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Japan Fast 12 Millionen Euro teuer: Staatsbegräbnis für Shinzo Abe sorgt für Unmut

Sehen Sie im Video: Teure Trauerfeier für Shinzo Abe.




Tausende Gäste haben in Tokio an einem Trauerakt für den ermordeten ehemaligen Premierminister Shinzo Abe teilgenommen. Unter den 4300 Geladenen befanden sich auch rund 700 ausländische Amts- und Würdenträger wie US-Vizepräsidentin Kamala Harris oder die Premierminister Südkoreas, Indiens und Australiens. Deutschland sollte von Alt-Bundespräsident Christian Wulff vertreten werden. 1967 hatte es zum letzten Mal ein Staatsbegräbnis gegeben. Umgerechnet fast 12 Millionen Euro gibt die Regierung für die Veranstaltung aus - ein Betrag der in einer für viele Bürger oft wirtschaftlich schwierigen Zeit für Unmut gesorgt hat. Trotz zahlreicher Beileidsbekundungen auch aus der Bevölkerung gab es im Vorfeld des Staatsbegräbnisses zahlreiche Proteste. Abes Ermordung bei einer Wahlkampfveranstaltung am 8. Juli hatte zudem eine Flut von Enthüllungen über Verbindungen zwischen Abes regierenden LDP und der Vereinigungskirche ausgelöst. Kritiker bezeichnen die Glaubensgemeinschaft als Sekte. Der amtierende Ministerpräsident Fumio Kishida, dessen Sympathiewerte durch die Kontroverse auf den niedrigsten Stand aller Zeiten gesunken sind, entschuldigte sich und gelobte, die Beziehungen zwischen seiner Partei und der Kirche zu kappen.
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Umgerechnet fast 12 Millionen Euro gibt die Regierung für die Trauerfeier für Ex-Premier Shinzo Abe aus – ein Betrag, der in einer für viele Bürger oft wirtschaftlich schwierigen Zeit für Unmut gesorgt hat.

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