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Kriegs-Enthüllungen auf WikiLeaks "Nichts Neues", sagt das Menschenrechtsministerium


Die Enthüllungsplattform WikiLeaks hat geheime Kriegsberichte über den Irak-Krieg veröffentlicht. Das irakische Menschenrechtsministerium zeigt sich wenig überrascht über die Inhalte: "Wir haben bereits auf mehrere dieser erwähnten Fakten hingewiesen."

Nach Ansicht des irakischen Ministeriums für Menschenrechte enthalten die auf der Internetplattform Wikileaks veröffentlichten Dokumente zum Irak-Krieg "keine Überraschungen". "Wir haben bereits auf mehrere dieser erwähnten Fakten hingewiesen", sagte der Sprecher des Ministeriums der Nachrichtenagentur AFP am Samstag. "Dazu zählen auch die Vorfälle im Gefängnis von Abu Ghraib und weitere Vorfälle, in die die US-Streitkräfte verwickelt waren", sagte Kamel el Amin in Anspielung auf das berüchtigte irakische Gefangenenlager. Zu den Enthüllungen von Wikileaks zum Verhalten der irakischen Sicherheitskräfte wollte sich el Amin hingegen nicht äußern.

Im Jahr 2004 hatten Bilder von Misshandlungen in dem Lager Abu Ghraib weltweit für Empörung gesorgt. Auf den Fotos war zu sehen, wie US-Soldaten Insassen misshandelten und sexuell belästigten. 2006 sagte der damalige US-Präsident George W. Bush, der Skandal sei der größte Fehler der US-Armee im Irak gewesen.

Wikileaks hatte am Freitag fast 400.000 Geheimdokumente zum Irak-Krieg veröffentlicht. Die Dokumente belegen unter anderem Folterungen in irakischen Gefängnissen durch irakische Sicherheitskräfte und die hohe Zahl ziviler Opfer. Aus den Dokumenten geht zudem hervor, dass die US-Armee von den Geschehnissen wusste, jedoch nicht einschritt. Washington forderte Wikileaks auf, die Dokumente aus dem Netz zu nehmen.

AFP AFP

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