blieb zunächst unklar. Die Behörden vermuten, dass sie in Syrien oder dem Libanon gestartet seien, wie andere zyprische Medien berichteten.

+++ 17.49 Uhr: Bericht: Anwalt der deutschen Botschaft in Ankara festgenommen +++

Wie "Spiegel Online" berichtet, haben türkische Behörden den sogenannten Vertrauensanwalt der deutschen Botschaft in Ankara wegen Verdachts auf Spionage festgenommen. Die Botschaft hatte demnach den türkischen Anwalt damit beauftragt, Informationen über türkische Staatsbürger einzuholen, die in Deutschland Asyl beantragt haben. Er erkundigt sich etwa bei türkischen Behörden, ob gegen die Personen Verfahren in der Türkei laufen oder ob ihnen bei der Rückkehr in ihre Heimat Haft droht.

Durch die Festnahme des Anwalts Mitte September könnten laut "Spiegel" Daten und Akten von rund 50 teils prominenten Kurden und Anhänger der Gülen-Sekte in die Hände des türkischen Geheimdienstes gelangt sein. Die deutsche Botschaft bemühe sich seit der Festnahme um die Freilassung des Anwalts.

+++ 16.57 Uhr: Mindestens sechs Tote bei Zusammenstößen in Bolivien +++

Bei Zusammenstößen zwischen Anhängern des zurückgetretenen bolivianischen Präsidenten Evo Morales und den Sicherheitskräften sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Weitere 30 Menschen wurden verletzt, als Soldaten und Polizisten am Dienstag in der Stadt El Alto Blockaden der Demonstranten räumten, um den Weg für Tanklastzüge freizumachen, wie die staatliche Ombudsstelle mitteilte.

Die Streitkräfte erklärten, sie hätten durchgreifen müssen, weil die Demonstranten mit Sprengsätzen hantiert hätten und wegen der großen Mengen Treibstoff in dem Gebiet die Gefahr einer Kettenreaktion bestanden hätte. Die Ombudsstelle rief die Sicherheitskräfte zur Zurückhaltung auf, um weitere Opfer zu vermeiden.    

+++ 16.19 Uhr: Somalia: Menschenrechtsaktivistin erschossen +++

In Somalia ist die Schwester der kanadisch-somalischen Menschenrechtsaktivistin Ilwad Elman unter noch ungeklärten Umständen getötet worden. Nach Polizeiangaben traf eine Kugel den Wagen, in dem Almaas Elman unterwegs war. Wer das Projektil abgefeuert hatte, blieb zunächst unklar. 

Elman befand sich nach inoffiziellen Angaben auf dem Weg zu einem Luftwaffen-Stützpunkt in der Stadt Halane. Gemeinsam mit ihrer dieses Jahr für den Nobelpreis vorgeschlagenen Schwester hatte sie sich in der von ihrem Vater gegründeten Elman-Friedensstiftung engagiert. Diese kümmert sich in Somalia um Frauen und ehemalige Kindersoldaten.

+++ 16.16 Uhr: Von Weizsäcker getötet: Angreifer soll in psychiatrische Klinik +++

Nach dem tödlichen Messerangriff auf den Berliner Arzt Fritz von Weizsäcker soll der Angreifer in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden. Dies wolle man in Hinblick auf eine "akute psychische Erkrankung" beantragen, teilte die Staatsanwaltschaft Berlin mit.

Twitter-Nutzer reagieren auf den Tod von Fritz von Weizsäcker

+++ 15.56 Uhr: Rekordmenge Kokain in Deutschland aufgespürt +++

Erstmals haben Ermittler in Deutschland mehr als zehn Tonnen Kokain in einem Jahr sichergestellt. Das Bundeskriminalamt (BKA) bestätigte einen entsprechenden Bericht des Norddeutschen Rundfunks für 2019. Er gehe davon aus, dass die Gesamtmenge am Jahresende noch deutlich höher liegen werde, sagte BKA-Kriminaldirektor Christian Hoppe dem Sender. Im Jahr 2014 hatte die Menge der sichergestellten Droge noch bei rund 1,5 Tonnen gelegen. Fahnder gehen nach dem Bericht davon aus, dass das Kokain vor allem aus Südamerika kommt. In den Containerhäfen in Hamburg und Bremerhaven seien die größten Mengen der Drogen im laufenden Jahr sichergestellt worden.

Braunau am Inn: Hitlers Geburtshaus wird zur Polizeiwache – um rechte Pilgerstätte zu verhindern

+++ 15.32 Uhr: Ablenkung am Steuer verursacht laut Studie jeden zehnten Unfall in Deutschland +++

Ablenkung am Steuer verursacht in Deutschland einer Studie zufolge etwa jeden zehnten Autounfall. Das berichtete die Versicherung DA Direkt unter Berufung auf eine Analyse im eigenen Auftrag. Demnach ging von der Beschäftigung mit dem Smartphone, einer aggressiven Stimmung im Auto sowie der Sorge vor den Gefahren durch andere Fahrer das größte Risiko aus. 60 Prozent aller durch Ablenkung verursachten Unfälle könnten laut eigener Statistik durch einen dieser drei Faktoren erklärt werden, berichtetet das Unternehmen weiter. Einer ergänzenden Umfrage zufolge sei mehr als die Hälfte der Autofahrer nach eigener Einschätzung oft bis sehr oft abgelenkt. Rund 43 Prozent der Befragten nutzten ihr Handy häufig oder sehr häufig bei der Fahrt.

+++ 15.26 Uhr: CDU und Schüler Union wollen dauerhafte Beflaggung vor Schulen +++

Vor Schulen in Deutschland sollten nach dem Willen der baden-württembergischen CDU dauerhaft die Deutschland-Flagge sowie die Fahnen des jeweiligen Bundeslandes und der Europäischen Union wehen. "Das soll das Nationalbewusstsein stärken, und es dient der Verbundenheit mit anderen Nationen der EU", sagte der Landesvorsitzende der Schüler Union, Adrian Klant. Einen entsprechenden Antrag der Schülerorganisation wird die CDU Baden-Württemberg nach eigenen Angaben auf dem Bundesparteitag der CDU am Freitag und Samstag in Leipzig stellen. Laut Parteitagsunterlagen empfiehlt die Antragskommission dem Parteitag, den Antrag anzunehmen.

Derzeit werden Schulgebäude nur an einzelnen Feiertagen beflaggt. Einige Landesverbände der Schüler Union hatten in den vergangenen Jahren wiederholt eine dauerhafte Beflaggung vor Schulgebäuden gefordert, darunter Niedersachsen und Hessen.

