HOME
Fragen und Antworten

Nach Großangriff: Wird Mossul ein zweites Aleppo? Das sind die zentralen Unterscheide

Über Monate bereitet eine Militärallianz die Offensive auf die letzte IS-Hochburg im Irak vor. Sollte Mossul jetzt fallen, wäre die Terrormiliz im Irak militärisch weitestgehend besiegt. Beobachter erwarten einen harten Kampf und warnen vor schlimmen Folgen für die Zivilbevölkerung. Was Sie wissen müssen.

Peschmerga-Krieger im Einsatz: Der Großangriff auf Mossul hat begonnen

Peschmerga-Krieger im Einsatz: Der Großangriff auf Mossul hat begonnen

Mit einer Großoffensive auf die IS-Hochburg Mossul hat im Irak die entscheidende Phase im Kampf gegen die Extremisten begonnen. Einheiten der irakischen Armee, der Polizei sowie kurdische Peschmerga rückten am Montag nach monatelangen Vorbereitungen auf die letzte Bastion der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Land vor und meldeten erste Erfolge. Nach Medienberichten sollen 30.000 Mann der Allianz 4000 IS-Kämpfern gegenüberstehen.   

Was bringt der Großangriff? Wo liegen die Gefahren?

Sollte die Offensive gegen die letzte IS-Bastion im Land erfolgreich verlaufen, wären die Dschihadisten im Irak militärisch weitestgehend besiegt. Als Folge der Kämpfe sieht das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR etwa eine Million Zivilisten in Gefahr, bis zu 700.000 Menschen könnten Hilfe benötigen. Hilfsorganisationen forderten sichere Fluchtwege. Es gibt Warnungen, Mossul könne ein zweites Aleppo werden.

Mossul ein zweites Aleppo? Was ist dran?

Zunächst einmal sind die beiden Fälle komplett unterschiedlich. In Mossul gibt es einen klaren Feind: den Islamischen Staat. Gegen den IS gibt es eine Allianz, die zumindest in der Frage nach dem Feind nicht zerstritten ist. In Aleppo ist die Lage dagegen vollkommen unklar. Dort kämpfen russische Truppen an der Seite von Assad gegen verschiedenste Rebellengruppen, die teilweise zwar extremistisch sind und dem IS nahe stehen - die aber nicht einheitlich bewertet werden können. Zudem gibt es keine klare Allianz - schließlich steht Assad bei den USA und den europäischen Staaten in der Kritik - mindestens genauso wie die Rebellengruppen.

Dennoch sind auch Parallelen der beiden Fälle nicht zu übersehen. Die betreffen vor allem die Gefahr für die Zivilbevölkerung: UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien warnte, er sei höchst besorgt um die Sicherheit von rund 1,5 Millionen Menschen in Mossul. "Familien sind einem extremen Risiko ausgesetzt, in die Schusslinie zu geraten oder von Scharfschützen ins Visier genommen zu werden", sagte er. Hilfsorganisationen hatten vor Beginn der Offensive geklagt, es seien nicht genug Lager errichtet worden, um die Vertriebenen zu versorgen. Auch wenn der Feind also klarer auszumachen ist - für die Menschen vor Ort bleibt die Angst vor einer Katastrophe.

Wie weit ist der IS zurückgedrängt?

Die IS-Terrormiliz hatte die Millionenstadt Mossul am 10. Juni 2014 vollständig unter Kontrolle gebracht. Von dort aus überrannte sie weite Teile des Landes, aber inzwischen hat sie viele dieser Gebiete wieder eingebüßt. Im Nachbarland Syrien beherrscht die sunnitische Miliz jedoch weiter große Landstriche, steht dort aber ebenfalls unter Druck.

Wie soll der Angriff auf Mosssul ablaufen?

Irakische Sicherheitskräfte begannen die groß angelegte Operation am frühen Morgen im Schutze der Dunkelheit. Kurdische Peschmerga nahmen nach eigenen Angaben etwa 40 Kilometer östlich von Mossul sieben Dörfer ein. Iraks Armee teilte mit, ihre Einheiten hätten südlich der Stadt zwölf Orte erobert. Soldaten sind demnach teilweise bis auf 20 Kilometer an die Stadt herangerückt. Das IS-Sprachrohr Amak berichtete von mehreren Selbstmordattentaten gegen die Angreifer.

Iraks Ministerpräsident Haidar al-Abadi erklärte in einer kurzen Fernsehansprache, die Stunde des Sieges sei gekommen. Er rief die Bürger von Mossul dazu auf, mit den irakischen Streitkräften zu kooperieren. Der IS hatte bei seinem Einmarsch in Mossul vor mehr als zwei Jahren unter der Bevölkerung Rückhalt gefunden. 2016 werde das Jahr sein, in dem der IS besiegt werde, sagte Al-Abadi. 

Was sagt die internationale Politik zum Angriff?

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier erwartet einen harten Kampf um die nordirakische IS-Hochburg. "Das ist eine sehr komplexe Herausforderung, die nicht einfach sein wird", sagte er am Rande eines EU-Ministertreffens in Luxemburg. "Würde Mossul befreit werden können, wäre das ein Wendepunkt im Kampf gegen den IS im Irak und würde sicherlich neue Chancen auch für die Stabilisierung des irakische Gemeinwesens bieten", kommentierte der SPD-Politiker. US-Verteidigungsminister Ashton Carter erklärte, Ziel sei es, den IS dauerhaft zu besiegen. Sowohl Mossul als auch den Rest des Iraks sollten "vom Hass und der Brutalität" der Extremisten befreit werden.

Wer ist am Angriff beteiligt?

Kräfte der irakischen Armee und Polizei hatten in den vergangenen Wochen und Tagen im Umland von Mossul Stellung bezogen. Unterstützt werden sie bei der Offensive von kurdischen Peschmerga-Kämpfern, die aber nicht in die Stadt eindringen sollen. Auch lokale sunnitische Milizen sollen an dem Angriff beteiligt werden. Die von den USA geführte internationale Koalition fliegt Luftangriffe gegen den IS. Umstritten ist der Einsatz schiitischer Milizen bei der Offensive. Diese hatten angekündigt, sich an der Militäroperation zu beteiligen. Die Sunniten lehnen das jedoch ab, weil sie befürchten, dass die schiitischen Milizen ihren Einfluss im Land noch weiter ausbauen könnten. Mossul ist die wichtigste sunnitische Stadt im Irak. Viele Sunniten fühlen sich von der Mehrheit der Schiiten im Land und von der schiitisch dominierten Zentralregierung diskriminiert.

Warum will Erdogan "mit am Tisch sitzen"?

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan will mit Truppen seines Landes an der Befreiung der irakischen Stadt Mossul teilnehmen. Warum ihm das so wichtig ist, daraus macht er keinen Hehl: Er versteht sich als Schutzherr der Sunniten - Mossul ist im mehrheitlich schiitisch geprägten Irak die größte sunnitische Stadt. Damit will die Türkei auch wachsenden Einfluss schiitischer Milizen im Nachbarland Irak und damit des Irans in der Region verhindern. Inakzeptabel wäre für die Türkei daher, wenn sich der Mossul-Offensive schiitische Milizen anschließen würden.

Erdogan sagte kürzlich, nach der Vertreibung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) dürften in der Stadt nur sunnitische Araber, Turkmenen und sunnitische Kurden leben. Auch der türkische Ministerpräsident und Chef der islamisch-konservativen AKP, Binali Yildirim, betont, die Türkei wolle die Bevölkerungsstruktur im Nachbarland Irak erhalten.

feh / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(