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Philippinen : Duterte ruft Soldaten zu sexueller Gewalt gegen Rebellinnen auf

Rodrigo Duterte schockiert erneut: Der philippinische Staatschef hat Soldaten zu Gewalt gegen Frauen ermutigt. Politiker und Menschenrechtler sind entsetzt.

Rodrigo Duterte

Rodrigo Duterte sorgt mit seinen Äußerungen immer wieder für Aufsehen

AFP

Der philippinische Staatschef löst mit seinem jüngsten Aufruf Kritik und Entsetzen aus: rief Soldaten zu sexueller Gewalt gegen Frauen auf. Sie sollten Rebellinnen in ihre Geschlechtsorgane schießen, sagte der 72-Jährige in der vergangenen Woche bei einer Veranstaltung mit ehemaligen kommunistischen Rebellen. "Ohne die sind sie nutzlos", so Duterte in seiner Ansprache.

"Gipfel von Frauenfeindlichkeit und Faschismus"

Die Abgeordnete Emmi de Jesus von der linken Frauenpartei Gabriela sagte am Montag, Duterte zeige sich als der "Gipfel von Frauenfeindlichkeit und Faschismus".

Dies sei nicht das erste Mal, dass sich Duterte frauenfeindlich und abwertend geäußert habe, kritisierte auch die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Solche Sätze "ermutigen staatliche Kräfte in bewaffneten Konflikten, sexuelle Gewalt auszuüben, was das humanitäre Völkerrecht verletzt." Die philippinische Regierung bekämpft sowohl kommunistische wie auch radikalislamische Rebellengruppen.

Im vergangenen Montag sorgte Duterte für Aufsehen, als er sagte, er würde 42 Jungfrauen opfern, um Touristen anzuziehen. Vergangenes Jahr versicherte er Soldaten, er würde sie vor Strafverfolgung schützen, auch wenn sie bei der Umsetzung des Kriegsrechts in der Region Mindanao Frauen vergewaltigten.

fri/DPA