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Erfolg gegen Isis-Dschihadisten: Irakisches Militär erobert Ölraffinerie zurück

Das irakische Militär hat laut eigenen Angaben die wichtigste Ölraffinerie des Landes wieder unter Kontrolle. Die Lage ist jedoch unübersichtlich - Isis-Terroristen sollen noch auf dem Gelände sein.

Einen Tag nach heftigen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Dschihadisten ist die Lage an der größten Ölraffinerie des Iraks weiter unübersichtlich. Nach offiziellen Angaben erlangte das Militär wieder die Kontrolle über die Anlage. Bei den Gefechten sei auch die irakische Luftwaffe eingesetzt worden, hieß es am Donnerstag in Bagdad. Die meisten Arbeiter hätten das Gelände inzwischen verlassen. Der Betrieb war bereits am Dienstag eingestellt worden.

Der Nachrichtensender Al-Arabija berichtete, bei der Bombardierung seien auch Teile der Raffinerie beschädigt worden und Feuer ausgebrochen. Noch immer seien Kämpfer der Gruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien (Isis) auf dem Gelände. Der Al-Arabija-Nachrichtenkanal Hadath berichtete, dort seien schwarze Isis-Fahnen gehisst worden. Von unabhängiger Seite sind solche Meldungen kaum zu überprüfen.

Angriff angeblich zurückgeschlagen

Das Militär wies Berichte zurück, wonach die Terroristen einen großen Teil der Anlage kontrollierten. Der Angriff sei zurückgeschlagen worden, 40 Extremisten seien getötet worden, sagte ein Sprecher des Militärs bereits am Mittwoch.

Baidschi rund 200 Kilometer nördlich von Bagdad ist strategisch bedeutend. Dort ist neben der wichtigen Raffinerie - von der viele Tankstellen des Landes den Treibstoff bekommen - auch ein Elektrizitätswerk, von dem aus die Hauptstadt mit Strom versorgt wird.

amt/DPA / DPA