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Abkommen zwischen Fatah und Hamas Abbas hofft auf dauerhaften Frieden


Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas sieht sein Volk mit der Versöhnung zwischen Hamas und Fatah auf dem Weg zu einem gerechten Frieden. Die Israelis lehnen das Abkommen strikt ab.

Mit der Versöhnung zwischen Fatah und Hamas haben die Palästinenser nach den Worten ihres Präsidenten Mahmud Abbas den Weg für einen dauerhaften gerechten Frieden geebnet. Die Palästinenser hätten entschieden, das "dunkle Kapitel der Teilung für immer zu beenden", sagte Abbas am Mittwoch in Kairo bei der offiziellen Zeremonie zur Unterzeichnung des Versöhnungsabkommens. "Die Versöhnung ebnet den Weg, um das palästinensische Haus in Ordnung zu bringen und einen gerechten Frieden zu erreichen", sagte er an der Seite des Exil-Chefs der radikalislamischen Hamas, Chaled Meschaal.

An die Adresse der Israelis gerichtet, die das Abkommen strikt ablehnen, sagte Abbas, das Land müsse sich zwischen seiner Siedlungspolitik und dem Frieden entscheiden. Abbas warf Israel außerdem vor, die Versöhnung seiner gemäßigten Fatah mit der Hamas als Entschuldigung dafür zu nehmen, keine Friedensverhandlungen mehr zu führen. Meschaal forderte die Bildung eines "souveränen Palästinenserstaates". Dafür werde sich die Hamas einsetzen.

Die im Westjordanland regierende Fatah und die den Gazastreifen kontrollierende Hamas hatten vergangene Woche überraschend ihre Versöhnung bekanntgegeben. Das Abkommen, das am Dienstag von allen beteiligten Parteien unterzeichnet wurde, sieht die Bildung einer Übergangsregierung unabhängiger Persönlichkeiten vor, die innerhalb eines Jahres Präsidentschafts- und Parlamentswahlen organisieren soll.

AFP AFP

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