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Cleveland: Parteitag der Republikaner startet mit Eklat

Farbenfroh werben die Republikaner am ersten Tag von Cleveland für Einigkeit, wollen sich einstimmen und einigen auf Donald Trump. Das misslingt gründlich. Tiefe Uneinigkeit stört die Inszenierung

Eine Anhängerin der pazifistischen Bürgerrechtsbewegung Code Pink protestiert gegen Krieg

"Tauziehen" der Republikaner: Eine Anhängerin der pazifistischen Bürgerrechtsbewegung Code Pink hat ein Banner mit der Aufschrift: "Ja, wir können Schluss machen mit Krieg" zum Parteitag in Cleveland mitgebracht. Eine Delegierte versucht es ihr zu entreissen.

Dabei hätte alles so schön sein können. Fröhliche Menschen mit lustigen Hüten. Siegeszuversicht, republikanische Werte, tolle Stimmung, Willkommen in Cleveland! Und dann bricht einfach so eine kleine Revolution aus. Hunderte Delegierte brüllen sich an, gehen sich fast an den Kragen. Was von Tag eins des Parteitags der Republikaner vor allem bleibt, ist Uneinigkeit, ein tiefer Graben, und nur auf einer Seite steht Donald Trump.

Es sieht fast aus wie vor einer Wirtshausschlägerei

Dabei war der Anlass eher symbolisch. Gegner Trumps wollten durchsetzen, dass über einen Teil der Regeln der Veranstaltung öffentlich abgestimmt werde, hier in der Halle, ein "roll call". Wie ein letztes Aufbäumen der Never-Trump-Bewegung.

Die Delegierten sollten befreit werden von der Weisung der sie entsendenden Bundesstaaten, sollten auch für einen anderen Kandidaten wählen dürfen. Der Vorsitz des Parteitags lehnt das ab, verweist auf die jüngst verabschiedeten Regeln, interpretiert die Mehrheit auf seiner Seite. Und dann bricht sie los, die Brüllerei, ganz kurz sieht es ein bisschen aus wie vor einer Wirtshausschlägerei.

"Roll call! Roll call!", fordern die einen ihre Abstimmung. "Wir wollen Trump! Wir wollen Trump!", brüllen die anderen, schütteln die Fäuste. Dabei hätte die Gegner die Abstimmung eh verloren. Sie sind einfach viel zu wenige.

"Wie Sowjetunion in den 80ern"

"Was für eine Anti-Grassroots-Packung", sagt Jeffrey Smith aus Arizona. "Vielleicht sollten wir einfach mal das machen, was die Mehrheit will!", schnappt ein Trump-Befürworter aus der Menge.

"Aber so funktioniert das nicht in Amerika", hält der indignierte Delegierte Eric Minor entgegen. "Was Ihr getan habt, war wie Sowjetunion in den 80ern. Und jetzt passiert es unter Trump in den USA."

Die anderen Belege dafür, dass es noch nicht weit her ist mit der von der Partei propagierten Einigkeit, muss man eher außerhalb der Halle suchen. Weit, weit weg von Ohio. Angeblich sind 24 der 54 republikanischen Senatoren nicht hier, das gab es noch nie. Die beiden Ex-Präsidenten des Bush-Clans fehlen. Viele Gouverneure senden nur Videobotschaften.

Überraschender Kurzauftritt von Donald Trump

Alles gute Gründe, warum Trumps Familie hier eine so tragende Rolle übernimmt, warum selbst Melania Trump für eine Rede ans Podium geht, wenn auch politisch vollkommen harmlos. Zur Wahl des US-Präsidenten fällt ihr ein: "Es wäre ja kein Trump-Wettkampf, wenn es dabei nicht mit Spannung und Drama zugehen würde."

Überraschend begleitete sie Donald selbst auf die Bühne, eigentlich halten sich die Nominierten bis zum letzten Tag des Konvents zurück - und Trump ist streng genommen noch nicht mal Kandidat. "Oh, wir werden so sehr gewinnen", rasch die Frau vorgestellt, und ab.

Trump-Unterstützer versucht, Geschehen kleinzureden

Diese Inszenierung ist so aufwendig. Hellrot spannt sich der Teppich über den Boden der Halle, in der gerade die Cleveland Cavaliers NBA-Meister wurden. Dazu viel leuchtendes Blau, weiße Tupfen, viel Multimediakram, umlaufende Bänder aktueller Twitterbotschaften.

Nach dem kurzen Aufstand bemüht sich Paul Manafort, einer der unerschrockensten Unterstützer des künftigen Kandidaten Trump, das Geschehen unten im Getümmel kleinzureden. Es gelingt ihm nicht richtig. Oben in der Galerie der Halle kriegen sich die amerikanischen Networks gar nicht mehr ein. Das bleibt jetzt erst einmal hängen, auch wenn das Thema des Abends, "Make America Safe Again", das mit kräftigen Auftritten überdecken soll.

Schnitt nach draußen: Auch auf den Straßen und bei den Veranstaltungen vor der Halle und in der Innenstadt Clevelands ist wenig Spur von Einigkeit. Zu den befürchteten Ausschreitungen kommt es bis zum Abend nicht, aber auf vielen Demonstrationen wird unverhohlen der Hass propagiert.

Hillary Clinton wird als Hassfigur freigegeben

Beispiele: Die "America First Unity Rally 2016", gesponsert von Gruppen wie "Trucker für Trump", "Studenten für Trump" und "Christen für Trump". Sie alle eint, dass sie sich mit keiner Seite des Establishments versöhnen wollen. "Die Führungsspitzen von Republikanern und Demokraten stecken gemeinsam tief drin", sagt Wahlkampfstratege Roger Stone, die Zuschauer johlen. 

Negativer fällt Stones Urteil nur zu Hillary Clinton aus. Die sei eine "reizbare, vulgäre, gierige, bipolare, instabile Kriminelle".
"Sie hat Blut an den Händen", sagt der konservative Hardliner und TV-Kommentator. Groß ist die Veranstaltung mit einigen hundert Zuhörern nicht, aber die Stimmung ist klar. "Das hier ist ein Kreuzzug für die Zukunft der westlichen Zivilisation."

Am Abend wird dann mächtig Gas gegeben. Clinton wird auch in der Halle als Hassfigur freigegeben. Hardliner treten auf, markige Reden, das Thema Sicherheit schweißt viele zusammen, oder ist es das Bedienen von Ängsten? 

mad/Martin Bialecki, Anne Walters, Christian Fahrenbach, DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(