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Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo Taiwan gratuliert dem chinesischen Bürgerrechtler

Taiwans derzeitiger Präsident Ma Ying-Jeou gilt gemeinhin als chinafreundlich: Dennoch ließ es sich der Kuomintang-Politiker nicht nehmen, dem inhaftierten chinesische Bürgerrechtler Liu Xiaobo zum Friedensnobelpreis zu gratulieren - und riskiert damit einen Affront.

Der taiwanische Präsident Ma Ying-jeou hat dem inhaftierten chinesische Bürgerrechtler Liu Xiaobo zum Friedensnobelpreis gratuliert. Ma rief die Regierung in Peking am Freitag auf, die Lage der Menschenrechte zu verbessern. Die Freilassung Lius verlangte er aber nicht, offenbar um die Beziehungen zu Peking nicht zu arg zu belasten. Liu wurde im vergangenen Jahr zu elf Jahren Gefängnis verurteilt, weil er Mitverfasser eines Aufrufs war, in dem mehr politische Freiheit gefordert wurde. Die Regierung betrachtet das als Subversion. Auch zuvor schon musste er wegen seiner Überzeugungen Zeit hinter Gittern und in einem Umerziehungslager verbringen.

China hatte die Verleihung des diesjährigen Friedensnobelpreises an Liu scharf verurteilt. Es bezeichnete den frisch gekürten Preisträger als "Kriminellen" und das Nobelkomitee als fehlgeleitet. Das Komitee erklärte in Oslo, Liu werde für seinen "langen und gewaltlosen Kampf für fundamentale Menschenrechte in China" geehrt.

DPA DPA

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