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Vor Lampedusa Marine rettet mehr als 1000 Flüchtlinge binnen 24 Stunden


Binnen eines Tages hat die italienische Marine mehr als 1000 Flüchtlinge gerettet, die im Mittelmeer in Seenot geraten waren. Im letzten Jahr hat sich die Zahl mit rund 43.000 mehr als verdreifacht.

Die italienische Marine hat innerhalb von nur 24 Stunden mehr als 1000 Flüchtlinge im Mittelmeer aufgegriffen und aus Notlagen gerettet. Helikopter hatten am Donnerstag südlich der italienischen Insel Lampedusa vier überfüllte Boote gesichtet, die kaum noch seetüchtig waren, wie die Marine am Freitag mitteilte.

Die insgesamt 823 Migranten an Bord, darunter Dutzende Frauen und Kinder, wurden von mehreren Marineschiffen aufgenommen. Sie stammen den Angaben zufolge aus afrikanischen und asiatischen Ländern, so aus Ägypten, Tunesien, Pakistan und dem Irak. Zusammen mit weiteren Flüchtlingen sollen sie nach Augusta auf Sizilien gebracht werden.

43.000 Flüchtlinge binnen eines Jahres

In Augusta kamen unterdessen 233 Männer und Frauen an, die in der Nacht zum Donnerstag mit einem ebenfalls kaum seetauglichen Boot vor Lampedusa unterwegs waren. Diese Migranten aus Eritrea, Nigeria sowie Somalia, Pakistan, Sambia und Mali waren die ersten Flüchtlinge, die im neuen Jahr von Italiens Marine in Sicherheit gebracht wurden.

Nach dem Flüchtlingsdrama mit mehr als 360 Toten vor Lampedusa im Oktober hatte Italien die Überwachung des Mittelmeerraums verstärkt. Nach Angaben des Innenministeriums stieg die Zahl der ankommenden Flüchtlinge im Jahr 2013 mit nahezu 43.000 um mehr als das Dreifache.

ivi/DPA DPA

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