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Bis zu 37 Grad Hitze hat Deutschland im Griff – Warnungen vor heftigen Gewittern und Waldbrandrisiko

An einem Strand steht ein bunter Sonnenschirm. Erwachsene stehen in Badekleidung im Sand und schauen aufs Wasser
Sehen Sie im Video: So lange wird die Hitzewelle in Deutschland anhalten.




Sonne satt und so könnte es auch in den kommenden Tagen weitergehen. Zur Freude vieler in der Hauptstadt stiegen die Temperaturen am Donnerstag bereits auf deutlich über 30 Grad Celsius. Doch nicht immer ist das schöne Wetter für alle ideal. Daher hat der Deutsche Wetterdienst auch eine Hitzewarnung ausgesprochen. Dazu Andreas Friedrich am Donnerstag in Oberursel: "Ja, wir haben eine ausgewachsene Hitzewelle Mitte Juni in Deutschland. Die Temperaturen erreichen in der Spitze 37, sogar am Freitag im Osten Deutschlands 38 Grad. Damit liegen wir nur knapp unter den Rekorden, die vor zwei Jahren aufgestellt worden sind. Da waren es knapp 40 Grad in Deutschland schon mal im Juni. Es ist also schon ungewöhnlich heiß und es hält auch längere Zeit an. Vor allem im Osten Deutschlands wird die Hitze noch bis in den Montag mit Temperaturen von 30, 35, 36 Grad anhalten. Es wird zunehmend feucht, die Luft, und damit schwül. Und das ist natürlich eine extreme Wärmebelastung, die dann für die Menschen droht, weil auch nachts wird es sehr warm. Wir erwarten Tropennächte, mehrere hintereinander, mit über 20 Grad Temperatur. Und das ist sehr belastend." In Berlin genießen die Menschen zurzeit noch die sommerlichen Temperaturen. Natürlich jeder auf seine eigene Art. "Ja, wir haben schon umdisponiert. Wir wollen deshalb eine Schifffahrt machen. Aber eigentlich wollten wir ja nach Brandenburg. Und das war uns für heute zu anstrengend. Also, durch die Stadt zu laufen. Ich komme aus Hessen und ich würde möchte ja gerne ein bisschen was sehen von Berlin." "Es ist ja so, ich selber gehe nicht so gut mit Hitze um. Aber ich hoffe, ich überlebe die nächsten Tage hier." "Na ja, mal schauen. Wir fahren viel im Schatten. Wir genießen die Zeit. Ist doch schön warm. Ich mag es. Ich mag's." Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes bleibt es also erst mal bei den hohen Temperaturen. Wichtig ist dabei, dass man immer genug Flüssigkeit zu sich nimmt und in den Mittagsstunden möglichst die direkte Sonne meidet.
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Weite Teile des Landes ächzen schon unter der Hitze: Bis zu 37 Grad sagt der Deutsche Wetterdienst für den Osten Deutschlands voraus. Richtung Wochenende könnten teils heftige Gewitter aufziehen.

Die Hitzewelle sorgt für Spitzentemperaturen in Deutschland. Am Freitagmorgen warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) für fast ganz Deutschland vor verbreitet starker Wärmebelastung, lediglich an schmalen Küstenstreifen und im Voralpenland sollte es nicht so extrem werden. Mit südlicher Strömung gelange "heiße Luft subtropischen Ursprungs nach Deutschland", heißt es im Warnlagebericht. Die Luft werde außerdem "feuchter und damit spürbar schwüler". Außerdem bestehe erhöhte Waldbrandgefahr.

Auf diese Temperaturen müssen sich die Menschen einstellen: Laut DWD wird es "verbreitet heiß mit 30 bis 37 Grad mit den höchsten Werten im Osten", an der Nordsee immerhin soll es angenehmer werden mit 20 bis 26 Grad.

Hohe Unwettergefahr besteht laut Wetterdienst in der Nacht zum Samstag vom Emsland bis zur Nordsee und am Samstag tagsüber vor allem in einem Streifen von Westmecklenburg über Thüringen bis nach Süddeutschland: "Dabei lokal erneut Unwettergefahr durch großen Hagel, schwere Sturmböen und heftigen Starkregen."

Wetterexperten warnen vor Waldbrand- und Unwettergefahr

Der heißeste Ort Deutschlands war am Donnerstag der Flughafen Münster/Osnabrück: Laut DWD wurde dort eine Spitzentemperatur von 35,5 Grad erreicht. Doch so schön das Sommerwetter für viele Menschen in Deutschland ist, für Wälder birgt es die Gefahr von Bränden. Der DWD-Waldbrandgefahrenindex zeigt für das Wochenende einschließlich Freitag alarmierende rote bis dunkelrote Flecken. Der Index rase auf die höchste Waldbrandwarnstufe zu, sagte ein DWD-Sprecher.

Die Wetterexperten sehen vor allem im Nordosten Deutschlands eine hohe Gefahr. Dort seien die obersten Bodenschichten zu trocken. Auch immer wieder aufkommender Wind könnte einen möglichen Brand schnell größer werden lassen. DWD-Waldbrandexperte Christopher Böttcher fasst es so zusammen: Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit, Niederschläge, Temperatur und Sonneneinstrahlung sind wichtige Faktoren.

Wetter im Ausblick: Steht uns ein Sommer der Extreme bevor? (Video)

Heftige Gewitter zogen am Donnerstagabend über Teile Frankreichs. Hagel, Starkregen und Windböen richteten vor allem im Südwesten des Landes große Schäden an. Tausende Haushalte etwa in der Region Okzitanien waren ohne Strom. Die Regionalzeitung "La Dépêche du Midi" berichtete dort von zahlreichen gesperrten oder unbefahrbaren Straßen. Etliche Bäume seien wegen des heftigen Windes umgestürzt. Mindestens zwei Menschen seien verletzt worden. Für weite Teile Frankreichs hatte der Wetterdienst Météo-France wegen der Hitzegewitter die hohe Warnstufe Orange ausgerufen.

Viele Menschen suchen Abkühlung in Seen, Flüssen und Meer - freie Gewässer bergen aber Gefahren. So ertranken in der Ostsee zwei Menschen. Vor Rügen zogen Rettungskräfte am Donnerstag einen 43-Jährigen nahe Göhren leblos aus dem Wasser, wie die Polizei in der Nacht zum Freitag mitteilte. Ihre Versuche, ihn wiederzubeleben, blieben erfolglos. Sein Bruder hatte den Mann als vermisst gemeldet. Nach Polizeiangaben war es das erste derartige Badeunglück auf Rügen in dieser Saison.

In der Nähe von Greifswald starb eine 71-Jährige Frau nach dem Baden in der Ostsee. Vom Strand in Lubmin aus hatte ihr Mann bemerkt, dass sie leblos im Wasser trieb. Er zog sie mit der Hilfe von anderen Strandbesuchern aus dem Wasser. Doch auch in diesem Fall blieben Reanimationsversuche ohne Erfolg. Die Frau starb auf dem Weg ins Krankenhaus.

fs DPA

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