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Bürgerkrieg: Macron droht Syrien bei Chemiewaffeneinsatz mit Luftangriffen

Emmanuel Macron will den möglichen Einsatz von Chemiewaffen im syrischen Bürgerkrieg nicht dulden. Frankreichs Präsident drohte erneut mit Luftangriffen, sollte die syrische Regierung diese "rote Linie" überschritten haben. Doch der Beweis steht noch aus.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron

Für Frankreichs Präsident Emmanuel Macron stellt der Einsatz von Chemiewaffen in Syrien eine "rote Linie" dar

DPA

Emmanuel Macron richtet klare Worte an Syriens Machthaber Assad: Frankreichs Luftwaffe werde angreifen, falls es gesicherte Beweise für den Einsatz von gegen Zivilisten in dem Bürgerkriegsland gibt. "Die rote Linie wird respektiert werden", sagte der französische Präsident am Dienstagabend vor Journalisten in Paris, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Macron würde auch im Alleingang angreifen

Macron sagte, bislang hätten Dienste aber nicht den Beweis vorgelegt, dass verbotene Waffen gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt worden seien. Der Präsident hatte einen neuerlichen Einsatz von Chemiewaffen in Syrien im vergangenen Jahr als "rote Linie" bezeichnet und angekündigt, in einem solchen Fall mit Luftschlägen zu reagieren - notfalls im Alleingang.

"Sobald der Beweis erbracht ist, werde ich tun, was ich gesagt habe." Rettungshelfer und Aktivisten hatten Syriens Regierung zuletzt vorgeworfen, erneut Giftgas in dem Bürgerkriegsland eingesetzt zu haben. Macron führte nun aus, Frankreich werde wenn nötig an dem Ort zuschlagen, wo die Waffen auf den Weg gebracht werden, oder von wo aus dies organisiert werde.

Am Freitag hatte Macron sich bereits in einem Telefonat mit Russlands Präsident Wladimir Putin besorgt gezeigt im Hinblick auf einen möglichen Chlorgas-Einsatz im syrischen . Russland ist ein Verbündeter des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

fri / DPA