+++ 15.09 Uhr: Weitere Festnahme im Kindesmissbrauchsfall von Bergisch Gladbach +++

Im Zuge der Ermittlungen um den massenhaften Missbrauch von Kindern hat die Polizei einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Der 32-Jährige aus Bergisch Gladbach sitze in Untersuchungshaft, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Er soll zwei Kinder missbraucht und kinderpornografisches Material verbreitet haben. Sein Wohnsitz werde durchsucht, hieß es. Es ist die zehnte Festnahme in dem Missbrauchsfall. In dem aufgedeckten Netzwerk sollen Täter Fotos und Videos vom Missbrauch in Chat-Gruppen mit bis zu 1800 Mitgliedern verbreitet haben. Die Ermittler arbeiten sich durch riesige Mengen von Daten mit belastendem Material und gehen von weiteren Tätern und Opfern aus.

+++ 15.00 Uhr: Großbritannien will zum Überschwemmungsschutz Biber wieder ansiedeln +++

Im Kampf gegen Überschwemmungen plant Großbritannien die Wiederansiedlung von Bibern. Die für den Schutz historischer Gemäuer und Landschaften zuständige Stiftung National Trust kündigte für das Frühjahr die Freilassung von Bibern in zwei Regionen in Südengland an. Mit ihren Dämmen sorgten die Tiere dafür, in Trockenperioden Wasser zurückzuhalten, verringerten das Risiko von Sturzfluten und Erosion und verbesserten die Wasserqualität, erklärte Projektmanager Ben Eardley. Die Biber könnten "helfen, unsere Landschaften widerstandsfähiger gegen den Klimawandel und die damit verbundenen Wetterextreme zu machen".

+++ 14.53 Uhr: Fluggesellschaft Norwegian bekommt neuen Chef +++

Die norwegische Billigfluggesellschaft Norwegian bekommt zum Jahreswechsel einen neuen Chef. Jacob Schram werde zum 1. Januar 2020 die Leitung des Unternehmens übernehmen, teilte Norwegian mit. Schram machte deutlich, er wolle sein Hauptaugenmerk  darauf richten, das Unternehmen wieder profitabel zu machen. Schram wird Nachfolger von Bjørn Kjos, der aus der einst kleinen Inlandsfluglinie in 17 Jahren als Vorstandschef eine weltweit tätige Airline gemacht hat. Kjos hatte im Juli seinen Rücktritt erklärt. 

+++ 14.38 Uhr: Chile: Polizei verzichtet auf Gummigeschosse +++

Angesichts Hunderter Verletzter bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Chile hat die Polizei den Einsatz von Gummigeschossen weitgehend ausgesetzt. Bei Demonstrationen werde die Munition bis auf weiteres nicht mehr eingesetzt, teilte die Polizei am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Gummigeschosse dürften nur noch im Extremfall verwendet werden, wenn Gefahr für das Leben von Beamten oder Zivilisten bestehe. 

Video: Woidke regiert mit Kenia weiter

+++ 14.36 Uhr: Waldarbeiter finden toten Sumatra-Elefanten ohne Stoßzähne +++

Waldarbeiter haben auf der indonesischen Insel Sumatra einen seltenen Sumatra-Elefanten tot aufgefunden - ohne seine Stoßzähne. Einem anderen Bericht zufolge fehlte dem Tier der ganze Kopf. Das etwa 40 Jahre alte männliche Tier wurde offensichtlich von Wilderern getötet, wie die regionale Naturschutzbehörde mitteilte. Nach Angaben der Tierschutzorganisation WWF gibt es inzwischen weniger als 3000 Sumatra-Elefanten. Wilderei und die Rodung der Wälder macht dem Bestand zu schaffen.

Auch in Kenia hat der Tod eines Elefanten Empörung und Betroffenheit ausgelöst. Auf einem Video sind Dorfbewohner dabei zu sehen, wie sie mit Macheten und Äxten auf das am Boden liegende Tier einhacken, während andere es mit Steinen bewerfen. Nach Angaben des nationalen Wildlife Services (KWS) hatte sich der Vorfall im Vorjahr etwa 250 Kilometer nördlich der Hauptstadt Nairobi zugetragen, wo der Kadaver eines streunenden Elefanten aus dem Ncoroiboro-Imenti-Schutzgebiet gefunden worden war. 

+++ 14.28 Uhr: Huthi-Rebellen geben ausländische Schiffe und Crews wieder frei +++

Die Huthi-Rebellen im Jemen haben drei ausländische Schiffe und alle 16 Besatzungsmitglieder wieder freigegeben, die am Wochenende festgesetzt worden waren. Wie das südkoreanische Außenministerium am Mittwoch mitteilte, gaben die vom Iran unterstützten Rebellen zwei südkoreanischen Schiffe und einen saudiarabischen Schlepper wieder frei. Auch die Besatzungsmitglieder, darunter zwei Südkoreaner, sind demnach frei.

Am Sonntag hatten die Huthis die Schiffe im Roten Meer beschlagnahmt und in den Hafen von Saleef gebracht, weil die Schiffe "ohne vorherige Ankündigung" in Jemens Hoheitsgewässer gefahren seien, wie die Rebellen am Dienstag mitteilten.

+++ 14.16 Uhr: Klinik legt Kondolenzbuch für Fritz von Weizsäcker aus +++

Die Berliner Schlosspark-Klinik hat nach eigenen Angaben ein Kondolenzbuch für den dort getöteten Mediziner Fritz von Weizsäcker ausgelegt. "Alle Mitarbeiter haben die Möglichkeit, in einem geschützten Raum ihre Betroffenheit zum Ausdruck zu bringen", teilte die Klinik mit. Der Chefarzt war am Dienstagabend während eines öffentlichen Vortrags erstochen worden. "Mitarbeiter und auch Teilnehmer der Veranstaltung erhalten psychologische Unterstützung", heißt es in der Mitteilung.

Von Weizsäcker (59), Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, leitete die Abteilung Innere Medizin und Gastroenterologie. Tatverdächtig ist ein 57-jähriger Deutscher.

+++ 14.11 Uhr: Uganda: Hilfsorganisation ruft Hunderttausende schadhafte Kondome zurück +++

Die weltweit aktive Hilfsorganisation Marie Stopes hat in Uganda hunderttausende schadhafte Kondome zurückgerufen. Betroffen seien zwei Chargen von je etwa 400.000 Präservativen, sagte David Kamu von Marie Stopes Uganda am Mittwoch. Die Gesundheitsbehörde des Landes hatte zuvor gewarnt, die Kondome der Marke "Life Guard" seien bei Qualitätstests durchgefallen, weil sie teilweise löchrig seien und platzen könnten. Uganda hat eine der höchsten HIV-Raten der Welt.

Marie Stopes ist laut eigener Website die größte karitative Familienplanungsorganisation in Uganda. Nach Angaben der UN-Organisation Unaids sind 1,4 Millionen Ugander mit dem Aids-Virus infiziert.

