Britische Finanzkrise Liz Truss wollte demokratische Kontrollen umgehen und ist damit gescheitert – vorerst

Premierministerin Liz Truss bei einem Firmenbesuch im September
Premierministerin Liz Truss bei einem Firmenbesuch im September
© Dylan Martinez/ / Picture Alliance
Drei Wochen erst ist Großbritanniens neue Premierministerin im Amt, und schon schlittert sie in eine Regierungskrise. Von der Verkündung eines Nachtragshaushalts durch Schatzkanzler Kwasi Kwarteng erhofften sich Millionen von Briten eigentlich Hilfe in der Energiepreiskrise. Stattdessen drohen ihnen nun hohe Zinsen und vielleicht sogar Einbußen bei der Rente.

Die Nation hatte den Trauerflor vom Tod der Queen kaum abgelegt, da ließ Schatzkanzler Kwasi Kwarteng Ende letzter Woche eine wahrhafte fiskalische Bombe explodieren. In seinem Nachtragshaushalt verkündete er unter anderem die Abschaffung des Höchststeuersatzes für die Reichsten sowie ein Energiepreis-Hilfspaket nach dem Gießkannenprinzip für Privathaushalte und Unternehmen in Höhe von  70 Milliarden Euro. Man wolle damit das Wachstum des Landes ankurbeln, erklärte er. Mehr als vage blieb er hingegen in der Frage, wie die anfallenden Kosten - alles in allem mehr als 130 Milliarden Euro - beglichen werden sollen.

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