Nordkorea UN werden nervös


Der UN-Sicherheitsrat befasst sich am Mittwoch mit den geplanten Atomtests Nordkoreas. Kofi Annan forderte die Rückkehr des Landes an den Verhandlungstisch; auch Südkorea ist in Sorge.

Der von Nordkorea angekündigte Atomwaffentest hat international Besorgnis ausgelöst. UN-Generalsekretär Kofi Annan warnte vor einer Verschärfung der Spannungen in der Region. Noch am Mittwoch wollte sich der Weltsicherheitsrat mit dem Vorhaben Pjöngjangs befassen. China mahnte zur Zurückhaltung. Man hoffe, dass die nordkoreanische Seite "einen kühlen Kopf bewahrt". Südkorea warnte die kommunistische Führung im Norden vor den Konsequenzen eines Atomtests. Südkorea werde niemals Kernwaffen im nördlichen Nachbarland tolerieren.

Rückkehr an den Verhandlungstisch gefordert

Annan kündigte im Falle eines Tests eine Verurteilung Nordkoreas durch die internationale Gemeinschaft an. Er forderte die Führung in Pjöngjang zur größten Zurückhaltung und Einhaltung des internationalen Atomtest-Moratoriums auf. Außerdem müsse Nordkorea zu den Sechs-Länder-Gesprächen zurückkehren, damit der Streit über das Atomprogramm auf dem Verhandlungswege gelöst werden könne, forderte Annan in seiner Erklärung, die am Dienstagabend in New York verbreitet wurde.

Auch ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums forderte am Mittwochmorgen in Peking eine Rückkehr Pjöngjangs an den Verhandlungstisch. China habe sich immer für eine koreanische Halbinsel ohne Atomwaffen eingesetzt. Die Sechs-Länder-Gespräche mit Nordkorea, den USA, China, Südkorea, Japan und Russland sollten wieder vorangebracht werden, um Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel und in Nordostasien zu wahren. Es dürfe nichts unternommen werden, was die Spannungen verschärfe.

Inakzeptable Pläne

Der Atomstreit mit Pjöngjang wird in der nächsten Wochen auch ein Schwerpunkt bei Treffen des südkoreanischen Präsidenten Roh Moo Hyun mit dem neuen japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe in Seoul und dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao in Peking sein. Das Präsidialamt in Seoul kündigte den Besuch von Abe für Montag und Rohs Reise nach China für Freitag an. Bei beiden Treffen stünde auch die Diskussion um eine friedliche Beilegung des Streits um das Atomwaffenprogramm Nordkoreas im Mittelpunkt, hieß es. Abe hatte am Dienstag Nordkoreas Pläne für einen Atomversuch als "absolut inakzeptabel" bezeichnet.

Nordkorea hatte am Dienstag seine Testpläne mit seinen Sicherheitsbestrebungen begründet. Wegen des Drucks und den Sanktionen der USA sehe es sich zu einem solchen Test gezwungen, hieß es.

DPA DPA

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