Donald Trump spricht über einen möglichen Angriff auf die Insel Charg. Irans neuer Ajatollah meldet sich zu Wort. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Newsblog.
Wichtige Updates
Phil Göbel
Medienbericht: Hunderte US-Spezialkräfte im Nahen Osten angekommen
Die Hinweise auf eine Bodeninvasion der USA verdichten sich: Hunderte Mitglieder von Spezialeinheiten des US-Militärs sind Medienberichten zufolge im Nahen Osten angekommen. Darunter befinden sich auch Soldaten der Army Rangers, die als Speerspitze der Kommandotruppen des US-Heeres gelten, sowie der Navy Seals, einer Eliteeinheit der US-Marine, wie die „New York Times“ und der Sender CBS News übereinstimmend berichten. Die US-Medien berufen sich dabei auf zwei US-Militärbeamte beziehungsweise mit dem Einsatz vertraute Quellen.
Sie schlössen sich Tausenden Marineinfanteristen und Fallschirmjägern des Heeres an, die ebenfalls in der Region angekommen seien – die militärischen Optionen von US-Präsident Donald Trump im Krieg mit dem Iran würden damit erweitert, hieß es.
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Phil Göbel
Einmal mehr steht im Irankrieg Aussage gegen Aussage: Während die iranische Seite erst vor wenigen Stunden erklärte, dass es derzeit keine Gespräche mit der US-Regierung gäbe, prescht Donald Trumps Pressesprecherin nun vor: Die Gespräche mit dem Iran würden andauern und gute Fortschritte machen. „Trotz des öffentlichen Auftretens des Regimes und falscher Berichterstattung gehen die Gespräche weiter und verlaufen gut“, so Karoline Leavitt.
Was die Führung in Teheran öffentlich sage, unterscheide sich stark von dem, was den USA unter vier Augen mitgeteilt werde. Ob Leavitts Worte den Tatsachen entsprechen, ist unklar. Das Weiße Haus erklärte zudem, der Zeitplan für den Iran-Einsatz von vier bis sechs Wochen bleibe bestehen. US-Präsident Donald Trump hatte kurz nach beginn der Offensive Ende Februar gesagt, diese werde vier Wochen oder weniger dauern.
Was die Führung in Teheran öffentlich sage, unterscheide sich stark von dem, was den USA unter vier Augen mitgeteilt werde. Ob Leavitts Worte den Tatsachen entsprechen, ist unklar. Das Weiße Haus erklärte zudem, der Zeitplan für den Iran-Einsatz von vier bis sechs Wochen bleibe bestehen. US-Präsident Donald Trump hatte kurz nach beginn der Offensive Ende Februar gesagt, diese werde vier Wochen oder weniger dauern.
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Daniel Bakir
Blauhelm-Soldaten im Libanon getötet
Beim Krieg zwischen Israel und der Hisbollah sind mehrere Uno-Soldaten getötet worden. Am Montag starben zwei Blauhelm-Soldaten in ihrem Fahrzeug im Südlibanon durch eine Detonation. Am Sonntagabend war ein weiterer Blauhelm durch ein Geschoss getötet worden.
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Daniel Bakir
In Deutschland treibt der Irankrieg derweil die Preise nach oben. Die Inflation schnellte auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren und das könnte erst der Anfang sein.
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Daniel Bakir
Die Türkei meldet, dass erneut eine iranische Rakete in ihren Luftraum eingedrungen ist. Sie sei von einem Nato-Verteidigungssystem abgefangen worden, erklärte das türkische Verteidigungsministerium via X. Es ist der vierte Vorfall dieser Art.
