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Brexit: Warum eine kleine Karibikinsel Angst vor dem Brexit hat

Anguilla ist eine kleine Insel in der Karibik und britisches Überseegebiet. Damit ist sie mit der EU assoziiert. Obwohl die Bewohner tausende Kilometer weit weg von Europa leben, fürchten sie sich vor den Folgen des Brexit.

Von Rune Weichert

Sonnenliegen unter Palmen an einem Karibik-Strand

Für viele ein Urlaubsparadies: Anguilla. Doch schon bald könnte eine Reise dorthin schwierig werden.

AFP

Wenn wir an Europa denken, denken wir meist an den Kontinent Europa und an die Länder, die sich auf diesem Kontinent befinden. Das sind hauptsächlich EU-Staaten, wie Deutschland, Griechenland, Finnland, Spanien und (noch) Großbritannien. Doch auf der Welt gibt es noch mehr EU, als manch einer vermuten würde. So gibt es zahlreiche Überseegebiete der EU-Staaten Frankreich, Niederlande und Großbritannien. Dass es diese noch gibt, hängt mit der Kolonialisierung zusammen. Heute sind die meisten dieser Gebiete autonom und nur in einigen Bereichen von den Hoheitsmächten abhängig. Sie haben aber eines gemeinsam: Sie gehören mit zur EU oder sind mit dieser assoziiert.

Ein Beispiel für ein assoziiertes Überseegebiet ist die kleine Karibikinsel Anguilla. Sie gehört zu Großbritannien. Trotz innerer Autonomie ist die Insel mit seinen rund 14.000 Einwohnern nicht souverän – Königin Elisabeth II. ist Staatsoberhaupt. Großbritannien ist verantwortlich in Fragen der Verteidigung, der Außen- und internationalen Finanzpolitik sowie der inneren Sicherheit.

Keine Brexit-Abstimmung für Anguilla

Doch in dieser quasi Abhängigkeit spiegelt sich auch ein großes Problem wieder. Denn auch Anguilla ist als britisches Überseegebiet vom Brexit betroffen. Und das bereite den Bewohnern der kleinen Karibikinsel große Sorgen, wie ein Bericht des britischen Senders "Channel 4" zeigt.

DasGganze habe bei der Abstimmung über den Brexit angefangen, wird in dem Bericht erklärt. Denn die Inselbewohner haben gar nicht erst abstimmen können. Man hat also in Übersee über ihr Schicksal mitbestimmt. Viele fühlten sich daher von der Hoheitsmacht Großbritannien nicht ernst genommen. Aber das sei der Preis, wenn man ein Überseegebiet sei, sagt Kenroy Herbert, dem ein Reisebüro auf der Insel gehört.

Abhängig von der Nachbarinsel

Doch das sei nicht das eigene Problem, so der "Channel 4"-Bericht. Vielmehr macht den Anguillanern ihre Abhängigkeit Sorge. Nicht von Großbritannien, sondern von der Nachbarinsel St. Martin. Diese ist, ebenso wie Anguilla, ein Überseegebiet. Die Insel ist allerdings zweigeteilt: Die südliche Hälfte gehört zu den Niederlanden, der nördliche Teil zu Frankreich. Während der niederländische Teil (Sint Maarten) nur mit der EU assoziiert ist, gehört der französische Teil (Saint-Martin) zur EU. Und obwohl Anguilla von der Fläche her größer ist, als St. Martin, ist Anguilla von ihr abhängig – und das in mehrerlei Hinsicht.

Zum einen wäre da die Infrastruktur. Zwar hat Anguilla einen Flughafen, auf dem können aber nur kleine Propellermaschinen landen. Eine Anbindung an die USA oder gar nach Großbritannien ist daher unmöglich. Auf St. Martin befindet sich hingegen der "Princess Juliana International Airport", von dem aus Flüge in die Karibik, USA, Südamerika und sogar nach Europa fliegen. Nach Amsterdam und Paris heben tägliche Maschinen ab. Auch einen größeren Hafen hat die Insel St. Martin, wo riesige Kreuzfahrtschiffe und Frachter mit Waren aus aller Welt anlegen.

Medizinische Versorgung auf St. Martin

St. Martin ist daher für Anguilla ein wichtiger Umschlagplatz. Hier kommen nicht nur Lebensmittel her, sondern auch Touristen oder die Post. Durch einen Brexit könnte der Handel mit der Nachbarinsel erschwert werden. Eventuelle Zölle könnten anfallen, was die ohnehin schon teuren Lebensmittel auf der Insel verteuern könnte. Doch es geht um noch mehr. Viele Anguillaner fahren mit der Fähre auf die Nachbarinsel, um sich dort medizinisch behandeln zu lassen. Denn dort seien mehr Spezialisten und Medikamente. Laut dem Insel-Arzt Dr. Carbon müssten viele Patienten nach St. Martin übersetzen, um zum Beispiel CTs machen zu lassen. Daher sei es enorm wichtig, einen Zugang zu den medizinischen Einrichtungen auf St. Martin zu haben. Das ist etwas, was den Anguillanern, wenn sie dann nicht mehr EU-Bürger sind, verwehrt oder deutlich erschwert werden könnte, weil sie dann zum Beispiel keine europäische Krankenversicherungskarte hätten.

Auch der Reiseverkehr würde leiden. Kenroy Herbert sagte "Channel 4", dass durch einen Brexit die Einreisebestimmungen und der Grenzverkehr eingeschränkt werden würden. Der Reisebüro-Inhaber sagt: "Geschäfte wie meins müssten dann wohl schließen oder umziehen." 

Brexit und Großbritannien spalten die Gemüter auf Anguilla

Doch der Brexit spaltet auch die Gemüter der Inselbewohner in den Fragen der Zugehörigkeit zu Großbritannien und der Rolle, die Anguilla haben sollte. Die Insulanerin Karin Harrigan sagt: "Da ist dieses Gefühl von Unsicherheit. Wir müssen wissen, was Sache ist und was die Briten über uns denken und was wir über sie denken. Wir brauchen diese Diskussion.". Und eine Mrs. Gumbs findet sogar, dass die Überseeterritorien wie Kinder behandelt werden würden, also, als seien sie unmündig.

Trotzdem hofften die Bewohner Anguillas, das für sie eine rechtliche Einigung in den Brexit-Verhandlungen falle. Denn Anguilla ist nicht nur wirtschaftlich St. Martin abhängig, sondern sind im Geiste vereint. So sagt der Anguillaner Felix Fleming: "Anguilla und St. Martin sind wie Bruder und Schwester, eher noch wie Bruder und Bruder."

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.