VG-Wort Pixel

Hungerkatastrophe am Horn von Afrika Bundesregierung stockt Hilfszahlungen auf


Die Hungerkatastrophe am Horn von Afrika lässt die Weltpolitik nicht kalt. Die Weltbank will mehr als umgerechnet 348 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Deutschland hilft mit zusätzlichen 45 Millionen Euro.

Angesichts der Hungerkatastrophe in Ostafrika stockt die Bundesregierung ihre Hilfe um mehr als 45 Millionen Euro auf. Entwicklungsminister Dirk Niebel erklärte in Berlin, die schlimme Lage für die Menschen am Horn von Afrika müsse schnell gelindert werden, um so viele Menschenleben wie möglich zu retten. Die zusätzliche Hilfe besteht aus rund 15 Millionen Euro an bilateralen Zahlungen. Hinzu kommen etwa 32 Millionen Euro aus Deutschland, die im Rahmen von EU-Hilfen nach Afrika gehen. Derzeit berät eine Konferenz unter Leitung der UN in Rom über das Thema.

Die Weltbank will mehr als 500 Millionen Dollar (348 Millionen Euro) an Hilfen für die von der Dürre betroffenen Regionen am Horn von Afrika bereitstellen. "Die Soforthilfe hat oberste Priorität, und es kommt darauf an, schnell zu handeln, um das menschliche Leid zu verringern", erklärte Weltbankpräsident Robert Zoellick am Montag. Daneben müsse es aber auch langfristige Lösungen geben. Der Großteil des Geldes soll deshalb in auf längere Zeit angelegte Projekte investiert werden, während zwölf Millionen Dollar in die Soforthilfe für die vom Hungertod bedrohten Menschen fließen sollen.

Von der schlimmsten Hungersnot seit 60 Jahren sind in Somalia, Kenia, Dschibuti, Äthiopien, Kenia und Uganda insgesamt rund zwölf Millionen Menschen betroffen. Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) kam am Montag zu Beratungen zur Lage in der Region zusammen. Zu Beginn des Treffens in Rom sagte FAO-Chef Jacques Diouf, die "katastrophale" Dürre verlange "massive und dringende internationale Hilfe". Es gehe darum, Leben zu retten.

DPA/AFP DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker