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Jemen: Hassprediger al-Awlaki offenbar bei Luftangriff getötet

Der radikalislamische Prediger Anwar al-Awlaki ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums im Jemen getötet worden. Der meistgesuchten Terroristen eingestufte Awlaki sei bei einem Luftangriff in der östlichen Provinz Marib getötet worden.

Anwar al-Awlaki, jemenitischer Hassprediger und einer der meistgesuchten Terroristen der Welt, soll in seiner Heimat getötet worden sein. Das meldete der Nachrichtensender Al-Arabija am Freitag unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Sanaa. Stammesführer berichteten dem Sender, Al-Awlaki sei in einem Gebiet an der Grenze zwischen den Provinzen Al-Dschauf und Marib im Norden bei einem Luftangriff ums Leben gekommen. Dort seien zwei Fahrzeuge bombardiert worden.

Der Terrorist mit US-Pass hatte mehrfach zur Tötung von Amerikanern aufgerufen. Nach der Tötung von Osama bin Laden war er auch als potenzieller Nachfolger an der Spitze des Al-Kaida-Netzwerks gehandelt worden. Die USA führen al-Awlaki auf einer schwarzen Liste, nach der er "tot oder lebendig" gefasst werden soll. Erst im vergangenen Mai sollen die USA versucht haben, ihn mit einer Kampfdrohne zu töten.

Al-Awlaki hatte Islamisten im Jemen rekrutiert, um Anschläge im Ausland auszuführen. Er soll auch im Kontakt mit dem Amokläufer von Fort Hood gestanden haben, der Ende 2009 auf einem Militärstützpunkt in Texas 13 Menschen getötet hatte.

jwi/DPA/AFP / DPA