Primzahl 2 hoch 25 964 951 minus 1

Was tut ein Augenarzt mit seinem 2,4-Gigahertz-Rechner? Er lässt ihn rechnen. 50 Tage lang - bis er die größte Primzahl der Welt entdeckt. So geschehen in Michelfeld bei Schwäbisch Hall.

Ein Augenarzt aus Michelfeld bei Schwäbisch Hall hat die bislang größte Primzahl entdeckt. Ausgeschrieben habe die Zahl mehr als 7,8 Millionen Stellen (genau: 7 816 230), teilte das Mersenne-Projekt in Orlando (US-Staat Florida) am Sonntag (Ortszeit) mit. Das seien über eine halbe Millionen Stellen mehr, als der vergangene Primzahlenrekord. Die Zahl heißt mathematisch 2 hoch 25 964 951 minus 1. Eine Primzahl ist nur durch sich selbst und durch eins teilbar. Die ersten Primzahlen sind 2, 3, 5, 7 und 11.

50 Tage Rechenzeit auf einem 2,4 Gigahertz-Rechner

Der Augenarzt Martin Nowak entdeckte die Primzahl den Angaben zufolge bereits am 18. Februar, nachdem er mehr als 50 Tage Rechenzeit ein spezielles Programm auf seinem 2,4 Gigahertz-Pentium- 4-Computer laufen hatte. Grundlage sei die frei zugängliche Software von George Woltman und Scott Kurowski gewesen.

Nowak hatte vor rund sechs Jahren beim Zeitungslesen von dem Projekt Great Internet Mersenne Prime Search (GIMPS) erfahren, in dem weltweit mehrere zehntausend Computer nach Primzahlen suchen. Der Augenarzt startete im April 1999 mit einem Computer und hat derzeit 24 Computer seines Augenzentrums für das Projekt laufen. Die neue Primzahl ist erst die 42. so genannte Mersenne-Primzahl. Der Name geht auf den französischen Mönch Marin Mersenne aus dem 17. Jahrhundert zurück. Sie haben die Formel (2 hoch n) - 1.

DPA


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