+++ 14.01 Uhr: "Verschissmus"-Kranz: Polizei prüft Ende der Ermittlungen +++

Die Essener Polizei prüft, ob sie den Fall der "Verschissmuss"-Schleife an einem Gedenkkranz der SPD in Mülheim zu den Akten legen kann. Die Entscheidung müsse noch mit der Staatsanwaltschaft abgesprochen werden, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Die Polizei hatte sich wegen des großen öffentlichen Interesses eingeschaltet. Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten hatten die Beamten nach früheren Angaben nicht gefunden. 

Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung (Bezahlinhalt) ist ein Übermittlungsfehler die Ursache für die falsche Beschriftung. Eine Mitarbeiterin des Blumengeschäfts, die den Kranz für eine Gedenkveranstaltung am Volkstrauertag geliefert hatte, habe den von der SPD am Telefon durchgegeben Text aufgenommen und dabei "Den Opfern von Krieg und Verschissmuss" anstatt "Den Opfern von Krieg und Faschismus" aufgeschrieben. Den Text habe sie so an die Schleifendruckerei gefaxt. Dort sei er nicht überprüft worden. "Alles war klar und deutlich geschrieben und leserlich. Ich drucke das, was der Kunde uns per Fax zuschickt", sagte der Besitzer der Druckerei der Zeitung.

+++ 13.51 Uhr: Autozulieferer Continental schließt Hydraulik-Sparte +++

Der Autozulieferer Continental wird sich definitiv aus dem Geschäft mit Hydraulik-Technik für Verbrennungsmotoren zurückziehen. Entsprechende Pläne des Vorstands bestätigte der Aufsichtsrat des Dax-Konzerns am Mittwoch bei einer Sitzung in Hannover. Die Fertigung hydraulischer Komponenten für Benzin- und Dieselantriebe solle "in den kommenden Jahren" auslaufen, erklärte das Unternehmen. "Hintergrund ist der durch verschärfte Abgasgesetze beschleunigte, disruptive Umstieg der Autoindustrie auf Elektromobilität", hieß es. Die Hydraulik-Nachfrage sei eingebrochen.

Bisher stellt Continental zugehörige Teile wie Hochdruckpumpen oder Einspritzdüsen etwa im bayerischen Roding, im sächsischen Limbach-Oberfrohna sowie in den USA (Newport News) und in Italien (Pisa) her. Der Konzern setzt angesichts des Umbruchs der Autobranche künftig vor allem auf Elektronik, Sensorik und Technologien zum automatisierten Fahren.

+++ 13.37 Uhr: Holocaust verharmlost: "Extinction Rebellion" distanziert sich von Gründer +++

Der deutsche Ableger des Klimaprotestbündnisses Extinction Rebellion hat sich am Mittwoch scharf von Äußerungen des britischen Bewegungsmitbegründers Roger Hallam distanziert, die den Holocaust relativieren. Die in einem aktuellen Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" getätigten Aussagen seien für Extinction Rebellion Deutschland "nicht tragbar", betonte das Bündnis. Das gelte für Inhalt wie Ausdrucksweise.

Wie die "Zeit" am Mittwoch vorab berichtete, nannte Hallam den vor rund 70 Jahren von dem Deutschen an den europäischen Juden verübten Holocaust in einem Interview als "just another fuckery in human history". Der betont vulgäre englische Ausdruck lässt sich dabei ungefähr mit "nur ein weiterer Schwachsinn in der Menschheitsgeschichte" übersetzen. Die "Zeit" selbst übersetzte diesen mit "nur ein weiterer Scheiß".

"Extinction Rebellion Deutschland distanziert sich entschieden von Roger Hallams verharmlosenden und relativierenden Äußerungen zum Holocaust", teilte der hiesige Ableger dazu mit. Das gelte ebenso für dessen weitere Aussagen zu Demokratie, Rassismus und Sexismus.

+++ 13.27 Uhr: Bundeskanzlerin kondoliert Familie Weizsäcker +++

Nach der tödlichen Messerattacke auf den Arzt Fritz von Weizsäcker hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihr Beileid bekundet. "Es ist ein entsetzlicher Schlag für die Familie von Weizsäcker, und die Anteilnahme der Bundeskanzlerin, sicher auch der Mitglieder der Bundesregierung insgesamt, gehen an die Witwe, an die ganze Familie", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin.

Der Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker soll am Dienstagabend in Berlin während eines Fachvortrags erstochen worden sein. Über das Motiv des 57 Jahre alten Tatverdächtigen war zunächst nichts bekannt.

Twitter-Nutzer reagieren auf den Tod von Fritz von Weizsäcker

+++ 13.24 Uhr: Großbritannien: Dorfbewohner finden immer wieder Geldbündel auf der Straße +++

Ein einstiges Bergbau-Dorf in Nordostengland sucht nach einem anonymen Wohltäter. In den vergangenen fünf Jahren legte ein Unbekannter immer wieder Geldbündel auf den Straßen von Blackhall Colliery ab - bis heute fanden die Bewohner 13 Bündel mit Banknoten im Wert von insgesamt 26.000 Pfund (33.000 Euro). "Diese Bündel werden immer in aller Öffentlichkeit auf dem Gehweg hinterlassen und von zufälligen Passanten gefunden, die sie bei uns abgeliefert haben", sagte John Forster von der Polizei des Landkreises Durham.

Zuletzt wurde am Montag Geld gefunden, es war der vierte Fund in diesem Jahr. Möglicherweise lege ein guter Samariter das Geld ab, spekulierte Forster. Der Polizist lobte den "unglaublichen Gemeinschaftssinn" der Bürger, die das Geld ablieferten. Zeitungen bezeichnen Blackhall Colliery bereits als das ehrlichste Dorf im Vereinigten Königreich.

+++ 12.53 Uhr: Indien: Vielflieger gibt sich für schnelleren Sicherheitscheck als Lufthansa-Pilot aus +++

Um langen Schlangen am Flughafen zu entgehen, hat sich ein Passagier in Indien als Lufthansa-Pilot ausgegeben. Der 48-Jährige sei am Indira-Gandhi-International-Airport in Neu-Delhi festgenommen worden, wo er einen Flieger nach Kolkata im Osten des Landes nehmen wollte, teilte die Polizei in der indischen Hauptstadt mit. Die Lufthansa sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Vorgang sei ihr bekannt - man unterstütze die indischen Behörden bei der Aufklärung des Falls.

Den Polizeiangaben zufolge hatte der Mann bei seiner Festnahme am Dienstag am Flugsteig eine Pilotenuniform der deutschen Lufthansa getragen und einen falschen Ausweis dabei. Das Sicherheitspersonal der Lufthansa machte die Behörde zuvor auf eine verdächtige Person in der Airline-Uniform aufmerksam, wie der stellvertretende Polizeichef Sanjay Bhatia sagte. Bei seiner Befragung gab der Geschäftsmann an, ein Vielflieger zu sein. In den vergangenen sechs Monaten habe er sich wiederholt als Pilot ausgegeben, um schneller durch die Sicherheitskontrollen zu kommen. Zudem habe er auch Sitzplätze genutzt, die normalerweise für Crew-Mitglieder reserviert sind.

