Trump hat offenbar einen 15-Punkte-Friedensplan, trotzdem verlegt er 2000 Soldaten in den Nahen Osten. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Newsblog.
Wichtige Updates
Thomas Krause
Direktes Treffen zwischen USA und Iran steht laut Wadephul bevor
In den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs gibt es nach Aussage von Außenminister Johann Wadephul Vorbereitungen für ein direktes Treffen zwischen Vertretern der USA und Irans. „Das soll wohl in der nächsten Zeit recht kurzfristig in Pakistan stattfinden“, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Vorher habe es nach seinen Informationen indirekte Kontakte gegeben. Er bezeichnete das als „erste Zeichen der Hoffnung, der Zuversicht“.
„Man hat offensichtlich schon erste Positionen schriftlich ausgetauscht über Dritte.“ Weiter sagte Wadephul, er wisse nicht genau, „wer das alles fazilitiert hat“. US-Außenminister Marco Rubio werde das „vielleicht heute auch noch etwas genauer darstellen“. Es helfe aber auch gar nicht, so etwas allzu öffentlich zu diskutieren.
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Thomas Krause
Die hohen Energiepreise als Folge des Irankrieges sind nach den Worten von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil Thema bei den Beratungen der Finanzminister der Euro-Gruppe. Die Politik müsse handeln, gerade in Zeiten, in denen die Energiepreise weiter stiegen, sagte der SPD-Co-Chef in Berlin. Klingbeil verwies auf seine Vorschläge, auf europäischer Ebene Gewinne von Energiekonzernen abzuschöpfen und das Geld an die Bürger zurückzugeben. Zudem solle in Deutschland geprüft werden, wie das Luxemburger Modell mit einer Preisgrenze umgesetzt werden könne. Er sei offen für weitere Ideen.
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Thomas Krause
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran attackiert. Bei den „großangelegten“ Angriffen sei „Infrastruktur des iranischen Terrorregimes im Herzen Teherans“ anvisiert worden, erklärt die israelische Armee. Sie gab zudem Angriffe auf „Produktionsanlagen für ballistische Raketen und Luftabwehrsysteme“ bekannt. Getroffen wurden demnach Abschussvorrichtungen und Lager für Raketen im Westen des Landes sowie Produktionsanlagen in Teheran.
Der Iran gab unterdessen bekannt, am Donnerstag Ziele in Israel sowie von der US-Armee genutzte Stützpunkte in mehreren Golfstaaten mit Raketen und Drohnen angegriffen zu haben. Bei den Angriffen seien Raketen und Drohnen eingesetzt worden, heißt es in einer von den staatlichen iranischen Nachrichtenagenturen Irna und Fars verbreiteten Erklärung der Revolutionsgarden.
Die Attacken hätten sich gegen Ziele in Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Kuwait und Bahrain gerichtet. In Bahrain sei eine Wartungsanlage für das US-Luftverteidigungssystem Patriot ins Visier genommen worden.
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Thomas Krause
Kuwaits größter Handelshafen ist bei einem Drohnenangriff beschädigt worden. Der Hafen von Schuwaich sei am Morgen "von feindlichen Drohnen" angegriffen worden, teilt die kuwaitische Hafenbehörde im Onlinedienst X mit. Es gebe Hinweise auf Sachschäden, aber keine Opfer.
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Thomas Krause
Die USA haben nach Angaben von Bundesaußenminister Johann Wadephul keine konkrete Hilfsanfrage an die Bundesregierung im Iran-Krieg gestellt. „Nein“, sagte Wadephul am Morgen im Deutschlandfunk auf eine entsprechende Frage. Es gebe im Übrigen keine rechtlichen Voraussetzungen dafür, dass Deutschland während des Krieges einen Beitrag leisten könne. Die Bundesregierung habe aber mehrfach angeboten, dass sie zur Unterstützung nach einem Kriegsende bereit sei.
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Thomas Krause
Moskau bestreitet Weitergabe von Aufklärungsdaten an Iran
Russlands Regierung weist den Vorwurf der Weitergabe von Geheimdienstinformationen an den Iran zur Bekämpfung von US-Militärobjekten im Nahen Osten zurück. „Wir haben dem Iran bestimmte Arten militärischer Güter geliefert, aber dem Vorwurf, dass wir dem Iran mit Aufklärungsdaten helfen, können wir nicht zustimmen“, sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow in einem Interview mit dem Sender France Television, das auf der Homepage des Ministeriums veröffentlicht wurde.
