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Sigmar Gabriel im Irak Unterwegs in einem zerrissenen Land

Sigmar Gabriel besucht mit dem Irak ein zerrissenes Land
Sigmar Gabriel lässt sich im Palast des Peschmerga-Anführers Masud Barzani die Lage im Kurdengebiet erklären.
© Jonas Wresch/stern
Zwischen Palästen und Minenfeldern: Außenminister Sigmar Gabriel auf seiner bisher heikelsten Mission im Irak. Das Land hofft auf deutsche Hilfe beim Wiederaufbau. Doch der Streit zwischen den Stämmen könnte auch zu neuem Krieg führen.
Von Christian Krug

Kurz bevor die Transall der Luftwaffe den Sinkflug auf Bagdad beginnt, kommt der Lademeister der Maschine noch einmal ins Cockpit. Der Kommandant hat schon die Beleuchtung der Instrumente heruntergedimmt. Das Flugzeug soll unsichtbar sein für Terroristen in Flughafennähe, die auf prominente Beute aus der Luft Ausschau halten. "Herr Minister, ich muss Sie jetzt wirklich dringend bitten, Ihre Splitterschutzweste anzulegen." Sigmar Gabriel sträubt sich. "Ach was, ich bin kein ängstlicher Typ", sagt er und zeigt auf seinen Bauch. "Ich habe doch genügend körpereigene Schutzweste um." Doch der Lademeister lässt derart störrisches Verhalten nicht durchgehen und legt Gabriel die Weste nun eigenhändig an. Kaum ist er weg, sagt der Funkoffizier: "Ich setze mich immer auf meine Kevlarplatten. Wenn sie schießen, schießen sie ja von unten." Nun blickt der Minister doch etwas konzentrierter auf die Lichter der umkämpften Stadt.

Sigmar Gabriel und Christian Krug im Irak

Die 46 Jahre alte Propellermaschine der Bundeswehr besitzt zwei Eigenschaften, die man im Planungsstab des Außenministeriums für so wichtig hielt, dass man sie für den Flug des deutschen Außenministers nach Bagdad einsetzte. Sie verfügt über Abwehrsysteme, die unter Beschuss die Munition ablenken, und – noch wichtiger – sie kann in einem besonders steilen Winkel landen. So kann sich die Transall aus großer Höhe ihrem Ziel nähern und dann fast vom Himmel auf die Landebahn fallen.

Touchdown in einer der gefährlichsten Städte der Welt.

Der Pilot lässt die Motoren laufen, bereit zum sofortigen Abflug

Als die Maschine dem Fahrzeug der Flugsicherheit folgt, kommt dem Piloten der Weg des vorausfahrenden Wagens merkwürdig vor. Das Flugzeug hält an einem Platz, der so nicht verabredet war. Im Bordinneren machen sich "robuste" Sondereinsatzkräfte der Bundespolizei bereit zum Einsatz. Sie haben G36-Sturmgewehre dabei und sehen mit ihren Masken und Sonnenbrillen aus wie Kämpfer einer Söldnertruppe aus amerikanischen Spielfilmen. Der Pilot lässt die Motoren laufen, bereit zum sofortigen Abflug. Doch über Funk gibt es Entwarnung. Der Teil des Flughafens, vor dem die Maschine eigentlich landen sollte, ist angeblich noch nicht fertig. Daher das Umparkmanöver. "Schikane", sagt der Minister und drängt zum Aussteigen. Das Sondereinsatzkommando steigt aus dem Heck und sichert das Flugfeld. Nun erst darf der Minister kommen.

Es ist der Beginn einer Mission, die er später "meine spannendste Reise seit Jahren" nennen wird. Sie wird ihn zu zwei Präsidenten in goldgetäfelten Palästen führen und zu Kindern in einem Zeltlager für Flüchtlinge aus Mossul. Er wird mit Politikern sprechen, denen es um Waffen, Macht und Territorien geht, und er wird ein Mädchen im Arm halten, das sich an diesen Mann ganz fest klammern wird, von dem sie nichts weiß, nur, dass alle so aufgeregt sind, weil er wohl sehr viel helfen kann.

