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Eskalation in Ostukraine 15 Tote nach Kämpfen - Hunderte Kumpel sitzen in Mine fest


Die Lage in der Ostukraine spitzt sich zu: Bei Gefechten nahe Donezk sollen 15 Menschen getötet und 60 verletzt worden sein. Zudem sitzen Hunderte Bergleute nach Schusswechseln unter Tage fest.

Fast vier Monate nach den Friedensverhandlungen im weißrussischen Minsk eskaliert die Lage in der Kriegsregion Ostukraine. Die prorussischen Aufständischen in Donezk berichteten am Mittwoch von mindestens 15 Toten und 60 Verletzten bei Beschuss durch die ukrainische Armee.

Zudem seien fast 600 Bergarbeiter in verschütteten Minen eingeschlossen. In beiden Anlagen fiel nach Agenturberichten der Strom nach Schusswechseln aus. Allein im Bergwerk Sasjadko müssten 576 Arbeiter in Dunkelheit ausharren, sagte ein Kommandeur der Separatisten dem Nachrichtendienst der Aufständischen.

Rettungskräfte bemühten sich derweil, die nahe gelegenen Mine Skotschinski zu evakuieren. Dort waren nach einem Bericht der Nachrichtenagentur RIA 350 Bergleute eingeschlossen. Formell herrscht im Osten der Ukraine ein Waffenstillstand. Zuletzt war es allerdings immer wieder zu Gefechten gekommen.

Ukraine bringt schwere Waffen an Front

Unterdessen brachte die Ukraine bei Kämpfen im Donbass wieder schwere Waffen an die Frontlinie. Das Militär habe Artillerie eingesetzt, "die sich bis dahin nach den Minsker Vereinbarungen im Hinterland befand", teilte der Generalstab in Kiew mit. Die Ukraine habe ihre internationalen Partner vorher informiert. Die prorussischen Separatisten hätten beim Ort Marjinka mit rund 1000 Kämpfern angegriffen, hieß es.

Bei den Friedensgesprächen im weißrussischen Minsk Mitte Februar hatten sich die Konfliktparteien geeinigt, schweres Kriegsgerät abzuziehen.

mod/DPA/Reuters Reuters DPA

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