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Hunderte Verletzte: 25 Tote bei Vulkanausbruch in Guatemala

Bei einem Ausbruch eines Feuervulkans im südamerikanischen Guatemala sind mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Hundert Menschen wurden verletzt. Der Katastrophenschutz spricht vom schlimmsten Ausbruch der vergangenen Jahre. 

Vulkanausbruch in Guatemala

Einsatzkräfte mit Atemmasken leisteten erste Hilfe unmittelbar nach Ausbruch des Vulkans in Guatemala

Picture Alliance

Nach einem Ausbruch des Feuervulkans in Guatemala haben mindestens 25 Menschen ihr Leben verloren, Tausende Bewohner befanden sich auf der Flucht aus dem Gebiet. Rund 3100 Menschen mussten das Gebiet verlassen, wie die Streitkräfte des lateinamerikanischen Landes auf Twitter mitteilten. Das teilte der Sprecher des Katastrophenschutzes des zentralamerikanischen Landes, David de León, am späten Sonntagabend mit. Dabei handele es sich allerdings um vorläufige Angaben.

Laut Regierung waren rund 1,7 Millionen Menschen von dem Vulkanausbruch betroffen. Präsident Jimmy Morales besuchte am Abend die Conred-Einsatzzentrale und rief die Bevölkerung in dem Gebiet um den Vulkan rund 70 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Guatemala-Stadt auf, die Sicherheitshinweise zu beachten. Die Regierung erwäge, den Katastrophenfall auszurufen, um das Ausmaß der Schäden inspizieren zu können, so Morales.

Guatemala: Ascheschicht über vier Departments

Im Netz waren Bilder von Bewohnern rund um den 3700 Meter hohen Berg zu sehen, die vor Feuer und Lava flüchteten. Über dem Gebiet breitete sich eine riesige Rauch- und Aschewolke aus. In vier Departments des mittelamerikanischen Landes gingen Asche und Gestein nieder. In Videos aus der Region waren Straßenzüge und Bäume zu sehen, die mit einer weißgrauen Ascheschicht überzogen waren. 

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums mussten mehrere Menschen mit Verbrennungen in Krankenhäuser gebracht werden. Darunter waren auch mindestens sechs Kinder, wie das Ministerium auf Twitter mitteilte. Es seien Notunterkünfte für die Betroffenen eingerichtet und Essen bereitgestellt worden, so das Ministerium. Auf Twitter verbreitete Videos der Streitkräfte zeigten Helfer, die mit Asche verschmierte Kinder aus Häusern trugen. Nach eigenen Angaben waren rund 300 Soldaten der Ejército im Einsatz. 

Vulkan spuckte erst Schlamm, dann Feuer

Nach Conred-Angaben handelte es sich um den schlimmsten Ausbruch der vergangenen Jahre. Die Rauchwolken waren demnach bis in einer Höhe von sechs Kilometern über dem Meeresspiegel zu sehen. Der Flughafen von Guatemala-Stadt musste wegen Ascheregens auf der Landebahn geschlossen werden, wie die Flugbehörde DGAC mitteilte.

Der Feuervulkan hatte bereits Ende Mai einen Schlammstrom ausgespuckt, wie das Institut für Seismologie und Vulkanologie Guatemalas auf seiner Homepage mitteilte. Bereits seit 2002 zeigt der Vulkan demnach immer wieder kräftige Aktivität. Historische Aufzeichnungen über Ausbrüche des Feuervulkans gehen dem Institut zufolge zurück bis in das Jahr 1531.

fk / AFP