Die Koordinaten der US-Militärbasen in der Region seien bekannt und offen zugänglich. Sie müssten nicht vom Geheimdienst übermittelt werden. „Ich wundere mich nicht darüber, dass der Iran sie attackiert“, sagte Russlands Chefdiplomat. Er bestätigte dabei, dass Moskau und Teheran weiterhin strategische Partner seien.
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Thomas Krause
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wollen sich einem Zeitungsbericht zufolge an einem multinationalen Marine-Einsatz zur Wiederöffnung der Straße von Hormus beteiligen. Die VAE hätten ihre Bereitschaft dazu den USA und anderen westlichen Verbündeten mitgeteilt, berichtet die „Financial Times“ (FT) unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Dem Bericht zufolge bemühen sich die VAE zudem darum, Dutzende Länder für die Bildung einer „Hormus-Sicherheits-Truppe“ („Hormuz Security Force“) zu gewinnen. Diese solle die Meerenge vor iranischen Angriffen schützen und die Schifffahrt eskortieren. Die VAE arbeiten laut „FT“ zusammen mit Bahrain an einer Resolution des UN-Sicherheitsrates, die ein Mandat für einen Einsatz erteilen soll. Frankreich hatte am Donnerstag mitgeteilt, es habe Gespräche mit rund 35 Ländern über einen Einsatz zur Öffnung der Meerenge geführt, allerdings erst für die Zeit nach einem Ende des Krieges.
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Thomas Krause
Israel hat nach Berichten libanesischer Staatsmedien einen Angriff auf den Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut geflogen. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur berichtete, der Angriff habe am frühen Morgen den südlichen Vorort Tahouitet al-Ghadir getroffen. Wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten, waren mehrere Explosionen zu hören. Aufnahmen von AFPTV zeigten Rauch über den als Hochburg der pro-iranischen Hisbollah-Miliz geltenden südlichen Vororten.
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Thomas Krause
Pentagon prüft laut Bericht Entsendung von 10.000 Soldaten
Das US-Verteidigungsministerium prüft einem Zeitungsbericht zufolge die Entsendung von bis zu 10.000 zusätzlichen Bodentruppen in den Nahen Osten. Damit solle US-Präsident Donald Trump mehr militärische Optionen erhalten, auch wenn er Friedensgespräche mit der Regierung in Teheran erwäge, berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Insider aus dem Pentagon.
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Thomas Krause
Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beraten nach Angaben der staatlichen saudischen Nachrichtenagentur in Dschidda über die regionale Eskalation und den Krieg in der Ukraine. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. Selenskyj hatte Anfang des Monats nach einem Gespräch mit dem Kronprinzen das Angebot Kiews erneuert, bei der Abwehr iranischer Drohnen zu helfen.
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Rune Weichert
Donald Trump ist sauer auf Nato-Verbündete, weil sie ihm nicht bei der Sicherung der Straße von Hormus im Iran-Krieg helfen. Nun ärgert er sich explizit über Deutschland. Er kritisiert Deutschland wegen der ausbleibenden Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus. Er habe es als „unangemessen“ empfunden, dass von deutscher Seite geäußert worden sei: „Das ist nicht unser Krieg“, sagt der Republikaner während einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Trump nennt keinen konkreten Namen, schreibt die Äußerung aber der Spitze zu („the head of Germany“). So oder so ähnlich hatten sich jüngst mehrere führende deutsche Politiker geäußert, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und Vize-Kanzler Lars Klingbeil (SPD).
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Rune Weichert
Israels Armee droht nach der Tötung des Marine-Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarden, Admiral Aliresa Tangsiri, damit, weitere wichtige Führungsfiguren im Iran ins Visier zu nehmen. Die Tötungen würden nicht aufhören, sagt Militärsprecher Effie Defrin am Abend. „Wir werden weiterhin jeden verfolgen, der Israel bedroht.“ Aus dem Iran gibt es zunächst keine Bestätigung für den Tod des Marine-Kommandeurs.