+++ 12.41 Uhr: Britischer Ex-Diplomat wirft China Folter vor +++

Ein früherer Mitarbeiter des britischen Konsulats in Hongkong hat der chinesischen Geheimpolizei vorgeworfen, ihn tagelang gefoltert zu haben. Der aus Hongkong stammende Simon Cheng erklärte am Mittwoch, er sei im August 15 Tage lang in China inhaftiert gewesen und zur Rolle Großbritanniens in der Demokratiebewegung in Hongkong verhört worden. Dabei sei er geschlagen, gefesselt und misshandelt worden. Das britische Außenministerium bestellte aus Protest den chinesischen Botschafter ein.

Cheng war nach eigenen Angaben im August nach einer Reise in die benachbarte südchinesische Stadt Shenzen in "Administrativhaft" genommen worden. Im sozialen Netzwerk Facebook schrieb er, er sei mit einem Hochgeschwindigkeitszug auf dem Rückweg nach Hongkong gewesen, als er von chinesischen Polizisten gestoppt und nach Shenzhen zurückgeschickt wurde. Die chinesische Polizei warf ihm demnach vor, ein britischer Spion zu sein. Er sei von den Beamten zu Kraftübungen gezwungen worden. Wenn er nicht mehr weiter gekonnt habe, sei er geschlagen worden. 

+++ 12.28 Uhr: Polizei München gibt Entwarnung wegen Drohanruf +++

Die Polizei München hat nach dem Großeinsatz am Marienplatz Entwarnung gegeben. "Wir konnten am Marienplatz in München keine Gefahr für Passanten und Besucher feststellen", schreibt die Polizei auf Twitter. Nun konzentriere man sich darauf, die Hintergründe zu ermitteln.

+++ 12.20 Uhr: Wegen Nitrat im Grundwasser: Umweltschützer verklagen Bundesländer +++

Umweltschützer haben Klage gegen die Regierungen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wegen der zu hohen Nitratbelastung im Grundwasser eingereicht. Zwei Drittel der deutschen Gebietsfläche der Ems-Region "befinden sich in einem schlechten chemischen Zustand", erklärten die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und die Naturschutzorganisation BUND am Mittwoch. Der Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter im Grundwasser werde an vielen Messstellen in der Region überschritten.

Die DUH reichte Klage beim Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg auf der Grundlage der Wasserrahmenrichtlinie ein, unterstützt wird sie vom BUND. Als Hauptgründe für das Problem sehen sie die Überdüngung und intensive Tierhaltung in der Region. Um die "Massen an Gülle und Gärresten bedarfsgerecht auf die Felder auszubringen", müsste Niedersachsen 200.000 Hektar größer sein, argumentieren die Umweltschützer.

+++ 12.16 Uhr: Migranten in Kühlcontainer kommen wohl aus Irak und Kuwait +++

Die 25 auf einer Nordseefähre in einem Kühllaster entdeckten Migranten stammen wahrscheinlich überwiegend aus Kuwait und dem Irak. Das teilte die Polizei der niederländischen Stadt Rotterdam am Mittwoch via Twitter mit. Die Identitätsbestimmung sei allerdings noch nicht abgeschlossen, deshalb könne man die Herkunft noch nicht mit aller Sicherheit bestätigen. Zu der Gruppe zählten demnach auch sechs Minderjährige. Der Fahrer des Kühllasters wurde festgenommen. Zunächst war unklar, ob der 39 Jahre alte Rumäne von den Menschen in dem Kühlauflieger wusste.

Die 25 Menschen waren am Dienstagnachmittag in dem Kühlcontainer auf der dänischen Frachtfähre "Britannia Seaways" gefunden worden. Das Schiff war auf dem Weg vom niederländischen Hafen Vlaardingen bei Rotterdam ins englische Felixstowe gewesen, drehte nach der Entdeckung aber um. Der Kühlcontainer auf dem Lastwagen war nach Informationen der niederländischen Nachrichtenagentur ANP eingeschaltet.

+++ 12.10 Uhr: Von Weizsäcker erstochen: Verdächtiger kein Patient der Klinik +++

Der Verdächtige im Fall des tödlichen Angriffs auf einen Chefarzt in Berlin war kein Patient der Klinik, in der die Tat geschah. Das sagte eine Polizeisprecherin dem Sender ntv. Zur Zurechnungsfähigkeit des Mannes lägen bisher keine Erkenntnisse vor. Opfer der Messerattacke am Dienstagabend war Fritz von Weizsäcker, ein Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. 

Die Polizei gab bisher an, dass der Festgenommene 57 Jahre alt und Deutscher ist. Die Tatwaffe sei ein Messer gewesen. Noch am Mittwoch sollte ein Ermittlungsrichter darüber entscheiden, ob der Verdächtige in Untersuchungshaft oder in eine psychiatrische Einrichtung kommt.

+++ 12.09 Uhr: Russland: Abzug der Kurden aus Nordsyrien fast abgeschlossen +++

Kurdische Kämpfer in Nordsyrien haben sich nach russischen Angaben aus nahezu allen Gebieten an der Grenze zur Türkei zurückgezogen. "Der Abzug ist so gut wie abgeschlossen", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch in Moskau der Agentur Interfax zufolge. "Es gibt nur noch einige wenige Regionen, wo das noch getan werden muss." Ähnliche Aussagen hatte es bereits in der Vergangenheit gegeben. Die Kurden hätten keine Alternative zu einer Kooperation mit der Regierung in Damaskus, meinte Lawrow.

Die Türkei hatte wiederholt mit einer Militäroffensive gedroht, sollten die Kurdenmilizen nicht wie vereinbart abziehen. Präsident Recep Tayyip Erdogan kritisierte erst am Dienstag erneut, dass weder Russland noch die USA es geschafft hätten, die Grenze komplett von "Terroristen" zu befreien.

+++ 12.05 Uhr: Polizei München nach Drohanruf im Großeinsatz +++

Die Polizei München hat einen Hinweis bekommen und ist deswegen am Marienplatz im Einsatz. Das schreibt die Polizei München auf Twitter. Laut einem Bericht der "tz" hat ein anonymer Anrufer auf eine angebliche "Bedrohungslage" hingewiesen. Derzeit seien schwer bewaffnete Beamte in der Innenstadt zu sehen, berichtet die Zeitung. Der Marienplatz ist der Platz vor dem "Neuen Rathaus" und eine der großen Touristenattraktionen der Münchener Altstadt.

+++ 11.19 Uhr: Afghanistan: Mindestens zwölf Tote bei Angriff auf Kontrollposten +++

Bei einem Überfall der militant-islamistischen Taliban auf einen Kontrollposten in der nordafghanischen Provinz Kundus sind mindestens zwölf Soldaten getötet worden. Mindestens vier weitere Soldaten seien bei dem Vorfall im Bezirk Imam Sahib verwundet worden, teilten Provinzräte mit. Die Taliban kontrollierten Teile des Bezirks seit mehreren Monaten, sagten die Provinzräte weiter.

