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Zwei Monate nach Anschlag Staatsbegräbnis für Japans ermordeten Ex-Regierungschef Abe in Tokio begonnen

Schwarz gekleidete Japaner trauern beim Begräbnis von Shinzo Abe
Sehen Sie im Video: Teure Trauerfeier für Shinzo Abe.




Tausende Gäste haben in Tokio an einem Trauerakt für den ermordeten ehemaligen Premierminister Shinzo Abe teilgenommen. Unter den 4300 Geladenen befanden sich auch rund 700 ausländische Amts- und Würdenträger wie US-Vizepräsidentin Kamala Harris oder die Premierminister Südkoreas, Indiens und Australiens. Deutschland sollte von Alt-Bundespräsident Christian Wulff vertreten werden. 1967 hatte es zum letzten Mal ein Staatsbegräbnis gegeben. Umgerechnet fast 12 Millionen Euro gibt die Regierung für die Veranstaltung aus - ein Betrag der in einer für viele Bürger oft wirtschaftlich schwierigen Zeit für Unmut gesorgt hat. Trotz zahlreicher Beileidsbekundungen auch aus der Bevölkerung gab es im Vorfeld des Staatsbegräbnisses zahlreiche Proteste. Abes Ermordung bei einer Wahlkampfveranstaltung am 8. Juli hatte zudem eine Flut von Enthüllungen über Verbindungen zwischen Abes regierenden LDP und der Vereinigungskirche ausgelöst. Kritiker bezeichnen die Glaubensgemeinschaft als Sekte. Der amtierende Ministerpräsident Fumio Kishida, dessen Sympathiewerte durch die Kontroverse auf den niedrigsten Stand aller Zeiten gesunken sind, entschuldigte sich und gelobte, die Beziehungen zwischen seiner Partei und der Kirche zu kappen.
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Zwei Monate nach dem Anschlag auf den japanischen Regierungschef Shinzo Abe hat am Dienstag das Staatsbegräbnis begonnen. Trotz Protest gegen die besondere Ehrung nahmen tausende Japaner teil.

In Japan hat am Dienstag das Staatsbegräbnis für den ermordeten Ex-Regierungschef Shinzo Abe begonnen. Abes Witwe Akie, die in einen schwarzen Kimono gekleidet war, trug die Asche ihres Mannes in die Budokan-Halle in Tokio. In dem Gebäude in der japanischen Hauptstadt, das üblicherweise für Sportveranstaltungen und Konzerte genutzt wird, waren tausende Trauernde versammelt. Zu Abes Ehren wurden 19 Salutschüsse abgegeben.

Die Zeremonie fand unter großen Sicherheitsvorkehrungen statt. Zu dem Staatsbegräbnis sind auch Staats- und Regierungschefs aus dem Ausland eingeladen, darunter US-Vizepräsidentin Kamala Harris und die Regierungschefs von Indien und Australien, Narendra Modi und Anthony Albanese. 

Bürger von Japan sahen Staatsbegräbnis kritisch

Vor der Budokan-Halle standen tausende Menschen Schlange, um Blumen für Abe niederzulegen und ein Gebet für den verstorbenen Politiker zu sprechen. "Ich wollte ihm danken. Er hat so viel für Japan getan", sagte etwa der 46-jährige Koji Takamori.

Abe war am 8. Juli bei einem Wahlkampfauftritt in der westjapanischen Stadt Nara niedergeschossen worden. Wenige Stunden später wurde der langjährige Regierungschef im Krankenhaus für tot erklärt. Der Attentäter hatte Abe laut Ermittlungen ins Visier genommen, weil er den konservativen Politiker mit einer Kirche in Verbindung brachte, die er für finanzielle Schwierigkeiten seiner Familie verantwortlich machte.

Die Gewalttat hatte Japan schwer erschüttert. Die Entscheidung, für Abe das erst zweite Staatsbegräbnis für einen früheren Regierungschef seit Ende des Zweiten Weltkriegs auszurichten, ist allerdings umstritten. Umfragen zufolge sind etwa 60 Prozent der Japaner dagegen. Tausende Bürger demonstrierten vorab gegen das Staatsbegräbnis.

AFP

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