Aber kann der Mann aus Deutschland wirklich Frieden bringen?

Natürlich hoffen die Menschen im Lager darauf. Doch so funktioniert Politik nicht. Ihr zukünftiges Leben wird von den Männern in den Palästen und im Parlament bestimmt. Von Schiiten, Sunniten und Kurden. Von den Kämpfern der Peschmerga, der irakischen Armee und den Söldnern der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS). Jede Gruppe sucht ihre Chance, um ihren Einfluss zu vergrößern, ihr Hoheitsgebiet auszuweiten und nicht zuletzt: um an die Ölquellen zu kommen. Im Irak entscheidet sich in den kommenden Monaten und Jahren, nicht weniger als in Syrien, ob der IS eine Bedrohung für den Weltfrieden bleibt. Deutschland fällt dabei inzwischen eine Schlüsselrolle zu.

Täglich gibt es Anschläge

Gabriels Vorgänger Frank-Walter Steinmeier hat unablässig Gespräche geführt und alle Parteien aufgefordert, weiter miteinander zu sprechen, gewaltfreie Lösungen zu finden. Anstatt zu den Waffen zu greifen. Und so wird in jedem Lob für Steinmeier die Hoffnung mitschwingen, dass der neue Außenminister ähnlich gut seinen Job macht. Was noch zu beweisen wäre.

Die Millionenmetropole Bagdad erscheint im Frühling 2017, knapp sechs Jahre nach dem offiziellen Kriegsende, immer noch wie ein Kriegsgebiet. Täglich gibt es Anschläge. Selten schafft es einer in die Nachrichten. Rucksäcke werden an belebten Märkten deponiert, die aus der Ferne gezündet möglichst viele Menschen in den Tod reißen sollen. Sprengen an einem Tag Schiiten Sunniten in die Luft, folgt am nächsten Tag die Rache. 500 Opfer kostet dieses Machtspiel jährlich – allein in Bagdad. In die Nachrichten schaffen es nur die Autobomben, die mindestens 40 Tote fordern. Dann brandet in den Vierteln Jubel auf, denen schon morgen die Vergeltung droht. "Die spielen hier Bodycount", sagt ein Mitarbeiter der deutschen Botschaft. Vor Kurzem ist ein Truck mit einer Tonne Sprengstoff bei einer Kontrolle gestoppt worden. Die Menge hätte ausgereicht, um ganze Häuserblocks zu zerstören.

Die Vertretung der Bundesrepublik ist in mehreren Verteidigungslinien gesichert. Am äußeren Ring stehen mit Sand gefüllte Container. Innen ein Labyrinth aus Stahl, Stacheldraht und Beton. Scharfschützen lauern auf Wachtürmen. Nur die Botschaft in Kabul ist schärfer gesichert. "Wir verlassen das Gelände so gut wie nie", sagt ein Mitarbeiter. "Und wenn, dann nur in gepanzerten Fahrzeugen mit schwerer Bewaffnung."

Der Tross um Minister Gabriel verlässt die Botschaft. 20 Wagen fahren von einer Straßensperre zur nächsten, bis sie hinter den Mauern von Ministerien und Palästen wieder in Sicherheit sind. Im Inneren warten auf den deutschen Minister Männer, die Ämter bekleiden, die sie nicht ausfüllen. Wenigstens, so die Erkenntnis, richten die jetzigen Machthaber weniger Schaden an als ihre Vorgänger, die die Gräben zwischen den zerstrittenen Volksgruppen noch weiter aufgerissen hatten. Gabriel trifft auf den Präsidenten Fuad Mas'um, einen Kurden, der es mit seinem Premierminister al-Abadi immerhin geschafft hat, die zerstrittenen Parteien zu einer Allianz gegen den IS zu bewegen.