Die Gefechte in Afghanistan dauern ungeachtet eines diese Woche vollzogenen Gefangenenaustausches zwischen den Taliban und der afghanischen Regierung weiter an. Präsident Aschraf Ghani hatte davor die Hoffnung ausgedrückt, die Freilassung von drei hochrangigen Taliban-Mitgliedern würde den Weg für direkte Friedensgespräche bereiten. Diese hatten die Taliban bisher abgelehnt, sie betrachten die Regierung in Kabul als "Marionette" des Westens.

+++ 11.04 Uhr: SPD plant neues Kindergeld +++

Die SPD will Familien mit geringeren Einkommen durch ein neues Kindergeld vor Armut schützen. Die kommissarische SPD-Chefin Malu Dreyer stellte in den Zeitungen der Funke Mediengruppe von Mittwoch ein Konzept vor, das die Sozialdemokraten auf ihrem Bundesparteitag im Dezember beschließen wollen. "Wir wollen eine existenzsichernde Geldleistung anbieten, die alle bisherigen Familienleistungen zusammenfasst", sagte Dreyer. "Sie soll gestaffelt sein nach Einkommenssituation der Eltern."

Je ärmer die Familie ist, desto höher wird demnach die Geldleistung sein. Der monatliche Basisbetrag liege bei 250 Euro, der Höchstbetrag für Kinder ab 14 Jahren bei 478 Euro. Die SPD will auch ein "Teilhabekonto" in Form einer Kinderkarte mit monatlich 30 Euro einführen. Damit hätten Kinder die Möglichkeit, "in den Sportverein, die Musikschule oder ins Schwimmbad zu gehen - unabhängig vom Geldbeutel der Eltern", erläuterte Dreyer. Außerdem soll es in ganz Deutschland beitragsfreie Kitas, kostenlose Ganztagsangebote für Schulkinder und freie Fahrt mit Bus und Bahn im Nahverkehr für alle Kinder geben.

+++ 10.51 Uhr: AfD Thüringen scheitert mit Prüffall-Klage vor Verfassungsgericht +++

Eine Verfassungsklage der Thüringer AfD gegen ihre öffentliche Einstufung als Prüffall des Verfassungsschutzes ist unzulässig. Das entschieden Thüringens Verfassungsrichter in Weimar. Damit erklärte sich das Verfassungsgericht für die Klage nicht zuständig. 

Die Thüringen AfD hatte gegen den Präsidenten des Thüringer Verfassungsschutzes, Stephan Kramer, sowie Innenminister Georg Maier (SPD) geklagt. Kramer hatte die AfD vor einem Jahr zum "Prüffall" erklärt - einer Vorstufe zu einer möglichen Beobachtung wegen extremistischer Tendenzen. Innenminister Maier widersprach dieser Einschätzung nicht. Die AfD sah darin einen unzulässigen Eingriff in ihre Rechte als Partei. AfD-Chef Björn Höcke kündigte an, die Sache werde weiter beim Verwaltungsgericht in Weimar verfolgt. Dort habe die AfD ebenfalls eine Klage eingereicht, sagte Höcke.   

+++ 10.36 Uhr: Bislang keine Erkenntnisse über Motiv für tödliche Messerattacke +++

Nach der tödlichen Messerattacke auf den Berliner Chefarzt Fritz von Weizsäcker während eines Vortrags hat die Polizei weiter keine Erkenntnisse zum Motiv des 57 Jahre alten Tatverdächtigen. Die Ermittlungen der achten Mordkommission, insbesondere auch zum Motiv des Manns, dauerten an, teilten die Ermittler mit. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft sollte der Angreifer dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

+++ 10.26 Uhr: Brandenburgs Ministerpräsident Woidke wiedergewählt +++

Der SPD-Politiker Dietmar Woidke ist für eine weitere Amtszeit zum Brandenburger Ministerpräsidenten gewählt worden. Er erhielt bei der Abstimmung im Landtag in Potsdam im ersten Wahlgang die dafür nötige Mehrheit. Woidke wird eine sogenannte "Kenia"-Regierungskoalition aus SPD, CDU und Grünen anführen, die im Potsdamer Landtag über eine komfortable Mehrheit von 50 der insgesamt 88 Sitze verfügt. Woidke hatte im August 2013 das Ministerpräsidentenamt vom damals erkrankten Amtsinhaber Matthias Platzeck (SPD) übernommen und in der vergangenen Legislaturperiode ein rot-rotes Regierungsbündnis angeführt. Bei der Wahl im vergangenen September wurde die SPD erneut stärkste Fraktion im Landtag, die rot-rote Regierung verlor allerdings ihre Mehrheit - nicht zuletzt wegen des Abschneidens der AfD, die zweitstärkste Kraft wurde.

+++ 10.23 Uhr: Journalistinnenmord auf Malta: Verdächtiger Geschäftsmann festgenommen +++

In Malta ist ein prominenter Geschäftsmann im Zusammenhang mit der Ermordung der Journalistin Daphne Caruana Galizia vor zwei Jahren festgenommen worden. Er sei am Morgen gefasst worden, als er mit seiner Luxusjacht die Insel verlassen wollte, meldete die "Times of Malta". Die Festnahme wurde der Deutschen Presse-Agentur aus Ermittlerkreisen bestätigt. Videos zeigten, wie Sicherheitskräfte die Yacht durchsuchten.

Caruana Galizia, eine regierungskritische Bloggerin, war am 16. Oktober 2017 nahe ihrem Haus in Bidnija in ihrem Auto in die Luft gesprengt worden. Sie hatte unter anderem über Korruption bei Regierung und Geschäftsmännern auf Malta und ihre Verwicklung in den Skandal um die "Panama Papers" recherchiert.

+++ 10.20 Uhr: Mindestens 14 Tote bei israelischem Angriff in Syrien +++

Bei den neuen Angriffen der israelischen Luftwaffe im benachbarten Syrien sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Die Syrische Beobachtungsstelle meldete am Mittwoch, es seien elf Soldaten der syrischen Armee und Kämpfer regierungstreuer Milizen getötet worden. Sieben der Todesopfer seien keine Syrer gewesen. Israelische Raketen hätten unter anderem ein Waffenlager der iranischen Al-Kuds-Einheit zerstört. 

Aus Kreisen syrischer Gesundheitseinrichtungen hieß es zudem, es seien im Umland südwestlich der Hauptstadt Damaskus drei Zivilisten getötet worden. Syrische Armeekreise meldeten, auch sechs Militärangehörige seien ums Leben gekommen.

