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Bürgerkrieg in Syrien CIA hilft bei Waffenlieferungen an Rebellen


Mit Hilfe der CIA haben die arabischen Staaten und die Türkei ihre Waffenlieferungen an die syrischen Rebellen offenbar verstärkt. Die US-Regierung hatte eine direkte Waffenlieferung bisher abgelehnt.

Die arabischen Staaten und die Türkei haben einem Bericht der "New York Times" zufolge mit Unterstützung des US-Geheimdienstes CIA ihre Waffenlieferungen an die Rebellen im syrischen Bürgerkrieg deutlich ausgeweitet. Anlaufpunkt für die Lieferungen seien der Flughafen Esenboga nahe Ankara sowie andere Flughäfen in der Türkei und Jordanien, schrieb die US-Zeitung am Montag. Von dort werde die militärische Ausrüstung mit Lastwagen über die Grenze nach Syrien gebracht.

Bisher hätten die Unterstützer der Aufständischen mehr als 160 Frachtflüge organisiert, berichtete die "New York Times". CIA-Agenten helfen Ankara und den arabischen Regierungen demnach beim Waffenkauf und sollen unter anderem eine Großlieferung aus Kroatien eingefädelt haben. Außerdem überprüfe der US-Geheimdienst die belieferten syrischen Rebellengruppen, damit die Waffen nicht in die Hände von radikalen Islamisten geraten.

US-Regierung scheut direkte Waffenlieferung

Die Protestbewegung des Arabischen Frühlings hatte vor mehr als zwei Jahren auch Syrien erfasst. Der Aufstand gegen Staatschef Baschar al-Assad entwickelte sich zu einem blutigen Bürgerkrieg, in dem nach Schätzungen der Vereinten Nationen seit März 2011 mehr als 70.000 Menschen getötet wurden. Die gegen Assad kämpfende Oppositionsbewegung ist allerdings zersplittert. Unter den Assad-Gegnern befindet sich auch die islamistische Al-Nusra-Front, die von den USA als Terrorgruppe eingestuft wird.

Die Regierung von US-Präsident Barack Obama scheut bislang davor zurück, die Aufständischen in Syrien direkt mit Waffen zu unterstützen. Im Kongress in Washington sprechen sich ranghohe Abgeordnete der Republikaner aber dafür aus. Auch in Europa ist die Frage von Waffenlieferungen an die syrischen Rebellen sehr umstritten. Während Frankreich und Großbritannien eine Aufhebung des Waffenembargos der EU fordern, befürchten Deutschland und andere Länder, dass der Konflikt dadurch nur weiter angeheizt würde.

fle/AFP AFP

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