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Syrien: Langsam kehrt das Leben nach Aleppo zurück

Während des Kampfes um Aleppo wurden große Teile der Stadt völlig zerstört. Nach dem Abzug der Rebellen vor einem halben Jahr beginnen die Menschen nun langsam mit dem Wiederaufbau. 

Ein Vater geht mit seiner Tochter in der Nähe der alten Zitadelle von Aleppo spazieren

Ein Vater geht mit seiner Tochter in der Nähe der alten Zitadelle von Aleppo spazieren

Ein halbes Jahr nach dem Ende der Belagerung von Ost-Aleppo kehren nach UN-Angaben immer mehr Menschen in die vom Krieg teilweise völlig zerstörten Stadtviertel der syrischen Metropole zurück. Mehr als 200.000 Menschen hätten sich bereits registriert und lebten wieder im ehemals von Rebellen kontrollierten Osten der Stadt, sagte der Regionalleiter des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR, Jorge de la Mota Martinez. Nach dem Abzug der Rebellen seien nur noch rund 55.000 Menschen in den östlichen Stadtvierteln geblieben.

Die größte Herausforderung sei nun, die Infrastruktur der Stadt wieder aufzubauen. Das Stromnetz und die Wasserleitungen funktionieren in großen Teilen der gesamten Stadt nicht. Vielerorts müssen die Menschen mit Kanistern Wasser an Sammelstellen abholen. Die Grundversorgung der Menschen sei jedoch gesichert, sagte der UN-Vertreter. Nach Angaben eines syrischen Regierungsvertreters sollen etwa 60 Prozent der Gebäude in Ost-Aleppo zerstört sein.

Die ehemalige Millionenstadt war lange Zeit die am heftigsten umkämpfte Stadt im syrischen Bürgerkrieg. Im Dezember übernahmen Regierungstruppen wieder die Kontrolle in der Stadt. Im Umland kommt es jedoch weiterhin zu Kämpfen.

mad / DPA
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