Offizielles Ergebnis Opposition gewinnt Simbabwe-Wahl


Es hat einen Monat gedauert, nun liegt das offizielle Wahlergebnis in Simbabwe vor. Demnach hat Oppositionsführer Morgan Tsvangirai knapp vor Amtsinhaber Robert Mugabe gewonnen. Eine Stichwahl ist notwendig. Dabei will aber Tsvangirai nicht mitmachen.

Mehr als einen Monat nach der Präsidentenwahl in Simbabwe haben die Behörden den Sieg von Oppositionsführer Morgan Tsvangirai offiziell bestätigt. Wie die Wahlkommission mitteilte, kam Tsvangirai auf 47,9 Prozent, der langjährige Amtsinhaber Robert Mugabe auf 43,2 Prozent. Damit ist eine Stichwahl notwendig, deren Termin in Kürze bekanntgegeben werden soll. Tsvangirai hat allerdings zuvor erklärt, dass er seiner Ansicht nach die Wahl schon im ersten Wahlgang gewonnen hat und dass er sich nicht an einer Stichwahl beteiligen wird.

Seine "Bewegung für Demokratischen Wandel" (MDC)geht eigenen Zählungen zufolge davon aus, dass Tsvangirai die Abstimmung klar gewonnen hat und sich deshalb keiner zweiten Wahlrunde stellen muss. Tsvangirai hatte aber seine Bereitschaft zu einer Stichwahl signalisiert, wenn diese von internationalen Beobachtern unter Führung der Vereinten Nationen überwacht werde.

Das jetzt vorgelegte offizielle Ergebnis entspricht aber auch den bisherigen Angaben unabhängiger Wahlbeobachter. Mugabe will nach Angaben der Regierung im Senegal das Ergebnis einer Stichwahl akzeptieren. Er habe zugesagt, das Resultat einer zweiten Wahlrunde ohne Zögern anzuerkennen, teilte das Außenministerium in Dakar mit. Der Amtsinhaber forderte die Opposition demnach zu ihrem Einverständnis für eine Stichwahl auf.

AP/Reuters AP Reuters

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