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Mächtiger Rüstungskonzern: Russland bekommt ein neues Waffengesetz - ausgerechnet Kalaschnikow formulierte den Text

Wer denkt, dass in den USA die Waffenlobby übermächtig wäre, der muss einen Blick nach Russland werfen. Hier darf der Rüstungskonzern Kalaschnikow ganze Gesetze ausarbeiten - die offenbar schon abgenickt sind.

Russland: Ein Shop des Konzerns Kalaschnikow am Moskauer Flughafen Scheremetjewo

Russland: Ein Shop des Konzerns Kalaschnikow am Moskauer Flughafen Scheremetjewo

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Das sowjetische Sturmgewehr "Awtomat Kalaschnikowa" ist die erfolgreichste Kriegswaffe aller Zeiten. Produziert wird sie heute vom russischen Rüstungskonzern Kalaschnikow, der nach dem berühmten Gewehr benannt ist. Auf dem russischen Markt für Handfeuerwaffen betrug der Anteil des Konzerns im vergangen Jahr 80 Prozent, auf dem Markt für Langwaffen 34 Prozent. Und diese Marktanteile sollen noch steigen.

Eine Korrektur der bestehenden Waffengesetze soll die Umsätze in die Höhe treiben. Formuliert werden die Korrekturen von Kalaschnikow selbst. Der entsprechende Gesetzesentwurf liegt der kremlkritischen Wirtschaftszeitung "Kommersant" vor. Demnach soll Privatpersonen der Besitz von bis zu zehn Waffen erlaubt werden. Derzeit sind fünf zugelassen. Außerdem soll die Größe des Magazins für Jagd- und Übungswaffen erhöht werden. Aktuell darf ein Magazin bis zu zehn Patronen beinhalten.

In Zukunft sollen Privatpersonen ihre Waffen nicht nur beim Hersteller in Reparatur geben können, sondern auch bei speziell lizenzierten Unternehmen. Dies würde einerseits den Kunden erleichtern, ihre Waffen zu warten, andererseits könnte Kalaschnikow die Lizenzen verkaufen und so noch mehr Geld verdienen. 

"Für uns ist eine Waffe wie ein Tennisschläger"

Alle Änderungen der Waffengesetze sind darauf ausgelegt, die Konsumfreudigkeit der Käufer anzuregen: mehr Waffen, mehr Munition. Der Präsidenten des internationalen Verbandes "Praktisches Schießen", Witalij Krutschin, begrüßte die Änderungen. "Im Ausland gibt es so gut wie nirgendwo Begrenzungen hinsichtlich der Magazingröße, und wir müssen nach jeden zehn verschossenen Patronen jedes Mal neu laden", bemängelte er. Die von Kalaschnikow eingebrachten Korrekturen der Waffengesetze würden Sportschützen zugutekommen, argumentierte er. Im Schießsport würden die Sportler schließlich in bis zu sechs Disziplinen trainieren. Für jede Disziplin bräuchten sie zwei Feuerwaffen. "Für uns ist eine Waffe wie ein Tennisschläger und wir brauchen freien Zugang zu unserem Werkzeug."

Wie eine Quelle im Unterhaus des russischen Parlaments gegenüber "Kommersant" verraten hat, soll der Gesetzesentwurf noch in dieser Woche in der russischen Duma vorgelegt werden. Den Informationen der Zeitung zufolge sollen die Änderungen bereits von den Abgeordneten der regierenden Partei "Einiges Russland" untereinander besprochen und abgenickt worden sein. Die Partei hat in der russischen Duma 343 von 450 Sitzen. Bei diesem Kräfteverhältnis ist es also so gut wie sicher, dass die Änderungen angenommen werden.

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ivi
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.