"Eine neue Phase" für Italien Gianfranco Fini fordert Rücktritt des Regierungschefs


Der italienische Parlamentspräsident Gianfranco Fini hat am Sonntag den Rücktritt von Regierungschef Silvio Belusconi gefordert. Angesichts der neuen Sex-Skandale und zunehmender Kritik aus den Reihen von Opposition und Gewerkschaften sei dies die beste Lösung.

In Italien hat Parlamentspräsident Gianfranco Fini Ministerpräsident Silvio Berlusconi zum Rücktritt aufgefordert. Der Regierungschef müsse seinen Rücktritt einreichen und eingestehen, dass es eine offene Regierungskrise gebe, sagte Fini am Sonntag vor rund 10.000 Anhängern seiner neugegründeten Partei Zukunft und Freiheit für Italien (FLI) in Perugia im Zentrum des Landes. Fini, einstiger Parteifreund Berlusconis, drohte andernfalls mit dem Rückzug derjenigen Minister, die ihm nahestehen. Im italienischen Kabinett gibt es derzeit vier Fini-Anhänger.

Nötig sei "eine neue Phase" der Legislaturperiode, in der die Koalition und die Zusammensetzung der Regierung neu ausgelotet werden müssten, fügte Fini hinzu. Er hatte sich Ende Juli mit Berlusconi überworfen und die Regierungspartei Partei Volk der Freiheit (PDL) verlassen. Daraufhin waren ihm knapp 40 Abgeordnete und Senatoren gefolgt, mit denen Fini zunächst eine eigene Fraktion und jüngst die FLI gründete.

AFP/DPA DPA

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