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Konferenz in Israel: Stephen Hawking boykottiert Teilnahme

Er ist Physiker, Bestsellerautor und Genie - der Brite Stephen Hawking hat seine Teilnahme an einer Konferenz in Israel abgesagt. Grund dafür sei sein Protest gegen den israelischen Siedlungsbau.

Der berühmte britische Physiker und Bestsellerautor Stephen Hawking hat seine Teilnahme an einer vom israelischen Präsidenten Schimon Peres veranstalteten Zukunftskonferenz abgesagt. Hawking habe sich "dem akademischen Boykott Israels angeschlossen" und mitgeteilt, dass er sich aus der Konferenz "Facing Tomorrow 2013" (2013 das Morgen angehen) zurückziehe, teilten die Veranstalter am Mittwoch in Jerusalem mit.

Das britische Komitee für die Universitäten Palästinas, das den Boykott unterstützt und sich gegen die israelischen Siedlungen in den Palästinensergebieten ausspricht, bestätigte die Absage. "Es ist seine unabhängige Entscheidung, den Boykott zu respektieren, wobei er sich auf seine Kenntnisse über Palästina und den einstimmigen Rat seiner dortigen akademischen Kontakte stützt", heißt es auf der Webseite des Komitees.

Der Konferenzvorsitzende Israel Maimon reagierte verständnislos: "Der akademische Boykott Israels ist unseres Erachtens schändlich und unangemessen und dies besonders für jemanden, für den der Geist der Freiheit die Basis seiner humanen und wissenschaftlichen Mission ist." An der für den 18. bis 20. Juni in Jerusalem geplanten Konferenz werden Diplomaten, Politiker und Wissenschaftler teilnehmen. Als Sprecher angekündigt sind der britische Ex-Premier Tony Blair, der frühere US-Präsident Bill Clinton und die amerikanische Sängerin Barbra Streisand.

amt/AFP / AFP