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Wahlkampfauftritt in Wisconsin: "Mutter und Arzt richten das Baby hin": Trump wettert mit falschen Angaben gegen Abtreibung

Dass Donald Trump ein Abtreibungsgegner ist, ist bekannt. Während eines Auftritts in Wisconsin schoss er nun aber über das Ziel weit hinaus. Er verurteilte Spät-Abtreibungen als "Hinrichtung" eines geborenen Babys.

Donald Trump wettert mit falschen Angaben gegen Spät-Abtreibung

Donald Trump in Green Bay, Wisconsin, im Wahlakmpfmodus: "Mutter und Arzt entscheiden, ob sie das Baby hinrichten".

AFP

"Trump saved my life" ("Trump hat mir das Leben gerettet") - so stand es auf einem Plakat, das eine Frau während eines Wahlkampfauftritts des US-Präsidenten am vergangenen Samstag in Green Bay, Wisconsin, demonstrativ in die Höhe hielt. Ob die Dame damit die Haltung Donald Trumps zu Abtreibungen unterstützen wollte, ist unklar. Das Thema aber war ein Schwerpunkt des Auftritts, bei dem sich der 72-Jährige bereits voll im Wahlkampfmodus befand. Entsprechend fiel er mit ebenso markigen wie falschen Behauptungen auf, die ihre stimmungsmachende Wirkung aber nicht verfehlten. Vor allem seine Behauptung zu Spät-Abtreibungen sorgte für Entsetzen und großen Widerhall in den US-Medien. Trump behauptete, dass Mütter und Ärzte laut Gesetz derzeit die Wahl hätten, über Leben und Tod eines geborenen Babys zu entscheiden; es also regelrecht "hinrichten" könnten.

Trump hatte vor seinen Äußerungen den amtierenden Gouverneur von Wisconsin, den Demokraten Tony Evers, gerüffelt, weil dieser sich gegen einen republikanischen Gesetzentwurf ausgesprochen hatte, laut dem Mediziner zu lebenslanger Haft verurteilt werden könnten, sollten sie Kinder, die nach einer gescheiterten Abtreibung zur Welt gebracht wurden, nicht medizinisch versorgen. Ein Vergehen, das laut einem Faktencheck der "New York Times" allerdings praktisch nicht existiert - ebenso wie eine Lebendgeburt nach einer misslungenen Abtreibung in extremst seltenen Fällen auftritt. Auch Spät-Abtreibungen nach der 20. Schwangerschaftswoche seien sehr selten - rund ein Prozent aller Abtreibungen in den USA - und geschähen nur aus medizinischen Gründen. Donald Trump aber nutzte das auf äußerst seltene Fälle gemünzte Gesetz, um in Wisconsin Abtreibungen generell zu verteufeln.

Sehen Sie einen Faktencheck zu Trump und seinen Lügen zum Thema Abtreibung im Video:

US-Präsident Donald Trump bei seiner Rede zur Lage der Nation.

Donald Trump: "Baby aus Mutterleib reißen"

"Das Baby ist geboren. Die Mutter trifft sich mit dem Arzt. Sie versorgen das Baby. Sie wickeln es liebevoll. Und danach bestimmen Arzt und Mutter, ob sie das Baby exekutieren oder nicht", entwarf Trump ein regelrechtes Horrorszenario. Er ging mit diesen Worten noch über den Gesetzentwurf hinaus, der Mediziner praktisch dazu zwingen würde, nicht lebensfähige Neugeborene in jedem Fall wiederzubeleben - selbst gegen den ausdrücklichen Willen der Familie. Es ist nicht zuletzt dieser Umstand, der den Widerstand von Gouverneur Evers und der Demokraten hervorruft.

Trumps Äußerung passt in eine Reihe ähnlicher Äußerungen aus der Vergangenheit. So hatte er schon im Januar getwittert, dass sich die Demokraten zur "Partei der Spät-Abtreibungen" entwickelten. Noch heftiger äußerte sich der Präsident wenig später in seiner "State of the Union", der Rede zur Lage der Nation. Darin behauptete er fälschlicherweise, laut des Abtreibungsgesetzes von New York dürfe "ein Baby Momente vor der Geburt aus dem Mutterleib gerissen" werden. Und im Februar behauptete der Präsident in einem Tweet, den Demokraten würde es nichts ausmachen, "Babys NACH der Geburt zu exekutieren".

"Niemand lässt nach 24 Wochen einfach abtreiben"

Zumindest aber war Donald Trumps Horrorszenario nicht vollkommen aus der Luft gegriffen. Der Präsident bezog sich dabei - wenn auch auf seine bekannte Weise - auf missverständliche und in den USA kontrovers diskutierte Äußerungen des demokratischen Gouverneurs von Virginia, Ralph Northam, zu Spät-Abtreibungen in einem Radio-Interview Anfang des Jahres. Darin bezog sich Northam allerdings auf besondere Fälle, in denen schwere Missbildungen auftreten und der Fötus nicht lebensfähig sein wird. Ein Sprecher des Gouverneurs verteidigte die Äußerungen später als aus dem Zusammenhang gerissen.

US-Medizinerinnen sehen sich angesichts der Äußerungen Trumps nun genötigt klarzustellen, dass Spätabtreibungen stets nur in seltenen und speziellen Fällen vorgenommen werden. "Gesunde Frauen lassen keine Spätabtreibung vornehmen, um eine normal verlaufende Schwangerschaft mit einem lebensfähigen Fötus zu beenden", stellt Dr. Barbara Levy, Vizepräsidenten am American College für Geburtshilfe und Gynäkologie in einem CNN-Bericht fest. "Außerdem ist es unangebracht zu behaupten, dass gesunde Frauen mit normal verlaufenden Schwangerschaften abrupt ihre Meinung ändern und eine Abtreibung vornehmen lassen würden. Bei Spätabtreibungen, ergänzt Dr. Jennifer Conti von den Physicians for Reproductive Health im selben Beitrag, würden nur "in außergewöhnlich seltenen Fällen" vorgenommen, in denen "ein Fötus eine nicht behandelbare Erkrankung hat und niemals überleben wird". Daher sei es unsinnig, solche Fälle unter Strafe zu stellen. Conti: "Niemand kommt auf die Idee, nach 24 Wochen achtlos abzutreiben."

Mueller-Bericht: Was bedeutet der Report für Donald Trump?

Quellen "New York Times", "CNN", "WTOP", "Wisconsin State Legiskature"

dho
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(