+++ 10.14 Uhr: Studie: 38 Prozent gehen von politischem Einfluss auf Medien aus +++

Etwa vier von zehn Bürgern glauben einer Studie zufolge, dass Staat und Regierung deutschen Medien Vorgaben bei der Berichterstattung mache. 38 Prozent der Befragten gehen davon aus; 58 Prozent sehen hingegen keinen Einfluss der Politik. Das teilte der Westdeutsche Rundfunk (WDR) am Mittwoch in Köln mit. In dessen Auftrag fragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap zur Glaubwürdigkeit der Medien. 

37 Prozent vermuten demnach, dass besonders die Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks von Vorgaben durch die Politik betroffen sei. Beim Fernsehen allgemein lag der Wert bei 15 Prozent, und bei Tageszeitungen und Zeitungen allgemein bei 9 Prozent.

+++ 10.02 Uhr: Zwei mutmaßliche IS-Anhängerinnen in Amsterdam gelandet +++

In den Niederlanden sind zwei mutmaßliche IS-Anhängerinnen mit ihren Kindern angekommen. Die beiden Frauen wurden sofort nach ihrer Ankunft am Amsterdamer Flughafen festgenommen, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP unter Berufung auf Staatsanwaltschaft und Justizministerium mitteilte. Eine der Frauen besitzt demnach die niederländische Staatsangehörigkeit, der anderen war sie vergangenen Monat entzogen worden.

Die Frauen sind den Angaben zufolge 23 und 25 Jahre alt, die Kinder drei und vier. Nach ihrer Ankunft am Dienstagabend wurden die Kinder dem Jugendamt übergeben. Die jungen Frauen stehen unter Verdacht, Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu haben. Sie sollen am Freitag dem Haftrichter in Rotterdam vorgeführt werden.

+++ 10.01 Uhr: Mehrere Verletzte bei Explosion in Süditalien +++

Bei einer Explosion in Süditalien sind fünf Feuerwehrmänner und zwei Polizisten verletzt worden. Die Einsatzkräfte seien am Mittwoch gegen 01.40 Uhr wegen eines Brandes zu dem Gebäude in Reggio Calabria gekommen, als sich die Explosion ereignete, teilte die Feuerwehr mit. Die Verletzten konnten am Vormittag das Krankenhaus wieder verlassen. Laut Nachrichtenagentur Ansa handelte es sich bei dem Gebäude um eine Metzgerei. Brandursache sei ein Kurzschluss gewesen.

Anfang November waren während eines Brandeinsatzes in Norditalien drei Feuerwehrmänner durch eine Explosion getötet worden. Der Besitzer des Hauses wurde Tage später festgenommen. Er gestand, die Explosion ausgelöst zu haben, um eine Versicherungssumme zu kassieren.

+++ 9.20 Uhr: Afghanistan: Zwei US-Soldaten sterben bei Hubschrauberabsturz +++

Bei einem Hubschrauberabsturz in Afghanistan sind zwei US-Soldaten ums Leben gekommen. Es deute alles auf einen Unfall hin, teilte die US-Armee mit. Erste Berichte ließen den Schluss zu, dass der Hubschrauber nicht abgeschossen worden sei. Zum Ort des Unglücks machte die Armee keine Angaben. Die radikalislamischen Taliban gaben indes an, den Hubschrauber in der Nacht im Bezirk Scharch in der Provinz Logar abgeschossen zu haben.

Nach US-Armeeangaben kamen in diesem Jahr bereits 19 US-Soldaten bei Kampfhandlungen in Afghanistan ums Leben. 18 Jahre nach dem US-Einmarsch in das Land am Hindukusch sind noch rund 13.000 US-Soldaten dort stationiert. Nach UN-Angaben wurden in diesem Jahr bereits mehr als 2500 afghanische Zivilisten getötet.

+++ 9.09 Uhr: Immer mehr Schweinepest-Fälle nahe deutscher Grenze +++

In Polen nahe der deutschen Grenze sind weitere 18 Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen nachgewiesen worden. Der Erreger wurde bei toten Tieren in der Woiwodschaft Lebus gefunden, wie der polnische Veterinärdienst am Dienstagabend mitteilte. Die Kadaver waren am Wochenende entdeckt worden. Bei einem dieser Tiere war ASP bereits nachgewiesen, zudem bei einem zuvor überfahrenen Wildschwein. 

Die EU-Kommission will sich nun einen Überblick über die Situation verschaffen. Ein Wissenschaftler des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) reise dafür nach Westpolen, teilte das Bundesforschungsinstitut auf der Insel Riems bei Greifswald mit. 

+++ 08.52 Uhr: Aktivisten: Elf Kämpfer bei israelischen Luftangriffen in Syrien getötet +++

Bei israelischen Luftangriffen auf syrische und iranische Stellungen in Syrien sind nach Angaben von Aktivisten elf Kämpfer getötet worden. Unter den Toten seien sieben Ausländer, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Unklar sei noch, ob es sich bei den Ausländern um Iraner oder proiranische Kämpfer anderer Nationalitäten handele. Überdies seien vier Zivilisten verletzt worden.

Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle bezieht ihre Angaben von Aktivisten vor Ort. Ihre Angaben können von unabhängiger Seite kaum bestätigt werden.

+++ 08.33 Uhr: Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen gesunken +++

Trotz der großen Nachfrage nach Immobilien setzt sich der Rückgang bei den Baugenehmigungen in Deutschland fort. In den ersten neun Monaten dieses Jahres stimmten die Behörden dem Neubau oder Umbau von 257.900 Wohnungen zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das waren 1,9 Prozent weniger als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

+++ 07.19 Uhr: Mehrere Menschen nach Chemie-Unfall in den USA behandelt +++

Nach einem Chemieunfall in einem Werk für Sprühprodukte in Merrimack (US-Bundesstaat New Hampshire) sind laut Medienberichten 13 Menschen in Krankenhäuser gebracht worden. 53 weitere wurden vor Ort behandelt, meldete der Sender NBC 10 Boston. Es sei jedoch niemand ernsthaft verletzt worden, berichteten andere örtliche Medien.

Auslöser sei ein chemisches Pulver aus einem vom Händler falsch beschrifteten Paket gewesen, schrieb die Zeitung "New Hampshire Union Leader" unter Berufung auf Feuerwehrchef Mike Currier. Beim Einsatz der Substanz sei es dann zu einer ungewünschten Reaktion gekommen. Um welche Substanz es sich genau handelte, war zunächst nicht bekannt. Sicherheitshalber sei das Gebäude evakuiert worden, hieß es weiter.

+++ 07.10 Uhr: Papst Franziskus zu Besuch in Thailand +++

Papst Franziskus ist zu einem dreitägigen Besuch in Thailand eingetroffen. Das mehrheitlich buddhistische Königreich ist erste Station einer Asien-Reise, die das Oberhaupt der katholischen Kirche auch nach Japan führen wird. Auf dem Programm in der Hauptstadt Bangkok stehen zwei große Messen und ein Treffen mit König Maha Vajiralongkorn. Mit Spannung wird erwartet, ob der Papst zu Themen wie Menschenhandel und Sextourismus Stellung beziehen wird.