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Eugen Epp
Trump setzt auf Deal und droht mit Zerstörung
US-Präsident Trump drängt den Iran abermals zur Öffnung der für die Schifffahrt wichtigen Straße von Hormus und droht andernfalls mit Angriffen auf iranische Ölquellen und Kraftwerke. „Es wurden große Fortschritte erzielt“, schreibt Trump in einem Social-Media-Beitrag. „Aber sollte aus irgendeinem Grund nicht in Kürze eine Einigung erzielt werden und sollte die Straße von Hormus nicht sofort 'für den Verkehr freigegeben' werden, werden wir unseren schönen 'Aufenthalt' im Iran damit beenden, dass wir alle ihre Kraftwerke, Ölquellen und die Insel Charg in die Luft jagen und vollständig zerstören.“
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Eugen Epp
Iran lehnt US-Vorschläge ab
Der Iran hat nach eigenen Angaben über Vermittler Nachrichten erhalten, die eine Verhandlungsbereitschaft der USA signalisieren. Die Führung in Teheran halte die US-Vorschläge jedoch für „unrealistisch, unlogisch und übertrieben“, erklärt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei.
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Eugen Epp
Spanien sperrt seinen Luftraum für US-Flugzeuge, die an Angriffen auf den Iran beteiligt sind. „Wir genehmigen weder die Nutzung von Militärstützpunkten noch die Nutzung des Luftraums für Aktionen im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran“, erklärt Verteidigungsministerin Margarita Robles. Spanien hatte sich bereits zuvor geweigert, gemeinsam mit den USA betriebene Militärbasen zur Verfügung zu stellen.
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Eugen Epp
Der Iran und die libanesische Hisbollah-Miliz feuern am Vormittag erneut Raketen auf den Norden Israels ab. Israelischen Medien zufolge sind dabei zwei Menschen leicht verletzt worden. Israels Polizei sowie der Rettungsdienst Magen David Adom melden Schäden nach Einschlägen. Nach Medienberichten ist infolge der Angriffe in Israels größter Ölraffinerie in Haifa ein Brand ausgebrochen.
Der Iran bestätigt am Vormittag Raketenbeschuss auf den Norden Israels. Zuvor hatte es auch mehrfach Raketenalarm im Süden Israels gegeben. Berichte über Opfer gab es dabei zunächst nicht.
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Eugen Epp
Der Iran bestätigt die Tötung eines wichtigen Marinekommandeurs. In einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung berichten die einflussreichen Revolutionsgarden vom „Märtyrertod” ihres Marinekommandeurs, Konteradmiral Aliresa Tangsiri. Sie bezeichnen ihn als „Kämpfer auf dem Wege Gottes“ und „großen Helden“. Israel hatte Tangsiri nach eigenen Angaben bei einem Luftangriff am Mittwoch getötet.
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Eugen Epp
Donald Trump erwägt einem Medienbericht zufolge im Iran einen Militäreinsatz zur Bergung von rund 400 Kilogramm hochangereichertem Uran. Trump prüfe zurzeit, wie gefährlich dies für die dafür nötigen Bodentruppen wäre, zitierte das „Wall Street Journal” US-Beamte. Eine Entscheidung habe der Präsident noch nicht getroffen.
Trump stehe der Idee aber grundsätzlich offen gegenüber, da ein solcher Militäreinsatz dazu beitragen könnte, sein zentrales Ziel zu erreichen – nämlich den Iran daran zu hindern, jemals eine Atomwaffe herzustellen. Ein solcher Militäreinsatz wäre eine komplexe und riskante Mission, die die US-Streitkräfte wahrscheinlich mehrere Tage oder länger in dem Land durchführen müssten.
Trump stehe der Idee aber grundsätzlich offen gegenüber, da ein solcher Militäreinsatz dazu beitragen könnte, sein zentrales Ziel zu erreichen – nämlich den Iran daran zu hindern, jemals eine Atomwaffe herzustellen. Ein solcher Militäreinsatz wäre eine komplexe und riskante Mission, die die US-Streitkräfte wahrscheinlich mehrere Tage oder länger in dem Land durchführen müssten.
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Eugen Epp
Ein einflussreicher Politiker im Iran fordert nach der Bombardierung mehrerer Nukleareinrichtungen durch Israel und die USA einen Ausstieg aus dem Atomwaffensperrvertrag (NPT). Dies werde im Parlament ernsthaft diskutiert, sagt der Außenpolitiker Alaeddin Borudscherdi in einem Interview mit dem Staatsfernsehen. Als Mitglied internationaler Abkommen habe sich der Iran zur Überwachung seiner nuklearen Aktivitäten verpflichtet und versichert, nicht nach Atomwaffen zu streben.
