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Finanzminister rudert zurück Griechenland will kein Veto gegen Russland-Sanktionen einlegen


Die neue griechische Linksregierung hat Vorbehalte gegen weitere Russland-Sanktionen geltend macht. Ein Veto dagegen will Athen aber nicht einlegen, beteuerte Finanzminister Yanis Varoufakis.

Der neue griechische Finanzminister Yanis Varoufakis ist dem Eindruck entgegengetreten, sein Land wolle ein Veto gegen weitere Russland-Sanktionen der Europäischen Union einlegen. In Medienberichten sei die Position der neuen linksgerichteten Regierung verzerrt worden, schrieb Varoufakis am Donnerstag in einem Blogeintrag. Die Regierung habe sich lediglich über die mangelnde Unterrichtung durch die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini beschwert, nicht über die Sanktionen selbst. Das griechische Außenministerium wollte zu der Sache bisher keine Stellung nehmen.

Die EU-Außenminister beraten am Donnerstag in Brüssel über neue Strafmaßnahmen gegen Russland. Einem Entwurf zufolge soll die EU-Kommission beauftragt werden, neue Personen zu benennen, gegen die Sanktionen verhängt werden können. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier führt EU-Diplomaten zufolge vor den Beratungen bilaterale Gespräche und trifft sich mit seinem neuen griechischen Kollegen Nikos Kotzias.

Die Position der von Syriza geführten Regierung in Athen gegenüber Russland ist bisher unklar. Anders als Finanzminister Varoufakis hatte Energieminister Panagiotis Lafazanis am Vortag einem Bericht der Nachrichtenagentur Athen zufolge erklärt, seine Regierung sei gegen Sanktionen und habe "keine Probleme mit Russland." Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte sich am Tag seiner Amtseinführung am Montag mit dem russischen Botschafter getroffen.

ivi/Reuters Reuters

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