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Machtdemonstration aus Moskau: 300.000 Soldaten: Russland vor größtem Militärmanöver seiner Geschichte

Eine Woche lang spielt Russland den Ernstfall durch. 36.000 Militärfahrzeuge, tausend Flugzeuge und 80 Kriegsschiffe nehmen daran teil. Auch China und die Mongolei beteiligen sich. In Europa spricht man von einer "Machtdemonstration" oder "Einschüchterungsversuchen".

Militärmanöver Russland im Jahre 2017

Ein Hubschrauber der Russen bei einem vorigen Militärmanöver im Jahre 2017. Moskau will diese Woche all ihre neuen Militärgeräte testen.

DPA

Russland startet am Dienstag das größte Militärmanöver seiner Geschichte mit rund 300.000 Soldaten. An der einwöchigen Übung "Wostok-2018" (Osten-2018) nehmen nach Angaben des Verteidigungsministeriums 36.000 Militärfahrzeuge und Panzer, tausend Flugzeuge und 80 Kriegsschiffe teil. Auch China und die Mongolei beteiligen sich daran.

Die Nato warnt vor russischen Vorbereitungen auf einen "Großkonflikt". Bei dem Manöver, das in Ostsibirien startet, sollen die Soldaten nach den Worten von Verteidigungsminister Sergej Schoigu unter Bedingungen eingesetzt werden, "die so genau wie möglich einem echten Kampf ähneln". Die russische Armee vergleicht das Manöver mit der Militärübung "Sapad-81" (Westen-81), an der im Jahr 1981 bis zu 150.000 Soldaten des Warschauer Pakts teilnahmen. Es war das größte Militärmanöver zu Zeiten der Sowjetunion. 

Bei dem Manöver ab Dienstag wird die russische Armee ihre neuesten Anschaffungen einsetzen: Iskander-Raketen, die sich mit atomaren Sprengköpfen bestücken lassen, Kampfpanzer des Typs T-80 und T-90 sowie Suchoi Su-34- und Su-35-Jagdbomber. Teilnehmen werden auch mehrere Fregatten mit Kalibr-Raketen, die im Syrienkrieg zum Einsatz kamen. Aus China sind rund 3200 Soldaten dabei. Im vergangenen Jahr hatte Russland gemeinsam mit Weißrussland das Manöver "Sapad-2017" im europäischen Teil des Landes abgehalten. Nach russischen Regierungsangaben waren daran rund 12.700 Soldaten beteiligt. Nach Einschätzung der Ukraine und der baltischen Staaten war die Zahl weit höher. 

Nato sieht Moskau beim "Einüben von Großkonflikten", Russland argumentiert dagegen

Für die Nato zeigt das "Wostok"-Militärmanöver, dass Moskau den Schwerpunkt auf das "Einüben von Großkonflikten" lege, wie der Sprecher der westlichen Militärallianz, Dylan White, erklärte. Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa sagte, für den Westen bestehe kein Grund zur Beunruhigung. "Wostok-2018" liege weit außerhalb des Zuständigkeitsgebiets der Nato. Die Sicherheit der Nato-Mitgliedsstaaten sei nicht bedroht. Da das Manöver östlich des Urals im asiatischen Teil Russlands stattfindet, hätte Moskau den Westen nicht informieren oder Militärbeobachter der OSZE einladen müssen. White zufolge wurden aber Einladungen an Militärattachés ausgesprochen.

Der Kreml beschuldigt die Nato, immer näher an seine Grenzen heranzurücken und Russlands nationale Sicherheit zu gefährden. Im August sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, die Verteidigungsfähigkeit Russlands sei "gerechtfertigt, notwendig und alternativlos". Denn die gegenwärtige internationalen Lage sei gegenüber Russland "häufig aggressiv und unfreundlich". 

Vergangene Woche hielt Russland Militärübungen im Mittelmeer ab. Daran beteiligt waren mehr als 25 Kriegsschiffe und rund 30 Flugzeuge. Russland erhöhte zugleich seine militärische Präsenz in Syrien. Dort unterstützt Moskau die Regierung von Staatschef Baschar al-Assad seit 2015. Anfang September gab es ein Nato-Manöver in der westlichen Ukraine, an dem 2200 Soldaten aus der Ukraine, den USA und anderen Nato-Staaten teilnahmen. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte angesichts der Übung "Wostok 2018" von einer "Machtdemonstration" Moskaus gesprochen, Frankreich von einem "Einschüchterungsversuch". 

Militärmesse bei Moskau: Wie Russlands Waffenindustrie vom Kampfeinsatz in Syrien profitiert
wlk / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.