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US-Sonde "Voyager 1" unterwegs zum Rand des Sonnensystems


Weiter als sie ist bis jetzt kein von Menschen erbautes Objekt geflogen: Die Nasa-Sonde "Voyager 1" ist in einen Bereich angekommen, in dem der Sonnenwind allmählich nachlässt. Bald werde sie unser Sonnensystem verlassen, erklärte die US-Raumfahrtbehörde.

Die US-Raumsonde "Voyager 1" nähert sich 33 Jahre nach ihrem Start dem Rand unseres Sonnensystems. Nie zuvor ist ein von Menschen erbautes Objekt so weit geflogen, teilte die US- Raumfahrtbehörde Nasa mit. Seit ihrem Start am 5. September 1977 hat die Sonde bereits 17,4 Milliarden Kilometer zurückgelegt. Derzeit befinde sie sich in einem Bereich, in dem der Partikelstrom des Sonnenwinds, der von der Sonne mit 1,6 Millionen Kilometer in der Stunde ausgestoßen wird, nachlasse. Das deute darauf hin, dass "Voyager 1" das Sonnensystem bald ganz verlasse, erklärten Raumfahrtexperten.

Die Raumsonde hatte die Planeten Jupiter and Saturn 1979 beziehungsweise 1980 besucht und die ersten detaillierten Bilder von deren Monden zur Erde gefunkt. Zusammen mit ihrer Schwester-Sonde "Voyager 2" machte sie Fotos von allen äußeren Planeten unseres Sonnensystems. Beide Sonden fliegen in entgegengesetzte Richtungen zum Rand des Sonnensystems. Dabei ist "Voyager 1" mit gut 60.000 Kilometern in der Stunde unterwegs, "Voyager 2" ist mit 56.300 Kilometer in der Stunde etwas langsamer.

Derzeit untersucht "Voyager 1" die sogenannte Heliosheath, auf Deutsch etwa Sonnenhülle, den äußeren Bereich des Sonnensystems, in dem der Einfluss des Zentralgestirns schwindet. Bereits im Juni hätten die Bordinstrumente keinen Sonnenwind mehr messen können. Allerdings bedeute dies nur, dass sich "Voyager 1" dem Rande nähert, sagte Wissenschaftler bei einem Treffen der American Geophysical Union in San Francisco. Endgültig verlassen werde die Sonde das Sonnensystem in etwa vier Jahren, wenn sie von der Heliosheath in den interstellaren Raum wechsle.

DPA/DAPD/lea DPA

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