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Mordaufruf gegen Hamed Abdel-Samad Bundesregierung verurteilt Drohung von Islamisten


Wegen eines islamkritischen Vortrags ist der Publizist Hamed Abdel-Samad Ziel einer Hetzkampagne geworden. Die Bundesregierung kritisiert den Mordaufruf von Islamisten an den Deutsch-Ägypter scharf.

Die Bundesregierung hat den Mordaufruf von Islamisten gegen den deutsch-ägyptischen Politologen und Autor Hamed Abdel-Samad kritisiert. Der öffentliche Mordaufruf sei "durch nichts zu rechtfertigen", sagte der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, der "Süddeutschen Zeitung": "Ich erwarte, dass sich die ägyptische Regierung deutlich und unmissverständlich davon distanziert." Zudem forderte Löning die Regierung in Kairo auf, die Sicherheit des Politologen zu gewährleisten.

Abdel-Samad hatte kürzlich einen Vortrag in Kairo gehalten, in dem er radikale Islamisten kritisierte und die Muslimbrüder in Ägypten für die Ausbreitung eines "religiösen Faschismus" mitverantwortlich machte. Daraufhin riefen Islamisten im Fernsehen und im Internet zur Ermordung des Deutsch-Ägypters auf. Der 41-Jährige ist Autor mehrerer islamkritischer Bücher. Er lebt seit seinem 23. Lebensjahr in Deutschland, hat einen deutschen Pass und ist Mitglied der Deutschen Islamkonferenz des Bundesinnenministeriums.

ds/AFP AFP

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