Doch der Hass vor allem zwischen Schiiten und Sunniten reicht so tief, dass kaum jemand auf einen dauerhaften Frieden im Irak zu hoffen wagt. "Uneinigkeit scheint die einzig verlässliche Größe im Irak zu sein", sagt Gabriel. Er hört in seinen Gesprächen viel von angeblichen Fortschritten. Überprüfen lässt sich das nur schwer. Keiner spricht gern über die Machtlosigkeit gegen den täglichen Terror, die Korruption, über das Problem der kaum existierenden Privatwirtschaft.

Sigmar Gabriel hört in seinen Gesprächen viel von angeblichen Fortschritten

Ein Sprecher des Parlaments ist einer der wenigen Politiker, der die schwere Lage ehrlich schildert. "Es gibt 60 bis 70 unabhängige Milizen im Irak. Wir schätzen, sie haben bis zu 130 000 Kämpfer unter Waffen." Sie stehen formell unter dem Befehl der Regierung, sind aber organisiert wie Freischärler und können sich jederzeit auch gegen die Machthaber aus Bagdad richten.

Der deutsche Außenminister fürchtet am meisten, dass der Irak tatsächlich auseinanderbrechen könnte. Dann würde der Bürgerkrieg wieder aufflammen, der IS mehr Zulauf bekommen, und mächtige Milizenführer könnten ebenfalls versuchen, eigene Kleinstaaten zu bilden. Und so hört man nach den Unterredungen in Gabriels Worten immer wieder das Mantra der westlichen Politik: Die Einheit des Landes muss mit allen Mitteln erhalten bleiben. Bagdad darf die Kontrolle nicht verlieren.

Der Außenminister, Ibrahim al-Dschafari, ein Schiit, sagt: "Wir leben hier von Krieg zu Krieg. Von Belagerung zu Belagerung. Sie haben doch Erfahrung mit dem Wiederaufbau eines Landes. Wir wollen von Ihnen lernen, in Frieden zu leben." Die USA unter Barack Obama, das zeigt sich jetzt schmerzlich, hat sich aus dem zerschundenen Land zurückgezogen, ohne für die Zeit danach Sorge zu tragen. Das sollen nun andere erledigen. Zum Beispiel Deutschland. Als es dunkel wird in Bagdad, bricht Gabriels Delegation auf nach Arbil, der Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan. Ein Anflug am Tage ist zu gefährlich. Die Maschine wäre ein leichtes Ziel. Nach einer Stunde Flugzeit sieht man aus dem Cockpit das hell erleuchtete Arbil durch das rechte Fenster. "Und da links", sagt Gabriel und zeigt auf eine deutlich dunk lere Lichterkette, "da liegt Mossul. Da ist der Krieg. Unglaublich, wie nah Krieg und Frieden hier beieinanderliegen."

Mehr als eine Million Menschen leben hier. Arbil war eine Boomstadt. Investoren aus aller Welt, vor allem aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, bauten Prachthotels, Firmenzentralen, Banken, Einkaufs- und Kongresszentren. Scheichs kamen mit ihren Familien, Kurden, die im Ausland ihr Geld verdienten – die Zukunft dieser Stadt schien golden. Als der IS 2014 Mossul einnahm, befürchtete die kurdische Autonomieregierung einen Sturm auf Arbil. Deutschland lieferte den Kurden Gewehre, gepanzerte Fahrzeuge und Abwehrraketen vom Typ Milan.

Plötzlich stoppt die Kolonne. Schüsse sind zu hören

Die Waffen kamen zum Einsatz, als Peschmerga-Soldaten bei der Rückeroberung von Mossul halfen. Die Armee der Autonomen Region Kurdistan sollte Dörfer und Städte im Norden Mossuls befreien und die IS-Stellungen dort zerstören. Die Terroristen setzten Selbstmordattentäter in umgebaute Pick-ups, randgefüllt mit Sprengstoff rissen sie viele Peschmerga in den Tod. Vor allem den deutschen Milan-Raketen ist es zu verdanken, dass viele Autobomben rechtzeitig gestoppt werden konnten.

