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Irak: Gefechte mit Al-Sadr-Anhägern

Während in Nadschaf langsam das große Aufräumen beginnt, gab es in Bagdad nach Gefechten mit Al-Sadr-Millizionären wieder Tote und Verletzte. Die US-Truppen reagierten promt: Sie riegelten den betreffenden Stadteil ab.

Nach Beendigung der drei Wochen dauernden Kämpfe in Nadschaf haben die Einwohner am Samstag mit Aufräumarbeiten in der irakischen Pilgerstadt begonnen. Die US-Streitkräfte wollten ihre Stellungen nach Angaben einer Sprecherin beibehalten, um eine Umsetzung des am Freitag mit dem radikalen Schiitenführer Muktada al Sadr vereinbarten Waffenstillstandes zu überwachen. Bei Gefechten mit Anhängern Al Sadrs in der Hauptstadt Bagdad wurden unterdessen drei Menschen getötet und 25 verletzt, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

US-Patrouillen mit Granaten beschossen

US-Soldaten forderten die Einwohner im Bagdader Viertel Sadr City nach Angaben von Augenzeugen auf, in ihren Häusern zu bleiben und riegelten das Gebiet ab. Rebellen hätten amerikanische Patrouillen mit Granaten beschossen, sagte ein Militärsprecher. In den Straßen war Gewehrfeuer zu hören, als sich US-Truppen und irakische Sicherheitskräfte Gefechte mit Aufständischen lieferten.

Bei einem Mörserangriff von Rebellen im Osten der Stadt wurden zwei Zivilisten getötet. Nach Angaben des Innenministeriums wurden die beiden Männer tödlich getroffen, während sie auf der Straße ihre Autos wuschen. Mindestens sechs weitere Menschen wurden verletzt, wie ein Krankenhaussprecher mitteilte. Augenzeugen berichteten, innerhalb einer Stunde seien mindestens vier Mörser im Osten der Stadt eingeschlagen.

US-Luftangriff auf Falludscha

Ein US-Luftangriff auf Falludscha kostete am Freitagabend drei Zivilpersonen das Leben, wie Ärzte mitteilten. Elf weitere, darunter ein sechsjähriges Mädchen, seien verwundet worden. Bei der Bombardierung des Industriegebiets der Stadt hätten zudem zwei Wachleute Verletzungen erlitten.

Ziel der Angriffe war nach US-Angaben eine Flugabwehrstellung auf einem Lastwagen. Von dort aus sei versucht worden, ein amerikanisches Flugzeug zu beschießen. Nach Berichten von Augenzeugen wurden zwei Bomben auf den Stadtteil Al Askari abgeworfen. Mindestens 15 Häuser seien beschädigt und mehrere Autos zerstört worden.

Ölpipeline brennt wieder

Östlich von Bagdad geriet am Samstag eine Ölpipeline in Brand. Auf Bildern der Nachrichtenagentur APTN waren Flammen und eine schwarze Rauchwolke über der Pipeline in Al Nahrawan zu sehen. Unklar war zunächst, ob es sich um einen Sabotageakt handelte. (AP)

DPA