Libanon erklärt Irans Botschafter zur Persona non grata. Steinmeier kritisiert Trumps Krieg als „völkerrechtswidrig“. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Newsblog.
Wichtige Updates
Rune Weichert
Die Ölpreise fallen nach erneuten Ankündigungen von Verhandlungen mit dem Iran durch US-Präsident Donald Trump wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Mai liegt nach den Trump-Äußerungen leicht darunter und gibt damit innerhalb weniger Minuten um knapp vier Prozent nach.
Trump hatte zuvor auf Fragen von Journalisten gesagt, die Iraner seien zu Verhandlungen bereit: „Wir sprechen tatsächlich mit den richtigen Leuten, und die wollen unbedingt einen Deal abschließen.“
Trump hatte zuvor auf Fragen von Journalisten gesagt, die Iraner seien zu Verhandlungen bereit: „Wir sprechen tatsächlich mit den richtigen Leuten, und die wollen unbedingt einen Deal abschließen.“
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Rune Weichert
Medien: USA legen Iran 15-Punkte-Plan vor
Die USA haben Medienberichten zufolge dem Iran einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges geschickt. Dies melden die US-Zeitung „New York Times“ unter Berufung auf zwei Insider und der israelische Sender Channel 12 mit Verweis auf drei namentlich nicht genannte Personen. Laut Channel 12 wird darin etwa verlangt, die Atomanlagen Natans, Isfahan und Fordow außer Betrieb zu setzen. Zudem müsse in der Straße von Hormus ein freier Schiffsverkehr gewährleistet werden. Auf iranischem Boden dürfe kein Uran angereichert werden. Die USA schlagen demnach eine Feuerpause von einem Monat vor, um den Plan zu besprechen. Stellungnahmen der beiden Staaten liegen zunächst nicht vor.
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Rune Weichert
Das Pentagon plant nach US-Medienberichten eine Verlegung von Soldaten der 82. Luftlandedivision in den Nahen Osten. Die US-Spezialkräfte sind darauf trainiert, aus der Luft mit Fallschirmen einzugreifen. Der Plan sehe vor, dass etwa 3000 Soldaten in den Nahen Osten geschickt werden, um Einsätze gegen den Iran zu unterstützen, berichten mehrere Medien unter Berufung auf nicht genannte US-Beamte. Wie konkret die Pläne sind, blieb unklar.
Das „Wall Street Journal“ berichtet demnach, dass noch keine Entscheidung darüber getroffen worden sei, Bodentruppen in den Iran selbst zu entsenden. Das US-Medium „Politico“ schlussfolgert, der Truppenaufbau im Nahen Osten deute etwa auf eine gewaltsame Kontrolle der für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus hin. Die „New York Times“ berichtete zuerst über die Pläne im Pentagon und schrieb, die Kräfte könnten eingesetzt werden, um den wichtigsten Ölexport-Hafen Irans auf der Insel Charg einzunehmen.
Das „Wall Street Journal“ berichtet demnach, dass noch keine Entscheidung darüber getroffen worden sei, Bodentruppen in den Iran selbst zu entsenden. Das US-Medium „Politico“ schlussfolgert, der Truppenaufbau im Nahen Osten deute etwa auf eine gewaltsame Kontrolle der für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus hin. Die „New York Times“ berichtete zuerst über die Pläne im Pentagon und schrieb, die Kräfte könnten eingesetzt werden, um den wichtigsten Ölexport-Hafen Irans auf der Insel Charg einzunehmen.
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Rune Weichert
Die USA und Israel haben nach iranischen Angaben die Umgebung des Atomkraftwerks Buschehr angegriffen. Das meldet die Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf die iranische Atomenergiebehörde. Ersten Berichten zufolge gebe es bei dem Angriff am Abend weder Schäden noch Opfer. Eine Stellungnahme der USA oder Israels liegt zunächst nicht vor.