+++ 06.06 Uhr: Zwei US-Soldaten in Afghanistan bei Hubschrauberabsturz getötet +++

In Afghanistan sind zwei US-Soldaten bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen. Das teilten die US-Streitkräfte in Afghanistan  mit. Die Ursache des Absturzes werde untersucht, vorläufige Berichte würden jedoch nicht darauf hinweisen, dass er durch feindliches Feuer verursacht wurde, hieß es in der Mitteilung weiter.

Weitere Angaben machte die Nato-Mission zunächst aus Rücksicht auf die Familienangehörigen nicht. Damit sind in diesem Jahr bereits 19 Angehörige der US-Armee umgekommen.

+++ 06.05 Uhr: Globaler Terrorismus-Index: Zahl der Terroropfer sinkt weiter +++

Die Zahl der weltweiten Terroropfer ist im vergangenen Jahr das vierte Mal in Folge gesunken. Das geht aus dem Globalen Terrorismus-Index der Denkfabrik IEP (Institute for Economics and Peace) hervor, der in London veröffentlicht wurde. Demnach starben 2018 durch Terrorismus weltweit 15.952 Menschen. Verglichen mit 2014, dem bislang schlimmsten Jahr, ist das ein Rückgang um mehr als 50 Prozent. Im Jahr 2017 kamen noch 25.673 Menschen durch Terrorismus ums Leben.

Auch in Europa, inklusive der Türkei, waren 2018 erheblich weniger Terrortote zu beklagen als noch im Vorjahr. Starben 2017 noch mehr als 200 Menschen durch die Hand von Terroristen, waren es 2018 noch 62.

+++ 05.20 Uhr: Philologenverband fordert 20.000 Gymnasiallehrer mehr +++

Der Deutsche Philologenverband hat bundesweit 20.000 zusätzliche Gymnasiallehrer für Mathematik und naturwissenschaftliche Fächer gefordert. "Wenn wir in Mathe und Naturwissenschaften Spitze sein wollen, brauchen wir bundesweit 20.000 zusätzliche Lehrer - für mehr Stunden, für kleinere Gruppen und für bessere Talentförderung", sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Lin-Klitzing dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dies würde jährlich rund 1,6 Milliarden Euro mehr kosten.

+++ 05.09 Uhr: Mehr als vor einem Jahr - 1120 Salafisten in Berlin +++

Nach aktuellen Einschätzungen sind derzeit mehr als 1100 Salafisten, also besonders radikale Muslime, in Berlin bekannt. "Wir haben jetzt ein Personenpotenzial von etwa 1120 Salafisten in Berlin", sagte der Berliner Verfassungsschutzchef Michael Fischer der Deutschen Presse-Agentur. "Dabei sind wir nicht ganz sicher, ob wir ein weiteres reales Ansteigen dieser dynamischen Szene beobachten oder ob wir mehr Salafisten erkennen, weil wir unsere Maßnahmen verstärkt haben."

+++ 05.08 Uhr: Schwerer Unfall mit drei Bussen in Mexiko - 13 Tote +++

Auf einer Autobahn in der Nähe von Mexiko-Stadt hat sich ein tödlicher Verkehrsunfall mit drei Bussen ereignet. Dabei kamen 13 Menschen ums Leben, wie die Regierung des Bundesstaates Mexiko mitteilte. Zudem seien 29 Menschen verletzt worden. Der Fahrer eines der Busse wurde den Angaben zufolge festgenommen. Auf der Schnellstraße in Richtung Pachuca, der Hauptstadt des Bundesstaates Hidalgo, war Medienberichten zufolge ein Kleinbus  am Haltepunkt "El Gallito" in einen Linienbus gerast. Dieser hatte hinter einer Absperrung geparkt, um Passagiere aufzunehmen. Der Bus schleuderte nach dem Aufprall in einen weiteren Nahverkehrsbus.

+++ 05.06 Uhr: Israelische Luftangriffe auf Ziele in Syrien +++

Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht nach eigenen Angaben eine Reihe von Zielen in Syrien angegriffen. Auf Twitter berichteten die israelischen Streitkräfte von "breit angelegten Angriffen" gegen Stellungen der syrischen Armee und mit dem Iran verbundenen Kräften. Damit antworte Israel auf Raketenangriffe aus Syrien von der Nacht zum Dienstag, hieß es. Die israelischen Streitkräfte (IDF) richteten zugleich eine scharfe Warnung an die syrische Regierung. "Wir betrachten das syrische Regime als verantwortlich für alle Aktionen, die von syrischem Gebiet ausgehen und warnen es vor weiteren Attacken gegen Israel", twitterten die IDF.

Simbabwe: Löwin attackiert Elefanten – Safari-Teilnehmer erleben Kampf um Leben und Tod

+++ 04.56 Uhr: Seltener Sumatra-Elefant ohne Stoßzähne tot aufgefunden +++

Auf der indonesischen Insel Sumatra ist einer der seltenen Sumatra-Elefanten tot aufgefunden worden - ohne seine Stoßzähne. Das etwa 40 Jahre alte männliche Tier wurde offenbar Opfer von Wilderern, wie die regionale Naturschutzbehörde mitteilte. Nach Angaben der Tierschutzorganisation WWF gibt es inzwischen weniger als 3000 Sumatra-Elefanten.

+++ 04.46 Uhr: Neue Songtexte von Coldplay - in neuseeländischer Lokalzeitung +++

Die britische Pop-Band Coldplay hat wenige Tage vor Erscheinen ihres neuen Albums "Everyday Life" die Songtexte veröffentlicht - sehr weit entfernt vom üblichen Musikbetrieb. Die Texte von 15 neuen Liedern finden sich in einer neuseeländischen Lokalzeitung, der "Otago Daily Times".

Das Blatt mit einer Auflage von 43.000 Exemplaren, das auf der Südinsel des Pazifikstaats erscheint, bekam das Material vorab. Warum die "Otago Daily Times" ausgewählt wurde, konnte die Zeitung nicht klären. Die Plattenfirma Warner Music ließ es offen.

Die Texte des ersten Coldplay-Studioalbums seit 2015 fanden sich bereits am Dienstag in 15 Anzeigen, die über das Blatt verteilt waren. Erläuterungen gab es dazu nicht. Erst als die Band um Chris Martin (42) auf ihrem offiziellen Twitter-Konto darauf hinwies, klärte sich die Sache auf. Mit Hits wie "Fix You" oder "Yellow" gehört Coldplay zu den erfolgreichsten Musikgruppen weltweit. Das Album erscheint am Freitag.

