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Studie Jung, männlich, aus der Stadt: Was europäische IS-Kämpfer gemein haben


Rund 4000 Europäer haben bislang in Syrien und dem Irak für den Islamischen Staat gekämpft. Eine aktuelle Studie versucht Gemeinsamkeiten zwischen ihnen herauszuarbeiten und ein Profil der Gotteskrieger aus der EU zu erstellen.

Zwischen 3922 und 4294 Menschen sind bislang aus Ländern der Europäischen Union nach Syrien und in den Irak  aufgebrochen, um für die Terrororganisation "Islamischer Staat" zu kämpfen. Zwei Drittel davon kommen aus vier Ländern: Belgien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland. Und von rund einem Drittel wird angenommen, dass sie mitterweile in ihr Ursprungsland zurückkehrten.

Ein Profil europäischer Dschihadisten

Diese Zahlen stammen aus einem Report des "International Center for Counter-Terrorism" in Den Haag, in dem zudem untersucht wird, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es zwischen den Dschihadisten aus der EU gibt. Kurz: Es wird versucht, ein Profil von ihnen zu erstellen.

Da die Daten aus den einzelnen Ländern äußerst heterogen und dazu noch lückenhaft sind, gelingt das naturgemäß nur bedingt. In Frankreich etwa kommen die Kämpfer laut den Informationen des Berichts aus allen Schichten und Regionen, während sie in Belgien fast zur Hälfte in Brüssel rekrutiert werden. In Deutschland seien es wiederum zu großen Teilen Arbeitslose und Menschen in schlecht bezahlten Jobs, die sich darüber hinaus sehr schnell radikalisieren. Insgesamt besteht die Gruppe der ausländischen Kämpfer im IS wohl vor allem aus jungen Männern aus urbanen Regionen.

Mehr Informationen zum Hintergrund, Alter oder Frauenanteil finden Sie im Infokasten "Europäische Kämpfer im Dschihad". 

Info: Europäische Kämpfer im Dschihad

rös

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