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Interview: "Öl war nicht die Siegprämie"

Energie-Experte David Goldwyn über den Wiederaufbau der irakischen Öl-Industrie, sinkende Benzinpreise und die Frage, ob der Irak-Krieg ums Öl geführt wurde.

Herr Goldwyn, wie lange müssen wir darauf warten, dass die irakische Ölproduktion wieder anläuft, damit der Benzinpreis fällt?

Wenn wir sofort mit dem Wiederaufbau der Öl-Industrie im Irak beginnen, können wir im besten Fall darauf hoffen, innerhalb der nächsten zwölf Monate wieder eine Fördermenge zu erreichen, die auf Vorkriegsniveau liegt - das wären 2,5 bis 2,8 Millionen Barrel pro Tag. Längerfristig, nach anderthalb oder zwei Jahren, sind auch 3,5 Millionen Barrel denkbar. Den Ölpreis wird das allerdings kaum beeinflussen. Da spielen andere Faktoren eine größere Rolle, etwa wenn in Russland oder Westafrika mehr Öl gefördert wird.

Warum ist Öl dann so teuer geworden?

Der wichtigste Grund für den Preisanstieg im vergangenen halben Jahr war der Streik in Venezuela, der wochenlang das Angebot verknappt hat. Dazu kam die Kriegsangst im Nahen Osten - speziell die Aussicht auf den Ausfall der irakischen Förderung und die Sorge, dass Förderanlagen in Saudi Arabien und Kuwait zerstört werden könnten, was das Angebot weiter reduziert hätte. Nun fällt der Ölpreis zwar wieder, aber er hält sich deutlich über dem langjährigen Mittel, weil es immer noch Engpässe gibt. Das sollte sich aber in den nächsten zwei, drei Jahren ändern, sodass der Preis pro Barrel wieder auf 22 bis 25 Dollar fallen dürfte. Vorausgesetzt, die OPEC bleibt bei ihren derzeitigen Fördermengen, und keiner der anderen großen Produzenten - etwa Nigeria oder Venezuela - fällt plötzlich aus.

Hat es sich unter diesen Umständen gelohnt, für das irakische Öl in den Krieg zu ziehen?

Die Invasion im Irak war kein Krieg ums Öl. Es ging um Massenvernichtungswaffen und um Abschreckungspolitik. Das Öl war nicht die Siegprämie, und zwar aus mehreren Gründen: Das irakische Öl war nie in Gefahr - man durfte annehmen, dass jedes Regime Öl fördern und verkaufen würde. Selbst die Sanktionen haben daran nichts geändert; im Rahmen des UN-Programms "Nahrung für Öl" ist weiter irakisches Öl auf den Markt gekommen. Zweitens kostet der Krieg weit mehr, als beim Ölpreis auf dem Spiel stand: Schätzungen sprechen von mindestens 250 Milliarden Dollar. Und schließlich liegt es nicht in den Händen der US-Regierung, zu bestimmen, wer Zugriff auf die Ölvorkommen im Irak erhält. Das kann nur die irakische Regierung tun.

Mindestens die Übergangsregierung wird mehr oder weniger von den USA installiert. Dürfen wir also erwarten, dass amerikanische Öl-Riesen wie ExxonMobil im Irak absahnen?

In der Ölwirtschaft geht es um Milliarden-Investitionen über einen Zeitraum von 30 Jahren. Deshalb ist für Ölfirmen nichts wichtiger als Sicherheit und Stabilität - sie müssen darauf vertrauen können, dass derjenige, mit dem sie verhandeln, über die gesamte Laufzeit zum Vertrag steht. Ich schätze, dass die Iraker mindestens zwei Jahre brauchen werden, um eine neue Regierung zu wählen und ihre Energiepolitik zu bestimmen. Bis dahin werden die Ölfirmen sich gern mit den Irakern unterhalten - aber niemand wird einen langfristigen Vertrag unterzeichnen.

Was passiert in der Zwischenzeit mit dem Öl, das im Irak gefördert wird?

Als erstes brauchen wir eine neue UN-Resolution, die aus dem "Nahrung für Öl"-Programm ein Wiederaufbau-Programm macht. Das wird den UN ein erhebliches Mitsprache-Recht einräumen, wenn es um die Entscheidung geht, für welche Zwecke die Öl-Einnahmen ausgegeben werden.

Genau das wollen die USA bisher vermeiden.

Ich sehe keine Alternative dazu. Wer irakisches Öl kaufen will, kann das derzeit nur über die UN tun. Nur dann ist der Käufer immun gegen Rechtsansprüche von Dritten. So eine Garantie können nur die UN geben, nicht die Alliierten.

Wie reparaturbedürftig ist die irakische Ölwirtschaft?

Die Kriegsschäden sind, wie es aussieht, gering. Aber man muss wohl davon ausgehen, dass die Infrastruktur schwer reparaturbedürftig ist. Schon seit dem Golfkrieg 1991 konnte nur noch einer der beiden Ölhäfen im Süden des Landes genutzt werden; die Pipeline nach Saudi-Arabien wurde ganz geschlossen, die Pipeline in die Türkei immer mal wieder. Vieles, so haben Beobachter berichtet, wird nur durch Flickwerk notdürftig zusammengehalten. Um so bemerkenswerter ist es, dass der Irak unter diesen Umständen bis zu 2,8 Millionen Barrel am Tag gefördert hat.

Wie viel wird es kosten, die Förderanlagen zu modernisieren?

Die Schätzungen reichen von drei bis fünf Milliarden Dollar - allein, um den Irak wieder auf das Vorkriegsniveau zu bringen.

Wer wird am meisten davon profitieren?

Das irakische Volk, weil es größeren Anteil an den Ölgewinnen haben wird als je zuvor. Und was die Modernisierung der Anlagen angeht: Ich nehme an, dass die künftige irakische Regierung diese Aufträge vergeben wird und dass Unternehmen aus aller Welt, die sich auf diese Arbeiten verstehen, daran Teil haben werden.

Im Moment sieht es aber so aus, als kassierten ausschließlich US-Unternehmen.

Sie sprechen von dem Auftrag, den die US-Regierung vergibt, um erst einmal das Nötigste zu reparieren. Da geht es um 600 Millionen Dollar. Das klingt nach viel Geld, aber im Vergleich zur Gesamtsumme ist es so viel nun auch wieder nicht.

Interview: Karsten Lemm
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?