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Rune Weichert
Die USA sprechen laut Präsident Donald Trump mit den "richtigen Leuten" im Iran, um ein Abkommen zur Beendigung der Feindseligkeiten zu erreichen. Es gebe nun eine neue Gruppe von Führern in der Islamischen Republik. Die Iraner wollten unbedingt eine Einigung erzielen, sagt Trump vor Journalisten.
In die Verhandlungen seien auf US-Seite Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance involviert, sagt Trump. „Und die andere Seite, das kann ich Ihnen sagen, die würde gerne einen Deal machen.“
In die Verhandlungen seien auf US-Seite Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance involviert, sagt Trump. „Und die andere Seite, das kann ich Ihnen sagen, die würde gerne einen Deal machen.“
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Rune Weichert
Im UN-Sicherheitsrat laufen Verhandlungen über eine Resolution zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus. Dabei liegen zwei konkurrierende Entwürfe vor, wie aus von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehenen Dokumenten hervorgeht. Ein von Bahrain eingebrachter und von den USA unterstützter Text sieht den Einsatz militärischer Gewalt vor, um iranische Angriffe auf Schiffe zu stoppen. Frankreich schlägt dagegen einen diplomatischeren Ansatz vor, der auf rein defensive Maßnahmen setzt und den Iran nicht namentlich erwähnt.
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Rune Weichert
Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus bleibt stark eingeschränkt. Nach Angaben des Datenanbieters Kpler passieren heute nur drei Schiffe mit eingeschaltetem automatischen Identifikationssystem das Nadelöhr im Persischen Golf. Nach Angaben eines Sprechers des indischen Ministeriums für Häfen, Schifffahrt und Wasserstraßen ließ der Iran zwei Flüssiggastanker ohne Zwischenfälle durchfahren. Bereits Mitte des Monats waren zwei Gastanker mit indischer Flagge durchgefahren.
Dagegen verweigerten die Revolutionsgarden dem Containerschiff „Selen“ – unter der Flagge des karibischen Inselstaates St. Kitts und Nevis – die Durchfahrt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim begründet Marine-Kommandeur Ali-Resa Tangrisi dies mit fehlenden Genehmigungen. Außenminister Abbas Araghtschi erklärte am Montag, die Straße von Hormus sei grundsätzlich offen – außer für Schiffe der „Aggressoren“ USA und Israel sowie deren Unterstützer.
Dagegen verweigerten die Revolutionsgarden dem Containerschiff „Selen“ – unter der Flagge des karibischen Inselstaates St. Kitts und Nevis – die Durchfahrt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim begründet Marine-Kommandeur Ali-Resa Tangrisi dies mit fehlenden Genehmigungen. Außenminister Abbas Araghtschi erklärte am Montag, die Straße von Hormus sei grundsätzlich offen – außer für Schiffe der „Aggressoren“ USA und Israel sowie deren Unterstützer.
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Thomas Krause
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) warnt im Fall eines längeren Iran-Kriegs vor möglicher Treibstoffknappheit. Reiche sagte bei der Energiekonferenz Ceraweek in Houston im US-Bundesstaat Texas, die Preise für Benzin, Diesel und Kerosin seien durch den Krieg in die Höhe geschnellt. „Noch sehen wir keine Knappheiten beim Volumen, aber wenn der Konflikt nicht endet, rechnen wir damit vermutlich Ende April oder im Mai.“
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Thomas Krause
Nach dem Tod seines mächtigen Sicherheitschefs Ali Laridschani bei einem israelischen Luftangriff ernennt der Iran einen Nachfolger. Mohammad Bagher Solghadr solle künftig dem Obersten Nationalen Sicherheitsrat vorstehen, meldet das Staatsfernsehen. Bei ihm handelt es sich um einen früheren Kommandeur der Revolutionsgarden und jahrelangen Vertrauten von Laridschani.
Solghadr wurde 2005 zum stellvertretenden Innenminister mit Zuständigkeit für Sicherheit und Polizei in der Regierung von Präsident Mahmud Ahmadinedschad ernannt. Seit 2023 war er Sekretär des Schlichtungsrats.