Israels Armee teilt am Abend außerdem mit, die israelische Luftwaffe habe am Mittwoch in Kermanschah und Desful Waffenlager, Raketenabschussrampen sowie dort tätige Iraner ins Visier genommen. Zudem habe das israelische Militär am Mittwoch sowie in der Nacht zu Donnerstag in Teheran und im Zentrum des Irans Waffenproduktionsstätten angegriffen.
„Bislang haben wir mehr als 1000 Ziele der iranischen Rüstungsindustrie angegriffen“, sagt Defrin weiter.
Israels Armee teilt am Abend außerdem mit, die israelische Luftwaffe habe am Mittwoch in Kermanschah und Desful Waffenlager, Raketenabschussrampen sowie dort tätige Iraner ins Visier genommen. Zudem habe das israelische Militär am Mittwoch sowie in der Nacht zu Donnerstag in Teheran und im Zentrum des Irans Waffenproduktionsstätten angegriffen.
„Bislang haben wir mehr als 1000 Ziele der iranischen Rüstungsindustrie angegriffen“, sagt Defrin weiter.
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Rune Weichert
Trump verlängert Iran-Ultimatum erneut
US-Präsident Donald Trump setzt nach eigenen Angaben die angekündigte Zerstörung von Energieanlagen im Iran für zehn Tage aus. Die Frist laufe nun bis zum 6. April, erklärt Trump. Die Gespräche mit dem Iran liefen „sehr gut“. Eine iranische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Ursprünglich lief die Frist bis zum Ende dieser Woche. Der Iran hatte mit Vergeltung gedroht.
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Rune Weichert
Rund einen Monat nach Beginn des Irankriegs senken die Behörden in Teheran das Mindestalter für freiwillige Sicherheitskräfte in der Hauptstadt auf zwölf Jahre. Dies kündigt Rahim Nadali, ein Vertreter der Revolutionsgarden, in einer Fernsehansprache an. Es gebe "eine sehr große Anzahl an Freiwilligen" unter der Jugend, die zur "Widerstandsfront gegen den großen Tyrannen beitragen" wollten, sagt Nadali unter Verwendung eines von der iranischen Führung geprägten Ausdrucks für die USA. Die Einsätze der Freiwilligen umfassen demnach unter anderem das Sammeln von sicherheitsrelevanten Informationen sowie Patrouillen.
Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit dem seit Beginn des Krieges verstärkten Sicherheitsaufgebot in der Hauptstadt. Die Behörden haben dort zahlreiche Kontrollposten eingerichtet, um mögliche Proteste gegen die Islamische Republik zu unterbinden. Die Kontrollen werden vor allem von den sogenannten Bassidsch-Milizen ausgeführt, einer paramilitärischen Freiwilligentruppe mit landesweit schätzungsweise rund 600.000 Mitgliedern.
Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit dem seit Beginn des Krieges verstärkten Sicherheitsaufgebot in der Hauptstadt. Die Behörden haben dort zahlreiche Kontrollposten eingerichtet, um mögliche Proteste gegen die Islamische Republik zu unterbinden. Die Kontrollen werden vor allem von den sogenannten Bassidsch-Milizen ausgeführt, einer paramilitärischen Freiwilligentruppe mit landesweit schätzungsweise rund 600.000 Mitgliedern.
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Rune Weichert
Frankreich berät mit rund 35 Staaten über einen Einsatz zur Öffnung der Straße von Hormus nach einem Ende des Krieges. Die Initiative sei rein defensiver Natur und solle die Wiederaufnahme der Schifffahrt vorbereiten, teilt das Verteidigungsministerium in Paris mit. Zudem erklärt der Stabschef der französischen Marine, Nicolas Vaujour, er habe Gespräche mit zwölf Amtskollegen geführt – darunter mit denen aus Deutschland, Großbritannien, Italien, Indien und Japan. "Wir tauschen uns über die Freiheit der Schifffahrt und die maritime Sicherheit aus, da das Meer eine lebenswichtige Ader für unsere Weltwirtschaft und die regionale Stabilität ist", schreibt er auf der Plattform X. In der ersten Phase einer solchen Mission dürfte die Räumung von Seeminen im Mittelpunkt stehen, heißt es aus Kreisen.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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