Am Nachmittag, nachdem Kurdistans Präsident Masud Barzani in seinem Palast dem deutschen Gast zeigen konnte, wie fürstlich ein Oberkommandant der Peschmerga so residiert, fährt der Konvoi des Außenministers Richtung Mossul. Über staubige Feldwege jagen die Wagen, angeführt vom kurdischen Militär, tief ins vom IS bis vor Kurzem kontrollierte Gebiet.

Plötzlich stoppt die Kolonne. Schüsse sind zu hören. Niemand weiß, ob sie dem Minister gelten. Nach ein paar Minuten wird die Fahrt fortgesetzt. Gabriel will unbedingt nach Baschiqa, einer Stadt 15 Kilometer vor den Toren Mossuls. Luftschläge, Mörsergranaten und Raketen haben den Ort übel zugerichtet. Nur wenige Häuser sind unbeschädigt. Hier will die deutsche Regierung beim Wiederaufbau helfen. Auf einem Platz stehen am Tag des hohen Besuchs Tanklastwagen für die Wasserversorgung, Schaufelbagger und Stromgeneratoren im Wert von fast zwei Millionen Euro zur Übergabe bereit. Es ist eines der wenigen Projekte, die bisher umgesetzt werden konnten.

Seit rund eineinhalb Jahren stellt Deutschland 500 Millionen Euro für den Irak bereit. Abgerufen wurde bisher davon kaum etwas. Längst hätte man schon mit dem Bau von Schulen und Krankenhäusern beginnen können, doch die irakischen Behörden scheinen unfähig, Pläne einzureichen, die deutsche Auflagen erfüllen. Und die Bundesregierung will unbedingt verhindern, dass die Gelder in korrupten Kanälen versickern oder für das irakische Militär eingesetzt werden.

Am Nachmittag steht Sigmar Gabriel auf einem Minenfeld in der Nähe von Baschiqa. Eigentlich war geplant, dass er einer Minensprengung beiwohnen sollte. Doch am Vortag starb ein Helfer beim Entschärfen. Der Vorfall sollte den Mitreisenden verschwiegen werden, um die Stimmung nicht zu vermiesen. Gabriel fragt den bärtigen Sprengmeister aus Südafrika, der in seiner Latzhose an einen gemütlichen Farmer erinnert, wie dieser Unfall passieren konnte.

Umso geübter war Steinmeier in der Kunst des wortreichen Vernebelns

Protokollchef und Pressechefin rollen mit den Augen und machen Handzeichen, von diesem Thema abzulassen. Doch diplomatische Heimlichtuerei scheint nicht das Feld zu sein, auf dem sich der neue Außenminister bewegen will. Erst allmählich begreifen seine Mitarbeiter, dass dieser Politiker anders ist als sein Vorgänger Frank-Walter Steinmeier, der nicht gerade ein Freund klarer Worte war. Umso geübter war Steinmeier in der Kunst des wortreichen Vernebelns, einer Disziplin, in der ihm Gabriel nicht nacheifern wird. Fast eine halbe Stunde lässt sich Gabriel von dem Sprengmeister erklären, wie perfide der IS seinen Minengürtel um den Ort gelegt hat. Kilometerweit sieht man gelbe und rote Pflöcke im Gras. Jeder steht für eine vergrabene Mine. Zigtausende sind es. "Noch nie habe ich Derartiges gesehen", sagt der Sprengmeister. "Und ich leite seit 14 Jahren Räumkommandos im Irak." Er zeigt auf eine Fläche so groß wie ein Fußballfeld. "373 Sprengfallen liegen allein hier", sagt er.

Die Minen sollten nicht nur Peschmerga, sondern auch die Bevölkerung töten, wenn sie wieder in ihre Häuser zieht. Die tödlichen Fallen sind vor allem um Brunnen und Schulen verteilt. Auch die Weiden, auf denen die Schäfer ihre Herden führen, sind vermint. Die Räumung wird noch sehr lange dauern. Doch schon jetzt kommen Familien aus den Hilfslagern zurück. Überall sieht man kleine Schafsherden mit ihren Hirten, die meisten noch Kinder.