Solghadr wurde 2005 zum stellvertretenden Innenminister mit Zuständigkeit für Sicherheit und Polizei in der Regierung von Präsident Mahmud Ahmadinedschad ernannt. Seit 2023 war er Sekretär des Schlichtungsrats.
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Thomas Krause
Bei iranischen Angriffen auf Bahrain kommt nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ein marokkanischer Zivilist ums Leben. Zudem werden mehrere Soldaten aus Bahrain und den VAE verwundet, wie die bahrainische Armee auf der Plattform X mitteilt. Zuvor hatte das Militär in Bahrain den Toten fälschlicherweise als emiratischen Soldaten identifiziert. Das Ministerium der VAE stellt nun klar, dass es sich bei dem Opfer um einen zivilen Vertragsarbeiter aus Marokko handelt.
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Thomas Krause
Israel greift christliche Stadt im Libanon an
Israel hat die überwiegend von Christen bewohnte Stadt Sahel Alma nördlich von Beirut angegriffen. Das berichtet der staatliche Rundfunk im Libanon. Die Region ist im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz bislang verschont geblieben. Berichte über Opfer liegen zunächst nicht vor. Augenzeugen sagen der Nachrichtenagentur Reuters, sie hätten mehrere Explosionen gehört und weißen Rauch über der Stadt gesehen.
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Thomas Krause
Spahn kritisiert Bundespräsident Steinmeier
Mit Unverständnis und Kritik reagieren führende Unionspolitiker auf Äußerungen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der den Iran-Krieg der USA und Israels als völkerrechtswidrig bezeichnet hatte. Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) wirft dem Bundespräsidenten vor, damit seine Befugnisse überschritten zu haben. „Die völkerrechtliche Prüfung obliegt in diesem wie in anderen Fällen der Bundesregierung“, sagte Spahn. „Ich erwarte von Amts- und Würdenträgern der Bundesrepublik, dass sie diese Prüfung abwarten und sie auch respektieren.“ Der Fraktionschef äußert Unverständnis über Steinmeiers Äußerungen: „Im Übrigen frage ich mich: Was folgt jetzt aus dieser Feststellung?“
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Thomas Krause
Pakistan erklärt sich bereit, Gespräche zwischen den USA und dem Iran auszurichten. Premierminister Shehbaz Sharif schreibt auf der Plattform X: „Vorbehaltlich der Zustimmung der USA und des Iran ist Pakistan bereit und fühlt sich geehrt, als Gastgeber für bedeutungsvolle und abschließende Gespräche zu dienen.“
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Thomas Krause
Katar vermittelt nach eigener Darstellung nicht zwischen den USA und dem Iran. Der Pressesprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari, sagte dazu vor Journalisten: „Wir waren nicht in diese Gespräche involviert.“
Al-Ansari antwortete dabei auf Nachfragen zu Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der angedrohte Angriffe auf iranische Energieanlagen vorerst verschoben und von „produktiven Gesprächen“ mit Iran gesprochen hatte. „Unser Hauptanliegen und unser Fokus liegt derzeit darauf, unser Land zu schützen und diplomatische Schritte zu unternehmen, damit das passiert“, sagte Al-Ansari.
Eine komplette Zerstörung Irans sei keine Option, sagte der Sprecher. „Wir in der Golfregion glauben an gemeinsames Nebeneinander. Wir glauben daran, auf den Iran zuzugehen.“
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Eugen Epp
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben des Roten Halbmonds mehr als 82.000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden. Darunter seien etwa 62.000 Wohnungen sowie 281 medizinische Zentren, Krankenhäuser und Apotheken, sagt der Leiter der iranischen Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhussein Koliwand.
Koliwand zufolge wurden insgesamt 498 Schulen beschädigt – bei direkten Angriffen oder bei Angriffen, die Zielen in der Nähe galten. Der Rote Halbmond ist nach seiner Darstellung auch Ziel von Angriffen geworden. Neben 17 Rettungswachen seien zwölf Rettungswagen direkt von Raketen getroffen worden.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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