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Taifun "Washi" Massenbegräbnis für Flutopfer


Nach der Sturzflutkatastrophe auf den Philippinen mit über 650 Toten galten am Montag über 900 Menschen noch als vermisst. Die Bestattungsinstitute seien so überfüllt, dass sie keine Toten mehr aufnehmen könnten.

Nach der Sturzflutkatastrophe auf den Philippinen mit über 650 Toten galten am Montag über 900 Menschen noch als vermisst. Diese Zahl nannte am Montag das Rote Kreuz in Manila. "Aufgrund früherer Erfahrungen, als wir auch nach acht oder zehn Tage Überlebende fanden, setzen wir die Such- und Rettungsaktionen fort", sagte Benito Ramos, Vertreter des Zivilschutzes.

Die Regierung schickte unterdessen Trinkwasser und Leichensäcke in das Katastrophengebiet im Süden. Die Bestattungsinstitute in den Städten Cagayan de Oro und Iligan konnten die vielen Toten nicht mehr aufnehmen, berichtete das Rote Kreuz am Montag. Wie Iligans Bürgermeister Lawrence Cruz sagte, würden für viele unbekannte Opfer bereits Massengräber ausgehoben: "Heute werden wir ein Massengrab ausheben und die Leichen bestatten, nach denen niemand gefragt hat, sowie jene, die in einem fortgeschrittenen Zersetzungsstadium sind".

Mindestens 653 Menschen kamen ums Leben

Bei verheerenden Sturzfluten waren am Samstag mindestens 653 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Toten könne auf mehr als 1000 steigen, warnte das Rote Kreuz. Helfer hätten viele Ortschaften noch gar nicht erreicht. Viele Straßen waren von Erdrutschen verschüttet.

Auslöser war Tropensturm "Washi", der in der Nacht zu Samstag über die Insel Mindanao 800 Kilometer südlich von Manila hereinbrach. Zwölf Stunden Dauerregen ließen die Flüsse anschwellen. In der Nacht trat das Wasser über die Ufer und rauschte teils meterhoch durch die Straßen und Ortschaften. Die meisten Opfer wurden im Schlaf überrascht.

kave/DPA DPA

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