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Gaza-Krieg Israel und Hamas schießen weiter


Die UN-Schulen füllen sich erneut mit Flüchtlingen, mindestens fünf Palästinenser sterben. Israel und die Hamas setzen ihre Angriffe fort. Die Uno drängt Israel, wieder Verhandlungen aufzunehmen.

Trotz internationaler Forderungen nach neuen Verhandlungen setzen Israel und militante Palästinenser im Gazastreifen ihren Beschuss fort. Im Süden Israels heulten am Morgen die Luftalarmsirenen. Die israelische Luftwaffe attackierte Dutzende Ziele im Gazastreifen.

Seit Freitagmorgen seien fünf Palästinenser bei Luftschlägen getötet worden, teilte Aschraf al-Kidra, der Sprecher des Gesundheitsministeriums in Gaza, auf Twitter mit. Auch an diesem Morgen habe es Tote und Verletzte bei einem Angriff gegeben. Militante Palästinenser hätten fünf Raketen auf Israel abgefeuert, so eine Sprecherin des israelischen Militärs.

Die USA und die Vereinten Nationen fordern Israel auf, #link;http://www.stern.de/news2/aktuell/ringen-um-dauerhaften-waffenstillstand-fuer-nahost-2129235.html;an den Verhandlungstisch# zurückzukehren. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und US-Regierungssprecher Josh Earnest riefen beide Seiten zudem auf, von weiteren Militäraktionen abzusehen.

Rund 220.000 Flüchtlinge in UN-Einrichtungen

Israel hatte diplomatische Gespräche in Kairo am Freitag abgebrochen, nachdem militante Gruppen aus Gaza Raketen auf den Süden Israels abgefeuert hatten. Zuvor war eine 72-stündige Waffenruhe ohne Verlängerung ausgelaufen.

Nach dem neuen Aufflammen der Gewalt steigt die Zahl der Flüchtlinge in Gaza wieder. Rund 220.000 Menschen suchten derzeit in Einrichtungen der UN Schutz, schrieb Chris Gunness, Sprecher des UN-Palästinenserhilfswerks UNRWA, auf Twitter. Die Zahl war während der Waffenruhe vorübergehend gesunken, weil viele Menschen in ihre Wohngebiete zurückgekehrt waren.

Am Freitagabend war es im Westjordanland zu Protesten gegen den israelischen Einsatz gekommen. Dabei wurde nahe Ramallah ein 19-jähriger Palästinenser von einem israelischen Soldaten erschossen. Bei einer Demonstration in Hebron wurden rund 40 Personen verletzt, zehn davon durch scharfe Munition.

car/DPA DPA

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