Aber: „Es ist nicht vorgesehen, dass wir die Spielregeln einhalten, während sie uns bombardieren”, sagt der Parlamentsabgeordnete. „Meiner Meinung nach ist die Zeit für einen Austritt aus dem NPT gekommen.”
Scharfe Kritik äußerte er auch an Rafael Grossi, dem Chef der Internationalen Atomenergiebehörde. „Viele sind der Ansicht, dass diese Inspektionen der Agentur den Boden für Spionage bereiten”, so Borudscherdi.
Aber: „Es ist nicht vorgesehen, dass wir die Spielregeln einhalten, während sie uns bombardieren”, sagt der Parlamentsabgeordnete. „Meiner Meinung nach ist die Zeit für einen Austritt aus dem NPT gekommen.”
Scharfe Kritik äußerte er auch an Rafael Grossi, dem Chef der Internationalen Atomenergiebehörde. „Viele sind der Ansicht, dass diese Inspektionen der Agentur den Boden für Spionage bereiten”, so Borudscherdi.
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Eugen Epp
Die Ölpreise sind zum Start in die fünfte Handelswoche nach Kriegsbeginn gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Mai ist in der Nacht um bis zu vier Prozent auf fast 117 Dollar gestiegen. Damit näherte sich der Ölpreis wieder seinem vor drei Wochen erreichten Zwischenhoch von 119,50 Dollar an. Am frühen Morgen liegt der Preis bei 115,55 Dollar und damit 2,7 Prozent höher als Ende vergangener Woche. Seit Beginn des Kriegs hat sich die Referenzsorte Brent um fast 60 Prozent verteuert. Auch die Preise anderer Ölsorten haben kräftig angezogen. So kostet ein Barrel der US-Sorte WTI heute Morgen etwas mehr als 100 Dollar – und damit etwas mehr als 50 Prozent als vor dem Beginn des Iran-Kriegs.
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Eugen Epp
Trump würde gern Kontrolle über Irans Öl übernehmen
„Um ehrlich zu sein, am liebsten würde ich mir das Öl im Iran nehmen”, sagt Donald Trump in einem Interview mit der britischen Zeitung „Financial Times”. Er fügt demnach hinzu: „Aber einige dumme Leute in den USA sagen: 'Warum tust du das?' Aber das sind dumme Leute.” Für einen solchen Schritt müsste das US-Militär wohl die iranische Insel Charg im Persischen Golf einnehmen, über die etwa 90 Prozent der Erdölausfuhren des Landes abgewickelt werden.
Das Pentagon habe die Entsendung von rund 10.000 Soldaten angeordnet, die für die Eroberung und Sicherung von Land ausgebildet sind, berichtet die Zeitung. Ein Angriff auf den Exportknotenpunkt Charg wäre jedoch riskant. „Vielleicht nehmen wir die Insel Charg ein, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen”, wird Trump von der FT zitiert. „Es würde auch bedeuten, dass wir eine Weile dort (auf Charg) bleiben müssten.”
Das Pentagon habe die Entsendung von rund 10.000 Soldaten angeordnet, die für die Eroberung und Sicherung von Land ausgebildet sind, berichtet die Zeitung. Ein Angriff auf den Exportknotenpunkt Charg wäre jedoch riskant. „Vielleicht nehmen wir die Insel Charg ein, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen”, wird Trump von der FT zitiert. „Es würde auch bedeuten, dass wir eine Weile dort (auf Charg) bleiben müssten.”
Auf die Frage nach dem Stand der iranischen Verteidigung auf der Insel antwortet er: „Ich glaube nicht, dass sie über eine Verteidigung verfügen. Wir könnten sie sehr leicht einnehmen.” Experten warnen, dass US-Soldaten nach einer möglichen Einnahme und Besetzung der Insel leichte Ziele für iranische Angriffe wären.
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Eugen Epp
Auch die israelische Luftwaffe setzt ihre Angriffe im Iran fort. Es werde „militärische Infrastruktur” in der iranischen Hauptstadt Teheran attackiert, teilt die Armee am frühen Morgen ohne nähere Angaben mit.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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