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Gazastreifen: Agypter bauen Mauer gegen Waffenschmuggel

Die ägyptischen Sicherheitskräfte rammen an der Grenze zum palästinensischen Gazastreifen Metallteile für eine unterirdische Mauer in den Boden, um den Waffenschmuggel in den Gazastreifen zu beenden.

Die ägyptischen Sicherheitskräfte rammen an der Grenze zum palästinensischen Gazastreifen Metallteile für eine unterirdische Mauer in den Boden, um den Waffenschmuggel in den Gazastreifen zu beenden. Das bestätigten mehrere Augenzeugen in der ägyptischen Grenzstadt Rafah am Donnerstag der Deutschen Presse- Agentur dpa. Die ägyptischen Behörden hatten entsprechende Medienberichte aus Israel zuvor dementiert.

Die Augenzeugen erklärten, die ersten Bauarbeiten seien bereits vor sechs Monaten in Angriff genommen worden. Die Arbeiter und Ingenieure seien dabei einen 15 Kilometer langen unterirdischen Wall unter der Erde zu verlegen, der aus fünf Zentimeter dicken Stahlplatten besteht. Nach dem 22-tägigen Gazakrieg, der im Dezember 2008 begonnen hatte, waren unter anderem deutsche und amerikanische Experten auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel unterwegs gewesen, um gemeinsam mit den Ägyptern einen Plan auszuarbeiten, der den Schmuggel von Waffen über Ägypten in den Gazastreifen beenden soll.

Nach inoffiziellen Angaben von Augenzeugen, soll die rund 100 Meter von der Grenze entfernt installierte Metallwand nach der Fertigstellung 18 Meter tief in den Boden reichen. Da Ägypten den Übergang Rafah an der Grenze zum Gazastreifen seit einiger Zeit nur noch sporadisch öffnet, werden durch die Schmugglertunnel inzwischen nicht nur Waffen für die radikale Palästinenserbewegung Hamas transportiert, sondern auch Lebensmittel und andere Waren des täglichen Bedarfs.

DPA / DPA