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Treffen in Helsiniki: Putin nicht uneingeschränkt der Profiteur - wie russische Medien den Gipfel beurteilen

Im Westen ist das Urteil fast einstimmig: Donald Trump steht nach dem Gipfel mit Wladimir Putin als Schwächling dar, während Wladimir Putin zum großen Profiteur erklärt wird. Doch in Russland selbst fällt das Urteil gar nicht so eindeutig aus. 

Wladimir Putin bei der Pressekonferenz nach seinem Gespräch mit Donald Trump 

Wladimir Putin bei der Pressekonferenz nach seinem Gespräch mit Donald Trump 

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Für Putin sei "die Bilanz des Gipfels triumphal", schrieb die italienische Tageszeitung "La Repubblica"
nach dem Gipfel mit US-Präsident Donald Trump. "Putin hat symbolischen Triumph errungen", befand die US-Zeitung "Washington Post". "Putin, der das Gespräch 'sehr gelungen und sehr nützlich' fand, geht gestärkt daraus hervor", kommentierte die französische Zeitung "La Croix". Und selbst der konservative US-Sender Fox News urteilte: "Auf der gemeinsamen Pressekonferenz war Präsident Putin berechnend und kontrolliert. Präsident Trump fehlte es hingegen an Autorität."

Für den US-Präsidenten war das Treffen der beiden Staatschefs nach Ansicht westlicher Medien ein Versagen, für Putin ein Sieg. Auch in Russland diskutiert man, ob der Gipfel ein Erfolg war oder nicht. Und anders als man erwarten könnte, sind die russischen Medien viel vorsichtiger in ihrem Urteil. Hier ist man sich gar nicht so einig, ob Putin nun als triumphaler Gewinner gesehen werden kann.

Selbst das Staatsfernsehen ist vorsichtig 

Die kremlnahe Zeitung "Iswestija" schreibt etwa: "'Der Weg ist das Ziel' - so sagt man. Aber das drückt nur den sorgfältigen Optimismus nach dem Treffen in Helsinki aus. Tatsächlich hat niemand einen entscheidenden Durchbruch erwartet. Selbst die positiv gestimmten Beobachter werten den Gipfel als Erfolg, bloß weil er stattgefunden hat. (...) Putin und Trump bestätigten ihre gegenseitige Sympathie zueinander. Doch warum verspüren wir dann nicht mehr als nur vorsichtigen Optimismus?"

Die unabhängige Online-Zeitung "Gazeta.ru", stimmt in diesem Punkt mit "Iswestija" überein. "Das Hauptergebnis des russisch-amerikanischen Gipfels in Helsinki ist, dass die beiden Präsidenten [... ] sich zu etwas bereit erklärt haben, was die einfachste Grundlage diplomatischer und zwischenmenschlicher Beziehungen ist: routinemäßiger ständiger Dialog."

Am Abend widmeten zahlreiche politische Talk-Shows dem Gipfel stundenlange Sondersendungen. "Angesichts dessen, wie unzufrieden die liberalen US-Medien mit Trumps Auftritt sind, kann man sagen, dass das Treffen ein Erfolg war", erklärte der Abgeordnete der Regierungspartei "Einiges Russland" Wetscheslaw Nikonow in der Sendung "60 Minuten." Denn: "Die liberalen US-Medien sind zum einen Russland-feindlich, zum anderen agieren sie tatsächlich gegen Trump." Was konkrete Verhandlungserfolge betrifft, ist sogar das russische Staatsfernsehen zurückhaltend.

Putin sogar als Verlierer

Und es gibt auch Stimmen, die Putin sogar als Verlierer sehen. "Trump hat Putin in Helsinki hemmungslos betrogen", titelt etwa die Online-Nachrichtenseite "Rambler". Der US-Präsident sei listig und unvorhersehbar. "Viele haben erwartet, dass er eine klare Position im Hinblick auf die Krim bezieht. Aber das ist nicht geschehen." Und das obwohl, Trump erst vor kurzem noch zu verstehen gegeben habe, dass er die Annexion der Krim anerkennen könnte. Im Gespräch mit den G7-Staaten habe der US-Präsident schließlich die Krim als russisch bezeichnet. "Es ist klar, dass man keine weitreichenden Schlussfolgerungen aus den Äußerungen Trumps machen darf", heißt es weiter. "Doch man kann davon ausgehen, dass der Chef des Weißen Hauses noch vor einiger Zeit dazu bereit war, einen Schritt auf Russland zu zu gehen." Jetzt bliebe nur noch die Hoffnung, dass die beiden Staatschefs den Journalisten nicht alles verraten haben, worüber sie hinter verschlossenen Türen gesprochen hatten. 

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.