+++ 04.44 Uhr: Kinderschutzbund: Kinderrechte ins Grundgesetz aufnehmen +++

30 Jahre nach der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention hat der Deutsche Kinderschutzbund die Politik mit Nachdruck dazu aufgerufen, Kinderrechte explizit ins Grundgesetz aufzunehmen. "Ich erwarte, dass der Deutsche Bundestag und der Deutsche Bundesrat sich mit Zwei-Drittel-Mehrheit zu den Rechten der Kinder bekennen", sagte Präsident Heinz Hilgers.

In Deutschland gebe es 30 Jahre nach Verabschiedung der Konvention noch viel zu tun. "Viel zu oft werden Kinder als Anhängsel ihrer Eltern oder als Objekte des Schutzes wahrgenommen." Kinder seien aber keine kleinen Erwachsenen, sondern Menschen mit eigener Würde und eigenen Rechten. Diese müssten deshalb explizit ins Grundgesetz aufgenommen werden.

Hongkong: Polizei kesselt Demonstranten in Universität ein

+++ 04:28 Uhr: Tauziehen um besetzte Hochschule in Hongkong dauert an +++

Das Tauziehen um die Besetzung einer Hochschule in Hongkong dauert weiter an. Die Zahl der Demonstranten, die sich in der Polytechnischen Hochschule verschanzt haben, ging nach Medienberichten aber auf wenige Dutzend zurück. Die Polizei forderte die letzten verbliebenen Aktivisten auf, friedlich herauszukommen. Zuletzt hatten mehrere kleine Gruppen versucht, vom Campus zu flüchten, waren aber sofort von der Polizei festgenommen worden. Die Sicherheitskräfte haben das Gelände abgeriegelt.

Rund 800 Personen hätten die Hochschule friedlich verlassen und kooperiert, teilte die Polizei mit. Unter ihnen seien 300 Minderjährige gewesen. Nach Angaben der Behörden konnten Personen unter 18 Jahre nach Hause gehen, mussten der Polizei aber für weitere Ermittlungen ihre Personalien hinterlassen. Die anderen rund 500 Demonstranten wurden nach Medienberichten festgenommen.

+++ 04.04 Uhr: 25 Migranten in Kühlcontainer auf Fähre Richtung England entdeckt +++

Wenige Wochen nach dem Fund von 39 Leichen in einem Kühllaster in Großbritannien sind erneut Migranten in einem Kühlcontainer entdeckt worden. Die 25 Migranten hatten ein Loch in den Auflieger geschlagen und konnten gerettet werden. Sie wurden auf einer dänischen Frachtfähre gefunden. Wie die Reederei DFDS am späten Abend der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, hatte die Gruppe versucht, versteckt in dem gekühlten Sattelauflieger an Bord der "Britannia Seaways" von den Niederlanden nach Großbritannien zu gelangen.

+++ 04.01 Uhr: Erneut Migranten im Ionischen Meer auf dem Weg nach Italien entdeckt +++

Westlich der griechischen Halbinsel Peloponnes hat ein Frachtschiff 45 Migranten aufgenommen, die an Bord eines Bootes nach Italien gelangen wollten. Die Migranten hatten ein Notsignal gesendet. Daraufhin alarmierte die griechische Küstenwache alle vorbeifahrenden Schiffe. Wie das Staatsradio (ERT) am Mittwochmorgen weiter berichtete, seien alle Migranten zum kleinen westgriechischen Hafen von Katakolo nahe Olympia gebracht worden. 

+++ 03.45 Uhr: Johnson und Corbyn liefern sich vor Wahl ersten Schlagabtausch in TV-Debatte +++

Bei der Fernsehdebatte zwischen dem britischen Premierminister Boris Johnson und Oppositionsführer Jeremy Corbyn haben sich beide Politiker in Manchester rund vier Wochen vor der Parlamentswahl in Großbritannien einen ersten Schlagabtausch geliefert. In der vom TV-Sender ITV übertragenen Debatte kam es zwischen den beiden Rivalen vor allem bei den Themen Brexit und Gesundheitssystem zu heftigen Wortwechseln.

Johnson bekräftigte sein Wahlversprechen, den Brexit endlich zum 31. Januar "zu erledigen". Corbyn wiederum warf dem Premier vor, sein Zeitplan sei unrealistisch. Beim Thema der Gesundheitsvorsorge behauptete der Oppositionsführer, die Konservativen von Premier Johnson würden das nationale Gesundheitssystem NHS an die USA verkaufen wollen. Johnson nannte die Vorwürfe "eine absolute Erfindung". Einen echten Punkt konnte keiner der beiden in der ersten von einer Reihe geplanter TV-Debatten setzen.

+++ 01.46 Große Schlichtung zwischen Lufthansa und UFO gescheitert +++

Nach übereinstimmenden Angaben von Lufthansa und der Flugbegleitergewerkschaft Ufo ist die in der vergangenen Woche vereinbarte umfassende Schlichtung im Tarifstreit vom Tisch. Die große Schlichtung sei gescheitert, weil es seitens der Gewerkschaft "keine Zusagen zur Friedenspflicht gab", sagte ein Sprecher von Lufthansa der Nachrichtenagentur AFP. Ein Ufo-Sprecher sprach von "Erpressung" durch die Lufthansa, die "ohne weitere Gegenleistung" einen kompletten Streikverzicht auch bei den vier Lufthansa-Töchtern gefordert hatte.

Lufthansa betonte, weiterhin im Schlichtungsprozess mit UFO zu sein. Es handele sich jetzt jedoch nur noch um die "kleine Schlichtung", bei der es konkret um die Punkte ginge, für die Ufo zuletzt gestreikt hatte, sagte der Lufthansa-Sprecher. Ursprünglich war eine große Schlichtung angestrebt, bei der es um alle tariflichen Themen gehen sollte.

+++ 01.46 Uhr: US-Senat beschließt Menschenrechtsverordnung zu Hongkong +++

Nach dem US-Abgeordnetenhaus hat auch der Senat Gesetzesentwürfe zur Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong beschlossen. Die Senatoren verabschiedeten einstimmig eine "Menschenrechts- und Demokratieverordnung" zu Hongkong. Die Verordnung sieht unter anderem vor, dass US-Präsident Donald Trump Sanktionen gegen Personen verhängt, die für schwere Menschenrechtsverletzungen in Hongkong verantwortlich sind. Einstimmig verabschiedete der Senat zudem einen Gesetzesentwurf, der den Export unter anderem von Tränengas, Gummigeschossen, Wasserwerfern und Handschellen an die Polizei in Hongkong untersagt.

+++ 01.34 Uhr: Mindestens drei Tote bei Krawallen in Bolivien +++

Bei Zusammenstößen zwischen Anhängern des zurückgetretenen bolivianischen Präsidenten Evo Morales und den Sicherheitskräften sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Weitere 30 Menschen wurden verletzt, als Soldaten und Polizisten in der Stadt El Alto Blockaden der Demonstranten räumten, um den Weg für Tanklastzüge freizumachen, wie die staatliche Ombudsstelle mitteilte.

nik/dho/tkr/DPA/AFP