Gabriel hört fassungslos zu. Er fragt: "Habt ihr genug Geld für euren Einsatz?" Der Sprengmeister weiß darauf keine Antwort. "Wie wäre es, das Geld zu verdoppeln?" Der Sprengmeister guckt nun selbst fassungslos. "Was ist der Job eines Politikers? Geld organisieren für gute Sachen", erklärt Gabriel. Die Chefin des Bärtigen wird hinzugerufen, fast, als sollte sie verhindern, dass Gabriel sofort ein Scheckbuch aufschlägt. "Es geht nicht so sehr um Geld", sagt sie. "Wir haben 90 Teams für 3000 Minenfelder. Wir brauchten noch mehr gut ausgebildete Bombenentschärfer. Wir kommen mit der Ausbildung nicht nach. Da ist der Engpass. Jeder Tag, den wir verlieren, kostet ein Kinderleben." Gabriel sagt: "Das lässt sich doch lösen." Man merkt ihm an, wie froh er ist, endlich konkret etwas bewirken zu können. Fernab von den Palästen und Ämtern in Bagdad und Arbil – hier auf dem Minenfeld gestaltet er Politik.

Hier auf dem Minenfeld gestaltet er Politik

Und obwohl er seinen geplanten Besuch in der Krisenregion schon zwei Stunden überzogen hat, will er unbedingt noch zu einem der sechs Flüchtlingslager in der Nähe. 6000 Menschen sind hier untergebracht. Viele Kinder, die ihre Eltern verloren haben. Fast alle kommen aus Mossul oder der unmittelbaren Nähe. 60 000 sind es insgesamt.

Gabriel setzt sich in ein Zelt zu Frauen und Kindern. Es ist ein kleiner, provisorischer Schulraum mit Tafel und vielen Bildern. Sie zeigen Sonnenuntergänge, Tiere, freundliche Menschen und Berge.

Gabriel hockt auf einem kleinen Plastikstuhl. Ein Mädchen erzählt ihm seine Geschichte mit Händen und Füßen. Ein Onkel hilft, erklärt. Sie ist taub, von Geburt an, genau wie ihre zwei Schwestern. Eine Brandbombe hat eine der Schwestern schwer verletzt und das Haus der Familie zerstört. Von den Eltern spricht das Mädchen nicht. Und Sigmar Gabriel spürt, dass er besser nicht fragt. Er zeigt auf dem Handy Fotos von seinen eigenen Kindern. Das taube Mädchen umklammert dabei seine Hand. Es lehnt sich an. Vielleicht hofft sie darauf, dass er sie mitnimmt. Eine Frau legt ihm ihr Baby in den Arm.

Er fragt: "Wie kann ich euch helfen?" Ein Mann sagt: "Bald ist es hier in den Zelten tagsüber 50 Grad heiß. Die Kinder werden enorm unter der Hitze leiden. Wir brauchen mobile Klimaanlagen."

Gabriel geht zu einem Mitarbeiter des deutschen Generalkonsuls. "Haben Sie das gehört? Ich möchte, dass wir hier helfen." Kurz darauf fährt die Wagenkolonne zurück zum Flughafen. Im Flugzeug ist Gabriel lange still. Dann sagt er: "Ich glaube, ich werde noch häufig zurückkehren müssen." Er ahnt, dass Deutschland eine Schlüsselposition einnehmen muss, damit im Irak nach der Vertreibung des IS aus Mossul die anschließenden Verteilungskämpfe nicht in einen neuen Krieg münden. Vielleicht ist ihm auch spätestens auf diesem Flug klar geworden, dass die Fußstapfen sehr groß sind, die Steinmeier ihm hinterlassen hat.

Sigmar Gabriel und Christian Krug im Irak

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